DE19942C - Handschuh-Verschlufs und Apparat zum Anbringen desselben - Google Patents
Handschuh-Verschlufs und Apparat zum Anbringen desselbenInfo
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- DE19942C DE19942C DENDAT19942D DE19942DA DE19942C DE 19942 C DE19942 C DE 19942C DE NDAT19942 D DENDAT19942 D DE NDAT19942D DE 19942D A DE19942D A DE 19942DA DE 19942 C DE19942 C DE 19942C
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- Germany
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41F—GARMENT FASTENINGS; SUSPENDERS
- A41F1/00—Fastening devices specially adapted for garments
- A41F1/06—Glove fasteners
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Gloves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Februar 1882 ab.
D,ie Neuerung an den Handschuh-Verschlüssen bezweckt ein bequemes Zusammenziehen und
Verschliefsen oder späteres Oefrhen von Verschlüssen,
wie dieses bei Handschuhen u. dergl. vorkommt, und zwar mittelst einer Schnur oder
eines Kettchens, ohne weitere Anwendung besonderer, nicht fest mit dem Handschuh verbundener
Hülfsvorrichtungen.
Aufserdem soll die dazu dienende Schnur, nachdem dieselbe zum Zusammenziehen benutzt
worden und der Verschlufs hergestellt ist, beim Löslassen sofort gefafst werden, so dafs dieselbe
nicht zurückgehen kann und dadurch die -vorher erzielte Spannung in dem Handschuh
durch den Verschlufs für längere Zeit bleibt.
Beim jedesmaligen erneuten Schliefsen der Handschuhe kann man also eine gewünschte
Spannung des Verschlusses erzielen. Die durch die allmälige Dehnung des Leders entstehende
Erweiterung soll durch einen Regulirhaken, welcher auf der äufseren Handfläche des Handschuhes
angebracht ist, wieder reducirt werden können.
Die Neuerung ist bei Handschuhen mit einem Knopf, mehreren Knöpfen, bei Schnürknöpfen
und weiter anzuwenden.
Fig. ι zeigt den offenen Verschlufs im Querschnitt
mit den dazugehörigen Ansichten. 1 ist die Verschlufskappe, welche durch Stift 2 und
Plättchen 3, an welchem gleichzeitig die Schnur 4 befestigt, an dem ersten Theil 5 des Handschuhes
angebracht ist; 6 ist der excentrische Verschlufshaken, welcher in gewöhnlicher Weise
an dem zweiten, mit dem ersten in Verbindung zu bringenden Ledertheil des. Handschuhes befestigt
ist. Statt der gewöhnlichen Befestigung des Verschlufshakens kann man je nach Belieben
und je nachdem der. Handschuh aus Leder, Stoff etc. hergestellt ist, auch andere
Befestigungen desselben anwenden, z. B. statt Schraube zwei Spitzen, welche später umgebogen
werden, oder Hülsen, welche umgebogen werden; diese Spitzen bezw. Hülsen sind jedoch
aus dem Verschlufshaken selbst ausgetrieben.
Fig. 2 zeigt den geschlossenen Verschlufs im Querschnitt, wobei man ersieht, wie die Schnur 4,
welche man an der unteren Seite der Verschlufskappe ι um den excentrischen Stift 7 des
Verschlufshakens 6 schlingt und dann nach Pfeil 8 die Verschlufskappe und den Verschlufshaken
zusammenzieht und durch das Eingreifen des oberen Theiles des Verschlufshakens 6 in
die Oeffnung 9 der Verschlufskappe 1 sich an Stift 7 und Oeffnung 9 durch die Elasticität
des Leders festklemmt.
Das Eingreifen von 7 und 9 geschieht durch Niederdrücken der Verschlufskappe 1, wenn 7
sich in dem gewölbten Theil von 1 befindet und die Schnur in Spannung ist; zum Lösen
der Schnur braucht man nur dieselbe in Pfeilrichtung 8 zu ziehen, dann springt der Verschlufshaken
aus der Kappe heraus und der Handschuh ist offen. In Fig. 3 ist ein Grundrifs des Verschlusses mit einem Knopf zu sehen;
bei mehreren Knöpfen ist eine Reihe solcher Verschlüsse hinter einander zu denken.
In Fig. 4 ist ein Grundrifs des Verschlusses bei Anwendung von Schnürknöpfen mit den bekannten
Agraffen zu ersehen.
Fig. 5 zeigt den Regulirhaken oder die Verschnürung des Handschuhes bei gedehntem
Leder im Grundrifs und Seitenansicht. Haken 10,
welcher sich auf der Aufsenseite des Handschuhes befindet, wird in die verschiedenen Löcher des
ebenfalls dort angebrachten Schlosses π gehakt. Die Schnur 4 kann auch nach Fig. 6 an der
Verschlufskappe befestigt werden, indem man dieselbe an der eigentlichen Kappe selbst mit
Knoten befestigt und dann durch den hohlen Stift durchführt, welcher die Kappe an dem
Handschuh befestigt.
Die Neuerung an der Anklopfmaschine zu diesen Verschlufskappen und -Haken bezweckt,
die Verschlufskappen zunächst alle in einer bestimmten Entfernung vom Lederrand anklopfen
zu können, welche sich ändern läfst, und ferner bei Handschuhen mit mehreren Knöpfen die
Entfernung derselben von einander gleichzuhalten und schliefslich die'Kappe oder den Haken
beim Anklopfen festzuhalten.
Man erreicht dies folgendermafsen:
Nachdem die Kappe in den entsprechend ausgravirten Stempel gelegt worden, steckt man den Stift 12 in den Stempel 13, wodurch die Kappe centrirt ist; nun dreht man den durch die Schrauben 14 in der Länge verstellbaren und aus zwei Stücken bestehenden Halter 15 um den Bolzen 16 nach Pfeil 17. Der Halter 15 federt etwas, so dafs er, wenn er auf den Stempel zu liegen kommt, fest auf die Kappe drückt. Damit man den Halter nicht zu weit drehen kann, ist ein Anschlagstift 18 angebracht. Da der Bolzen seitlich liegt, so sieht man, dafs beim Zurückdrehen des Halters nach Pfeil 19 keine Verletzung des mit der Kappe versehenen Handschuhes stattfindet. Um nun die Kappe anzuklopfen, legt man den Lederrand gegen den senkrechten Theil des Halters, drückt das Leder durch den Stift auf die Kappe und dreht dann in gewöhnlicher Weise an Griff 20 den Oberstempel 21 hinunter. Das Mafs für die Entfernung des nächsten Knopfloches ist einfach durch die Länge 23 gegeben, ist also immer constant.
Nachdem die Kappe in den entsprechend ausgravirten Stempel gelegt worden, steckt man den Stift 12 in den Stempel 13, wodurch die Kappe centrirt ist; nun dreht man den durch die Schrauben 14 in der Länge verstellbaren und aus zwei Stücken bestehenden Halter 15 um den Bolzen 16 nach Pfeil 17. Der Halter 15 federt etwas, so dafs er, wenn er auf den Stempel zu liegen kommt, fest auf die Kappe drückt. Damit man den Halter nicht zu weit drehen kann, ist ein Anschlagstift 18 angebracht. Da der Bolzen seitlich liegt, so sieht man, dafs beim Zurückdrehen des Halters nach Pfeil 19 keine Verletzung des mit der Kappe versehenen Handschuhes stattfindet. Um nun die Kappe anzuklopfen, legt man den Lederrand gegen den senkrechten Theil des Halters, drückt das Leder durch den Stift auf die Kappe und dreht dann in gewöhnlicher Weise an Griff 20 den Oberstempel 21 hinunter. Das Mafs für die Entfernung des nächsten Knopfloches ist einfach durch die Länge 23 gegeben, ist also immer constant.
In ähnlicher Weise wie bei dem Anklopfen der Kappe wird beim Anklopfen mit dem
Haken verfahren.
Claims (2)
1. Die aus den Fig. 1, 2, 3, 4 und 6 ersichtliche
Verschlufseinrichtung mit Verschlufskappe i, Verschlufshaken 6 und Schnur 4.
2. Der aus der Zeichnung ersichtliche Apparat zum Anklopfen der Verschlufskappen, bestehend
aus Stempel 13 mit Stift 12, Halter 15,
Anschlagstift 18 und Oberstempel 21.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19942C true DE19942C (de) |
Family
ID=296720
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19942D Active DE19942C (de) | Handschuh-Verschlufs und Apparat zum Anbringen desselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19942C (de) |
-
0
- DE DENDAT19942D patent/DE19942C/de active Active
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