DE199309C - - Google Patents

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DE199309C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02Anodisation
    • C25D11/34Anodisation of metals or alloys not provided for in groups C25D11/04 - C25D11/32

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrodes For Compound Or Non-Metal Manufacture (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ä 199309 — KLASSE 48«. GRUPPE
Dr. FRANZ FISCHER in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Oktober 1907 ab.
'Es ist bereits bekannt, daß Gegenstände mit metallisch leitender Oberfläche in einem Bleibade durch anodische Behandlung gefärbt werden können (vgl. z.B. Buchner, die Metallfärbung, 1901, Seite 216 bis 224). Bei diesen Verfahren wird Bleisuperoxyd aus dem Elektrolyten auf die Metalloberfläche abgeschieden auf Kosten des im Elektrolyten enthaltenen Bleies.
Derartige Methoden leiden unter dem übelstande, daß die aus dem Elektrolyten auf die Gegenstände niedergeschlagenen Schichten in keiner Weise mit ihrer metallischen Unter-
. lage verwachsen, sondern sich mehr oder weniger leicht abwischen lassen. Ferner ist es damit nicht möglich, beliebige Oxydstufen und damit beliebige Färbungen in stärkerer Schicht aufzubringen, weil man bei stärkeren Schichten auf die braunschwarze Farbe des Superoxyds beschränkt ist und nur bei äußerst zarten Schichten mit den sogenannten Nobilischen Ringen verwandte Töne aufbringen kann.
Es wurde nun gefunden, daß es sehr viel günstiger ist, die Gegenstände, sofern sie nicht schon eine Oberfläche aus Blei oder Bleilegierung haben, erst mit einer solchen Auflage auf beliebigem Wege zu versehen, und sie dann in einem besonderen Bade anodisch zu behandeln, wobei dann die entstehenden Oxyde sich aus der Bleioberfläche bilden und naturgemäß mit ihr verwachsen sind. Ein Beispiel mag den Vorgang erläutern. In einer heißen Lösung von phosphorsauren Salzen, z. B. des Natriums, Kaliums oder Ammoniums, verwendet man die zu färbenden Gegenstände, die man eventuell vorher in einem Bleibade galvanisch verbleit hat, als Anoden.
Je nach Temperatur, Stromdichte und Behandlungszeit lassen sich gelbe, grünliche, braune oder rote Oxydschichten erzeugen, indem eben durch anodischen Angriff des Stromes die Bleioberfläche in verschieden gefärbte Oxydationsstufen des Bleies umgewandelt wird.
Die Oxydschichten können beliebige Dicke und eine derartige Haftfestigkeit bekommen, daß sie sich zum Polieren eignen.
Bleigegenständen oder verbleitem Eisenguß kann auf diese Weise z. B. das Aussehen echter Bronzewaren gegeben werden, und zwar in so solider Weise, daß die Schichten immer wieder nachpoliert werden können.
Die erzeugten Oxydschichten können beliebiger mechanischer oder chemischer Nachbehandlung unterzogen werden. So kann man gelbbraune Schichten durch Erhitzen in Luft in anders gefärbte Schichten überführen, z. B. in mennigfarbene, oder man kann sie z. B. durch Schwefelwasserstoff in blauschwarze Schichten von Schwefelblei umwandeln.
Als Elektrolyte für das vorliegende Färbeverfahren eignen sich solche, die Säuren oder lösliche. Salze solcher Säuren enthalten, deren Bleisalze in dem verwendeten Elektrolyten schwerlöslich oder unlöslich sind, denn die Bleiauflage soll nicht in Lösung gehen und es soll auch kein Blei aus dem Elektrolyten
in Oxydform niedergeschlagen werden, sondern die Bleioberfläche soll selbst umgewandelt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum elektrolytischen Färben von Gegenständen mit metallisch leitender Oberfläche unter Benutzung derselben als Anoden in einem Bade, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände, sofern sie nicht schon eine Bleioberflächenschicht besitzen , zuvor mit einer Schicht aus Blei oder einer Bleilegierung überzogen und alsdann in einem Elektrolyten anodisch behandelt werden, welcher Säuren oder lösliche Salze solcher Säuren, deren Bleisalze in der Badflüssigkeit schwerlöslich oder unlöslich sind, enthält.
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DE (1) DE199309C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6427271B1 (en) * 2000-02-15 2002-08-06 Sandra Lee Rescue apparatus and method of use

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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