DE19705656A1 - Haushaltsherd - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Haushaltsherd.
Aus US-A-3,939,817 ist ein elektrisch oder mit Gas
beheizter Haushaltsherd bekannt mit einer Ofenmuffel zum
Braten oder Backen von Lebensmitteln, deren Öffnung durch
eine Tür verschließbar ist. Die Tür besteht an ihren
Außenseiten aus Metallblech. Zum thermischen Abdichten der
der Ofenmuffel zugewandten Innenseite der Tür gegen die
Ofenmuffelfront ist in der Tür ein Dichtungsring aus
Glasfasermaterial vorgesehen, der bei geschlossener Tür auf
dem vorderen Rand der Ofenmuffel aufliegt.
Ferner sind Haushaltsherde bekannt, bei denen an der der
Tür gegenüberliegenden Frontwand (Frontrahmen) des
Haushaltsherds eine Ringdichtung vorgesehen ist, die den
Ofenraum bei geschlossener Tür weitgehend gasdicht
abdichtet. Die Dichtung kann insbesondere in einen Spalt
eingesetzt sein, der zwischen der Frontwand und der die
Beschickungsöffnung der Ofenmuffel umgebenden Muffelwandung
zur Unterbindung von Wärmeleitung gebildet ist.
Damit sich beim Betrieb des Haushaltsherds im geschlossenen
Ofenraum kein Überdruck bilden kann, ist ein den Ofenraum
mit der Umgebung verbindender Abzug, der sog.
Wrasenaustritt, vorgesehen.
Insbesondere beim Erhitzen von flüssigkeitsreichem Koch-
bzw. Bratgut kann es am Wrasenaustritt mitunter zu
Kondensation und damit zum unerwünschten Abfluß von
Flüssigkeit kommen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile
des Stands der Technik zu beseitigen. Insbesondere soll ein
Haushaltsherd angegeben werden, bei dem auf einfache und
kostengünstige Weise das Problem der Kondensatbildung am
Wrasenaustritt beseitigt wird.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst.
Der Haushaltsherd (Back- und Bratofen) umfaßt
- a) wenigstens eine Ofenmuffel (Back- und Bratrohr) mit einer Muffelwandung und einer Beschickungsöffnung in der Muffelwandung,
- b) einen Frontrahmen (Vorderwand), der die Muffelwandung um die Beschickungsöffnung umgibt unter Bildung eines Spalts (Zwischenraums, Schlitzes) zwischen der Muffelwandung und dem Frontrahmen rings um die Beschickungsöffnung zur Unterbindung von Wärmeleitung zwischen der Muffelwandung und dem Frontrahmen,
- c) eine zum Abdichten einer zum Verschließen der Beschickungsöffnung vorgesehenen Tür in deren geschlossenem Zustand vorgesehene Dichtung, die in dem Schlitz verankert ist.
Nach Maßgabe der Erfindung ist vorgesehen, daß die Dichtung
an wenigstens einer Stelle unterbrochen ist und dort ein
erstes Ende und ein davon mit einem Zwischenraum
beabstandendes zweites Ende aufweist. Durch diese
Unterbrechung in der Dichtung wird eine Zuluftöffnung
geschaffen, durch die der Wrasenstrom aus dem
Muffelinnenraum drastisch erhöht wird. Eine Kondensation am
Wrasenaustritt kann somit auf einfache Weise unterbunden
werden. Zur Halterung der beiden losen Enden der Dichtung
ist ein Befestigungsmittel vorgesehen, das die beiden Enden
der Dichtung miteinander verbindet und in dem Schlitz
verankert ist. Dadurch kann die Dichtung in ihrer Lage und
ihrem Profil stabil gehalten werden.
Zweckmäßige Ausgestaltungen des Haushaltsherdes gemäß der
Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2
bis 9.
Das erste Ende und das zweite Ende der Dichtung an der
Unterbrechung sind zweckmäßigerweise in der Nähe des
Muffelbodens angeordnet. In dieser Anordnung ist die durch
die thermische Konvektion im Haushaltsherd bewirkte
Saugwirkung durch die geschaffene Zuluftöffnung besonders
groß.
Das Befestigungsmittel kann in weiterer vorteilhafter
Ausgestaltung mit dem ersten und zweiten Ende der Dichtung
verklebt sein.
Ferner kann die Dichtung an dem ersten Ende und dem zweiten
Ende jeweils einen Hohlraum (Hohlprofil) aufweisen zum
Einstecken des Befestigungsmittels oder jeweils eine
Ausnehmung zum Einsetzen, Andrücken oder Verkleben des
Befestigungsmittels.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist das
Befestigungsmittel als Metallbügel ausgebildet, der
besonders einfach und schnell durch elastische Verbiegung
den Schlitz hintergreifend befestigt werden kann und eine
lösbare Befestigung der Dichtung am Schlitz ermöglicht.
Dieser Bügel kann insbesondere in einer Projektion parallel
zu einer Symmetrieebene des Bügels ein im wesentlichen
u-förmiges Profil aufweisen.
Die Dichtung weist in einer weiteren Ausführungsform
wenigstens ein Hohlprofil auf und/oder mindestens drei
Dichtungslippen. Zwei der Dichtungslippen stützen sich
vorzugsweise im Randbereich des Schlitzes ab, wohingegen
die dritte Dichtungslippe bei geschlossener Tür gegen deren
Innenwand anliegt.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Haushaltsherds,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die bodenseitige Kante der
Ofenmuffel und
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Dichtung mit Bügel.
In Fig. 1 ist ein Haushaltsherd, insbesondere ein
Einbauherd, dargestellt mit einer Ofenmuffel 17, die einen
Muffelinnenraum (Ofenraum, Backraum) 1 und eine den
Muffelinnenraum 1 umgebende Muffelwandung 18 umfaßt. An
einer Vorderseite des Haushaltsherdes ist die Muffelwandung
18 der Ofenmuffel 17 offen, so daß in der Muffelwandung 18
eine Beschickungsöffnung 3 zum Beschicken des
Muffelinnenraums 1 mit zu backenden oder bratenden
Lebensmitteln gebildet wird. Im Muffelinnenraum 1 sind zum
Garen der Lebensmittel nicht dargestellte Heizvorrichtungen
und angedeutete Halteeinrichtungen für Gargutträger
(Backbleche, Grillroste u.ä.) angeordnet. Zur thermischen
Isolation der Ofenmuffel 17 nach außen ist die
Muffelwandung 18 mit einer Muffelisolierung 19 umgeben.
An der Vorderseite des Haushaltsherdes ist ferner ein
vorzugsweise aus Metallblech bestehender Frontrahmen
(Vorderwand) 2 angeordnet. Der Frontrahmen 2 ist Teil eines
Herdgehäuses 3, das im allgemeinen auch noch nicht
dargestellte weitere Teile wie einen Boden, Seitenwände,
eine Rückwand und ein Deckteil umfaßt und die Ofenmuffel 17
umschließt. In einem oberen Bereich des Frontrahmens 2 sind
zwei Blendenträger 52 und 53 zum Befestigen einer nicht
dargestellten Bedienblende (Schalterblende) vorgesehen. In
einem unteren Bereich des Frontrahmens 2 sind zwei
Öffnungen 50 und 51 vorgesehen, in die die Türscharniere
einer nicht dargestellten Tür zum Verschließen der
Beschickungsöffnung 3 der Ofenmuffel 17 eingesetzt werden
können. Anstelle einer in Scharnieren drehbaren Tür
(Klapptür) kann auch eine axial verschiebbare Tür,
beispielsweise in Form eines Backwagens, vorgesehen sein.
Die Muffelwandung 18 der Ofenmuffel 17 ist durch eine nicht
näher bezeichneten Öffnung im Frontrahmen 2 derart geführt,
daß die Stirnseite der Muffelwandung 18 mit der
Vorderfläche des Frontrahmens 2 vorzugsweise bündig
abschließt. Die Öffnung in dem Frontrahmen 2 ist nun größer
als die Öffnungsfläche des Querschnitts der die
Beschickungsöffnung 3 berandenden Muffelwandung 18. Somit
ist zwischen der Außenfläche der Muffelwandung 18 und einer
gegenüberliegenden Innenfläche des Frontrahmens 2 ein
Schlitz (Zwischenraum, Spalt) 4 gebildet, der rings um die
Beschickungsöffnung 3 verläuft. Dieser Schlitz 4 bewirkt
eine gute thermische Entkopplung von Ofenmuffel 17 und
Frontrahmen 2.
In den Schlitz 4 zwischen Muffelwandung 18 und Frontrahmen
2 ist von vorne eine Dichtung 5, insbesondere ein
Dichtring, eingesetzt aus einem möglichst wenig
wärmeleitenden Material, beispielsweise aus einem
temperaturfesten elastischen Kunststoff, aus Silicongummi
oder aus Glasseide. Vorzugsweise steht die Dichtung 5 rings
um den durch die Muffelwandung 18 gebildeten Rand der
Beschickungsöffnung 3 nach vorne ab, so daß die Tür nach
dem Schließen auf der Dichtung 5 aufliegt und eine gute
Abdichtung des Muffelinnenraums 1 erreicht wird.
Die Dichtung 5 weist an einer beispielsweise durch
Ausschneiden erzeugten Unterbrechung 20 im Bereich des
Bodens 9 der Ofenmuffel 17 ein erstes Ende 6 und ein
zweites Ende 7 auf, die voneinander beabstandet sind und
mit einem Bügel 8 verbunden sind. Durch diese Unterbrechung
kann Luft von außen gezielt in den Muffelinnenraum 1
strömen, um die Sogwirkung für einen nicht dargestellten
Wasenaustritt aus dem Muffelinnenraum 1 zu erhöhen und eine
Kondensation von Wrasen am Wrasenaustritt zu vermindern.
In Fig. 2 ist ein Querschnitt durch die bodenseitige Kante
der Ofenmuffel 17 gezeigt. Die Öffnungsebene der
Beschickungsöffnung 3 der Ofenmuffel 17 wird durch die
vertikal verlaufende unterbrochene Line verdeutlicht. Ein
Bodenblech 9 der Muffelwandung 18 ist u-förmig nach außen
umgebogen und bildet eine erste Schlitzwand 10. Der
Frontrahmen 2 ist um 90° umgebogen. Die Umbiegung bildet
eine zweite Schlitzwand 11. Der Bügel 8 ist in der
gezeigten Querschnittsprojektion u-förmig ausgebildet und
hintergreift mit einem ersten Abschnitt 12 die erste
Schlitzwand 10. Ein zweiter Abschnitt 13a des Bügels 8
greift in eine an der Dichtung 5 vorgesehene Ausnehmung 14
ein. Die Dichtung 5 ist als Hohlprofildichtung mit einem
Hohlprofil 15 und Dichtungslippen 16a bis 16d ausgebildet.
Die Dichtungslippen 16a und 16c stützen sich im Randbereich
des Schlitzes 4 ab. Die Dichtungslippe 16b ragt in den
Schlitz 4. Die Dichtungslippe 16d liegt bei geschlossener
Tür an deren Innenseite an.
Aus Fig. 3 ist die in einen ersten Abschnitt 12 und zweite
Abschnitte 13a und 13b gegliederte Ausbildung des Bügels 8
ersichtlich. Die Dichtung 5 weist zum Einstecken der
zweiten Abschnitte 13a und 13b des Bügels 8 Ausnehmungen 14
bzw. 24 auf, in denen der Bügel 8 vorzugsweise verklebt
wird.
Anstelle von Ausnehmungen kann die Dichtung 5 an ihren
Enden 6 und 7 auch Hohlprofils aufweisen. Der Bügel 8 kann
dann auch ohne Verkleben in diesen Hohlräumen durch bloßes
Einstecken fest verankert werden.
Die Funktion des Haushaltsherds ist folgende:
Der Zwischenraum zwischen dem ersten Ende 7 und dem zweiten Ende 8 bildet eine Zuluftöffnung. Durch diese Zuluftöffnung wird beim Betrieb des Haushaltsherds Luft in den Ofenraum angesaugt. Dadurch wird der Wrasenstrom durch den Haushaltsherdraum erhöht. Das verhindert eine unerwünschte Kondensation am Wrasenaustritt.
Der Zwischenraum zwischen dem ersten Ende 7 und dem zweiten Ende 8 bildet eine Zuluftöffnung. Durch diese Zuluftöffnung wird beim Betrieb des Haushaltsherds Luft in den Ofenraum angesaugt. Dadurch wird der Wrasenstrom durch den Haushaltsherdraum erhöht. Das verhindert eine unerwünschte Kondensation am Wrasenaustritt.
1
Muffelinnenraum
2
Frontrahmen
3
Beschickungsöffnung
4
Schlitz
5
Dichtung
6
erstes Ende
7
zweites Ende
8
Bügel
9
Bodenblech
10
erste Schlitzwand
11
zweite Schlitzwand
12
erster Abschnitt
13
a,
13
b zweite Abschnitte
14
Ausnehmung
15
Hohlprofil
16
a bis d Dichtungslippen
17
Ofenmuffel
18
Muffelwandung
19
Muffelisolierung
20
Unterbrechung
50
,
51
Öffnung
52
,
53
Blendenträger
Claims (9)
1. Haushaltsherd aufweisend
- a) wenigstens eine Ofenmuffel (17) mit einer Muffelwandung (18) und einer Beschickungsöffnung (3) in der Muffelwandung (18),
- b) einen Frontrahmen (2), der die Muffelwandung (18) um die Beschickungsöffnung (3) umgibt, wobei zwischen der Muffelwandung (18) und dem Frontrahmen (2) rings um die Beschickungsöffnung (3) ein Schlitz (4) gebildet ist,
- c) eine zum Abdichten einer zum Verschließen der Beschickungsöffnung (3) vorgesehenen Tür in deren geschlossenem Zustand vorgesehene Dichtung (5), die in den Schlitz (4) eingesetzt ist sowie wenigstens eine Unterbrechung (20) aufweist, an der sich ein erstes Ende (6) und ein zweites Ende (7) der Dichtung (5) gegenüberliegen, und
- d) ein in das erstes Ende (6) und das zweite Ende (7) der Dichtung (5) eingreifendes und in oder hinter dem Schlitz (4) verankertes Befestigungsmittel (8).
2. Haushaltsherd nach Anspruch 1, bei dem wenigstens eine
Unterbrechung (20) der Dichtung (5) im Bereich des Bodens
(9) der Ofenmuffel (17) angeordnet ist.
3. Haushaltsherd nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem
das Befestigungsmittel (8) mit dem ersten Ende (6) und dem
zweiten Ende (7) der Dichtung (5) jeweils verklebt ist.
4. Haushaltsherd nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem
die Dichtung (5) an dem ersten Ende (6) und dem zweiten
Ende (7) jeweils einen Hohlraum aufweist, in den das
Befestigungsmittel (8) eingesteckt ist.
5. Haushaltsherd nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei
die Dichtung (5) am ersten Ende (6) und am zweiten Ende (7)
jeweils eine Ausnehmung (14) zum Einsetzen des
Befestigungsmittels (8) aufweist.
6. Haushaltsherd nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Befestigungsmittel ein aus Metall bestehender
Bügel (8) ist.
7. Haushaltsherd nach Anspruch 6, wobei die Projektion
parallel zu einer Symmetrieebene des Bügels ein im
wesentlichen u-förmiges Profil ist.
8. Haushaltsherd nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Dichtung (5) wenigstens ein Hohlprofil (15)
aufweist.
9. Haushaltsherd nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Dichtung (5) mindestens drei Dichtungslippen
(16a, 16b, 16c, 16d) aufweist.
Priority Applications (2)
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| DE1997105656 DE19705656C2 (de) | 1997-02-14 | 1997-02-14 | Haushaltsherd |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1997105656 DE19705656C2 (de) | 1997-02-14 | 1997-02-14 | Haushaltsherd |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19705656C2 DE19705656C2 (de) | 1999-02-25 |
Family
ID=7820236
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997105656 Expired - Fee Related DE19705656C2 (de) | 1997-02-14 | 1997-02-14 | Haushaltsherd |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| FR (1) | FR2759770B1 (de) |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: AEG HAUSGERAETE GMBH, 90429 NUERNBERG, DE |
|
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