DE19936368A1 - Schutzhelm - Google Patents
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- A42B3/06—Impact-absorbing shells, e.g. of crash helmets
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- A42B3/32—Collapsible helmets; Helmets made of separable parts ; Helmets with movable parts, e.g. adjustable
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Abstract
Der Schutzhelm insbesondere für Fahrrad- und Motorradfahrer, Drachen- und Gleitschirmflieger sowie Bergsteiger, mit einer Innenschale und einer Außenschale, zeichnet sich dadurch, daß die Innenschale aus parallel angeordneten elastischen prismaförmigen Zellen (1) besteht, die mit Polystyrolschaumteilchen gefüllt sind und in ungefähr halber Höhe von dort fixierten leiterförmigen Schnursystemen (3) umgeben sind, deren Längsschnur (3) mit einer Spannvorrichtung verbunden ist, und daß die Außenschale aus dachziegelartig sich überlappenden schuppenförmigen Elementen (6) und einer außer darüber angeordneten elastischen Folie (7) besteht.
Description
Die Erfindung betrifft einen Schutzhelm, insbesondere für
Fahrrad- und Motorradfahrer, Drachen- und Gleitschirmflieger
sowie Bergsteiger mit einer Innenschale und einer Außenscha
le.
Schutzhelme dieser Art werden in immer größerem Umfang be
nutzt und sind zum Teil auch gesetzlich vorgeschrieben. Die
Innenschale ist dabei verhältnismäßig weich, damit diese im
Falle eines Unfalls deformiert werden kann und so Energie
aufnehmen kann. Die Außenschale muß aber verhältnismäßig hart
und stabil sein, um das Eindringen spitzer Gegenstände durch
den Schutzhelm in den menschlichen Kopf zu verhindern. Ein
solcher Schutzhelm kann seine Wirkung nur zufriedenstellend
erreichen, wenn er genau der Kopfform angepaßt ist. Der Händ
ler, der solche Schutzhelme vertreibt, oder z. B. ein Fahr
radvermieter müssen daher sehr viele unterschiedliche Schutz
helme vorrätig halten, was viel Platz benötigt. Es ist auch
nicht möglich, wenn man sein Fahrrad einem Freund verleiht,
diesem auch den eigenen Schutzhelm zur Verfügung zu stellen,
da er möglicherweise nicht an die Kopfgröße des anderen ange
paßt ist. Schließlich benötigt ein konventioneller Schutzhelm
auch zu Hause oder im bzw. am abgestellten Motorrad oder
Fahrrad, insbesondere auch für den Soziushelm, verhältnismä
ßig viel Platz, da er von seiner stark gewölbten viel Platz
benötigenden Form nicht in eine flachere Form gebracht werden
kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines
Schutzhelms, dessen Form sich variieren läßt, der aber trotz
dem seine Schutzwirkung voll entfaltet. Der Schutzhelm soll
dabei einerseits an unterschiedliche Kopfgrößen anzupassen
sein und andererseits auch in eine flachere Form gebracht
werden können, damit er raumsparend gelagert werden kann.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Innenscha
le aus im wesentlichen parallel angeordneten, im wesentlichen
senkrecht zur Helmoberfläche angeordneten, eng aneinanderlie
genden elastischen prismaförmigen Zellen besteht, die mit
Füllkörpern gefüllt sind und in ungefähr halber Höhe von dort
fixierten leiterförmigen Schnursystemen umgeben sind, deren
Längsschnüre mit einer Spannvorrichtung verbunden sind, und
daß die Außenschale aus dachziegelartig sich überlappenden
schuppenförmigen Elementen und einer außen darüber angeordne
ten elastischen Folie besteht.
Eine andere erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß statt
der prismaförmigen Zellen zylinderförmige Zellen vorgesehen
sind.
Durch die Füllkörper erhalten die Zellen eine gewisse Festig
keit. Werden die Schnursysteme zusammengezogen, so werden die
Zellen in ungefähr halber Höhe eingeschnürt, wodurch die
Füllkörper fester aneinander gedrückt werden, so daß sich die
Innenschale verfestigt. Selbstverständlich kann die Innen
schale dabei dann verschiedene Formen annehmen, d. h. einer
seits verschiedene Größen für unterschiedliche Kopfformen und
andererseits neben der gewölbten Form auch eine flachere Form
für die Lagerung, wenn das Schnursystem nicht gespannt wird.
Das Spannen kann sehr einfach und schnell geschehen, indem
nur eine einzige Spannvorrichtung, insbesondere aber zwei un
gefähr gegenüberliegende vorgesehen sind.
Die Zellen, die verhältnismäßig weich sind, können natürlich
das Durchdringen von spitzen Gegenständen nicht von sich aus
verhindern. Zu diesem Zweck ist die Außenschale aus dachzie
gelartig sich überlappenden schuppenförmigen Elementen vorge
sehen. Die Außenschale kann sich dadurch der Form der Innen
schale anpassen. Da die schuppenförmigen Elemente überlappen,
kann nirgendswo ein spitzer Gegenstand zwischen zwei schup
penförmigen Elementen hindurchgelangen. Dadurch, daß außen
über den Schuppen eine elastische Folie angeordnet ist, die
dann ebenfalls der Veränderung der Form folgen kann, ist der
Schutzhelm wasser- und winddicht und kann farblich wie ein
üblicher gestaltet werden. Außerdem können dort der Kinnrie
men oder ein Windschild oder andere Teile angebracht werden.
Um eine dichte regelmäßige Packung der Zellen zu ermöglichen,
sind diese bei einer vorteilhaften Ausführungsform Prismen
mit sechseckigen Grundflächen, insbesondere in Wabenstruktur
ohne Zwischenräume.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform bestehen die Füllkör
per aus Schaumstoff.
Vorteilhafterweise bestehen die Füllkörper aus für übliche
Helme verwendeten expandierten schaumförmigen Polystorol.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich da
durch aus, daß der Schutzhelm zwei Schichten von versetzt an
geordneten Zellen aufweist.
Vorteilhafterweise haben die Zellen einen Durchmesser von ca.
0,5 bis 2,5 cm, insbesondere etwa 1 cm, was eine gute Anpas
sung an die Kopfform ohne übermäßig große Zahl von Zellen er
möglicht. Die Zellen haben dabei vorteilhafterweise eine Höhe
von ca. 1 bis 3 cm, wobei sich eine Höhe von ungefähr 2 cm
als besonders vorteilhaft erwiesen hat.
Damit sich die Füllkörper beim Einschnüren der Zellen gut neu
anordnen können, ist bei einer vorteilhaften Ausführungsform
vorgesehen, daß sie im wesentlichen kugelförmig sind.
Vorteilhafterweise sind die Zellen oben und unten mit einer
Stofflage bedeckt und insbesondere verbunden, die aus einem
Gewirk oder insbesondere Jersey besteht.
Die schuppenförmigen Elemente sind zweckmäßigerweise an der
äußeren Stofflage befestigt.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Schutzhelms
gegenüber vorbekannten Helmen ist auch sein geringes Gewicht.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von vorteilhaften Aus
führungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnun
gen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch den Helm einer ersten Ausfüh
rungsform der Erfindung parallel zur Oberfläche;
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II von Fig. 1;
Fig. 3 einen Fig. 2 entsprechenden Schnitt durch eine zweite
Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 4 eine Reihe von Zellen mit ihren Schnursystemen im un
gespannten Zustand;
Fig. 5 die Zellen und Schnursysteme der Fig. 4 im gespannten
Zustand; und
Fig. 6 das Prinzip der Spannvorrichtung.
Die Ausführungsform der Fig. 1 weist prismaförmige Zellen 1
mit sechseckiger Grundfläche auf. Die obere Begrenzungsfläche
ist ebenfalls ein Sechseck, wobei diese beiden Sechsecke
durch Rechtecke verbunden sind. Statt der sechseckigen Pris
men sind auch Prismen mit anderen Grundflächen möglich, z. B.
abwechselnd Fünfecke und Vierecke. Auch Kreiszylinder oder
Zylinder mit ellipsenförmiger Grundfläche sind möglich. Die
Zellen 1 sind mit Füllkörpern 2 gefüllt. Etwa in halber Höhe
der Zellen 1 sind Schnüre 3 angeordnet, die leiterförmig
durch Querschnüre 4 verbunden sind, und an den Zellen fi
xiert. Für jede Reihe von Zellen sind zwei solcher Schnursy
steme 3, 4 vorgesehen, von denen das eine nach rechts in
Richtung der Pfeile 5, das andere nach links in Richtung der
Pfeile 5' gespannt werden kann. Wird in Richtung der Pfeile
5, 5' in Fig. 1 ein Zug ausgeübt, was durch eine (z. B. bei
5) wirkende Spannvorrichtung, wobei die Schnüre bei 5' fest
gehalten werden, oder aber durch zwei Spannvorrichtungen, die
in Richtung 5 bzw. 5' wirken, geschehen kann, so werden die
Zellen 1 eingeschnürt, wie dies in Fig. 2 rechts gezeigt
ist, wodurch die Füllkörper 2 zusammengedrückt werden und man
eine feste Innenschale mit der gewünschten Form erhält. In
Fig. 2 links ist der ungespannte Zustand mit nicht einge
schnürten Zellen gezeigt.
Wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, sind an den Zellen 1 sich
dachziegelartig überlappende schuppenförmigen Elemente 6 aus
entsprechend stabilem Material angeordnet, die das Eindringen
von spitzen Gegenständen verhindern können. Diese sind an ei
ner Stofflage 9 aus Jersey oder einem anderen Gewirk befe
stigt, an der auch die Zellen 1 befestigt sind. Eine entspre
chende Stofflage 8 befindet sich auf der Unterseite. Über den
schuppenförmigen Elementen 6 ist eine Folie 7 angeordnet, die
wasser- und winddicht ist.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform gezeigt, in der zwei
Schichten von Zellen 1 übereinander und versetzt zueinander
mit den entsprechenden Schnursystemen angeordnet sind. Die
Zellen 1 sind dabei an Stofflagen 9 und 8 und in der Mitte
gemeinsam an einer Stofflage 10 befestigt. Wie bei der Dar
stellung der Fig. 2 ist links der ungespannte und rechts der
gespannte Zustand gezeigt.
Das Prinzip, wie die feste Struktur erhalten wird, ist in den
Fig. 4 und 5 dargestellt. Die Zellen 1 sind von leiterför
migen Schnursystemen 3, 4 und 3', 4' eingeschlossen. Zieht
man, wie dies in der Fig. 5 dargestellt ist, an einem der
Schnursysteme (z. B. bei 5') und hält die Schnüre bei 5 fest
oder zieht man auf beiden Seiten, so werden die Zellen einge
schnürt, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist, und dadurch
verfestigt.
Das Spannen erfolgt dabei zweckmäßigerweise durch zwei Spann
vorrichtungen 11, von denen eine in Fig. 6 mit einer seitli
chen Ansicht des Schutzhelms gezeigt ist. Auf jeder Seite des
Helms ist eine solche Spannvorrichtung 11 vorgesehen, an der
die Schnüre 3 tangetial an einer Scheibe befestigt sind. Wird
die Spannvorrichtung 11 in Richtung des Pfeiles 12 gedreht,
so werden die Schnüre 3 gespannt. Durch eine bei 13 angedeu
tete, z. B. sägezahnausgebildete Rasteinrichtung kann dabei
sichergestellt werden, daß die Spanneinrichtung und damit die
Schnüre 3 im gespannten Zustand bleibt. Entsprechende Mittel,
um die Spannung wieder zu lösen, können z. B. so ausgebildet
sein, daß man an einem Handgriff der Spanneinrichtung 11 zie
hen muß oder auf denselben drücken muß.
Claims (12)
1. Schutzhelm insbesondere für Fahrrad- und Motorradfahrer,
Drachen- und Gleitschirmflieger sowie Bergsteiger, mit
einer Innenschale und einer Außenschale, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Innenschale aus im wesentlichen paral
lel angeordneten, im wesentlichen senkrecht zur Helmober
fläche angeordneten, eng aneinanderliegenden elastischen
prismaförmigen Zellen (1) besteht, die mit Füllkörpern
(2) gefüllt sind und in ungefähr halber Höhe von dort fi
xierten leiterförmigen Schnursystemen (3, 4) umgeben
sind, deren Längsschnüre (3) mit einer Spannvorrichtung
(11) verbunden sind, und daß die Außenschale aus dachzie
gelartig sich überlappenden schuppenförmigen Elementen
(6) und einer außen darüber angeordneten elastischen Fo
lie (7) besteht.
2. Schutzhelm insbesondere für Fahrrad- und Motorradfahrer
und Drachenflieger, mit einer Innenschale und einer Au
ßenschale, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenschale
aus im wesentlichen parallel angeordneten, im wesentli
chen senkrecht zur Helmoberfläche angeordneten, eng an
einanderliegenden elastischen zylinderförmigen Zellen (1)
besteht, die mit Füllkörpern (2) gefüllt sind und in un
gefähr halber Höhe von dort fixierten leiterförmigen
Schnursystemen (3, 4) umgeben sind, deren Längsschnur (3)
mit einer Spannvorrichtung (11) verbunden sind, und daß
die Außenschale aus dachziegelartig sich überlappenden
schuppenförmigen Elementen (6) und einer außen darüber
angeordneten elastischen Folie (7) besteht.
3. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die prismaförmige Zellen (1) sechseckige Grundflächen ha
ben.
4. Schutzhelm nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Füllkörper (2) aus Schaumstoff bestehen.
5. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Füllkörper (2) aus für übliche Helme
verwendeten expandierten schaumförmigen Polystyrol beste
hen.
6. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekenn
zeichnet, daß er zwei Schichten von versetzt angeordneten
Zellen (1) aufweist.
7. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zellen (1) einen Durchmesser von ca.
0,5 bis 2,5 cm haben.
8. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zellen (1) eine Höhe von ca. 1 bis 3 cm
haben.
9. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Füllkörper (2) im wesentlichen kugel
förmig sind.
10. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekenn
zeichnet, daß er je eine Spannvorrichtung (11) auf beiden
Seiten des Helms aufweist.
11. Schutzhelm nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Zellen (1) oben und unten mit einer
Stofflage (8, 9, 10) bedeckt und insbesondere verbunden
sind, die aus Jersey oder einem anderen Gewirk besteht.
12. Schutzhelm nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die schuppenförmigen Elemente (6) an der Stofflage (8, 9,
10) befestigt sind.
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|---|---|
| DE (1) | DE19936368C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2865356A1 (fr) * | 2004-01-28 | 2005-07-29 | Des Ouches Pascal Joubert | Casque de protection semi-rigide |
| DE102010026238B4 (de) * | 2010-06-29 | 2012-08-16 | Schuberth Gmbh | Schutzhelm und Tragkorb für einen Schutzhelm |
| DE102015015623A1 (de) * | 2015-12-03 | 2017-06-08 | Chang-Hsien Ho | Aufbau eines einteiligen Sicherheitshelms |
| WO2021204378A1 (de) * | 2020-04-08 | 2021-10-14 | Helmed Gmbh | Schutzelement für einen körperteil |
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| DE4240643A1 (de) * | 1992-07-10 | 1994-01-13 | Kapitz Carl Heinz | Kopfschutz |
| DE4409839C2 (de) * | 1994-03-22 | 1996-05-02 | Oped Gmbh Orthopaedische Produ | Schutzhelm |
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1999
- 1999-08-03 DE DE1999136368 patent/DE19936368C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE19936368C2 (de) | 2003-02-20 |
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