DE1971069U - Gichtverschluss mit verteilvorrichtung fuer das begichtungsgut fuer insbesondere im durchmesser grosse, im hochdruckverfahren betriebene hochoefen. - Google Patents
Gichtverschluss mit verteilvorrichtung fuer das begichtungsgut fuer insbesondere im durchmesser grosse, im hochdruckverfahren betriebene hochoefen.Info
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Description
DEMAG Aktiengesellschaft,
41 Duisburg,
Wolfgang-Reuter-Platz
41 Duisburg,
Wolfgang-Reuter-Platz
Aktenzeichen; D 27 6θβ l8a/Gt>m
rttnweU: Dies· Unterloos (Beschreibung und Sch.uiianspr.) ist dia zuletzt eingereicht»; sie W*ic*t von der Won·
fassung dar ursprüngilch ehiarek!-^ ' - - ι ο . Ci /·;'■■!!>
ß-JyAnd d?r Abweichung ist nieht geprüft,
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eine» rechtlichen Intwesses g&bah«,,.·..; .. ^--..^. w^clsn. Auf Anfrag wseden hiervon auch Fototeopian Oder Πϊτ**
r>eaative zu den Dbiichen Preisen aäiiefert. Deutschee Patentamt. CJeiwauchsmusfeeteUe.
Gebrauchsmuster-Hilfsanmeldung
GichtVerschluß mit Verteilvorrichtung für das Begichtungsgut
für insbesondere im Durchmesser große, im Hochdruckverfahren
betriebene Hochöfen
Die Neuerung betrifft einen GientVerschluß mit Verteilvorrichtung
für das Begichtungsgut für insbesondere im Durchmesser große5 im Hochdruckverfahren betriebene
Hochöfen mit einem zentral angeordneten Einfüllrohr, dem sich die Vorrichtung zur Verteilung des Gutes auf
verschiedenen Durchmessern der Begichtungsoberfläche anschließt und dem ein Stoffbunker mit Verschlußklappe
vorgeschaltet ist»
Neben der gleichmäßigen Begichtung eines Hochofens, die
für den gleichmäßigen Ofengang die Grundlage darstellt, spielen bei der Erzreduktion die Druckverhältnisse eine
Rolle, Während das Auflegen von möglichst entmischungsfreien Schichten von Begichtungsgut eine gleichmäßige
o· 000
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Durchgasung herbeiführen SOlI5 sind nach wissenschaftlichen
Erkenntnissen zusätzlich höhere Drücke günstige um die Reaktion des Reduzierens von Eisenoxyden höherer
Grade zu begünstigen. Auf der einen Seite vermeidet das Auflegen von gleichmäßigen Schichten entsprechender
Körnung eine Rand- bzw. Zentralgängigkeit des Ofens weitestgehend. Auch die Brückenbildung ungleichmäßig
ablaufender Reaktionszonen wird gehemmt ο Jedoch liegt dem Hochöfner auch daran,, einen schnellen Ofengang
zu bewerkstelligen. Unter gleichmäßiger Durchgasung und gleichmäßigem Absinken der Begichtungsschichten
kann bei höheren Drücken ein größeres Ausbringen an Roheisen erzielt werden.
An und für sich sind Hochöfen gemäß einem bekannten Beispiel nach außen an der Gicht abgeschlossen (deutsche
Patentschrift 861 302)- Ein vorgeschalteter Bunker dient
dabei der Abteilung für die zuzuteilende Menge des Beschickungsgutes. Vor und hinter diesem Meßbehälter
ist ein Schieber bzw. eine Verschlußklappe angeordnet» Zwar ist dieser Absehluß^einem Gaserzeuger vorgesehen,
jedoch ist damit auch bei einem Hochofen keine zufriedenstellende Dichtwirkung zu erzielen. Im Hinblick aufdie
gleitende Reibung einer Schieberplatte tritt Verschleiß ein., der durch das abrutschende Material noch eine beträchtliche
Steigerung erfährt. Insbesondere bei einem Hochofen würde der zusätzlich im Gichtgas enthaltene
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Staub als feinstes Schleifpulver wirken, das in kurzer
Zeit die Dichtflächen zerstört. Der Druck im Ofenraum würde absinken und die beabsichtigte Wirkung auf die
günstigste Erzreduktion bliebe aus. Von denselben Schwierigkeiten abgesehen bietet jedoch auch eine innerhalb
eines Rohres liegende Verschlußklappe keine Änderung der unzureichenden Dichtwirkung. In einem Rohr bringt
eine mit Spiel einzubauende Klappe die besondere Problemstellung der Störung des auslaufenden Gutstromes. Beim
Beschicken eines Ofens sind deshalb solche Klappen auch stets' gefährdet,, zumindest stark beansprucht. Besonders
bei Hochöfen ist es eine bisher ungelöste Aufgabe, unter Beachtung von täglich riesigen Mengen Materials., mit
großer Sicherheit den erhöhten Druck halten zu müssen. Eine einfache Klappe der bekannten Bauart vermag deshalb
den Beanspruchungen in einem Hochofen nicht Stand zu halten. Schon bei den bekannten Glockenverschlüssen
stellte sich die verschleißende Zuführung des Begichtungsgutes als nicht zu umgehende Erscheinung ein. Selbst
Anstrengungen, mittels Auffcragsschweißung, elektrochemischen
oder verwandten Beschichtungsmethoden Abhilfe an den Dichtflächen zu schaffen, führten nicht
zu dem gewünschten Erfolg. Da stets zwei Dichtflächen, die zusammenarbeiten, geschützt werden müssen, zeigt
sich zusätzlicher Wärmeverzug, hinzutreten einige Unwägbarkeiten der Fertigung, so daß der anfänglich
höhere Druck nach einiger Zeit wieder absinkt.
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Bei Betriebsbeginn im Hochdruck gefahrene Öfen setzen eine entsprechende Leistungssteigerung der Zubringerorgane.,
der Bunkeranlagen, Fördereinrichtungen und der Planung der Materialankunft ganz allgemein voraus.
Sinktnunmehr die Ofenleistung aus Gründen schlechterer metallurgischer Bedingungen nach anfänglicher Leistungssteigerung
wieder ab, gerät die gesamte Planung des Guttransportes in Unordnung,, Sehr unangenehme Auswirkungen
können bei nicht lagerungsfähigem, witterungsempfindlichem Gut, wie das von Sinter dargestellt wird., eintreten
und führen zu wirtschaftlichen Verlusten,
Der vorliegenden Neuerung liegt deshalb als Aufgabe zugrunde , eine brauchbare Abdichtung vorzuschlagen, die
einen Dauerbetrieb unter Belastung des Hochdruckbetriebs bei höheren Temperaturen und dem staubangereicherten
Gichtgas standhält.
Die gestellte Aufgabe erfährt ihre Lösung dadurch, daß
neuerungsgemäß die Verschlußklappe als Dichtklappe ausgebildet ist und der Dichtklappen-Dichtrand sowie
die Dichtklappe in Offenstellung außerhalb des Weges des Begichtungsgutes liegen. Während bisher die großen
Durchmesser der Dichtflächen an den Gichtglocken einem Druckaufbau im Wege standen, brauchen bei Dichtklappen
nur kleinere Durchmesser angewendet zu werden. Damit ist ein geringerer Verzug sowie eine kürzere Dichtungs-
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linie verbunden. Der Vorschlag einer Dichtklappe beeinflußt im übrigen nicht die Verteilaufgabe der Gichtglocken.,
bei denen dann auf eine besondere Dichtwirkung keinen Wert mehr gelegt zu werden braucht. Der Vorteil
einer Dichtklappe liegt in einer dauerhaften Abdichtung des Ofenraumesβ Deren Dichtwirkung ist durch die geschonte
Dichtfläche und durch die praktisch unbeschädigbare Dichtklappe in Offenstellung stets gewährleistet.
Dadurch kann ein bis zu mehreren Atmosphären-Überdruck druckdichter Ofenraum erreicht werden. Insbesondere
wiegt aber der Vorteil schwer, daß eine Dichtklappe mit diesem Merkmal einem Dauerbetrieb standhält. Somit ist
mit der Neuerung die Möglichkeit gegeben, die wissenschaftliche/Kenntnis
zur Nutzung der günstigsten Druckverhältnisse für eine intensive Erzreduktion in die
Praxis umzusetzen.
In weiterer Ausgestaltung der Neuerung ist vorgesehen,
dass dem Einfüllrohr zumindest zwei Stoffbunker mit jeweils im Innern befindlichen Dichtklappen zugeordnet
sind. Größere Druckverluste lassen sich durch Auffüllen des einen oder anderen Bunkers vermeiden. Jeder Bunker
ist also in der Lage, stets bei geschlossener Dichtklappe das Begichtungsgut an den Ofenraum abzugeben.
Ein anderes neuerungsgemäßes Merkmal besteht darin, daß die Zuführung zu den Stoffbunkern hosenförmig
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ausgebildet und an dieser eine Weiche vorgesehen ist. Der Eingang des Bunkers gestaltet sich demnach günstig
für das Abklappen der Dichtungsklappen,, so daß diese
auf eine besonders einfache Art aus dem Weg des Begichtungsgutes zu bringen sind.
Nach einer zur Neuerung gehörenden Verbesserung sind vor den Dichtklappen;, innerhalb des Stoffbunkers über dem
Einfüllrohr, antreibbare^ schwach zur Horizontalen geneigte
Schüttelrinnen oder Austragsbänder vorgesehen. Das Nachrutschen des Begichtungsgutes kann dadurch beschleunigt
werden oder aber auch dosiert werden^ wodurch sich die Öffnungsseiten der Dichtklappe beeinflussen
lassen.
Ein zusätzlic hes Merkmal liegt nach der weiteren Neuerung darin., daß die Stoffbunker und der Raum unterhalb von
diesen durch schaltbare Abgasstutzen dr.uckentlastbar sindο Für die Verhältnisse einer schnellen Zufuhr des
Beschickungsgutes begünstigt bei leeren Bunkern ein Druckausgleich mit der Atmosphäre das Einbringen des
Gutes. Im Fall des Ansteigens des Gasdruckes über ein zulässiges Maß dienen die Abgasstutzen als Sicherheitseinrichtung
während des Betriebes.
In der einzigen Figur der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Neuerung dargestellt und im folgenden
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— Ύ _
näher erläutert. Die figur zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Gichtverschluß eines Hochofens.
Der Hochofen 1 besitzt in seinem oberen Teil Gichtgasabzüge
2 und 3 sowie im Ausfuhrungsbeispiel einen Auslaufrüssel
4. Der Auslaufrüssel 4 ist bei 5 mittels
einer Drucktassendichtung geführt und besitzt im übrigen ein zentral angeordnetes Einfüllrohr 6 mit einem Einfülltrichter
7j an den sich die neuerungsgemäße Vorrichtung
anschließt.
Hierbei sind zwei Stoffbunker 8S 9 vorgesehen., wobei
selbstverständlich mehrere solcher Bunker bezogen auf den Einfülltrichter 7 verwendet werden können. Jeder
der Bunker 8 und 9 bildet einen selbständigen Vorratsraunij
der von der äußeren Atmosphäre abgeschlossen werden kann» Zu diesem Zweck besitzt der Bunkereingang 10
eine hosenförmig ausgebildete Zuführung 11. In dieser ist eine Weiche 12 angeordnet. Je nach dem, welcher der
beiden Bunker 8 und 9 beschickt werden soll,, wird die
Weiche 12 in die richtige Stellung gelegt. An den Enden 13 und 14 der hosenfö'rmigen Zuführung 11 befinden sich
Dichtklappen 15, deren Dichtrand außerhalb des Weges
des Begichtungsgutes liegt. Ebenso kann, wie auf der
linken Seite der Zeichnung gezeigt ist, jede der Dichtklappen 15 außerhalb des Weges des Begichtungsgutes
gebracht werden. Derartige Dichtklappen sind ferner am Bunkerauslauf 16 vorgesehen* wobei die bereits
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geschilderten Vorzüge ebenfalls gelten. Auch hier liegt der Dichtklappen-Dichtrand 17 verschleißfrei außerhalb
des Weges des Begichtungsgutes. Wie an einer der unteren Dichtklappen 15 gezeigt ist, besteht auch hier die Möglichkeit.,
die Klappe außerhalb des Schüttweges des Begichtungsgutes zu bewegen. Den Bunkerauslaufoffnungen
sind ferner schwach zur Horizontalen geneigte Schüttelrinnen oder Austragsbänder l8 zugeordnet, deren Enden
jeweils bei geschlossener Dichtklappe 15 zu letzteren
berührungsfrei liegen.
Die beiden Stoffbunker 8 und 9 sind mit schrägen Böden ausgerüstet, so daß dadurch ein weiterer dem Einfülltrichter
7 vorgeschalteter Druckraum 20 entsteht. Der Druckraum 20 sowie die Bunkerräume 8 und 9 können
mittels Abgasstutzen 21 druckentlastet werden.
Claims (1)
- RA. 506 416*-2.9,67DEMAG Aktiengesellschaft, ~ ~ ' 31. 8. 19β7Duisburg, . 4830/ΗΗ -Wolfgang-Reuter-Platz Fl/ilAktenzeichen.» D 27 6o6/l8a GbmSchutzansprücheGichtverschluß mit Verteilvorrichtung für das Begichtungsgut für insbesondere im Durchmesser große, im Hochdruckverfahren betriebene Hochöfen mit einem zentral angeordneten Einfüllrohr, dem sich die Vorrichtung zur Verteilung des Gutes auf verschiedenen Durchmessern der Begichtungsoberfläche anschließt und dem ein Stoffbunker mit Ver shlußklappe vorgeschaltet ist,
dadurch gekennzeichnet,daß die Verschlußklappe als Dichtklappe (15) ausgebildet ist und der Dichtklappen-Dichtrand (17) sowie die Dichtklappe (15) in Offenstellung außerhalb des Weges des Begichtungsgutes liegen.2. Gichtverschluß nach Anspruch I5
dadurch gekennzeichnet,daß dem Einfüllrohr (7) zumindest zwei Stoffbunker (8, 9) mit jeweils im Innern befindlichen Dichtklappen (15) zugeordnet sind.4830/HH - Pl/il 31. 8. 673c Giehtverschluß nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,daß die Zuführung (ll) zu den Stoffbunkern (8, 9) hosenförmig ausgebildet und an dieser eine Weiche (12) vorgesehen ist.4. Gichtverschluß nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,daß vor den Dichtklappen (15) 3 innerhalb des Stoffbunkers (8 bzw. 9) über dem Einfüllrohr (7), antreibbare, schwach zur Horizontalen geneigte Schüttelrinnen oder Austragsbänder (l8) vorgesehen sind.5, Gichtverschluß nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,daß die Stoffbunker (8, 9) und der Raum (20) unterhalb von diesen durch schaltbare Abgasstutzen (21) druck- ^- entlastbar sind=
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