DE19536503C2 - Rad eines Fahrwerks einer Mähmaschine und Rasenmäher - Google Patents

Rad eines Fahrwerks einer Mähmaschine und Rasenmäher

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    • A01D65/00Grain-crop lifters
    • A01D65/08Guard attachments for the wheels

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rad nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie einen Rasenmäher nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 2.
Bei Rasenmähern oder Mähmaschinen mit eigenem Fahrwerk besteht generell das Problem, daß das zu schneidende Gras durch die Räder und insbesondere die Vorder­ räder des Fahrwerks niedergebogen oder umgeknickt wird. Dieses flachliegende Gras kann anschließend von der Mäheinrichtung entweder gar nicht oder nur unvollkommen geschnitten werden.
Aus der DE 93 14 016 U1 ist ein Rasenmäher bekannt, an dem ein Astheber in Form eines Seitenbleches befestigt ist. Das Seitenblech weist ein keilförmiges Kopfteil auf und erstreckt sich in etwa über die gesamte Länge des Rasenmähers. Zum sicheren Anhe­ ben von Ästen vor dem Rasenmäher reicht das Kopfteil des Seitenbleches weit zur Längsachse des Rasenmähers und in die Mähspur hinein. Durch die im zugedachte Funktion, bis auf den Boden herabhängende Äste anzuheben und über den Rasenmä­ her zu führen, ist das Blech sehr nahe über dem Boden angebracht, wodurch das Gras auch im Bereich der Mähspur umgebogen wird und vom Schneidwerk daher nur unzu­ länglich geschnitten werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Rad und einen Ra­ senmäher der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß der Anteil des durch die Fahrwerksräder umgelegten Grases reduziert wird und das Gras aus der Radspur gebogen wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Pa­ tentanspruches 1 und des Patentanspruches 2 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Das Mähergebnis ist gegenüber herkömmlichen Rasenmähern verbessert, wobei unter­ schiedliche Möglichkeiten genutzt werden können, um möglichst wenig Gras in den Be­ reich der Radlauffläche gelangen zu lassen oder um niedergebogenes Gras vor dem Schnitt wieder aufzurichten. Die Grasleiteinrichtung, die das zu mähende Gras aus der Radspur direkt vor den Rädern herausbiegt oder herauslenkt, kann unterschiedliche Leit- oder Führungselemente aufweisen, wobei die Grasleiteinrichtung zweckmäßiger­ weise ein Grasleitblech aufweist, das im Bereich eines Rades angebracht ist. Die hier beschriebenen Maßnahmen können generell an einem, mehreren oder allen Rädern eines Rasenmähers oder einer Mähmaschine vorgesehen sein, wobei die Anzahl der Räder entsprechend dem Grundaufbau des Rasenmähers bzw. der Mähmaschine beliebig sein kann.
Das Grasleitblech bildet eine in Fahrtrichtung des Mähers schräge Fläche direkt vor einem Rad, die bis knapp über den Boden reicht und das Gras aus der Radspur heraus und vorzugsweise zum Mähwerk hinlenkt. Das Grasleitblech ist zweckmäßigerweise entweder am Chassis des Rasenmähers oder an der Radachse angebracht. Bei höhenverstellbaren Rädern hat dies den Vorteil, daß das das Grasleitblech stets den gleichen Bodenabstand einhält. Andernfalls kann eine eigene Höhenverstellung für das Grasleitblech vorgesehen sein.
Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Einrichtung umfaßt die Gestaltung der Räder des Rasenmähers. Anstatt Räder mit breiten Laufflächen zum Minimieren des Flächendruckes auf den Boden bzw. das Gras zu verwenden, sieht die Erfindung vor, daß Räder mit deutlich reduzierter Breite der Radlaufflächen verwendet werden, die dennoch eine ausreichende Fahrfähigkeit auf dem Boden gewährleisten. Zweckmäßigerweise enthält der Radkörper einen zentralen Abschnitt, der sich direkt von der Radlauffläche oder von einem radial einwärts versetzten Ansatz in axialer Richtung zum Chassis hin radial verjüngt, wobei der Abschnitt kegelmantelförmig oder mit ähnlicher Kurvenkontur versehen sein kann. Durch die sich radial verjüngende Mantelfläche werden die aufrecht stehenden Grashalme in Richtung zum Mähwerk bzw. der Mähspur gelenkt und können somit besser geschnitten werden.
Zweckmäßigerweise können die hinteren Räder eine vergrößerte Radlaufflächenbreite aufweisen und durch entsprechende Gewichtsverteilung bei der konstruktivem Auslegung die Hauptlast des Rasenmähers tragen. Sie sind innerhalb der Mähspur angeordnet, so daß sie bei Vorwärtsfahrt auf dem gemähten Streifen abrollen. Die vorderen Räder können bei reduzierter Achslast folglich mit deutlich reduzierter Laufflächenbreite ausgestattet sein, so daß sie möglichst wenig von dem zu mähenden Gras beim Überrollen niederbiegen oder umknicken.
Die Erfindung betrifft auch ein Rad eines Fahrwerks einer Mähmaschine, das einen Radkörper mit kegelartigem, zu einem Chassis der Mähmaschine oder allgemein zu einer Mähspur gerichteten Abschnitt aufweist, der in der oben beschriebenen Art und Weise als Grasleiteinrichtung dient.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 in Draufsicht in schematischer Darstellung einen Rasenmäher gemäß der Erfindung;
Fig. 2 in Vorderansicht den erfindungsgemäßen Rasenmäher;
Fig. 3 eine Ansicht des Rasenmähers entsprechend Fig. 1 mit einer Grasleiteinrichtung; und
Fig. 4 in Seitenansicht den Bereich eines Vorderrades mit der Grasleiteinrichtung.
Ein Handrasenmäher mit Motorantrieb weist ein Chassis 1 mit einem Fahrwerk mit zwei Vorderrädern 2, 3 und zwei Hinterrädern 4, 5 auf. Jedes Rad enthält einen Radkörper, der an seinem Außenumfang eine Radlauffläche 6 mit gegenüber vergleichbaren Rasenmähern deutlich reduzierter Breite und einen sich von der Radlauffläche 6 kegelartig zum Chassis 1 hin radial verjüngenden Abschnitt 7 aufweist, der zur Drehachse 8 jedes Rades in etwa rotationssymmetrisch ist. Der Abschnitt 7 mit sich verjüngendem Durchmesser kann statt der dargestellten Kegelform mit im Achslängsschnitt linearer Mantellinie auch eine Rotationskörperform mit z. B. konkaver oder konvexer Kurvenform der Mantellinie aufweisen.
Durch die Mantelfläche des Abschnitts 7 wird bei einer Fahrbewegung des Rasenmähers das Gras im Bereich des kegelartigen Abschnitts 7 des Rades einwärts in Richtung der Mähspur der Mäheinrichtung gebogen (siehe Fig. 2).
Dieses Einwärtsbiegen wird unterstützt durch eine Biegung des Grases durch einen durch das Mähwerk erzeugten Luftsog.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist am Rasenmäher für jedes der Vorderräder 2, 3 ein Grasleitblech 9 angebracht (siehe Fig. 3), das das Gras aus der Radspur der Vorderräder 2, 3 herausbiegt. Das Grasleitblech 9 ist mit einer Halterung 10 fest an dem Chassis 1 befestigt und enthält eine spitzwinklig zulaufende Leitspitze 11 vor dem Rad 2, 3 mit geringem Abstand vom Boden. Zusätzlich kann jeweils ein Grasleitblech 9 hinter den Hinterrädern angebracht sein (nicht dargestellt), um beim Rückwärtsfahren des Rasenmähers in ungemähtem Gras ebenso eine Grasleitfunktion bereitzustellen. Wenn die Hinterräder 4, 5 in der Mähspur eines Mähwerkes 12 (schematisch als ein strichliert gezeichnetes Schneidmesser dargestellt) laufen, ist vor den Hinterrädern kein Leitblech erforderlich.
Wenn der Rasenmäher eine Höhenverstelleinrichtung aufweist, mit der die Räder bezüglich dem Chassis 1 zum Einstellen der Schnitthöhe höheneinstellbar sind, so können die Grasleitbleche 9 ebenso höheneinstellbar angebracht sein, indem sie z. B. mit der Höhenverstelleinrichtung gekoppelt sind.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (nicht dargestellt) ist das Grasleitblech an der Achse des Rades befestigt, so daß es mit der Achse bzw. dem Rad höhenverstellt werden kann, wenn eine Höhenverstelleinrichtung vorgesehen ist.

Claims (6)

1. Rad eines Fahrwerks einer Mähmaschine, insbesondere eines Handrasenmä­ hers, dadurch gekennzeichnet, daß sich seitlich an der Radlauffläche (6) zur Mähspur hin ein kegelartiger Abschnitt anschließt, dessen Durchmesser in Rad­ achsrichtung von der Radlauffläche zur Mähspur hin abnimmt.
2. Rasenmäher mit Fahrwerk, insbesondere mit einem Rad nach Anspruch 1, da­ durch gekennzeichnet, daß eine Grasleiteinrichtung mit zumindest einem Gras­ leitblech (9) in Fahrtrichtung vor einem Fahrwerksrad (2, 3, 4, 5) angeordnet ist und das zu mähende Gras aus der Radspur zumindest teilweise zum Mähwerk (12) lenkt.
3. Rasenmäher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Leitspitze (11) des Grasleitblechs (9) im wesentlichen mittig vor der Radlauffläche (6) angeord­ net ist.
4. Rasenmäher nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gras­ leitblech (9) an der Radachse angeordnet ist.
5. Rasenmäher nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gras­ leichtblech (9) am Chassis (1) des Rasenmähers angebracht ist.
6. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Grasleitblech (9) höhenverstellbar ist.
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