DE19856822C2 - Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung - Google Patents
Steuer/Regel-Einrichtung für eine ÜberbrückungskupplungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Steuer/Regel-Einrichtung
zum Steuern/Regeln einer Eingriffskraft einer Überbrückungskupplung,
welche eine Ausgangskraft bzw. ein Ausgangsdrehmoment einer Ma
schine auf eine Eingangsachse des Getriebes, d. h. die Getriebeeingangs
welle, überträgt beziehungsweise die Ausgangskraft, d. h. das Ausgangs
drehmoment der Maschine in dem Drehmomentwandler verteilt.
Ein Beispiel einer Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupp
lung zum Übertragen der Ausgangskraft der Maschine auf die Eingangs
welle des Getriebes, während die Ausgangskraft des Getriebes mit dem
Drehmomentwandler verteilt wird, ist beispielsweise in der japanischen
Patentanmeldung, erste Veröffentlichungsnummer JP 07332479 A (abstract) offen
bart. Dieser Typ einer herkömmlichen Steuer/Regel-Einrichtung für eine
Überbrückungskupplung steuert/regelt die Überbrückungskupplung
gemäß einem Plan, welcher Steuer/Regel-Parameter bezüglich der Fahr
zeuggeschwindigkeit oder der Öffnung (dem Niederdrückausmaß) eines
Gaspedals enthält.
Da jedoch herkömmliche Pläne gemäß der Fahrzeuggeschwindigkeit oder
der Öffnung des Gaspedals, d. h. dem Niederdrücken des Gaspedals,
gesetzt sind, geben herkömmliche Pläne nicht den Willen des Fahrers zu
beschleunigen oder die Fahrzeuggeschwindigkeit zu verringern in Ab
hängigkeit von dynamischen Betätigungsveränderungen, wie z. B. dem
Niederdrücken oder dem Freigeben des Gaspedals, wieder. Daher wird,
wenn der Fahrer das Gaspedal zum Beschleunigen des Fahrzeugs nieder
drückt, die Fahrzeuggeschwindigkeit manchmal aufgrund einer Ver
ringerung der Maschinendrehzahl gesenkt, da die Überbrückungskupplung
entsprechend der Plan-Steuerung eingerückt wird. Dadurch entsteht
ein Problem darin, daß der Fahrer ein seltsames Gefühl empfindet, was
das Fahrverhalten des Fahrzeugs verschlechtert.
Aus der DE 691 04 090 T2 ist eine Steuer/Regel-Einrichtung für eine
Überbrückungskupplung eines Drehmomentwandlers bekannt, welche dazu
ausgebildet ist, die Eingriffskraft der Überbrückungskupplung, das heißt den
Einrückzustand der Überbrückungskupplung, beruhend auf einer
Öffnungsgeschwindigkeit eines Drosselventils einzustellen. Die Änderung der
Öffnungseschwindigkeit des Drosselventils korrespondiert mit der
Betätigungsveränderung eines Gaspedals.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Überbrüc
kungskupplungs-Steuer/Regel-Einrichtung vorzusehen, welche in der Lage
ist, den Willen des Fahrers, das Fahrzeug zu beschleunigen oder zu
verzögern, durch dynamische Betätigungsveränderungen durch den
Fahrer wiederzugeben, wie z. B. dem Niederdrücken und Freigeben des
Gaspedals, um dadurch das Fahrverhalten zu verbessern.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Steuer/Regel-Einrichtung für
eine Überbrückungskupplung gemäß der vorliegenden Erfindung zum
Steuern/Regeln einer Eingriffskraft einer Überbrückungskupplung verwen
det, welche die Ausgangskraft einer Maschine überträgt, während sie die
Ausgangskraft der Maschine in einen Drehmomentwandler verteilt. Diese
Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung ist mit Referenz
werten von Betätigungsveränderungen des Gaspedals vorbestimmt für jede
Gangstellung versehen und weist ein Einrückzulass-Beurteilungsmittel auf,
um gemäß einem Ergebnis eines Vergleichs zwischen dem Referenzwert
und der Betätigungsveränderung bei den momentanten Zuständen zu
beurteilen, ob es geeignet ist, das Einrücken der Überbrückungskupplung
zu einer weiter eingerückten Stellung zuzulassen oder zu unterbinden.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist eine
Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung der vorliegenden
Erfindung ein Geschwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel und
ein Einrückzulass-Beurteilungsmittel auf. Das Einrückzulass-Beurteilungs
mittel führt die Überprüfung, ob das Einrücken der Überbrückungskupplung
zu einer weiter eingerückten Position geeignet ist, durch, wenn das Ge
schwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel beurteilt, dass das
Fahrzeug beschleunigt wird. Das Einrückzulass-Beurteilungsmittel lässt das
Einrücken der Überbrückungskupplung ohne beruhend auf dem Vergleich
zwischen dem Referenzwert der Betätigungsveränderung des Gaspedals
und der Betätigungsveränderung des Gaspedals zu beurteilen, ob das
Einrücken der Überbrückungskupplung geeignet ist, zu, wenn das Ge
schwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel beurteilt, dass die
Fahrzeuggeschwindigkeit verringert wird.
Fig. 1 zeigt eine Querschnittansicht einer Überbrückungskupplung
und eines Drehmomentwandlers, welche durch die Steuer/Regel-Ein
richtung für eine Überbrückungskupplung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gesteuert/geregelt sind.
Fig. 2 ist ein Blockdiagramm, das eine Kupplungs-Steuer/Regel-
Einrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
zeigt.
Fig. 3 zeigt einen Plan zum Berechnen einer Soll-Antriebskraft
durch ein Soll-Antriebskraftberechnungsmittel.
Fig. 4 zeigt Steuer/Regel-Bereiche eines Bereichsplans für eine
Kupplungs-Steuer/Regel-Einrichtung gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
Fig. 5 ist ein Flußdiagramm, das eine Prozedur zum Setzen eines
Kennzeichens F_ADEC gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt.
Fig. 6 ist eine Tabelle, welche Bezugswerte von Betätigungsver
änderungen des Gaspedals für jeweilige Gangstellungen für die Steuer/
Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung gemäß einer Aus
führungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
Fig. 7 ist ein Flußdiagramm, welches ein Verfahren zum Steuern/
Regeln der Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend detailliert mit Bezug auf
bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben,
wobei Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen genommen wird.
In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 11 ein mit einer Kurbelwelle,
welche einer Ausgangswelle einer Maschine (nicht gezeigt) entspricht,
verbundenes Gehäuse. Das Bezugszeichen 12 bezeichnet ein Pumpenrad,
bzw. Pumpenschaufeln, welches an dem Gehäuse 11 angebracht ist und
welches sich zusammen mit dem Gehäuse 11 dreht, das Bezugszeichen
13 bezeichnet ein Turbinenrad, welches dem Pumpenrad 12 gegenüber
liegend angeordnet ist, das Bezugszeichen 14 bezeichnet eine Eingangs
achse oder -welle des Getriebes (Getriebeingangswelle), welche mit dem
Turbinenrad 13 verbunden ist, und das Bezugszeichen 15 bezeichnet
einen Stator bzw. ein Leitrad, das sowohl innerhalb des Pumpenrads 12
als auch des Turbinenrads 13 angeordnet ist. Der Drehmomentwandler
16 ist somit durch das Pumpenrad 12, das Turbinenrad 13 und den
Stator 15 gebildet bzw. umfaßt diese.
Die durch das Bezugszeichen 18 bezeichnete Überbrückungskupplung ist
eine Komponente zum Übertragen der Ausgabe (Ausgangsdrehmoment)
der Maschine auf die Eingangswelle 14 des Getriebes, während die
Ausgabe der Maschine in dem Drehmomentwandler 16 verteilt wird. Die
Überbrückungskupplung 18 ist zwischen dem Gehäuse 11 und dem
Turbinenrad 13 angeordnet und ist an der Eingangswelle 14 des Getrie
bes festgelegt. Die Überbrückungskupplung 18 wird daher in Abhängig
keit von einer Fluiddruckdifferenz, welche an beiden Seiten der Über
brückungskupplung 18 erzeugt wird, d. h. der Gehäuse-11-Seite und der
Turbinenrad-13-Seite, in Kontakt mit dem Gehäuse 11 gebracht oder von
diesem getrennt.
Wenn die Überbrückungskupplung 18 in Kontakt mit dem Gehäuse 11
gebracht ist und an dem Gehäuse (reibungsmäßig) festgelegt ist (nachfol
gend wird dieser festgelegte Zustand als "eingerückt" bezeichnet), dann
wird die Ausgangskraft von der Maschine direkt auf die Eingangsachse
14 des Getriebes übertragen, ohne durch den Drehmomentwandler 16
hindurchzulaufen. Im Gegensatz dazu wird dann, wenn die Überbrüc
kungskupplung vollständig vom Gehäuse 11 getrennt ist (dieser Zustand
wird nachfolgend als "AUS" oder "ausgerückt" bezeichnet), die gesamte
Antriebskrafteingabe von der Maschine auf das Pumpenrad 12 über
tragen, und das Turbinenrad 13 wird durch die Drehung des Pumpenrads
12 mit seiner vollen Drehzahl gedreht, wodurch die Maschinenkraft auf
die Eingangswelle 14 des Getriebes durch Drehung des Turbinenrads 13
übertragen wird (d. h. durch den Drehmomentwandler 16 hindurchläuft).
Daher steuert/regelt die Überbrückungskupplung 18 die Verteilung des
Anteils der Antriebskraft, welcher auf die Eingangswelle 14 des Getriebes
durch die Überbrückungskupplung 18 übertragen wird, und des Anteils
der Antriebskraft, welcher durch den Drehmomentwandler 16 übertragen
wird, durch Steuern/Regeln eines Kontaktausmaßes oder der Eingriffs
kraft der Überbrückungskupplung 18 mit dem Gehäuse 11 gemäß der
Druckdifferenz. Zusätzlich wird die vorangehend erwähnte Fluiddruckdif
ferenz durch zwei Takt- oder Steuersolenoide oder Linearsolenoide (nicht
gezeigt) o. dgl. gesteuert/geregelt.
Die Steuer/Regel-Einrichtung 20 für eine Überbrückungskupplung ist
derart ausgebildet, daß sie die Eingriffskraft oder die Einrückkraft der
Überbrückungskupplung 18 mit dem Gehäuse 11 durch Steuern/Regeln
der Fluiddruckdifferenz beispielsweise durch Steuerung/Regelung zweier
Taktsolenoide steuert/regelt. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist die Steuer/Regel-
Einrichtung 20 für eine Überbrückungskupplung mit einem Soll-Antriebs
kraft-Abschätzmittel 21 verbunden.
Das Soll-Antriebskraft-Abschätzmittel 21 schätzt eine Soll-Antriebskraft
in Übereinstimmung mit der Absicht des Fahrers, das Fahrzeug zu be
schleunigen, ab, beruhend auf erfaßten Werten der Fahrzeuggeschwin
digkeit und der Gaspedalöffnung oder -stellung gemäß einem beispiels
weise in Fig. 3 gezeigten Plan, und gibt ein Signal aus, welches die
durch die vorangehende Abschätzung erhaltene Soll-Antriebskraft wieder
gibt. In Fig. 3 gibt die horizontale Achse die Fahrzeuggeschwindigkeit V
wieder, die vertikale Achse gibt die Soll-Antriebskraft wieder und jede
Linie gibt die jeweiligen Gaspedalöffnungen oder -stellungen (Nieder
drückausmaß) wieder. Hier nimmt die Gaspedalöffnung zu, wenn jede
Linie sich zur oberen und rechten Seite der Fig. 4 bewegt bzw. dorthin
verläuft. Die am weitesten rechts und oben liegende Linie bezeichnet den
vollständig geöffneten Zustand der Gaspedalöffnung, d. h. P = WOT
("Drossel weit offen (wide open throttle)" was bedeutet, daß die Drossel
vollständig geöffnet ist).
Das Soll-Antriebskraftabschätzmittel 21 gibt Signale der Soll-Antriebs
kraft aus und überträgt diese zu einer Steuer/Regel-Einrichtung 20 für
eine Überbrückungskupplung, sowie zu einer Maschinen-Steuer/Regel-
Einrichtung 22, welche die Maschine steuert, so daß diese die Soll-
Antriebskraft erzeugt. Die Maschinen-Steuer/Regel-Einrichtung 22 steuert
die Drossel (TH) elektrisch in Antwort auf die eingegebene Soll-Antriebs
kraft und steuert/regelt ferner elektrisch die Kraftstoffeinspritzung (FI) in
Antwort auf die Soll-Antriebskraft.
Wie in Fig. 4 gezeigt, steuert/regelt die Steuer/Regel-Einrichtung 20 für
die Überbrückungskupplung die Überbrückungskupplung 18 beruhend auf
der Fahrzeuggeschwindigkeit (die horizontale Achse) und der Gaspedal
öffnung AP (größer als 0 in der vertikalen Achse) oder einem Ausmaß der
Geschwindigkeitsverringerung ΔV zum Zeitpunkt einer Geschwindigkeits
verringerung (kleiner als 0 in der vertikalen Achse). Es ist ferner möglich,
eine Maschinenlast, wie z. B. die Drosselöffnung, anstelle der Gaspedal
öffnung zu verwenden. In Fig. 4 entspricht ein Bereich, welcher mit
dem Bezugszeichen A bezeichnet ist, dem Aus-Bereich (die Eingriffskraft
ist 0), in welchem die Überbrückungskupplung nicht gesteuert/geregelt
wird. Ein Bereich in Fig. 4, welcher mit dem Bezugszeichen B1 bezeich
net ist, entspricht dem Bereich, in dem die Überbrückungskupplung in
Rückkopplung geregelt wird, um ein Soll-Schlupfverhältnis zu erhalten,
und ein mit dem Bezugszeichen B2 bezeichneter Bereich entspricht dem
Bereich, in dem die Überbrückungskupplung in einen eingerückten
Zustand gebracht ist (die Eingriffskraft ist maximal). Ferner entspricht der
in Fig. 4 mit dem Bezugszeichen C bezeichnete Bereich dem Aus-
Bereich (die Eingriffskraft = 0), in welchem die Überbrückungskupplung
nicht gesteuert/geregelt wird. In dem durch das Bezugszeichen D1
bezeichneten Bereich wird die Überbrückungskupplung in Rückkopplung
geregelt, um das Soll-Schlupfverhältnis zu erhalten, und in dem mit dem
Bezugszeichen D2 bezeichneten Bereich ist die Überbrückungskupplung
eingerückt. Zusätzlich ist der in Fig. 4 mit dem Bezugszeichen E be
zeichnete Bereich ein Zustand, in dem die Geschwindigkeitsverringerung
groß ist, und wenn das Geschwindigkeitsverringerungsverhältnis einen
vorbestimmten Wert überschreitet, welcher dem Vollbremsungszustand
entspricht, dann wird die Steuerung/Regelung der Überbrückungskupp
lung abgeschaltet (die Eingriffskraft ist 0).
Der in Fig. 4 mit dem Bezugszeichen F bezeichnete Bereich entspricht
einem Bereich, in welchem die Überbrückungskupplung derart gesteuert/
geregelt wird, daß deren Eingriffskraft oder Einrückkraft verringert wird,
um einen Stoß zu dämpfen, welcher zur Zeit des Beschleunigens oder
Verzögerns des Fahrzeugs auftreten kann. Eine Grenzlinie zwischen dem
Bereich F und den Bereichen B1 und B2 ist eine Linie, auf welcher die Soll-
Antriebskraft null ist.
Die Steuer/Regel-Einrichtung 20 für eine Überbrückungskupplung setzt
ein Kennzeichen F_ADEC gemäß einem in Fig. 5 gezeigten Flußdia
gramm.
Zunächst wird in einem Schritt SA1 eine Beurteilung dahingehend durch
geführt, ob das Kennzeichen F_ADEC 1 (eins) ist. Wenn in diesem Schritt
SA1 das Kennzeichen F_ADEC nicht 1 ist, d. h. F_ADEC = 0, wird weiter
in einem Schritt SA2 eine Beurteilung dahingehend durchgeführt, ob die
Soll-Antriebskraft kleiner als ein vorbestimmter Wert (beispielsweise 0)
ist. Wenn die Soll-Antriebskraft kleiner als der vorbestimmte Wert (bei
spielsweise 0) ist, dann wird in einem Schritt SA3 das Kennzeichen
F_ADEC auf 1 gesetzt. Im Gegensatz dazu wird, wenn die Soll-Antriebs
kraft nicht kleiner als der vorbestimmte Wert ist, das Programm beendet
und das Kennzeichen F wird als F_ADEC = 0 belassen.
Wenn andererseits das Kennzeichen F_ADEC 1 ist, dann folgt auf diesen
Schritt der Schritt SA4, um zu beurteilen, ob ein Gangwechsel durch
geführt wird. Wenn die Beurteilung in diesem Schritt ja ist, d. h. der
Gangwechsel wird durchgeführt, dann wird das Kennzeichen F_ADEC in
einem Schritt SA5 auf 0 gesetzt. Wenn im Gegensatz dazu die Beur
teilung im Schritt SA4 nein ist, d. h. es wird kein Gangwechsel durch
geführt, dann wird in einem Schritt SA6 beurteilt, ob der momentane
Zustand im Aus-Bereich in dem Bereichsplan liegt, welcher die Beziehung
zwischen der Fahrzeuggeschwindigkeit und der Gasöffnung zeigt. Wenn
der momentane Zustand in dem Aus-Bereich in dem Bereichsplan ist,
dann wird das Kennzeichen F_ADEC in dem Schritt SA5 auf 0 gesetzt.
Im Gegensatz dazu wird, wenn der momentane Zustand nicht in dem
Aus-Bereich enthalten ist, das Programm beendet und das Kennzeichen F
wird als F_ADEC = 1 belassen.
Die Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung umfaßt ein
Geschwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel 24 und das
Einrückzulaß-Beurteilungsmittel 25.
Das Geschwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel 24 wird zum
Beurteilen - aus dem Wert des Kennzeichens F_ADEC - verwendet, ob die
Fahrzeuggeschwindigkeit erhöht oder verringert wird. Wenn das Kenn
zeichen F_ADEC = 0 ist, d. h., wenn die Soll-Antriebskraft als größer als
der vorbestimmte Wert (beispielsweise 0) nach dem Gangschalten oder
nachdem der geschaltete Zustand in dem Aus-Bereich in dem Bereichs
plan gehalten wird, welcher die Beziehung zwischen der Fahrzeugge
schwindigkeit und der Gaspedalöffnung anzeigt, abgeschätzt wird, dann
wird beurteilt, daß die Fahrzeuggeschwindigkeit erhöht wird. Wenn im
Gegensatz dazu das Kennzeichen F_ADEC = 1 ist, d. h. nachdem die
Soll-Antriebskraft kleiner als ein vorbestimmer Wert ist, und wenn ohne
Änderung der Fahrzeuggeschwindigkeit der Zustand in dem Aus-Zustand
in dem Bereichsplan gehalten wird, welcher die Beziehung zwischen der
Fahrzeuggeschwindigkeit und der Gaspedalöffnung anzeigt, dann wird
beurteilt, daß die Fahrzeuggeschwindigkeit verringert wird.
Das Einrückzulaß-Beurteilungsmittel 25 weist eine Tabelle (einen Plan
oder ein Diagramm) auf, wie sie beispielsweise in Fig. 6 gezeigt ist,
welche Bezugswerte von Betätigungsveränderungen des Gaspedals pro
Zeiteinheit enthält, die jeweils für jede Gangschaltstellung vorbestimmt
sind (nachfolgend einfach als "Betätigungsveränderungen" bezeichnet).
Diese Tabelle entspricht einem Automatikgetriebe mit vier Gängen. Die
horizontale Achse zeigt jede Gangstellung entsprechend dem ersten, dem
zweiten, dem dritten und dem vierten Gang an, und die vertikale Achse
zeigt den jeweiligen Referenzwert DAPLCT für Betätigungsveränderungen
des Gaspedals an. Wenn die Betätigungsveränderungen des Gaspedals
DAP und die Referenzwerte DAPLCT + (positiv) sind, dann gibt dies
wieder, daß das Gaspedal in einem Niederdrückzustand ist, und wenn
diese Werte - (negativ) sind, dann gibt dies wieder, daß das Gaspedal in
einem Freigabezustand ist.
In dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die Referenz
werte DAPLCT einer Betätigungsveränderung des Gaspedals für jeweilige
Gangstellungen gesetzt, und 0 ist für den vierten Gang gesetzt, und der
Referenzwert DAPLCT der Betätigungsveränderung des Gaspedals für
den dritten Gang ist auf einen Wert kleiner als 0 gesetzt, welcher Wert
für den vierten Gang gesetzt ist. Ein vorbestimmter Wert, welcher kleiner
als derjenige für den dritten Gang ist, ist als ein Referenzwert DAPLCT
für den zweiten Gang gesetzt, und ein vorbestimmter Wert, welcher
kleiner als derjenige für den zweiten Wert ist, ist als ein Referenzwert für
den ersten Gang gesetzt. Ein Differenzwert, welcher durch Subtrahieren
des Referenwertes für den dritten Gang von dem Referenzwert für den
vierten Gang erhalten wird, ist ungefähr gleich einem Differenzwert,
welcher durch Subtrahieren des Referenzwertes für den zweiten Gang
von dem Referenzwert für den dritten Gang erhalten wird. Der Differenz
wert zwischen den Referenzwerten für den ersten Gang und den zweiten
Gang ist kleiner als die vorangehenden beiden Differenzwerte zwischen
dem ersten und dem zweiten Referenzwert und dem zweiten und dem
dritten Referenzwert.
Der obige kleine Differenzwert zwischen dem Referenzwert für den ersten
Gang und dem Referenzwert für den zweiten Gang wird aus folgendem
Grund gesetzt. Er ist derart ausgelegt, daß dann, wenn das Gangschalten
in einem Niedergeschwindigkeitsbereich durchgeführt wird, und wenn die
Überbrückungskupplung zum Erhalt eines geringen Kraftstoffverbrauchs
absichtlich eingerückt ist, ein gutes Fahrverhalten beibehalten wird, so
daß ein relativ hoher Absolutreferenzwert im allgemeinen aus dem
Gesichtspunkt gesetzt wird, daß es erforderlich ist, eine schnelle Ände
rung der Maschinendrehzahl in Antwort auf eine Betätigungsveränderung
des Gaspedals zu vermeiden, und daß angenommen wird, daß das
Gaspedal niedergedrückt werden kann, nachdem es geringfügig freigege
ben worden ist, d. h. ein Niederdrücken und ein Freigeben des Gaspedals
können häufig beim Gangschalten bei niedrigen Gangstellungen durch
geführt werden. Der relativ hohe Referenzwert für den niederen Gang ist
entsprechend einer Reihe von Testläufen gesetzt worden, und es ist
bestätigt worden, daß durch Setzen eines derartigen hohen Wertes für
den ersten Gang die Absicht des Fahrers beim Gangschalten wiedergege
ben wird und der Fahrer kein unangenehmes Gefühl empfindet.
Dies bedeutet, die obigen Referenzwerte DAPLCT für alle Betätigungsver
änderungen des Gaspedals werden für jede Gangstellung oder Gangstufe
als Werte vorbestimmt, um zu entscheiden, daß der Zustand, in welchem
die Maschinendrehzahl durch Einrücken der Überbrückungskupplung
verringert wird, bevorzugt dazu vorgesehen ist, dem Fahrer kein unange
nehmes Gefühl zu geben.
Das Einrückzulaß-Beurteilungsmittel 25 beurteilt, ob das Einrücken der
Überbrückungskupplung zuzulassen ist oder zu unterbinden ist, gemäß
einem Ergebnis eines Vergleichs zwischen dem Referenzwert DAPLCT in
der momentanen Stellung und der Betätigungsveränderung DAP des
Gaspedals. Daß heißt die Betätigungsveränderung des Gaspedals DAP
wird durch Abschätzung aus der Gaspedalöffnung AP erhalten, welche in
einer Signalausgabe von dem Soll-Antriebskraft-Abschätzmittel 21
enthalten ist, und, wenn einerseits die Betätigungsveränderung DAP des
Gaspedals kleiner als der Referenzwert DAPLCT ist, dann läßt das Ein
rückzulaß-Beurteilungsmittel 25 das Einrücken der Überbrückungskupp
lung zu und beurteilt, daß das Gaspedal freigegeben ist, und wenn
andererseits das Vergleichsergebnis dem vorangehenden Ergebnis ent
gegengesetzt ist, d. h. die Betätigungsveränderung DAP ist nicht kleiner
als der Referenzwert DAPLCT, dann unterbindet das Einrückzulaß-Beur
teilungsmittel 25 das Einrücken der Überbrückungskupplung. Wenn das
Einrücken zugelassen wird, dann wird das Kennzeichen F_LCTGAP als
F_LCTGAP = 1 gesetzt, und wenn das Einrücken unterbunden wird,
dann wird das Einrückkennzeichen F_LCTGAP auf F_LCTGAP = 0
zurückgesetzt.
Nachfolgend steuert/regelt die Steuer/Regel-Einrichtung 20 für eine
Überbrückungskupplung zwei Taktsolenoide (nicht gezeigt), um in maxi
malem Ausmaß einzurücken, wenn das Kennzeichen F_LCTGAP durch
das Einrückzulaß-Beurteilungsmittel 25 gesetzt wird und wenn beispiels
weise andere Bedingungen zum Einrücken der Überbrückungskupplung
18 erfüllt sind. Wenn andererseits das Kennzeichen F_LCTGAP zurückge
setzt ist, dann steuert/regelt die Steuer/Regel-Einrichtung 20 für eine
Überbrückungskupplung die beiden Taktsolenoide (nicht gezeigt) in einem
Bereich, in dem die Überbrückungskupplung 20 sich nicht zu der weiter
eingerückten Stellung verschiebt.
Gemäß dem in Fig. 7 gezeigten Flußdiagramm beurteilt in einem Schritt
SB1 das Geschwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel 24 der
Steuer/Regel-Einrichtung 20 für eine Überbrückungskupplung ob das
Kennzeichen F_ADEC = 1 ist. Wenn das Kennzeichen F_ADEC nicht 1
ist (F_ADEC = 0), d. h. nach dem Gangwechsel wird die Gaspedalöff
nung in dem Aus-Bereich im Bereichsplan gehalten und die Soll-Antriebs
kraft ist größer als der vorbestimmte Wert (beispielsweise 0) und das
Fahrzeug wird beschleunigt, dann läßt das Einrückzulaß-Beurteilungs
mittel 25 das Einrücken zu der weiter eingerückten Stellung zu. Das
heißt, der Referenzwert DAPLCT für den momentanen Zustand wird in
einem Schritt SB2 aus der in Fig. 6 gezeigten Tabelle entnommen und
es wird in einem Schritt SB3 ein Vergleich durchgeführt, ob die Betäti
gungsveränderung DAP kleiner ist als der so erhaltene Wert DAPLCT.
Wenn das Ergebnis "kleiner" ist, dann wird beurteilt, daß das Gaspedal
freigegeben ist, so daß das Kennzeichen F_LCTGAP in einem Schritt SB4
gesetzt und das Verschieben der Überbrückungskupplung zu einem
weiter eingerückten Stellung im Schritt SB5 zugelassen wird. Wenn das
Ergebnis anders als das vorangehende Ergebnis ist, dann wird das
Kennzeichen zum Einrücken der Überbrückungskupplung in die weiter
eingerückte Stellung F_LCTGAP in einem Schritt SB5 zurückgesetzt, und
das Einrücken der Überbrückungskupplung wird unterbunden.
Wenn das Geschwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel 24 in
einem Schritt SB1 beurteilt, daß das Kennzeichen F_ADEC = 1, d. h.
nachdem die Soll-Antriebskraft kleiner als ein vorbestimmter Wert ist,
und der Referenzwert, ohne Durchführung des Gangschaltens, nicht im
Aus-Bereich in dem Bereichsplan enthalten ist, wird beurteilt, daß die
Fahrzeuggeschwindigkeit verringert wird. Nachfolgend setzt in dem
Schritt SB4 das Einrückzulaß-Beurteilungsmittel 25 das Kennzeichen
F_LCTGAP unabhängig von der Betätigungsveränderung des Gaspedals,
ohne eine Beurteilung der Zulässigkeit des Verschiebens zu der weiter
eingerückten Stellung in den Schritten SB2 und SB3 durchzuführen, und
läßt zu, daß die Überbrückungskupplung 18 eingerückt wird.
Gemäß einer derartigen Steuer/Regel-Einrichtung 20 für eine Überbrüc
kungskupplung ist es möglich, den Willen des Fahrers zum Beschleunigen
oder Verzögern des Fahrzeugs bzw. der Fahrzeuggeschwindigkeit wieder
zugeben, da das Einrückzulaß-Beurteilungsmittel 25 das Zulassen oder
Unterbinden des Verschiebens der Überbrückungskupplung zu einer
weiter eingerückten Stellung gemäß dem Ergebnis des Vergleichs zwi
schen dem Referenzwert DAPLCT der momentanen Schaltstellung und
der Betätigungsveränderung DAP des Gaspedals beurteilt.
Das heißt, die Steuer/Regel-Einrichtung 20 für eine Überbrückungskupp
lung ist derart ausgebildet, daß sie das Verschieben der Überbrückungs
kupplung zu der weiter eingerückten Stellung durch Beurteilen, daß das
Gaspedal freigegeben wird, zuläßt, wenn die Betätigungsveränderung des
Gaspedals kleiner ist als der Referenzwert DAPLCT. Ferner ist die Steu
er/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung derart ausgebildet,
daß sie das Verschieben der Überbrückungskupplung zu der weiter
eingerückten Stellung unterbindet, wenn die Betätigungsveränderung des
Gaspedals nicht kleiner als der Referenzwert DAPLCT ist. Die vorange
hende Struktur macht es möglich, ein unangenehmes Gefühl während
des Fahrens zu vermeiden, beispielsweise wenn die Überbrückungskupp
lung in eine weiter eingerückte Stellung verschoben wird, wenn das
Gaspedal niedergedrückt wird, was zu einem verbesserten Fahrvermögen
bzw. Fahrverhalten führt.
Ferner ist der Referenzwert zum Verschieben der Überbrückungskupplung
in eine weiter eingerückte Stellung für jede der Gangstellungen als der
Schwellenwert derart gesetzt, daß es möglich wird, die geeignete Beur
teilung für jede der Gangstellungen durchzuführen, um beispielsweise die
Überbrückungskupplung in eine weiter eingerückte Stellung einzurücken.
Eine Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung (18) weist
Referenzwerte für Betätigungsveränderungen des Gaspedals vorbestimmt
für jeweilige Gangstellungen auf. Die Steuer/Regel-Einrichtung für eine
Überbrückungskupplung (18) umfaßt ein Einrückzulaß-Beurteilungsmittel,
um beruhend auf einem Vergleich zwischen einem Referenzwert und
einer Betätigungsveränderung bei den momentanen Fahrzeugzuständen
zu beurteilen, ob es geeignet ist, das Einrücken der Überbrückungskupp
lung (18) zuzulassen oder zu unterbinden. Auf diese Art und Weise kann
die Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung (18) den
Willen des Fahrers, das Fahrzeug zu beschleunigen oder zu verzögern,
wiedergeben und kann ferner das Fahrverhalten verbessern.
Claims (2)
1. Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung (18) zum
Steuern/Regeln einer Eingriffskraft einer Überbrückungskupplung
(18), welche die Ausgangskraft einer Maschine überträgt, während
sie die Ausgangskraft der Maschine in einen Drehmomentwandler
verteilt, wobei die Steuer/Regel-Einrichtung (20) für eine Über
brückungskupplung für jede Gangstellung vorbestimmt Referenz
werte (DAPLCT) von Betätigungsveränderungen (DAP) des Gaspe
dals aufweist, umfassend ein Einrückzulaß-Beurteilungsmittel (25),
um gemäß einem Ergebnis eines Vergleichs zwischen dem Refe
renzwert (DAPLCT) und der Betätigungsveränderung (DAP) bei den
momentanen Zuständen zu beurteilen, ob es geeignet ist, das
Einrücken der Überbrückungskupplung (18) zu einer weiter einge
rückten Stellung zuzulassen oder zu unterbinden.
2. Steuer/Regel-Einrichtung für eine Überbrückungskupplung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (20) ein
Geschwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel (24) auf
weist, wobei das Einrückzulass-Beurteilungsmittel (25) die Beurtei
lung, ob das Einrücken der Überbrückungskupplung (18) zu einer
weiter eingerückten Stellung geeignet ist, durchführt, wenn das
Geschwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel (24) beur
teilt, dass das Fahrzeug beschleunigt wird, und wobei das Einrückzu
lass-Beurteilungsmittel (25) das Einrücken der Über
brückungskupplung (18) zu einer weiter eingerückten Stellung zu
lässt, ohne beruhend auf dem Vergleich zwischen dem Referenzwert
(DAPLCT) der Betätigungsveränderung (DAP) des Gaspedals und der
Betätigungsveränderung (DAP) des Gaspedals zu beurteilen, ob das
Einrücken der Überbrückungskupplung (18) geeignet ist oder nicht,
wenn das Geschwindigkeitsänderungszustands-Beurteilungsmittel
(24) beurteilt, dass die Fahrzeuggeschwindigkeit verringert wird.
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