DE2004270C3 - Verfahren zum Herstellen eines VerpreBankers - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines VerpreBankersInfo
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Description
"5
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Verpreßankers, bei dem ein Zugglied, das über
eine vorbestimmle Länge mit einer Umhüllung umgeken ist, in ein Bohrloch eingebracht wird, und bei dem
in die Reaktionslänge erhärtender Baustoff injiziert wird, nach DT-AS 1 271 640. Das bekannte Verfahren
weist den Nachteil auf. daß in der praktischen Anwendung keine klar bestimmbare Trennstelle zwischen dem
Bereich der freien Ankerlänge und der Reaktionslänge vorhanden ist. Deshalb liegt dem Verfahren nach dem
Hauptpatent 1 904 371 die Aufgabe zugrunde, sicher zu
gewährleisten, daß die Ankerzugkraft nur im Bereich der gewünschten Reaktionslänge eingeleitet wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt nach dem Hauptpatent 1 904 371, indem im Bereich der freien Ankerlänge
der Raum zwischen Umhüllung und Bohrlochwand mit erhärtendem Baustoff ausgefüllt wird und
nach Erhärten des Baustoffs über die Umhüllung eine Zugkraft auf den Baustoff ausgeübt und dieser von dem
Baustoff im Bereich der Reaktionslänge unter Bildung einer Fuge abgetrennt wird.
Es ist bereits in der DT-OS 1 759 338 vorgeschlagen worden, zwischen der Reaktionslänge und der freien
Ankerlänge eine permeable Ringblase vorzusehen, die mit Zementbrei gefüllt wird und als Packer wirkt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine weitere Ausbildung des Verfahrens gemäß Patentanspruch
1 des Hauptpatents zu schaffen, bei dem eine weitere genau definierte Trennung der freien Ankerlänge
und der Reaktionslänge durch Bilden der Fuge erreicht werden soll. Die Herstellung der Trennzone
soll hierbei für solche Fälle billiger sein, bei welchen die Umhüllung beispielsweise nicht zur Aufnahme von
Druckkräften erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß vor dem Einbringen des erhärtenden Baustoffes
in den Bereich der freien Ankerlänge am Zugglied eine Ringblase nahe dem luftseitigen Ende des Verpreßkörpers
befestigt und vor dem Erhärten des Baustoffs durch Aufblasen der Ringblase die Fuge zwischen
der Verankerungslänge und der freien Ankerlänge gebildet wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß
bei eindeutiger Definition der Trennstelle das Zugglied
im Bereich der freien Ankerlänge keiner Beanspruchung ausgesetzt ist, wobei eine billigere Herstellung
der Trennzone möglich ist.
Die Erfindung wird nachfolgeiid an Hand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben, wobei die Zeichnung im Längsschnitt
einen nach der Erfindung hergestellten Verpreßanker zeigt.
Im Erdreich 1 wird zunächst auf übliche Weise ein Bohrloch 2 hergestellt. Dieses Bohrloch 2 ist mittels
eines Vortreibrohres 3 ausgekleidet. In das Bohrloch 2 wird hierauf ein Verpreßsnker, bestehend aus dem Ankerfuß
4 und einem aamit verbundenen stangenförmigen Zugglied 5 eingeführt. An dem Zugglied 5 befindet
sich, vorzugsweise nahe dem luftseitigen Ende des Ankerfußes 4. eine Ringblase 6 aus elastischem Material.
Im nicht gefüllten Zustand ist die Ringblase 6 flach gelegt. Mit dem Ringblaseninneren ist mindestens eine
Zuleitung 7 und wahlweise eine Entlüftungsleitung verbunden,
die am Zugglied 5 gehalten sind.
Das Injizieren des erhärtenden Baustoffes erfolgt dadurch,
daß an das nach außen vorstehende Ende des Vortreibrohres 3 eine Baustoffleitung unter Druck angeschlossen
wird. Der bei nachgelegter Ringblase 6 zuströmende Baustoff umgibt das Zugglied 5 und tritt
auch bei fortwährendem Ziehen des Vortreibrohres 3 in die Reaktionslänge a des umgebenden Erdreichs 1
aus, um dort den Verpreßkörper 9 zu bilden. Das Ziehen des Vortreibrohres 3 unter gleichzeitigem Zuführen
des Baustoffs unter Druck erfolgt, bis das Vortreibrohr 3 um die Strecke c hinter die Ringblase 6 gelangt
ist.
Hierauf wird vor Erhärten des Baustoffs die Ringblase 6 über die Zuleitung 7 an eine nicht dargestellte
Druckmittelleitung angeschlossen und vorzugsweise ein flüssige:; Druckmittel, z. B. Wasser, zugeleitet. Die
Ringblase 6 bläht sich dadurch auf und verdrängt den in diesem Bereich vorhandenen Baustoff. Bei prall gefüllter
Ringblase 6 wird die Zuleitung 7 abgeschlossen. Unter weiterem Ziehen des Vortreibrohres 3 kann in das
Bohrloch 2 hinter der Ringblase 6 weiterer Baustoff eingebracht werden. Dieser Baustoff dient zum Vollfüllen
des Bohrlochs, und zu seiner Einbringung wird kein wesentlicher Druck mehr angewendet. Der Baustoff in
der Reaktionslänge a ist durch die Ringblase 6 von dem Baustoff in der freien Ankerlänge b getrennt.
Zur Prüfung, daß tatsächlich nur über den Verpreßkörper 9 Kraft in das umgebende Erdreich 1 eingeleitet
wird, kann auf das Zugglied 5 eine Zugkraft in Pfeilrichtung 1 ausgeübt werden, wobei gleichzeitig das äußere
Ende der Zuleitung 7 geöffnet wird. Tritt bei der aufgegebenen, vorbestimmten Zugbelastung keine Flüssigkeit
aus dem offenen Ende der Zuleitung 7 aus, besagt dies, daß der Verpreßkörper 9 im Erdreich 1 nicht verschoben,
sondern der Zugbelastung standgehalten hat.· Tritt dagegen Flüssigkeit aus, so ist das ein Zeichen
dafür, daß der Verpreßanker der Zugbelastung nicht standhält. Nach Beendigung dieses Belastungsversuches
kann über die Zuleitung 7 auch in die Ringblase 6 erhärtender Baustoff eingeleitet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch: \SVerfahren zum Herstellen eines Verpreßankers. bei dem ein Zugglied, das über eine vorbestimmte Länge mit einer Umhüllung umgeben ist, in ein Bohrloch eingebracht und in die Reaktionslänge erhärtender Baustoff injiziert und im Bereich der freien Ankerlänge der Raum zwischen Umhüllung und Bohrlochwand mit erhärtendem Baustoff ausgefüllt sowie der Baustoff im Bereich der Reaktionslänge vom Baustoff im Bereich der freien Ankerlänge unter Bildung einer Fuge getrennt wird, nach Hauptpatent 1904 371, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einbringen des erhärtenden Baustoffs in den Bereich der freien Ankerlänge am Zugglied eine Ringblase nahe dem luftseitigen Ende des Verpreßkörpers befestigt und vor dem Erhärten des Baustoffs durch Aufblasen der Ringblase die Fuge zwischen der Verankeruiigslänge und der freien Ankerlänge gebildet wird.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702004270 DE2004270C3 (de) | 1970-01-30 | Verfahren zum Herstellen eines VerpreBankers | |
| CH29271A CH519062A (de) | 1970-01-30 | 1971-01-08 | Verfahren zum Herstellen einer Verankerung für Bauteile und Anker zur Durchführung des Verfahrens |
| AT13471A AT315752B (de) | 1970-01-30 | 1971-01-11 | Verfahren zum Herstellen eines Zugankers, insbesondere zur Verankerung von Bauteilen |
| US00109776A US3717966A (en) | 1970-01-30 | 1971-01-26 | Anchor tie construction and method of setting an anchor tie in the ground |
| ES387639A ES387639A1 (es) | 1970-01-30 | 1971-01-27 | Un procedimiento para el anclaje de elementos de construc- cion. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702004270 DE2004270C3 (de) | 1970-01-30 | Verfahren zum Herstellen eines VerpreBankers |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2004270A1 DE2004270A1 (de) | 1971-08-26 |
| DE2004270B2 DE2004270B2 (de) | 1974-07-18 |
| DE2004270C3 true DE2004270C3 (de) | 1976-05-13 |
Family
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