DE1955828C2 - Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Aldehyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Aldehyden

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DE1955828C2 DE19691955828 DE1955828A DE1955828C2 DE 1955828 C2 DE1955828 C2 DE 1955828C2 DE 19691955828 DE19691955828 DE 19691955828 DE 1955828 A DE1955828 A DE 1955828A DE 1955828 C2 DE1955828 C2 DE 1955828C2
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Description

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Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Alkoholen nach dem Oxoverfahren durch Umsetzen von olefinisch ungesättigten Verbindungen mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff in Gegenwart von Carbonylkomplexen von Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems, die durch trisubstituierte organische Phosphine modifiziert sind.
Ein allgemein in der Technik eingeführtes Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Alkoholen ist die Oxosynthese, bei der olefinisch ungesättigte Verbindungen, insbesondere Olefine mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff in Gegenwart von Kobaltcarbonylverbindungen als Katalysator umgesetzt werden. Das Verfahren hat den Nachteil, daß bis zu einem gewissen js Grad verzweigte Aldehyde und Alkohole, die weniger erwünscht sind, entstehen. Darüber hinaus hat das Verfahren den Nachteil, daß sich die verwendeten Carbonylkomplexe leicht zersetzen und dadurch Abscheidungen von Katalysatormetallen in den Vorrichtungen auftreten. Es ist auch schon eine Reihe von Verfahren bekannt, bei denen man einen höheren Anteil an geradkettigen Aldehyden und Alkoholen erhält So wird in den bekanntgemachten Unterlagen der niederländischen Patentanmeldung 64 00 701 und der deutsehen Auslegeschrift 11 86 455 beschrieben, daß man bei der Oxoreaktion durch Verwendung von Carbonylen von Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems, die durch trisubstituierte organische Phosphine modifiziert sind, vorwiegend geradkettige Oxoreaktionsprodukte erhält. Die als Modifikationsmittel mitverwendeten trisubstituierten organischen Phosphine haben jedoch den Nachteil, daß ihre Aktivität rasch nachläßt, und außerdem gestaltet sich ihre Abtrennung schwierig, da bei der destillativen Auftrennung des Oxoreaktionsgemisches die Phosphine als Verunreinigungen in den Wertprodukten auftreten, was unerwünscht ist. Wie aus der deutschen Auslegeschrifv. 12 12 953 bekannt ist, wird die Lebensdauer der als Modifizierungsmittel mitverwendeten organischen bo Phosphine dadurch verbessert, daß man Oxoreaktionen in Gegenwart von Carbonsäuren oder deren Alkalioder Erdalkaiisake durchführt. Das Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß einerseits die verwendeten Katalysatoren noch nicht den Stabilitätsanforderungen, br> wie sie in der Technik gestellten werden, entsprechen und andererseits die Flüchtigkeit der als Modifizierungsmittel mitverwendeten organischen Phosphine nicht gemindert wird, so daß diese bei der Aufarbeitung als Verunreinigungen weiterhin in den Wertprodukten vorhanden sind.
Es wurde nun gefunden, daß man Alkohole und Aldehyde nach dem Oxoverfahren durch Umsetzen von olefinisch ungesättigten Verbindungen mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck in Gegenwart von Carbonylkomplexen von Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems, die durch trisubstituierte organische Phosphine modifiziert sind, sowie in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalisalzen von Carbonsäuren vorteilhafter als bisher erhält, wenn man trisubstituierte organische Phosphine als Modifizierungsmittel verwendet, die eine oder mehrere Carbonsäuregruppen enthalten, wobei mindestens eine Carbonsäuregruppe im Molekül in Form ihres Alkali- oder Erdalkalisalzes vorliegt
Das neue Verfahren hat den Vorteil, daß die Oxosynthese unter erhöhter Bildung von geradkettigen Verbindungen verläuft, wobei die mitverwendeten Katalysatoren eine erhöhte Stabilität haben und leicht abtrennbar sind, so daß Verunreinigungen in den Verfahrensprodukten nahezu ausgeschlossen werden.
Bevorzugt werden aliphatische, cycloaliphatische oder araliphatische olefinisch ungesättigte Verbindungen mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen, insbesondere mit bis zu 16 Kohlenstoffatomen verwendet Die bevorzugten olefinisch ungesättigten Verbindungen können mehrere Doppelbindungen, z. B. zwei nichtkonjugierte Doppelbindungen oder unter Reaktionsbedingungen inerte Substituenten, wie Alkoxygruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Caboxylgruppen, Carboalkoxygruppen mit 2 bis 9 Kohlenstoffatomen, Acyloxygruppen, die sich von Fettsäuren, Cycloalkancarbonsäuren oder aromatischen Säuren mit bis zu 16 Kohlenstoffatomen ableiten oder Hydroxylgruppen als Substituenten haben.
Besonders bevorzugt werden olefinisch ungesättigte Verbindungen, die Kohlenwasserstoffstruktur haben, als Ausgangsstoffe verwendet. Besonders technische Bedeutung haben Olefine mit 2 bis 20, besonders mit 2 bis 16 Kohlenstoffatomen, insbesondere solche mit endständiger Doppelbindung erlangt Geeignete olefinisch ungesättigte Verbindungen sind beispielsweise Äthylen, Propylen, Hexen-1, Octen-1, Decen-1, Cyclohexen, Styrol, Propenylbenzol, Allylalkohol, AHylmethyläther, Crotonsäuremethylester, Acrylsäuremethylester, Olefingemische, wie sie bei der Oligomerisierung von Propan und Buten anfallen, z. B. sogenanntes Trimerpropylen oder Codibutylen sowie Buten-3,4-diol-l,2-diacetat
Kohlenmonoxid und Wasserstoff werden im allgemeinen in einem Volumenverhältnis von 1:1 bis 10, besonders in einem Verhältnis von 1 :1 bis 3, verwendet.
Es ist möglich, die olefinisch ungesättigten Verbindungen in stöchiometrischen Mengen, bezogen auf das Gemisch aus'Kohlenmonoxid und Wasserstoff, einzusetzen. Vorteilhaft verwendet man jedoch das genannte Gasgemisch in stöchiometrischem Überschuß. Ferner ist es jedoch auch möglich, mehr als den stöchiometrischen Überschuß, z. B. bis zu 500%, zu verwenden.
Die Umsetzung führt man mit Vorteil bei Temperaturen von 140 bis 2500C durch. Besonders gute Ergebnisse erhält man, wenn man Temperaturen von 190 bis 23O0C anwendet. Gute Ergebnisse erhält man, wenn man die Umsetzung unter Drücken von z. B. 20 bis 350 at durchführt. Vorteilhaft wendet man Drücke von 30 bis
80 at an.
Es ist möglich, die Umsetzung ohne zusätzliche Verwendung von Lösungsmitteln durchzuführe 'n diesem Falle dienen die als Ausgangsstoffe verweru .en olefinisch ungesättigten Verbindungen als Lösungsmittel.
Im allgemeinen führt man die Reaktion in Gegenwart von unter Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmitteln durch, z. B. Kohlenwasserstoffen, wie Cyclohexan oder Xylol, ferner Alkoholen, wie Butanol oder Aldehyden, wie Butyraldehyd. In der Technik verwendet man zweckmäßig die als Reaktionsprodukte anfallenden Stoffe als Lösungsmittel.
Die Umsetzung wird in Gegenwart von Carbonylkomplexec von Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems, die durch trisubstituierte organische Phosphine modifiziert sind, die eine oder mehrere Carbonsäuregruppen enthalten, wobei mindestens eine der enthaltenen Carbonsäuregruppen in Form ihres Alkali- oder Erdalkalisalzes vorliegt, durchgeführt. Bevorzugte Carbonylkomplexe von Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems sind diejenigen von Kobalt oder Rhodium. Besondere technische Bedeutung haben Kobaltcarbonylkomplexe erlangt. Bevorzugte Katalysatoren enthalten Metall und Phosphor im Atomverhältnis wie 1:1 bis 4, insbesondere im Verhältnis 1 :1 bis 2.
Die als Modifizierungsmittel verwendeten tertiären organischen Phosphine haben im allgemeinen gleiche oder verschiedene aliphatische, cycloaliphatische, araliphatische oder aromatische Reste, wobei mindestens einer der Reste eine Carboxylgruppe enthält. Es ist jedoch möglich, daß mehrere Carboxylgruppen, z. B. bis zu vier Carboxylgruppen in dem tertiären Phosphinmolekül enthalten sind. Es ist auch möglich, daß das Phosphoratom Teil eines heterocyclischen Ringes, z. B. eines 5- oder 6gliedrigtn heterocyclischen Ringes, ist und der heterocyclische Ring oder der dritte Substituent eine oder mehrere Carboxylgruppen enthält Bevorzugte tertiäre organische Phosphine haben gleiche oder verschiedene aliphatische Reste mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen, cycloaliphatische Reste mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, araliphatische Reste mit 7 bis 14 Kohlenstoffatomen oder aromatische Reste mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen. Ganz besonders bevorzugt sind solche tertiären Phosphine, in denen die Reste mit den genannten Kohlenstoffatomen, abgesehen von der darin enthaltenen Carboxylgruppe oder Carboxylgruppen, Kohlenwasserstoffstruktur haben. Besondere technische Bedeutung als Modifizierungsmittel haben tertiäre organische Phosphine der allgemeinen Formel
p- P[(CH2)mCOO Me]n
erlangt, in der
R einen Alkylrest mit 1 bis 25 Kohlenstoffatomen, einen Cyclohexylrest, einen Phenylrest oder einen Benzylrest bezeichnet, insbesondere einen geradkettigen Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeutet,
Me eine für eine Carboxylgruppe mindestens stöchiometrische Menge eines Alkali- oder Erdalkalimetallkations, insbesondere Natrium oder Kalium, bedeutet,
m für eine ganze Zahl zwischen 1 und 14, insbesondere 8 bis 14, steht,
η = 1 bis 3 und
η = 3 minus π ist.
Geeignete tertiäre organische Phosphine sind beispielsweise Bis-2-carboxyäthyIdodecylphosphin, Bis-2-carboxyäthylphenyiphosphin, 2-Carboxyäthyldiphenylohosphin, lO-Carboxydecyldimethylphosphin, 9(1 ö'-Carboxydecyl)-9-phosphabicyclo-(4,2,l)-nonan, 9-(10'-Carboxydecyl)-9-phosphabicyclo-(33,l)-nonan, 9-n-Dodecyl-9-phosphabicyclo-(4Al )-nonan-3,4,7, 8-tetracarbonsäure, 9-n-Dodecyl-9-phosphabicyclo-(33,l )-nonan-2,3,6,7-tetracarbonsäure, 9-n-Octyl-9-phosphabicyclo-
iü (4,2,l)-nonan-3,4,7,8-tetracarbonsäure, 9-n-Octyl-9-phosphabicyclo-(33,l)-nonan-23,6,7-tetracarbonsäure.
Vorzugsweise wendet man 0,1 bis 2 Gewichtsprozent der genannten Katalysatoren, berechnet als Katalysatormetall, bezogen auf die Menge an eingesetzten
π olefinisch ungesättigten Verbindungen an. Besonders vorteilhaft haben sich Mengen von 0,2 bis 1 Gewichtsprozent erwiesen. Es ist möglich, die Katalysatoren vor der Oxoreaktion gesondert herzustellen oder die Ausgangsstoffe für die Katalysatoren getrennt oder teilweise vorgebildet der Reaktion zuzuführen. Man kann z. B. die Ester der Phosphin-Carbonsäuren bzw. die freien Carbonsäuren selbst einsetzen und durch diese Zugabe stöchiometrischer Laugemengen in der Reaktionszone in das gewünschte Salz überführen. Der Katalysator bildet sich dann von selbst unter den Reaktionsbedingungen.
Das Verfahren nach der Erfindung führt man beispielsweise aus, indem man in ein senkrecht stehendes Hochdruckrohr von unten im angegebenen
jo Verhältnis Olefine, ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff und Katalysator der beschriebenen Zusammensetzung und gegebenenfalls zusammen mit einem geeigneten Lösungsmittel zuführt und unter den angegebenen Druck- und Temperaturbedingungen die Umsetzung durchführt.
Das Reaktionsgemisch wird nach dem Entspannen durch Destillation von den nichtflüchtigen und thermisch stabilen Katalysatoren getrennt, die in der Sumpfflüssigkeit bleiben und wieder als Katalysatoren verwendet werden können.
Die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Aldehyde und Alkohole eignen sich zur Erzeugung von Lösungsmitteln und Weichmachern Für Polymere, ferner zur Herstellung von Waschmitteln.
Die in folgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Sie verhalten sich zu den Raumteilen wie Kilogramm zu Liter.
Beispiel 1
Ein Hochdruckgefäß von 1700 Raumteilen Inhalt wird mit 100 Teilen Butanol und 100 Teilen Octen beschickt, und dann ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff im Volumenverhältnis 1 :1 aufgepreßt.
Anschließend wird auf 1800C erhitzt, wobei darauf geachtet wird, daß der Enddruck 80 atü beträgt. Durch eine Schleuse werden 5,1 Teile Kobaltäthylhexanoat gelöst in 46 Teilen Octen und 8,4 Teile 10-Carboxydecyldimethylphosphin in 46 Teile Butanol als Kaliumsalz
bo zugesetzt. Während der Reaktion wird der Druck durch Nachpressen des Gasgemisches fortlaufend auf 80 atü eingestellt. Nach 2 Stunden werden Proben gezogen und gaschromatographisch untersucht. 25,2% des eingesetzten Octens sind unverändert. Ferner sind enthalten 2,7% Octan, 6,9% Isononanol, 53,0% n-Nonanol, 2,7% Isononanal sowie 9,6% n-Nonanal (jeweils bezogen auf Summe Cg/Cg-Produkte). Der Anteil an geradkettigen Produkten beträgt insgesamt 87%.
Beispiel 2
Man verfährt wie im Beispiel 1 beschrieben, verwendet jedoch 9,2 Teile 10-Carboxydecyldiäthylphosphin als Kaliumsalz. Nach 2 Stunden Reaktionsdauer sind 39,5% des Octens nicht umgesetzt. Ferner sind enthalten 4,0% Octan, 4,2% Isononanol, 36,6% n-Nonanol, 3,3% 'sononanal sowie 12,4% n-Nonanal. Der Normalanteil beträgt 87%.
Beispiel 3
Man verfährt wie im Beispiel 1 beschrieben, verwendet jedoch 11,8 Teile 0-Carboxyäthyl, J3-Carbäthoxyäthyldodecylphosphin als Kaliumsalz. Nach 2 Stunden Reaktionsdauer sind 38,9% Octen nicht umgesetzt. Ferner sind enthalten 4,2% Octan, 6,1% Isononanol, 35,4% n-Nonanol, 3,3% Isononanal sowie 12,0% n-Nonanal. Der Normalanteil beträgt 83%.
Die hervorragenden Eigenschaften der Katalysatoren gemäß der Erfindung seien an folgenden Vergleichsbeispielen demonstriert.
Beispiele 4mit6
In ein Hochdruckgefäß mit 500 Raumteilen Inhalt dosiert man von unten stündlich 80 cm3 Octen-1, in dem 0,3% Kobalt als 2-Äthylhexanoat gelöst sind, sowie 12 bis 13 cm3 Methanol, in dem jeweils so viel Phosphin gelöst ist, daß das Verhältnis von Kobalt zu Phosphor wie 1 :2 beträgt. Die Umsetzung wird unter einem Druck von 80 atü eines Gasgemisches aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff im Volumenverhältnis 1 :2 sowie einer Temperatur von 2300C durchgeführt. Man hält eine Verweilzeit von 2,5 Stunden ein.
Die Art des mitverwendeten Phosphine sowie die Höhe des Umsatzes an Octen und die Menge des nicht zersetzten Katalysators sind aus folgender Tabelle zu entnehmen.
Bei- Phosphin Octen Kobalt
spiel nicht um gehalt des
Reak
gesetzt tions-
% produkts
4 Tris-n-butylphosphin 11,5 0,05
5 Natriumsalz des 10-Carb- 8,7 0,21
oxydecyldiäthylphosphins
6 Natriumsalz des 10-Carb- 6,4 0,21
oxydecyldimethyl-
phosphins
Beispiel 7
Ein Hochdruckgefäß von 1600 Raumzellen Inhalt wird mit 100 Teilen Butanol, 108 Teilen Propylen, 2,67 Teilen 10-Carboxydecyldimethylphosphin, 1,74 Teilen Kaliumhydroxid sowie 0,62 Teilen Kobalt in Form von Dikobaltoctacarbonyl beschickt und dann ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff im Volurnenverhältnis 1 :1 aufgepreßt Anschließend wird auf 180° C erhitzt. Während der Reaktion wird der Druck durch Nachpressen des Gasgemisches fortlaufend auf 80 atü eingestellt. Nach 6 Stunden wir das Hochdruckgefäß abgekühlt und das Reaktionsgemisch entspannt Nach Entfernen von nicht umgesetztem Propylen enthält das erhaltene Oxoprodukt 53 Gewichtsprozent Isobutyraldehyd, 5,3 Gewichtsprozent n-Butyraldehyd, 5,9 Gewichtsprozent Isobutanol, 22,4 Ge.wichtsprozent n-Butanol, 24,0 Gewichtsprozent 2-Äthylhexanal, 32,4 Gewichtsprozent 2-Äthylhexenal sowie 2,5 Gewichtsprozent 2-Äthylhexanol.
Beispiel 8
Ein Hochdruckgefäß von 1600 Raumteilen Inhalt wird mit 100 Teilen Butanol, 1053 Teilen Propylen, 2,8 Teilen lü-Carboxydecyldimethylphosphin, 0,58 Teilen Kaliumhydroxid sowie 0,62 Teilen Kobalt als Dikobaltoctacarbonyl beschickt und dann ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff im Volumenverhältnis 2 :1 aufgepreßt. Anschließend wird auf 180° C erhitzt und während der Reaktion der Druck durch Nachpressen des Gasgemisches fortlaufend auf 80 atü eingestellt. Nach 5 Stunden wird das Hochdruckgefäß abgekühlt und das Reaktionsgemisch entspannt Nach Entfernen von nicht umgesetztem Propylen erhält man 135,9 Teile Oxoprodukte, die nach gaschromatographischer Analyse 4,9 Gewichtsprozent Isobutyraldehyd, 11,4 Gewichtsprozent n-Butyraldehyd, 7,9 Gewichtsprozent Isobutanol, 40,4 Gewichtsprozent n-Butanol, 15,7 Gewichtsprozent 2-Äthylhexanal, 14,2 Gewichtsprozent 2-Äthylhexenai sowie 2,8 Gewichtsprozent 2-Äthylhexanol enthalten.
Beispiel 9
Ein Hochdruckgefäß von 1700 Raumteilen Inhalt wird mit 350 Teilen Octen, 13,7 Teilen 9-(10-Carboxydecyl)-9-phosphabicyclononan und 0,4 Teilen Natriumhydroxid, gelöst in 20 Teilen Wasser, beschickt. Anschließend wird unter guter Durchmischung ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff im Volumenverhältnis 1 :2 aufgepreßt und auf 190° C erhitzt Der Druck wird auf 80 atü eingestellt. Dann dosiert man 2,4 Teilen Dicobaltoctacarbonyl gelöst in 50 Teilen Octen zu. Während der Reaktion wird der Druck durch Nachpressen des genannten Gasgemisches fortlaufend auf 80 atü aufrechterhalten. Nach 2 Stunden werden Proben entnommen und gaschromatographisch untersucht. Das Reaktionsgemisch enthält 12,1 Gewichtsprozent nicht umgesetztes Octen, 11,1 Gewichtsprozent Octan, 1,2 Gewichtsprozent n-Nononal, 9,3 Gewichtsprozent Isononanol und 663 Gewichtsprozent n-Nonanol. Der Anteil an geradkettigen Hydroformulierungs-
produkten beträgt 88%.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Aldehyden und Alkoholen nach dem Oxoverfahren durch Umsetzen von olefinisch ungesättigten Verbindungen mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff unter erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck in Gegenwart von Carbonylkomplexen von Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems, die durch trisubstituierte organische Phosphine modifiziert sind, sowie in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalisalzen von Carbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man trisubstituierte organische Phosphine als Modifizierungsmittel verwendet, die eine oder mehrere Carbonsäuregruppen enthalten, wobei mindestens eine Carbonsäuregruppe in Form ihres Alkali- oder Erdalkalisalzes vorliegt
DE19691955828 1969-11-06 1969-11-06 Verfahren zur Herstellung von Alkoholen und Aldehyden Expired DE1955828C2 (de)

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