DE19607146A1 - Bremsanordnung für eine in einem Gehäuse eingebaute selbstaufwickelnde Kabeltrommel - Google Patents
Bremsanordnung für eine in einem Gehäuse eingebaute selbstaufwickelnde KabeltrommelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bremsanordnung für eine in einem
Gehäuse eingebaute selbstaufwickelnde Kabeltrommel gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine solche Bremsanordnung ist durch die DE-A- 29 11 506
bekannt. Bei dieser bekannten Bremsanordnung ist als
Bremsglied eine mit einer Keilnut versehene Rolle vorgesehen,
die mit an ihr angebrachten Achsstummeln in Kulissenschlitzen
drehbar gelagert ist. Die Kulissenschlitze befinden sich in
den Seitenwänden einer Kabelauslaßöffnung und sind in
Auszugsrichtung des Kabels schräg ansteigend ausgebildet.
Beim herausziehen des Kabels wird die Rolle durch das Kabel
in Auszugsrichtung etwas mitgenommen und wird dabei infolge
des schräg ansteigenden Verlaufes der Kulissenschlitze
gegenüber dem Kabel etwas angehoben. Damit verliert die Rolle
ihre Bremswirkung und das Kabel kann von Kabeltrommel
abgezogen werden. Nach Beendigung des Abziehvorganges und
Loslassen des Kabels kommt die Aufwickelkraft der
Kabeltrommel zur Wirkung, die das Kabel wieder aufzuwickeln
versucht. Durch die Aufwickelbewegung des Kabels wird die
Rolle in die Gegenrichtung bewegt und in infolge des schrägen
Verlaufes der Kulissenschlitze nunmehr an das Kabel
angedrückt, bis die Rolle das Kabel schließlich zwischen sich
und der unteren Begrenzungswand der Kabelauslaßöffnung
festklemmt. Um ein gewolltes Aufwickeln des Kabels auf die
Kabeltrommel zu ermöglichen muß die Rolle durch einen
gezielten Betätigungsvorgang von dem Kabel abgehoben werden.
Ist die Kabeltrommel beispielsweise im Gehäuse eines
Staubsaugers eingebaut, so muß ein gesondertes Löseelement am
Staubsaugergehäuse vorgesehen werden, über das die Rolle aus
ihrer Bremsstellung gelöst werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Bremsanordnung
der eingangs beschriebenen Art so zu gestalten, daß zum Lösen
der Bremsstellung keine gesonderten Bauteile mehr
erforderlich sind.
Die Lösung der gestellte Aufgabe gelingt durch die im
Kennzeichen des Anspruches 1 angegebenen Merkmale. Das
aufzuwickelnde Kabel dient somit selbst als Löseelement zum
Aufheben der Bremswirkung. Nach dem Lösen der Bremse
verbleibt das Kabel in seiner neuen Lage und kann wegen der
fehlenden Bremswirkung durch die von der Kabeltrommel
ausgeübte Aufwickelkraft selbsttätig auf die Kabeltrommel
aufgewickelt werden.
Eine mögliche konstruktive Ausführungsform der Bremsanordnung
ist dadurch gekennzeichnet, daß als Bremsglied eine mit ihren
Achsenden beidseitig in Kulissenschlitzen geführte Bremsrolle
vorgesehen ist, wobei die Kulissenschlitze so gestaltet sind,
daß die Bremsrolle durch Lageänderung des Kabels in einer
Entriegelungsstellung gehalten ist.
Eine das Kabel für den Aufwickelvorgang freigebende
Lageänderung des Bremsgliedes ist durch eine entsprechende
auf das Kabel ausgeübte Zugkraft dadurch möglich, daß die
Kulissenschlitze in Bezug auf die Auszugsrichtung des Kabels
zunächst gering ansteigend verlaufen und anschließend steil
nach oben geführt sind.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist als
Bremsglied eine drehbar gelagerte Bremswalze vorgesehen ist,
deren Durchmesser in Achsrichtung abgestuft ist. Durch eine
solche Abstufung des Walzendurchmessers ergibt sich ein
Bereich in dem das Kabel zwischen der Bremswalze und der
entsprechenden Wand der Kabelauslaßöffnung festklemmbar ist
und ein Bereich, wo infolge des kleineren Walzendurchmessers
der Abstand zwischen der Bremswalze und Wand der Kabelauslaß
öffnung so groß ist, daß das Kabel hindurchgleiten und somit
aufgewickelt werden kann.
Die Abstufung des Walzendurchmessers kann dabei
kontinuierlich über die gesamte Breite der Bremswalze
verlaufend ausgebildet sein. Es besteht auch die Möglichkeit,
daß die Bremswalze mindestens zwei Bereiche mit
unterschiedlichen Durchmessern aufweist und zwischen diesen
Bereichen ein kontinuierlicher Übergang von dem einen auf den
anderen Durchmesser vorgesehen ist. In den beiden Bereichen
sind die jeweiligen Durchmesser der Bremswalze so gewählt,
daß im einen Bereich der Abstand zwischen der Oberfläche der
Bremswalze und der Wand der Kabelauslaßöffnung kleiner als
der Außendurchmesser des Kabels und in dem anderen Bereich
größer als der Außendurchmesser des Kabels ist. Infolge des
kontinuierlichen Überganges zwischen den beiden Bereichen
kann das Kabel durch entsprechenden seitlichen Zug von dem
einen in den andren Bereich gezogen und somit entweder
festgeklemmt und dadurch gegen ein Aufwickeln gesperrt werden
oder es wird die Klemmwirkung aufgehoben und das Kabel kann
dann selbsttätig durch die Aufwickelkraft der Kabeltrommel
aufgewickelt werden.
Die Klemmwirkung einer im Durchmesser abgestuften Bremswalze
kann noch durch eine Lagerung derselben in einen schrägen
Verlauf aufweisenden Kulissenschlitzen verbessert werden.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispieles wird die Erfindung nachfolgend noch näher
erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 die Bremsstellung einer Bremsanordnung, bei der eine
Bremsrolle in Kulissenschlitzen gelagert ist, die im
Anschluß an einen flachen Anstieg einen steilen
Anstieg aufweisen,
Fig. 2 die Lösestellung einer Bremsanordnung, bei der eine
Bremsrolle in Kulissenschlitzen gelagert ist, die im
Anschluß an einen flachen Anstieg einen steilen
Anstieg aufweisen,
Fig. 3 eine Bremsanordnung mit einer Bremswalze, die in
Richtung ihrer Achse zwei Bereiche mit
unterschiedlichen Walzendurchmessern aufweist und
Fig. 4 eine Bremsanordnung im Schnitt entlang der Linie
IV-IV in Fig. 3.
Mit 1 ist eine Bremsanordnung bezeichnet. Eine solche
Bremsanordnung kann direkt im Gehäuse einer in der Zeichnung
nicht dargestellten selbstaufwickelnden Kabeltrommel oder
davon getrennt beispielsweise im Gehäuse eines Staubsaugers
eingebaut sein. In diesem Falle ist dann auch die
Kabeltrommel im Staubsaugergehäuse angeordnet.
Die Bremsanordnung besteht aus einer Bremsrolle 2, die mit
seitlich vorstehenden Achszapfen 3 in Kulissenschlitzen 4
drehbar gelagert ist. Die Kulissenschlitze 4 befinden sich in
den Seitenwänden 5 einer an der Kabeltrommel selbst oder an
dem Staubsaugergehäuse ausgebildeten Kabelauslaßöffnung 6.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 weisen die
Kulissenschlitze 4 in Auszugsrichtung eines auf der
Kabeltrommel befindlichen Kabels 7 zunächst einen flach
ansteigenden Verlauf 8 auf. Im Anschluß an diesen flachen
Verlauf 8 sind die Kulissenschlitze 4 in einem weiteren
Bereich 9 steil nach oben geführt.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Bremsanordnung arbeitet wie
folgt: Das Kabel 7 wird bei Bedarf von der Kabeltrommel
abgezogen. Dabei wird die Bremsrolle 2 aus der in Fig. 1
gezeigten Bremsstellung in Auszugsrichtung des Kabels 7
mitgenommen und wandert in den Kulissenschlitzen 4 ein
kleines Stück in Abwickelrichtung des Kabels 7. Infolge des
schräg ansteigenden Verlaufes 8 der Kulissenschlitze 4 wird
die Bremsrolle 2 gegenüber dem Kabel 7 entsprechend
angehoben, so daß das Kabel 7 zwischen der Bremsrolle 2 und
der unteren Begrenzungswand 10 der Kabelauslaßöffnung 6
hindurchgezogen werden kann. Ist das Kabel 7 in der
gewünschten Länge von der Kabeltrommel abgezogen, wird es
losgelassen. Daraufhin setzt der selbsttätige
Aufwickelvorgang durch die Kabeltrommel ein. Durch die
einsetzende Aufwickelbewegung des Kabels 7 wird die
Bremsrolle 2 wieder mitgenommen und wandert jetzt in den
Kulissenschlitzen 4 in entgegengesetzter Richtung. Durch den
schrägen Verlauf 8 der Kulissenschlitze 4 nähert sich die
Bremsrolle 2 der unteren Begrenzungswand 10 der Kabelauslaß
öffnung 6, so daß schließlich das Kabel 7 zwischen der
Bremsrolle 2 und der Begrenzungswand 10 eingeklemmt wird.
Damit kann die Kabeltrommel das Kabel 7 nicht weiter
aufwickeln.
Soll das Kabel 7 nach Beendigung einer Arbeit wieder auf die
Kabeltrommel aufgewickelt werden, wird das Kabel 7 ergriffen
und ein Stückchen nach schräg oben gezogen. Hierdurch wird
zunächst die Bremsrolle 2 aus ihrer Bremsstellung gelöst und
durch das schräg nach oben geführte Kabel 7 in dem weiteren
Bereich 9 der Kulissenschlitze 4 ebenfalls nach oben
gedrängt. Durch die schräge Führung des Kabels 7 wird die
Bremsrolle 2 in dem weiteren Bereich 9 der Kulissenschlitze 4
gehalten und kann nicht in die Bremsstellung zurück gleiten.
Damit kann das Kabel 7 von der Kabeltrommel vollständig
aufgewickelt werden. Ist das Kabel 7 vollständig
aufgewickelt, wird diese losgelassen und nimmt wieder eine
flache Lage ein. Damit gleitet auch die Bremsrolle 2 wieder
aus dem weiteren Bereich 9 der Kulissenschlitze 4 in deren
flach ansteigenden Verlauf 8, so daß das Kabel 7 wieder
festgeklemmt wird.
Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsvarianten
der Bremsanordnung ist statt einer Bremsrolle 2 eine
Bremswalze 11 vorgesehen, die ebenfalls in Kulissenschlitzen
4 gelagert ist. Die Bremswalze 11 weist in axialer Richtung
in einem ersten und zweiten Bereich 12 und 13 unterschied
liche Durchmesser auf. Im ersten Bereich 12 ist der
Durchmesser der Bremswalze 11 so bemessen, daß in diesem
ersten Bereich 12 der Abstand zwischen dem Außenumfang der
Bremswalze 11 und der Begrenzungswand 10 der Kabelauslaß
öffnung 6 kleiner als der Außendurchmesser des Kabels 7 ist.
Dagegen ist in dem zweiten Bereich 13 der Walzendurchmesser
so gewählt, daß in diesem Bereich der Abstand zwischen dem
Außenumfang der Bremswalze 11 und der Begrenzungswand 10
größer als der Außendurchmesser des Kabels 7 ist. Zwischen
den beiden Bereichen 12 und 13 ist durch eine Schräge 14 ein
kontinuierlicher Übergang von dem einen auf den anderen
Durchmesser der Bremswalze 11 geschaffen.
Bei dieser Bremsanordnung kann das Kabel 7 durch seitlichen
Zug, wie er durch einen Doppelpfeil 15 angedeutet ist,
entweder in den ersten oder zweiten Bereich 12 bzw. 13 der
Bremswalze 11 gezogen werden. Da in dem ersten Bereich 12 der
Abstand zwischen der Bremswalze 11 und der Begrenzungswand 10
kleiner als der Kabelaußendurchmesser ist, wird das Kabel 7
folglich in diesem ersten Bereich zwischen der Bremswalze 11
und der Begrenzungswand 10 festgeklemmt und kann nicht
aufgewickelt werden. Wird das Kabel 7 dagegen in den zweiten
Bereich 13 gezogen, kann es von der Kabeltrommel aufgewickelt
werden, da es frei zwischen der Bremswalze 11 und der
Begrenzungswand 10 hindurchgleiten kann.
Wie die Fig. 4 zeigt, können auch bei dieser
Ausführungsvarianten der Bremsanordnung die Kulissenschlitze
4 einen schräg ansteigenden Verlauf aufweisen. Durch einen
solchen Verlauf kann unabhängig von Fertigungstoleranzen bzw.
Abnutzung von Teilen der Bremsanordnung die Bremswirkung der
Anordnung sicher gestellt werden.
Die unterschiedlichen Durchmesserbereiche für das Festklemmen
bzw. das Durchgleiten des Kabels 7 können auch mittels eines
sich über die axiale Breite der Bremswalze 11 kontinuierlich
ändernden Durchmesserverlaufes erreicht werden. Die
Bremswalze 11 muß dann auf ihrer einen Seite einen solchen
Durchmesser aufweisen, daß dort der Abstand zwischen der
Bremswalze 11 und der Begrenzungswand 10 kleiner und auf der
anderen Seite größer als der Kabelaußendurchmesser ist.
Bei der beschriebenen Bremsanordnung werden keine gesonderten
Betätigungselemente mehr für ein Lösen der Bremse benötigt.
Claims (7)
1. Bremsanordnung für eine in einem Gehäuse eingebaute,
selbstaufwickelnde Kabeltrommel, welche Anordnung ein in
einer im Gehäuse vorgesehenen Kabelauslaßöffnung (6)
verstellbar angeordnetes und unter dem Einfluß der
Aufwickelkraft der Kabeltrommel eine Selbsthemmung
bewirkendes Bremsglied (2 bzw. 11) aufweist, dessen
Bremswirkung zum Aufwickeln des Kabels (7) aufhebbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufhebung der Bremswirkung durch eine auf das Kabel
(7) ausgeübte Zugkraft erfolgt, wobei das Kabel (7) durch
diese Zugkraft in eine von seiner in der Bremsstellung
eingenommenen Lage abweichende Lage bewegt ist.
2. Bremsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Bremsglied eine mit ihren Achsenden beidseitig in
Kulissenschlitzen (4) geführte Bremsrolle (2) vorgesehen ist,
wobei die Kulissenschlitze (4) so gestaltet sind, daß die
Bremsrolle (2) durch Lageänderung des Kabels (7) in einer
Entriegelungsstellung gehalten ist.
3. Bremsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kulissenschlitze (4) in Bezug auf die Auszugsrichtung
des Kabels (7) zunächst gering ansteigend verlaufen und
anschließend steil nach oben geführt sind.
4. Bremsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Bremsglied eine drehbar gelagerte Bremswalze (11)
vorgesehen ist, deren Durchmesser in Achsrichtung abgestuft
ist.
5. Bremsanordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchmesserabstufung kontinuierlich über die gesamte
Breite der Bremswalze (11) verläuft.
6. Bremsanordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremswalze (11) mindestens zwei Bereiche (12 und 13)
mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist und zwischen
diesen Bereichen (12 und 13) ein kontinuierlicher Übergang
von dem einen auf den anderen Durchmesser vorgesehen ist.
7. Bremsanordnung nach einem der Ansprüche 4-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremswalze (11) in Kulissenschlitzen (4) gelagert
ist, die einen schräg ansteigenden Verlauf aufweisen.
Priority Applications (4)
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