DE198280C - - Google Patents

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DE198280C
DE198280C DENDAT198280D DE198280DA DE198280C DE 198280 C DE198280 C DE 198280C DE NDAT198280 D DENDAT198280 D DE NDAT198280D DE 198280D A DE198280D A DE 198280DA DE 198280 C DE198280 C DE 198280C
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Germany
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extraction
benzene
caffeine
beans
mixture
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23F—COFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00—Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/20—Reducing or removing alkaloid content; Preparations produced thereby; Extracts or infusions thereof
    • A23F5/206—Reducing or removing alkaloid content; Preparations produced thereby; Extracts or infusions thereof by extraction of the beans with selective solvents other than water or aqueous bean extracts, including supercritical gases

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Tea And Coffee (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

Kai.vtt'idjcii .Sale η Ια π ι ta.
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVI 198280 KLASSE 53//. GRUPPEN
KAFFEE-HANDELS-AKTIENGESELLSCHAFT
in BREMEN.
Zusatz zum Patente 198279 vom 28. Oktober 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Januar 1906 ab.
Längste Dauer: 27. Oktober 1920.
Nach dem Hauptverfahren wird kaffeinfreier Kaffee dadurch hergestellt, daß man die Bohnen zunächst mit trockenem gespannten Dampf und darauf mit sauer oder basisch 5 reagierenden Gasen oder Dämpfen behandelt, ' sie sodann mittels flüchtiger Lösungsmittel, insbesondere Benzol, extrahiert und sie nach der Extraktion abwechselnd der Einwirkung ; von trockenem gespannten Dampf und der '; to Luftleere aussetzt. Es hat sich nun gezeigt, j daß dieses Verfahren vorteilhaft abgeändert ; werden kann. Zunächst empfiehlt es sich, I -: . die Extraktion des Kaffeins nicht mit einem Lösungsmittel, beispielsweise Benzol, sondern i 15 mit Gemischen flüchtiger Lösungsmittel vorzunehmen, wobei bei geeigneter Wahl der : Mittel und geeigneten Mischungsverhältnissen , sehr wertvolle Effekte erzielt werden. Die ; Kaffeinentziehung ist eine sehr intensive, und ao das Kaffem wird bis auf sehr.geringe Mengen .■ , gelöst, während das LÖsungsvcrmögen des ]" . Gemisches für andere Kaffeebcstandtcile ein ; relativ geringes ist. Der Siedepunkt des Gel·.; misches ist niedriger als derjenige der einzelnen »5 Komponenten, so daß die Extraktion bei i niedrigerer Temperatur erfolgt. Schließlich
lassen sich auch die letzten Reste des Gemisches der Lösungsmittel leichter aus den Bohnen entfernen als die einzelnen Bestandteile für sich allein: so gelingt die völlige Entfernung desExtrakticnsmiltels leicht mitj tels gespannten trockenen Dampfes, wobei zugleich die Kaffeebestandteile (insbesondere der Zucker) günstig beeinflußt werden und ein vollkommen gleichmäßiges Produkt erhalten wird. Nach erfolgter Extraktion wird der Kaffee der Einwirkung von gespanntem trockenen Dampf bei einem Druck von etwa l'/2 Atm. ausgesetzt, wobei die Bohnen durch Rühren oder Rotation des Apparates in steter Bewegung gehalten werden. Die Bewegung der Bohnen empfiehlt sich auch während der Extraktion.
Die Vorteile der Anwendung von Gemischen flüchtiger Lösungsmittel für Kaffein erhellen aus folgendem Versuch:
Ganze Santosbohnen wurden unter sonst gleichen Vcrsuchsbedingungeh 5 Stunden lang extrahiert mit 8oprozentigem Alkohol, mit Benzol und mit einem Gemisch von 50 Teilen Benzol und 30 Teilen Alkohol. Das Ergebnis
war:
s 30
Extrakt ........ . . .'.
Die Bohnen enthalten
noch Kafl'ein ......
Mit 80 prozentigem
Alkohol
7,»o Prozent
■0,50
Mit Benzol Mit Gemisch
ι ,00 Prozent 2,5«, Prozent
Ein Verlust von 7,40 Prozent Extrakt würde die praktische Verwertung des Verfahrens unmöglich machen. Die Kaffeinentziehung, bis auf 0,98 Prozent Kaffcin läßt andererseits noch zu wünschen übrig. Dagegen befriedigt in jeder Hinsicht die Extraktion mit dem Gemisch der Extraktionsmittel, da der Verlust an Extrakt gering, das Kaffein dagegen den Bohnen bis auf sehr geringe Mengen entzogen ist.
Im großen wird das Verfahren bei Benutzung eines Gemisches von Alkohol und Benzol zur Extraktion beispielsweise wie folgt ausgeführt: 100 kg der nach dem Hauptver-
»5 fahren vorbehandelten Kaffeebohnen werden in einem Extraktionsapparat mit einem Gemisch aus 60 Teilen Alkohol und 100 Teilen ' Benzol (Siedepunkt 67° C.) etwa 2 Stunden lang extrahiert, während man den Apparat
μ langsam in Bewegung hält. Ist die Extraktion beendet, so entfernt man die letzten Reste des Gemisches der Lösungsmittel . aus den Bohnen, indem man in den Extraktor gespannten trockenen Dampf leitet, bis sich ein Druck
«5 von ιY9 Atm. ergibt, der. man bei gleichzeitigem Durchleiten des Dampfes etwa i. ι Stunde aufrechterhält, unter fortwährender ; drehender Bewegung des Apparats.
Selbstredend empfiehlt sich die Verwendung . · eines Gemisches von flüchtigen Lösungs- 36 mitteln an Stelle eines einzigen Lösungs- -. mittels zur Extraktion des Kaffeins auch in ,; ;■ solchen Fällen, in denen man nicht oder nur
teilweise das Hauptverfahren anwendet.
■'.'.■'-.'■':'■■ ■ . ■ ' ■ ■ 35

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: X
    Die Abänderung des durch das Patent ; 198279 geschützten Verfahrens zur Ge- ;, : winnung kaffeinfreier Kaffeebohnen in der 40 Weise, daß man zur Extraktion des ■· Kaffeins Mischungen flüchtiger Lösungs- ν mittel (z. B. Alkohol, Benzol) anwendet, ■' die Bohnen nach erfolgter Extraktion zum
    Zweck der Entfernung der letzten Spuren 45 des Lösungsmittels mit trockenem gespannten Dampf behandelt und sie während der
    Extraktion und der nachfolgenden Bchandlung mit Dampf in steter Bewegung r hält. '" 56
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