DE1964534U - Reibklotz fuer bremsen und kupplungen. - Google Patents
Reibklotz fuer bremsen und kupplungen.Info
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Classifications
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- F16D—COUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
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-
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Description
RA. 212 22 7*18. if. 67
HANS WIEMUTH 4DUSSELDORF-OBERKASSEL
rAl JSlN 1ΛΓΜ WAL·! TELEFON 5740 22
TELEGR. PATENTBRYDGES DÜSSELDORF POSTSCHECK KÖLN 110052
DRESDNER BANK 14-241969 COMMERZBANK 650994
den 17, April 1967
MEIN ZEICHEN 11-513 ~5/d
Betr.: Gebrauchsmusteranmeldung
norddeutsche Bremsbandwerke Smmerling & Co. KG.
Ii enburg/Wes er
WjJlper Straße 3
WjJlper Straße 3
Reibklotz für Bremsen und Kupplungen
Reibungsvorgänge, wie solche in Bremsen und Kupplungen, sind im allgemeinen mit Schwingungen verbunden. Falls die erregte Sohwingungsfrequenz
in hörbarem Bereich liegt und durch Resonanz benachbarter Maschinenteile verstärkt hörbar wird, können die Schwingungen eine
unerträgliche Belastung für den Menschen darstellen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Geräuschbildung in kurzen Intervallen,
z.B. im Arbeitstakt einer Maschine, auftritt.
Die einschlägige Industrie unternimmt erhebliche Anstrengungen, um
die Ursachen der Bremsgeräuschbildung zu erforschen und Mittel zu
ihrer Beseitigung zu finden. Aus "bisher gewonnenen Erkenntnissen
lassen sich im wesentlichen zwei Wege zur Vermeidung oder Minderung
störender Bremsgeräusche ableiten:
a) Veränderung der chemisch-physikalischen Zusammensetzung der
Reibungspartner j
b) Unterdrückung störender Bremsgeräusche durch Dämpfung der
Reibungsschwingungen.
Der zuerst genannte TiTeg, nämlich die Veränderung der chemischphysikalischen Zusammensetzung der Reibungspartner - insbesondere
des Reibbelages - hat einen entscheidenden lachteil. Indem nämlich bei
der Reibung die kinetische Energie in Wärme umgesetzt wird und dabei Temperaturen bis 450 0 und mehr auftreten können, verändern sich
die Reibflächen der Reibungspartner durch oxydative Vorgänge und durch teilweise Zersetzung der organischen Bindemittel in den Reibwerkstoffen.
Je nach Höhe der Temperatur und ihrer Einwirkungsdauer
sind beliebig viele Oxydations- und Zersetzungsstufen möglich}
so daß sich die ursprüngliche chemisch-physikalische Zusammensetzung fortlaufend und unvermeidbar verändert. Das wird durch die Erfahrung
bestätigt, indem anfänglich geräuscharme Bremsen später laute Bremsgeräusche verursachen, die aber auch nach gewisser Zeit unter Umständen
?ri.eder verschwinden können.
Auch äußere Einflüsse, wie das Eindringen von Staub, !Feuchtigkeit
u.a.m., können die Reibflächen chemisch-physikalisch unkontrollierbar beeinflussen. Im Hinblick darauf, daß nach dem Vorhergesagten Reibschwingungen
bei trockener Reibung im hörbaren Bereich mit Sicherheit nicht vermeidbar sind, liegt der Heuerung die Aufgabe zugrunde, eine
Schwingungsdämpfung durch eine besondere Ausbildung des Reibkörpers herbeizuführen, um auf diesem "fege störende Bremsgeräusche zu
vermeiden.
Dies geschieht neuerungsgemäß dadurch, daß der Heizkörper aus
wenigstens drei durch Yerpressen oder Verkleben fest miteinander
verbundenen Schichten zusammengesetzt ist, die vorzugsweise parallel oder konzentrisch zur Heibfläohe liegen, und von denen mindestens
eine mittlere Schicht aus einem Werkstoff mit sohwingungsdämpfenden
Eigenschaften "besteht. Dieser Werkstoff muß neben der Temperaturbeständigkeit
auch eine ausreichende Festigkeit aufweisen, um außer den thermischen Einflüssen beim Reibvorgang auch den mechanischen
Einflüssen ohne wesentliche Änderung seiner ursprünglichen Eigenschaften zu widerstehen.
Dazu kann nach der feuerung vorgesehen sein, daß die schwingungsdämpfende
Schicht aus Asbestgewebe, Glasfasergewebe oder aus Pappelholz od. dgl. besteht.
Gemäß weiterer !Teuerung kann es von Vorteil sein, daß die
schwingungsdämpfende Schicht elastisch ist, indem sie ganz oder
teilweise aus kautschukelastischen Stoffen besteht.
Ein Aus führung θ - und Anwendungsbeispiel der !feuerung ist in den
Zeichnungen dargestellt. Bs zeigen:
Pig. 1 einen Bremsklotz nach der !.Teuerung in der Draufsicht,
Pig. 2 eine Seitenansicht des Bremsklotzes nach Mg. 1,
Pig. 3 als Anwendungsbeispiel für Bremsklötze nach den !ig. 1 und soheffiatisch eine Reibungskupplung im Schnitt nach der
Linie IH-III der Pig. A-, z.B. für schwere mechanische Pressen, in eingekuppeltem Zustand und
Pig. 4 einen Schnitt durch die EeibungsKupplung der Pig. 3 nach
der Linie IV-IV der Pig. 3·
Der Bremsklotz 4 nach den Pig. 1 und 2 setzt sich aus den Schichten
6 und 7 zusammen, von denen die Schichten 6 aus herkömmlichem Reibbelagwerkstoff
mit den Reibflächen 8 bestehen, während die Schicht aus Asbestgewebe gebildet ist. Die Einzelschichten Bind durch
Zusammenpressen oder nachträgliches Zusammenkleben miteinander verbunden.
Bei dem Anwendungsbeispiel nach den !ig. 3 und 4 ist die angetriebene
Welle 1 drehbar, jedoch axial unverschieblich im topfförmigen, an
der Topfwand innen und außen verzahnten Gehäuse 2 gelagert.
Die Welle 1 ist mit dem kreisscheibenförmigen Belagträger 3 kraftschlüssig
und starr verbunden. Der Belagträger 3 weist konzentrisch zur Drehachse symmetrisch auf den Umfang verteilt angeordnete Durchbrüche
auf, von denen die Reibklötze 4 der gleichen Umrißform wie die Durchbrüche, jedoch größerer Dicke als die des Belagträgers
axial verschieblich aufgenommen sind. Die Scheibe 5 ist am äußeren
Umfang verzahnt und läßt sich unter der Wirkung der Spannkraft P axial in der Verzahnung der Gehäusewand verschieben, bis sie an den
Reibflächen 8 der Klötze 4 und diese auch an der Reibfläche des G-ehäusebodens kraft schlüssig anliegen. In die Außenverzahnung des
Gehäuses 2 greift der verzahnte Abtrieb, der nicht dargestellt ist. Die Spannkraft P kann pneumatisch-hydraulisch oder auch mechanisch
erzeugt werden. Ihre Reaktionskraft stützt sich am G-ehäusedeckel 2a
ab.
Aus der Fig. 4 ist im einzelnen die Anordnung der Kupplungsklotze 4
im Belagträger 3 zu erkennen.
Bei jedem Kupplungsspiel wirkt die Zuspannkraft P auf herkömmliche
Reibklötze in der Weise, daß die resultierende Reibkraft die Klotze
in gegensinniger Bewegungsrichtung "beschleunigt, "bis sie mit ihren
Stirnflächen auf die Stirnflächen der Durchbrüche im Belagträger treffen und von dort durch die Rückprallelastizität zurückgeworfen
werden. Wenn der Weg, den der jeweilige Klotz dabei zurücklegen kann, auch gering ist, dann hat, wie die Erfahrung zeigt, der
elastische Rückprall häufig bereits eine hörbare Schwingung zur Folge. Aber auch axial gerichtete beim Reibvorgang auftretende
Schwingungen können ungehindert durch den Reibklotz übertragen werden.
Andererseits dürfen die Reibklötze nicht zu eng in die Durchbräche
des Belagträgers eingepreßt sein, weil sonst - bedingt durch unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Reibbelagwerkstoff und
Belagträgermaterial - die bei Erwärmung mangelnde axiale Verschiebbarkeit der Reibklötze die einwandfreie Punktion der Kupplung gefährden
würde.
Beim Einsatz der neuerungsgemäßen Klötze 4, wie sie in den J1Ig. 1
und 2 dargestellt sind, staucht die Zuspannkraft die Dämmschicht 7 in deren litte derart, daß diese unter geringer Abnahme ihrer Dicke
den Spalt zwischen Klotz 4 und Durchbruch im Belagträger 3, ähnlich wie dies bei einer Kolbenmanschette der Pail ist, ausfüllt. Dadurch
wird der Beschleunigungsweg für den Klotz 4 beim Lastspiel ent-
scheidend verringert, so daß sich eine Schwingung daraus erst gar nicht aufbauen kann. Die übrigen Reibsch?n.ngungen, die su
Geräuschen führen können, werden von einem Klotz 4 nach der Feuerung hervorragend gedämpft.
Claims (3)
1. Reibklotz für Bremsen und Kupplungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Reibklotz (4) aus wenigstens drei durch Verpressen oder
Verkleben fest miteinander verbundenen Schichten zusammengesetzt ist, die vorzugsweise parallel oder konzentrisch zur Reibfläche
liegen und von denen mindestens eine mittlere Schicht aus einem Werkstoff mit schwingungsdämpfenden Eigenschaften besteht«
2« Reibklotz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
schwingungsdämpfende Schicht aus Asbestgewebe, Glasfasergewebe, Pappelholz od. dgl. besteht.
3. Reibklotz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingungsdämpfende Schicht elastisch ist, indem sie ganz
oder teilweise aus kautschukelastischen Stoffen besteht«
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN19981U DE1964534U (de) | 1967-04-18 | 1967-04-18 | Reibklotz fuer bremsen und kupplungen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN19981U DE1964534U (de) | 1967-04-18 | 1967-04-18 | Reibklotz fuer bremsen und kupplungen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1964534U true DE1964534U (de) | 1967-07-20 |
Family
ID=33364099
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEN19981U Expired DE1964534U (de) | 1967-04-18 | 1967-04-18 | Reibklotz fuer bremsen und kupplungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1964534U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007014654A1 (de) * | 2007-03-27 | 2008-10-09 | Bubenzer Bremsen Gerhard Bubenzer Ing. Gmbh | Bremsscheibenanordnung |
-
1967
- 1967-04-18 DE DEN19981U patent/DE1964534U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007014654A1 (de) * | 2007-03-27 | 2008-10-09 | Bubenzer Bremsen Gerhard Bubenzer Ing. Gmbh | Bremsscheibenanordnung |
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