DE19911864A1 - Anlage zur automatischen Bewässerung und chemischen Behandlung von Beetpflanzen - Google Patents

Anlage zur automatischen Bewässerung und chemischen Behandlung von Beetpflanzen

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DE19911864A1 DE1999111864 DE19911864A DE19911864A1 DE 19911864 A1 DE19911864 A1 DE 19911864A1 DE 1999111864 DE1999111864 DE 1999111864 DE 19911864 A DE19911864 A DE 19911864A DE 19911864 A1 DE19911864 A1 DE 19911864A1
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M7/00Special adaptations or arrangements of liquid-spraying apparatus for purposes covered by this subclass
    • A01M7/0003Atomisers or mist blowers
    • A01M7/0014Field atomisers, e.g. orchard atomisers, self-propelled, drawn or tractor-mounted

Description

Bei der Erfindung handelt es sich um eine Anlage für die automatische Bewässerung und chemische Behandlung von Beetpflanzen.
Für die automatische Bewässerung von Beetpflanzen sind schienengeführte Gießwagen mit elektrischem Antrieb bekannt, die ein Verteilungsrohr über die Pflanzen führen, daß durch einen Schlauch mit Wasser versorgt wird. Bekannt sind Ausführungen mit ausgezogenen oder ausgerollten Schleppleitungen auf Trommeln sowie Schleppleitungen, die in regelmäßigen Abständen mit Wagen an der Fahrschiene aufgehängt sind.
Bei üblichen Beetlängen von 100 bis 200 m sind aufgrund der Strömungsreibung bereits große Schlauchquerschnitte erforderlich. Daraus ergeben sich erhebliche Leitungsgewichte von ca. 1 kg je Meter und hohe Kräfte beim Nachziehen der Leitung. Die dafür geeigneten Antriebe verwenden deshalb mit Federkraft angepreßte Reibräder und benötigen dafür besonders profilierte Fahrschienen. Bei vielen Anwendungen müssen besondere Einrichtungen wie z. B. Weichen, zur Aufnahme der Leitungen am Ende der Fahrstrecke vorgesehen werden, um das Ende des Beetes mit dem Verteilungsrohr zu erreichen.
Sollen mit einem Gießwagen mehrere nebeneinander liegende Beete nacheinander bewässert werden, wird der Gießwagen am Ende der Fahrstrecke mit einer Transporteinrichtung seitlich versetzt. Dabei bereitet der Transport der Schleppleitung durch ihr hohes Gewicht und Volumen erhebliche Mühe. In zunehmendem Maße werden Gießwagen auch für die Verteilung von Chemikalien zur Behandlung der Pflanzen verwendet. Der einfachste Weg ist dabei, anstelle von Gießwasser Spritzbrühe durch die Schlauchleitung zuzuführen. Störend dabei ist, daß nach der Behandlung in der Zuleitung teilweise mehr als Restmenge verbleibt, als an Mittel zur Behandlung verbraucht wurde. Dieser Nachteil wird durch Mischung der Anwendungsbrühe aus Konzentrat direkt am Gießwagen vermieden. An diesen Systemen wird die potentielle Gefahr durch den Umgang mit konzentrierten Giftstoffen kritisiert und eine schwierige Dekontamination der Dosiergeräte. Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Bewässerungsanlage, die die beschriebenen Nachteile der Schleppleitung vermeidet und gut für die automatisierte Behandlung mit Chemikalien geeignet ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Gießwagen mit einem Tank ausgestattet wird, der für die Bewässerung eines bruchteiligen Abschnittes des Beetes ausgelegt ist und durch entlang des Fahrweges angeordnete Füllventile automatisch betankt wird. Tankvolumen, Abfluß und Abstand der Füllventile sind entsprechend und mit ausreichender Reserve aufeinander abgestimmt, um eine lückenlose Bewässerung zu gewährleisten oder es wird eine intelligente Steuerung vorgesehen, die den Gießvorgang überwacht und die Behandlung durch das Aneinanderreihen von Fahrten zwischen Zapfstelle und Behandlungsabschnitt steuert. Dabei ist im Extremfall eine Zapfstelle ausreichend.
Die Energieversorgung von Fahrwerk, Steuerung und ggf. einer Pumpe erfolgt durch Batterien, die an einer in Pausenzeiten durch eine Ladestation oder kontinuierlich durch Solarzellen nachgeladen werden.
Sinnvolle Auslegungen führen zu Tankvolumen von ca. 50-100 l und Abständen der Füllventile für die Bewässerung von 10-20 m. Damit ergibt sich bei vollem Tank im Vergleich mit einer Schleppleitungen etwa das gleiche Gewicht, bei leerem Tank ist der neue Gießwagen mit Tank erheblich kleiner und leichter als ein konventioneller Gießwagen samt Zuleitung. Die Dauer der Bewässerung kann mit dem Tank im Vergleich zur Schlauchleitung trotz der sequentiellen Arbeitsweise sogar verkürzt werden, da die Befüllung durch einen großen Leitungsquerschnitt sehr schnell erfolgt und der anschließende Gießvorgang mit höherer Fahrgeschwindigkeit durchgeführt werden kann. Das neue Bewässerungssystem eignet sich deshalb besser für die Bewirtschaftung mehrerer nebeneinander liegender Beete durch einfaches Umsetzen des schlauchlosen Gießwagens, weil der Transport leichter und die Gießleistung größer ist.
Das neue System ist außerdem kostengünstiger als Anlagen mit durch eine Schlauchleitung versorgten Gießwagen, weil ein preiswertes Rohr als Schiene verwendet werden kann, das gleichzeitig der Wasserzuführung dient, Schlauchwagen entfallen und der Fahrantrieb kleiner zu dimensionieren ist. Für die Behandlung mit Chemikalien kann der Tank, dessen Volumen für die Behandlung eines Beetes ausreicht, direkt mit der passenden Menge Spritzbrühe befüllt werden. Für automatisches Arbeiten wird eine separate Versorgungsleitung von einer zentralen Aufbereitungsstation quer über die Beete verlegt, und über jeder Fahrschiene ein Füllventil für die Betankung vorgesehen.
Diese Leitung wird mit einem kleinen Querschnitt ausgeführt und kann am Ende durch ein Ventil mit der Wasserleitung verbunden werden, um sie nach der Anwendung durch eine Rückspülung komfortabel und sparsam zu dekontaminieren. Der erforderliche Spritzdruck wird durch eine kleine Pumpe am Gießwagen erzeugt. Für die gute Eignung des Gießwagens für den Pflanzenschutz ist auch eine komfortable Höheneinstellung des Spritzbalkens wichtig, um für jede Kultur den optimalen Abstand der Spritzdüsen einzustellen.
Der Spritzbalken wird deshalb leicht verstellbar geführt und durch eine Zugfeder entlastet aufgehängt.
Für größere Beetanlagen ist ein vollautomatischer Betrieb wünschenswert. Dafür ist der Einsatz je eines Gießwagens über jedem Beet sinnvoll, dessen Steuerung seinen Fahrbefehl jeweils durch Fernübertragung von einer zentralen Steuerung erhält. Für die Datenübertragung ist die Verwendung eines Datenbussystems sinnvoll und die Übertragung binär codierter Daten durch induktive oder optische Schalter, während der Gießwagen zur Betankung und Batterieladung in seinem Bahnhof steht. Mit dem aktuellen Fahrbefehl fährt der betankte Gießwagen sein Ziel an, behandelt den programmierten Streckenabschnitt und meldet sich bei der zentralen Steuerung im Bahnhof zurück. Jeder Gießwagen ist dazu mit einem Streckenzähler ausgerüstet und wird während des Fahrauftrages nur von seiner eingebauten Steuerung kontrolliert.
An der zentralen Steuerung kann der Fahrplan für alle Gießwagen eingegeben und der aktuelle Stand der Fahraufträge beobachtet werden. Bewässerung und eine chemische Behandlung können in verschiedenen Beeten gleichzeitig stattfinden.
Für die Realisierung einer beschriebenen Anlage sind folgende Ausführungen wichtig: Ein sparsamer Energieverbrauch ist durch geringes Gewicht und hohen Wirkungsgrad der Antriebe einzuhalten. Beim Gießen kann durch die Ausnutzung des Gefälles auf eine Pumpe verzichtet werden. Für die Behandlung ist aufgrund der geringen Menge nur eine geringe Antriebsleistung der Pumpe erforderlich.
Das Gießwasser muß zielgenau gesteuert werden können, um ungleichmäßige Verteilungen bei den Aufenthalten zur Betankung zu vermeiden.
Diesen Vorgaben wird durch den Einsatz eines elektromotorisch betätigten Ventils und die Verwendung von effizienten Gleichstrommotoren für alle Antriebe entsprochen. Zur Unterbrechung des Gießvorganges wird das unten im Tank angeordnete Sitzventil geschlossen, dessen Ventilteller vorzugsweise durch eine Exzenterkurbel an einem Getriebemotor bewegt wird. Abgesehen von einem geringen Energieverbrauch für die Ventilbetätigung kann durch eine entsprechende Steuerung des Ventilantriebes die Durchflußmenge an die Fahrgeschwindigkeit angepaßt werden. Für eine entsprechende Regelung ist ein Durchflußsensor in der Zuleitung zu dem oder ein Drucksensor an dem Verteilungsrohr und ein elektronischer Regler vorgesehen.
Die Bewässerungsanlage kann sowohl in Gewächshäusern, unter der Decke hängend, als auch im Freiland, auf dem Boden fahrend, angeordnet werden. Im Gewächshaus an der Konstruktion hängend, kann als Fahrschiene ein Rohr verwendet werden, daß gleichzeitig als Wasserzuleitung genutzt wird und die Füllventile in exakter Position zum Gießwagen enthält. Durch geeignete Verbindungselemente ist das Leitungssystem einfacher zu verlegen und kostengünstiger als eine Schlauchleitung.
Bei der Verwendung von Bodenschienen ist es vorteilhaft, das Füllventil und die Austrittsdüse räumlich voneinander zu trennen und die Befüllung des höher gelegenen Tanks durch einen nach oben gerichteten und am Ende umgelenkten Wasserstrahl aus der Spritzdüse vorzusehen. Bei Frostgefahr ist es im Freiland sinnvoll, anstelle einer Rohrleitung als Zuleitung einen Schlauch zu verlegen und diesen mit einem Hutprofil aus Stahlblech abzudecken, das als Schiene für den Gießwagen dient. Zweckmäßig ist bei dieser Anordnung das Verlegen von Leitung und Schiene auf Schwellen, an denen auch die Füllventile befestigt sind. Bei Freiland Anwendungen kann der Tank größer sein und entsprechend ein größerer Abstand zwischen den Füllventilen gewählt werden.
Fig. 1 zeigt das Leitungssystem in einer schematischen Darstellung des Grundrisses. Ein Gießwagen 1 fährt entlang der Leitung 2, die mit Füllventilen 3 ausgerüstet ist. Die Einspeisung des Gießwassers erfolgt zentral mit einer Pumpe 50. Quer über die Bewässerungsleitungen ist eine Leitung für Spritzbrühe 5 verlegt, die an jeder Schiene ein Füllventil 6 aufweist um am Ende durch ein Rückspülventil 7 mit der Bewässerungsleitung verbunden ist. Die Spritzbrühe wird aus einem zentralen Brühetank 51 mit einer Pumpe 52 gefördert.
Der Gießwagen 1 kann durch eine Quertransporteinrichtung 8 an einem Ende der Fahrschiene von Reihe zu Reihe transportiert werden.
Fig. 2 zeigt einen Gießwagen für Gewächshäuser, der an einer mit Tragarmen 9 an dem Tragwerk des Gewächshaus montierten Rohrleitung 2 als Fahrschiene aufgehängt ist. Der Gießwagen besteht aus Fahrwerk 10, Tank 11, höhenverstellbaren Führungsstangen 12 für den Spritzbalken 13 mit Gießrohr 14 und Spritzrohr 15 und einer elektrischen Steuerung 16 für Fahrantrieb, Bodenventil 17, Spritzbrühepumpe 18 und die Eingabe von Fahrbefehlen.
Fig. 3 zeigt in drei Ansichten und Schnitten Details eines hängenden Gießwagens 1. An einem in Längsrichtung pendelnd mit Fahrwerk 10 verbundenen Tragrohr 19 ist der Tank 11 aufgehängt. In dem Tragrohr 19 ist ein Teleskoprohr 20 angeordnet und höhenverstellbar befestigt. Unten an dem Teleskoprohr 20 ist ein Querträger 21 angebracht, auf dem Steuerung 16 und Batterie 22 befestigt sind und an dem seitlich senkrechte Führungen 23 für den Spritzbalken angeordnet sind. Der Spritzbalken 13 ist mit einer innerhalb des Teleskoprohres angebrachten Zugfeder 24 an dem Tragrohr 19 gewichtsentlastet aufgehängt. Der Spritzbalken ist durch Spannseile 25 abgespannt, die an einem Spannrahmen 26 befestigt sind, der den Tank 11 umfaßt und auf den Führungsstangen 12 befestigt ist.
Am Boden des Tanks 11 befindet sich das Bodenventil 17, dessen Ventilkegel 27 über eine nach oben geführte Stange 28 von einem elektrischen Exzenterantrieb 29 betätigt wird. Der Exzenterantrieb 29 für das Bodenventil 17 ist an dem Tragrohr 19 montiert.
In dem Tank 11 befindet sich außerdem die Betätigungseinrichtung für die Füllventile 3 und 6.
Fig. 4 zeigt die Zuordnung von Fahrwerk 10 und Füllventilen 3 und 6.
Die Betätigungseinrichtung ist nicht an dem pendelnden Tragrohr 19 sondern an dem Fahrwerk 10 befestigt, das einen festen geometrischen Bezug zur Fahrschiene bzw. Rohrleitung 2 aufweist.
Das in der Rohrleitung 2 angebrachte Füllventil 3 mit dem durch die Feder 30 belasteten und durch den Stößel 31 betätigten Ventilkegel 32 wird durch eine Schaltkufe 33 im Tank 11 des Gießwagens geöffnet. Diese Schaltkufe 33 ist an Hebelarmen 34 schwenkbar gelagert und über die Hebelarme gegenüber der Lagerung mit einem Schwimmer 35 verbunden. Eine Schaltfahne 36 an einem Hebelarm 34 wirkt außerdem auf über der Lagerung angeordnete elektrische Schalter 37 und 38.
Fährt die Schaltkufe 33 unter ein Füllventil 3, wird zunächst der Hebelarm 34 mit der Schaltfahne 36 ausgelenkt und der Schalter 37 für die Fahrtunterbrechung betätigt. Daraufhin wird das Bodenventil 17 von der Steuerung geschlossen und der Gießwagen hält unter dem Füllventil 3 an. Der Tank 11 wird gefüllt, bis der Schwimmer 35 die Schaltkufe 33 unter dem Füllventil 3 absenkt. Die angehobene Lage des Schwimmers 35 wird durch einen Schalter 38 erfaßt, der die Weiterfahrt des Gießwagens bei geöffnetem Bodenventil 17 auslöst. Ein Überfüllen des Tanks wird damit ausgeschlossen.
Die Fig. 4 zeigt außerdem, daß die Schaltkufe 33 in eine zweite Stellung umzuschwenken ist. In der beschriebenen Stellung wird das Gießwasser getankt, in der anderen die darüber angeordnete Chemikalienleitung 5 angezapft. Das Zapfventil 6 für die Chemikalien ist ebenfalls als stößelbetätigtes Sitzventil ausgeführt. Für eine gute Reinigung ist der Ventilsitz 61 innerhalb der Leitung 5 angeordnet, die mit Gießwasser gespült werden kann. Der darunter liegende Bereich mit dem langen Stößel 62 läuft nach dem Schließen des Ventils vollständig leer. Das Ventil wird durch das Stößelgewicht geschlossen. Die Befestigung erfolgt an einem Tragarm 9 des Leitungsrohres 2.
Fig. 5 zeigt Details des Fahrwerkes 10. Die Fahrt des Gießwagens wird jeweils durch einen mechanischen Anschlag 40 beendet der an der Fahrschiene 2 befestigt ist. Der Gießwagen fährt mit einer Gasdruckfeder 41, die an seinem Fahrwerk 10 für jede Fahrtrichtung angeordnet ist, gegen diesen Anschlag 40 und wird dadurch schnell und kontrolliert verzögert. Über einen Schalter 42, der den Zylinder der Gasdruckfeder 41 beobachtet, wird der Fahrantrieb reversiert bzw. abgeschaltet. Durch Formschluß zwischen dem Anschlag 40 und dem Zylinder der Gasdruckfeder 41 kann ein Kippen des Fahrwerkes durch das Verzögerungsmoment verhindert werden. Ein weiterer Schalter 43 reagiert auf unzulässige Pendelbewegungen des Tragarmes 19 und schützt Personen und Gerät bei Kollisionen durch Reversieren des Fahrantriebes.
Fig. 6 zeigt eine zweckmäßige Ausführung der Rohrverbindung der Fahrschiene. Die Rohre 3 sind am Stoß wasserdicht durch einen eingesteckten Doppelnippel 71 mit Dichtringen 72 verbunden. Außen werden die Rohre durch eine breite Rohrschelle mechanisch verbunden. Die Rohrschelle besteht aus einem speziell gelochten dünnwandigen Spannblech 73, das auf dem Rohr im Bereich der Laufbahn dicht anliegt und unterhalb der Rohre durch zwei biegesteife Spannleisten 74 aus gekantetem Blech mit Schrauben 75 gespannt wird. Die Spannleisten 74 greifen oben mit gezahnten Pratzen 76 durch Ausschnitte 77 in dem Spannblech 73 auf die Rohre 3 und sind unten formschlüssig mit dem Spannblech 73 verbunden, indem sie mit groben kammartigen Zähnen 78 in entsprechenden Löchern 79 des Spannbleches 73 einrasten. Durch Schrauben 75 werden die Spannleisten 74 quer zur Rohrachse zusammengeschraubt. Während die Pratzen 76 sich dabei kräftig in das Rohr 3 eingraben wird das Spannblech 73 mit großer Kraftübersetzung gespannt. Die so entstehende Rohrverbindung ist durch Formschluß sehr biegesteif und kann hohe Längskräfte aus dem Leitungsdruck und den Bremsstößen reibschlüssig aufnehmen.
Die Fig 6 zeigt die Verbindung im Querschnitt, einer im Bereich des Doppelnippels 71 teilweise geschnittenen Seitenansicht sowie die Kontur von Spannleisten 74 und Spannblech 73.
Die Verbindung ist lösbar und auf der Baustelle schnell und mit einfachem Werkzeug herzustellen.
Fig. 7 und 8 zeigen die Ausführung von Gießwagen, Fahrschiene und Füllventil bei einem auf dem Boden fahrenden Gießwagen in schematischen Querschnitten. Der über dem Füllventil angeordnete Tank 80 wird durch einen Wasserstrahl 81 gefüllt, der in einem Windschutz 82 geführt und von einer Prallwand 83 umgelenkt wird. Das Füllventil 84 wird durch eine Kufe 85 des Gießwagens betätigt und verbindet die Fülldüse 86 mit der Leitung 87.
Der Leitung 87 ist z. B. als Schlauch verlegt und wird durch das Hutprofil 88 abgedeckt. Das Hutprofil und die Füllventile sind auf Schwellen 89 befestigt.
Bezugszeichenliste
1
Gießwagen
2
Leitung (für Gießwasser und Fahrschiene)
3
Füllventil (für Gießwasser)
4
Leitung für Gießwasserzuführung
5
Leitung für Spritzbrühe
6
Füllventil (für Spritzbrühe)
7
Spülventil
8
Quertransporteinrichtung
10
Fahrwerk
11
Tank
12
Führungsstangen
13
Spritzbalken
14
Gießrohr
15
Spritzrohr
16
elektrische Steuerung
17
Bodenventil
18
Brühepumpe
19
Tragrohr
20
Teleskoprohr
21
Querträger
22
Batterie
23
Führungen
24
Zugfeder
25
Abspannseile
26
Abspannrahmen
27
Ventilkegel (vom Bodenventil)
28
Betätigungsgestänge
29
Exzenterantrieb
30
Feder (Ventil)
31
Stößel
32
Ventilkegel (Füllventil)
33
Schaltkufe
34
Hebelarme
35
Schwimmer
36
Schaltfahne
37
Schalter
38
Schalter
40
Anschlag
41
Gasdruckfeder
42
Schalter
43
Schalter
50
Wasserpumpe
51
Pumpe für Spritzbrühe
52
Zentraler Tank für Spritzbrühe
60
Ventilgehäuse
61
Ventilsitz (Brüheventil)
62
Stößel (Brüheventil)
71
Doppelnippel
72
Dichtringe
73
Spannblech
74
Spannleisten
75
Schrauben
76
Pratzen
77
Ausschnitte
78
Zähne
79
Löcher
80
Tank
81
Wasserstrahl
82
Windschutz
83
Prallwand
84
Füllventil
85
Kufe
86
Fülldüse
87
Leitung
88
Hutschiene
89
Schwellen

Claims (14)

  1. Anlage zur automatischen Bewässerung und chemischen Behandlung von Beetpflanzen, bestehend aus zwei getrennten und stationär über oder unter den Fahrwegen eines oder mehrerer Gießwagen installierten Leitungssystemen 2, 5 für Gießwasser und Spritzbrühe mit jeweils mindestens einem oder mehreren in regelmäßigen Abständen angeordneten Füllventilen 3, 6 auf jedem Fahrweg und mindestens einem Gießwagen 1 mit einem für die Versorgung eines Streckenabschnittes bemessenen Tank 11, Einrichtungen für die wahlweise Betätigung von Füllventilen während der Fahrt und einer Steuerung zur Überwachung der Behandlung, gekennzeichnet durch:
  2. 1. Ein oder mehrere stationär installierte Leitungssysteme 2, 5 für Bewässerung und chemische Behandlung mit längs des Fahrweges angeordneten Füllventilen 3, 6, durch die der Tank mindestens eines beweglichen Gießwagens 1 ohne Leitungsverbindung befüllt wird.
  3. 2. Die Verbindung der Leitung für die Spritzbrühe 5 mit der Leitung für die Zuführung des Gießwassers 4 durch ein Ventil 7 zum Spülen der Leitung für die Spritzbrühe 5.
  4. 3. Die Betätigung der Füllventile 3 und/oder 6 durch Einrichtungen am Gießwagen z. B. mechanischer Einrichtungen in Form einer Schaltkufe 33 oder durch elektrische Fernsteuerung der Füllventile 3 und/oder 6 durch vorzugsweise berührungslose Informationsübertragung vom Gießwagen 1 zu einer übergeordneten ortsfesten Steuerung.
  5. 4. Eine zwischen den Ventilpositionen "gießen" bzw. "Brühe spritzen" umschaltbare mechanische Schaltkufe 33 im Tank 11 des Gießwagens 1 vorzugsweise bei einzelnen und manuell bedienten Gießwagen 1.
  6. 5. Die Steuerung der Befüllung und die Übertragung von Fahrbefehlen von einer übergeordneten Steuerung an die Steuerung der Gießwagen durch ein Datenbussystem und die berührungslose Übertragung binär codierter Daten bei automatisch arbeitenden Anlagen.
  7. 6. Ein Bodenventil 17 unten im Tank 11 des Gießwagens 1, das durch ein Gestänge 28 mit einem Exzenterantrieb 29 eines elektrischen Getriebemotors verbunden ist und einer elektronischen Steuerung mit einem Drucksensor am Gießrohr oder einem Durchflußsensor in der Verbindung vom Tank zum Gießrohr zur Regelung des Durchflusses und zu seiner Steuerung in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit.
  8. 7. Die Verwendung von Gasdruckfedern 41 als Anschlagdämpfer und die Erfassung der Endlage durch Schalter 42, welche die Bewegung des Zylinders der Gasdruckfeder 41 beobachten.
  9. 8. Die pendelnde Aufhängung von Tank 10 und Spritzbalken 13 mit einem Tragrohr 19 an dem Fahrwerk 10 und die Beobachtung der Pendelbewegung durch einen Schalter 43.
  10. 9. Die höhenverstellbare Aufhängung des Spritzbalkens 13 an einer innerhalb des Tragrohres 19 angeordneten Zugfeder 24 und seine senkrechte Führung an Führungsstangen 23 beidseits des Tanks 11, die oben einen Abspannrahmen 26 tragen, der den Tank 11 umfängt und von dem aus der Spritzbalken 13 mit Abspannseilen 25 getragen wird.
  11. 10. Eine Rohrleitung 2 für das Gießwasser, die als Fahrschiene verwendet wird.
  12. 11. Eine Verbindung der Leitungsrohre 2 durch einen Doppelnippel 71 mit Dichtringen 72 innerhalb der zu verbindenden Rohre 2 und eine Rohrschelle, die beide Rohre außen umfaßt und formschlüssig auf Biegebeanspruchung sowie reibschlüssig auf Zugbeanspruchung verbindet und aus einem dünnen Spannblech 73 mit Ausschnitten 77 für Zähne und Pratzen von zwei Spannleisten 74 besteht, die durch Schrauben 75 quer zur Rohrachse zusammengezogen werden, und dabei das Spannblech 73 und die Spannleisten 74 gegen die Rohre 2 verspannen.
  13. 12. Ein Füllventil 84, das bei bodengeführten Gießwagen auf Schwellen 89 neben der Fahrschiene und getrennt von der Befülldüse 86 angeordnet ist und die Befüllung des darüber liegenden Tanks 80 durch einen freien nach oben gerichteten Wasserstrahl 81 erfolgt.
  14. 13. Eine Hutschiene 88, die bei bodengeführten Gießwagen als Fahrweg verwendet wird, der die Leitung abdeckt und auf Schwellen 89 verlegt wird.
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DE102015101361A1 (de) * 2015-01-30 2016-08-04 J. Wagner Gmbh Farbspritzgerät

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