DE1952012B2 - Biotechnisches verfahren zur herstellung alkalischer protease - Google Patents
Biotechnisches verfahren zur herstellung alkalischer proteaseInfo
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Description
setzt. Die pH-Aktivitätskurven der F i g. 2 wurden nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhalten,
jedoch wurde der entsprechende pH-Wert mit Hilfe eines Puffers eingestellt.
Die Enzy:naktivität wird also hinsichtlich der Wirkung des Enzyms gegenüber Kasein bestimmt.
Wenn das Kasein durch das Enzym auf die vorstehend beschriebene Weise hydrolysiert wird, wird neben
den anderen Aminosäuren eine bestimmte Menge Tyrosin in Freiheit gesetzt. Diese Menge an gebildetem
Tyrosin ist ein Maß für die Enzymaktivität. Sie läßt sich leicht mit einer bestimmten Menge an reinem
Tyrosin an Hand der UV-Absorption vergleichen. So hat 2. B. Tyrosin eine spezifische Absorption bei
275 ιτιμ. Die Differenz zwischen der Absorption des
Testmaterials und der Kontrollprobe im Vergleich n\ einer bekannten Menge an Tyrosin, _. B. ίύγ, bei
dieser Wellenlänge ist dann ein Maß für die Aktivität des Enzyms.
In der nachstehenden Tabelle 1 sind fünf typische Proben von gereinigter Protease von verschiedenen
Bacillus subtilis-Stämmen hinsichtlich pH- und Temperaturoptimum,
pH-Stabilität und Beständigkeit gegenüber verschiedenen Inhibitoren miteinander verglicher.
Die neutrale Protease I und die alkalische Protease ! wurden aus Kulturflüssigkeit von Bacillus
subtiüs var. amyloliquefaciens Fukumoto isoliert und gereinigt. Die neutrale Protease II und die alkalische
Protease Ii wurden aus Kulturflüssigkeit von Bacillus subtilis var. amylosacchariticus Fukumoto isoliert
ίο und gereinigt. Die alkalische Protease 111 wurde unter
Einsatz der vier obengenannten ATCC-Stämme von Bacillus subtilis erhalten. Aus der Tabelle geht hervor,
daß die alkalische Protease ill gegenüber ionischen oder nicht ionischen grenzflächenaktiven Verbindungen
überraschend stabil ist. Dies ist bei den angegebenen neutralen und alkalischen f.oteasen nicht der Fall.
Es liegt auf der Hand, daß die fü. Waschmittel zu verwendenden Enzyme gegenüber grenzflächenaktiven
Verbindungen beständig sein müssen und unter alkalischen Bedingungen eine hohe Aktivität und
Stabilität aufweisen sollen.
A. Vergleich der Eigenschaften von Proteasen, die von verschiedenen Stämmen von Bacillus subtilis erzeugt wurden
Neutrale Protease
I H
I H
Alkalische Protease
I II I
I II I
ill
pH-Optimum
■pH-Stabilitätsbereich
Temperaturoptimum (15 Minuten Um-
setzune), CC
Wärmebeständigkeit (in Gegenwart von
Calciumionen), 0C
(5,8 bis 7,3 6 bis 9,5
55 50
7,0
6 bis 10
6 bis 10
52
50
10,3 bis 10,7
5,5 bis 10,8
5,5 bis 10,8
55
50
10,3 bis L0,7
5,5 bis 10,8
5,5 bis 10,8
55
50
10,5 bis 11,0 5,5 bis 11,2
55
50
B. Einfluß verschiedener Inhibitoren:
Relative Restaktivität *) nach 1 stündiger Inkubation
bei pH 7,5 und 300C
Neutrale
Protease
Protease
1 I Il ! 1
i Alkalische Protease
π I in
ÄDTA (5-10'm)
DFP(2,5 · 10-4m)..
DFP(2,5 · 10-4m)..
PPI (0,05%)
CuSO., (5 · 10 3 m)
HgCl, (5 · ΙΟ-3 m)
HgCl, (5 · ΙΟ-3 m)
Tw (0,5%)
Tr (0,5%)
NLS (0,2%)
BKCL (0,2%) ....
ABS (5-10-3ITi)...
ABS (5-10-3ITi)...
| 0 | 0 | 98 | 98 |
| 100 | 100 | 40 | 55 |
| 100 | 100 | 14 | 18 |
| 5 | 15 | 75 | 98 |
| 3 | 8 | 12 | 17 |
| 85 | 90 | 100 | 100 |
| 92 | 94 | 96 | 98 |
| 0 | 0 | 59 | 0 |
| 0 | 0 | 42 | 38 |
| 0 | 0 | 40 | 30 |
90 40 100 98 93 67 70
·) Relative Restaktivität: Jede ursprüngliche Enzymlösung
wurde auf eine Konzentration von 100 Einheiten/ml mit kaltem
Wasser verdünnt und 1 Stunde auf 30° C erwärmt. Diese Kon-Irollösungen
haben die Aktivität 100.
ÄDTA = Äthylendiamintp'raessigsäure.
DFP = Diisopropylfluorphosphat.
PPI = Protease-lnhihitor aus Kartoffeln.
NLS — Natriumlaurylsulfat.
BKCL -- Bcnzalkoniumchlorid (Gemisch aus Alkyldimethylbcnzylammoniumchloriden
der allgemeinen Formel Cr,Hr,CH2N(CH3)jRCI, in der R einen Alkylrest mit
8 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet).
ABS =- Alkylbenzolsulfonat.
Tw -- Polyoxyäthylensorbitanmonolaurat.
Tr = Isooctylphenylpolyäthoxyalkohol.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Bacillus subtilis-Stämme wachsen im Gegensatz zu
den anderen Stämmen sehr gut in einem Nährmedium, dem Natriumlaurylsulfat in einer Endkonzentration
von 0,15% einverleibt wurde, und können die gleiche Menge an Protease bilden, unabhängig davon, ob das
Nährmedium Natriumlaurylsulfat enthält oder nicht.
Das Verfahren der Erfindung mit den obengenannten
vier ATCC-StämiTien von Bacillus subtilis kann entweder
in einem flüssigen oder festen Nährmediiim durchgeführt werden. Ein flüssiges Nährmedium wird
im allgemeinen bevorzugt, und in diesem Fall wird die Züchtung entweder durch Schütteln oder Belüften
durchgeführt.
Das Näh.medium enthält eine Kohlenstoffquelle, eine Stickstoffquelle und andere, für den jeweils
eingesetzten Stamm notwendige Nährstoffe in solcher Form, daß sie von Bacillus subtiüs assimiliert werden
können. Beispiele für geeignete Kohlenstoffquellen sind Kohlenhydrate, wie Stärke, Dextrin, Rohrzucker,
Lactose, Maltose, Glucose, Fructose, Melasse und Abfälle, die bei der Verzuckerung von Holz
entstehen. Geeignete Stickstoffquellen sind Ammoniumsalze, Harnstoff, Pepton, Fleischextrakt, säurehydrolysiertes
Kasein, Maisquellflüssigkeit, Sojabohnenmehl, Kasein und Weizenkleie. Als Fermentationsbeschleuniger
können z. B. noch Hefeexlrakt, Trockenhefe und Vitamine zugesetzt werden. Ferner können anorganische
Salze, wie Phosphate, Magnesiumsalze, Calciumsalze, Kaliumsalze, Natriumsalze, Eisensalze,
Mangansalze oder Zinksalze einzeln oder im Gemisch
zugesetzt werden. Die optimale Fermentationstempera- alkalischen Protease ein, und sn. erreichte nach
tür liegt bei etwa 25 bis 40° C, der optimale pH Bereich 50 Stunden ein Maximum (13 000 Einheiten/ml),
der Fermentation bei 5,5 bis 8,5, und die Züchtung Während der Züchtung stieg der pH-Wert von 7,0
wird im allgemeinen etwa 20 bis 72 Stunden lang auf 8,0. Neben der alkalischen Protease enthielt das
durchgeführt. 5 Medium eine geringe Amylase (0,5 bis 1,0 Einheiten/ml)
Die nach dem Verfahren der Erfindung erzeugte sowie Spuren von Hemicellulase, jedoch keine neutrale
alkalische Protease kann durch Zusatz organischer Protease oder Cellulase.
Lösungsmittel, wie Aceton und/oder Äthanol, in Nach beendeter Züchtung wurden 101 des Fermen-
Mengen von etwa 50 bis 65 Volumprozenten oder durch tationsansatzes durch Zusatz eines wasserlöslichen
Aussalzen z. B. mit Ammoniumsulfat, Natriumsulfat, io Calciumsalzes auf eine Endkonzentration von 0,05mo-
Calciumchlorid oder Natriumchlorid in Mengen von larem Calciumsalz und mit lnormaler Natronlauge
etwa 40 bis 70 Gewichts-Volumprozenten ausgefällt auf pH 8,0 eingestellt. Die erhaltene Fällung wurde
und konzentriert werden. Bei der Züchtung auf festen abzentrifugiert. Das Filtrat wurde zur Entfernung
Nährboden wird das Lösungsmittel oder Salz zu einei geringen Menge von schleimigen Stoffen mit
einem wäßrigen Extrakt gegeben. Bei der Züchtung 15 Benzalkoniumchlorid (s. Fußnoten Tabelle I) bis zu
in einem flüssigen Nährmedium wird das Lösungs- einer Endkonzentration von 0,2% versetzt. Nach
mittel oder Salz dem Kulturfiltrat einverleibt. Die 2stündigem Stehen wurde die erhaltene Fällung
Protease läßt sich leicht nach herkömmlichen Metho- abfiltriert. Aus dem Filtrat wurde durch Zugabe
den reinigen, z. B. durch Adsorption und Desorption von Ammoniumsulfat bis zu einer Endkonzentration
oder durch Behandlung an Ionenaustauschern. ao von 70% Sättigung die alkalische Protease ausgefällt.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Nach 15stündigem Stehen in der Kälte wurde die
erhalten*. Fällung abzentrifugiert und getrocknet.
Beispiel 1 Nach teilweiser Reinigung durch Aussalzen wurden
Ein Anzuchtmedium wurde folgendermaßen zube- etwa 500 g Enzym mit einer Aktivität von 200 000 Einreitet
(alle Prozentangaben in Gewichtsprozent): 45 heiten/g erhalten.
Bacillus subtüis ATCC 21 415 wurde 2 Tage bei 35°C „ ·.:_,-»
unter Schütteln in einem flüssigen Nährmedium Beispiel*
vorgezüchtet, das 5% mit Alkali extrahiertem Soja- Es wurde Bacillus subtiüs ATCC 21 416 verwendet, bohnenkuchen, 3 % Dextrin, 1 % Ammoniumphos- Eine gemäß Beispiel 1 erhaltene Anzuchtkultur wurde phat, 0,03% KCl und 0,02% MgSO4 · 7 H2O enthielt. 30 entsprechend einer Inoculationsmenge von 10 Volum-Anschließend wurde diese Anzuchtkultur auf einer prozent in 500 ml fassende Flaschen überimpft, die Schüttelmaschine mit einer Amplitude von 8 cm und je 50 ml des nachstehend genannten Nährmediums 120 bis 180 UpM bei 37 0C weiter gezü:htet. Es wurden enthielten. Die Züchtung wurde 40 Stunden gemäß jeweils 50 ml Medium je eine 500 ml fassende Sakagu- Beispiel 1 durchgeführt. Die Aktivität der alkalischen chiflasche verwendet. 35 Protease im flüssigen Nährmedium erreichte 10 000 Ein-
Bacillus subtüis ATCC 21 415 wurde 2 Tage bei 35°C „ ·.:_,-»
unter Schütteln in einem flüssigen Nährmedium Beispiel*
vorgezüchtet, das 5% mit Alkali extrahiertem Soja- Es wurde Bacillus subtiüs ATCC 21 416 verwendet, bohnenkuchen, 3 % Dextrin, 1 % Ammoniumphos- Eine gemäß Beispiel 1 erhaltene Anzuchtkultur wurde phat, 0,03% KCl und 0,02% MgSO4 · 7 H2O enthielt. 30 entsprechend einer Inoculationsmenge von 10 Volum-Anschließend wurde diese Anzuchtkultur auf einer prozent in 500 ml fassende Flaschen überimpft, die Schüttelmaschine mit einer Amplitude von 8 cm und je 50 ml des nachstehend genannten Nährmediums 120 bis 180 UpM bei 37 0C weiter gezü:htet. Es wurden enthielten. Die Züchtung wurde 40 Stunden gemäß jeweils 50 ml Medium je eine 500 ml fassende Sakagu- Beispiel 1 durchgeführt. Die Aktivität der alkalischen chiflasche verwendet. 35 Protease im flüssigen Nährmedium erreichte 10 000 Ein-
Nach etwa 20 Stunden setzte die Bildung der heiten/ml.
Zusammensetzung des Nährmediums:
Glucose 1%
Lösliche Stärke 5%
Sojabohnenmehl 1 %
Ammoniumphosphat 0,5 %
MgSO4 · 7 H4O (pH 7,0) 0,05%
Die Kulturbrühe wurde mit Calciumchlorid auf Beispiel 4
eine Endkonzentration von 0,05molarer und mit 50 Beispiel 2 wurde wiederholt, jedoch wurde Bacillus
1 normaler Natronlauge auf einen pH-Wert von 8,0 subtiüs ATCC 21 418 verwendet. Die Aktivität der
eingestellt Die erhaltene Fällung wurde abzentri- alkalischen Protease erreichte nach 40 Stunden
fugiert, das Filtrat auf a°c abgekühlt, mit 2 Volum- 7000 Einheiten/ml,
teilen kaltem Aceton versetzt und 4 Stunden in der .
teilen kaltem Aceton versetzt und 4 Stunden in der .
Kälte stehengelassen. Die Fällung wurde abzentrifu- 55 Vergleichsversuche
giert, zweimal mit kaltem Aceton gewaschen und Die Versuche wurden unter Verwendung des im
unter vermindertem Druck getrocknet. Es wurde ein Beispiel 1 beschriebenen ."Jährmediums bei einer
gelbstichigbraun gefärbtes Pulver erhalten. Die Aus- Fermentationstemperatur von 30° C und einer Fermenbeute
betrug 88%, und die spezifische Aktivität tationsdauer von 50 Stunden durchgeführt, mit der
(Proteaseeinheiten/mg Protein) stieg um das Dreifache 60 Ausnahme von Streptomyces moderatus NRRL-3150,
an. der wegen seines langsamen Wachstums 120 Stunden
gezüchtet wurde. Die Fermentation erfolgte in einem
Beispiel 3 250 ml fassenden konischen Kolben mit 30 ml Nähr
medium auf einer Rotationsschüttelmasciune.
Beispiel 2 wurde wiederholt, jedoch wurde Bacillus 65 Die Proteaseaktrvität der so erhaltenes Kultursubtilis
ATCC 21 417 verwendet Die Aktivität der brühen wurde, wie vorstehend beschrieben, bestimmt
alkalischen Protease erreichte nach 40 Stunden Fer- Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle II
mentation 8000 Einheiten/ml. zusammengestellt
| Stamm | Litcraturslcllc | Protcasc- akliviiät. Einheiten ml |
| Serratia sp. ATCC 21 074 Candida lipolytica ATCC 16 617 Pseudomonas aeruginosa IFO 3446 Arthrobacter ureafaciens ATCC 7562 Streptomyces moderatus NRRL-3150 Cytophaga NCIB 9497 Bacillus subtilis ATCC 21 415 ATCC 21 416 ATCC 21 417 ATCC 21 418 |
französische Patentschrift 1 533 993 französische Patentschrift 1 491 343 britische Patentschrift 967 848 USA.-Patentschrift 3 345 269 USA.-Patentschrift 3 331 751 USA.-Patentschrift 3 330 738 gemäß Beispiel 1 gemäß Beispiel 2 gemäß Beispiel 3 gemäß Beispiel 4 |
700 335 40 60 25 kein Wachstum 13 000 10 000 8000 7000 |
Aus der Tabelle II ist ersichtlich, daß unter Verwendung der im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzender
Stämme von Bacillus subtilis weit höhere Proteaseaktivitäten erhalten werden als mit den bekannten Stämmer
der Tabelle II.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1 2
Patentanspruch· zur Herstellung alkalischer Protease mit einem
pH-Optimum von 10,5 bis 11,0, einem Stabilitäts-Verfahren zur Herstellung alkalischer Protease bereich von 5,5 bis 11,2 und einem Temperaturmit
einem pH-Optimum von 10,5 bis 11,0, einem optimum von 550C, das dadurch gekennzeichnet ist,
Stabilitätsbereich von 5,5 bis 11,2 und einem 5 daß man Bacillus subtilis ATCC 21415, Bacillus
Temperaturoptimum von 550C, d a d u r c h ge- subtilis ATCC 21 416, Bacillus subtilis ATCC 21 417
kennzeichnet, daß man Gacillus subtilis oder Bacillus subtilis ATCC 21 418 in einem flüssigen
ATCC 21415, Bacillus subtilis ATCC 21416, oder festen Nährmedium züchtet.
Bacillus subtilis ATCC 21417 oder Bacillus Untersuchungen der Bildung von Protease durch subtilis ATCC 21418 in einem iVissigen oder io Bacillus subtilis haben ergeben, daß verschiedene festen Nährmedium züchtet. Stäiiime von Bacillus subtilis Protease mit erheblich
Bacillus subtilis ATCC 21417 oder Bacillus Untersuchungen der Bildung von Protease durch subtilis ATCC 21418 in einem iVissigen oder io Bacillus subtilis haben ergeben, daß verschiedene festen Nährmedium züchtet. Stäiiime von Bacillus subtilis Protease mit erheblich
verschiedenen Eigenschaften bilden können (vgl.
Agricultural and Biological Chemistry, Bd. 30 [1966],
S. 651 bis 658, S. 856 bis 862, S. 1164 bis 1169 und
Die Irfindung tx'rifft ein biotechnisches Verfahren 15 S. 1261 bis 1268, und Bd. 31 [1967], S. 330 bis 335
7ur Herstellung alkalischer Protease. und S. 718 bis 723). Spätere Untersuchungen ergaben
Bekanntlich wird der größte Teil der gegenwärtig das überraschende Ergebnis, daß die mit Hilfe der
verfügbaren Proteaseenzyme bakterieller Herkunft obengenannten vier ATCC-Stämme von Bacillus
durch Züchtung von Stämmen von Bacillus subtilis subtilis erzeugte alkalische Protease eine hohe Beerhalten.
Der größte Teil diese; Protease fällt als 20 ständigkeit gegenüber allen Typen von grenzflächen-Nebenprodukt
bei der Amylaseproduktion an. Zahl- aktiven Verbindungen zeigt.
reiche Stämme von Bacillus subtilis bilden sowohl Wie aus F i g. 1 und 2 hervorgeht, können die
neutrale als auch alkalische Protease. Da die neutrale Stämme von Bacillus subtilis in vier Typen unterteilt
Protease ein instabiles Enzym ist, wird lediglich die werden, die sich durch ihre Proteasebildung unteralkalische Protease in der Lebensmittelindustrie, in der 25 scheiden. Der erste Typ gehört zu den amylasebilden-Gerberei
und der Textilindustrie verwendet. Seit einigen den Stämmen von Bacillus subtilis. Diese Stämme
Jahren sind enzymatisch aktiv ε Was Vimittel mit einem zeigen eine ausgeprägte Neigung zur Bildung neutraler
Gehalt an alkalischer Proteas? auf dem Markt. Protease, und sie können alkalische Protease erst auf
Im allgemeinen bilden Proteine η t grenzflächen- einer späteren Stufe der Züchtung bilden, wobei die
aktiven Verbindungen Komplexe. So bildet z. B. 3° neutrale Protease allmählich verschwindet (vgl. F i g.
Invertase und durch Bakterien erzeugte x-Amylase 1-1 und F i g. 2-1). Unter diesen Umständen ist die
kristalline Komplexe mit grenzflächenaktiven Ver- sich ansammelnde Menge an alkalischer Protease
bindungen, ohne daß ihre enzymatische Aktivität verhältnismäßig gering. Der zweite Typ kann gleichverlorengeht.
Unter Ausnutzung dieser Eigenschaft zeitig alkalische und neutrale Krctease bilden. In
wurde ein Verfahren zur Herstellung eines sehr 35 diesem Fall ti let nach verhältnismäßig kurzer Zeit eine
reinen, wirksamen Enzyms entwickelt (vgl. N e g ο r o, Abnahme der enzymatischen Aktivität auf, da sich
J.Biochem. (Tokyo), Bd. 32 [1960], S. 306 bis 327). beide Proteasen gegenseitig beeinflussen (vgl. F i g. 1-11
Es ist ferner bekannt, daß die Wärmebeständigkeit und Fig. 2-II). Der dritte Typ von Bacillus subtilis
von Enzymen durch Kombination mit grenzflächen- kann lediglich alkalische Protease bilden. Infolge des
aktiven Verbindungen unter bestimmten Bedingungen 40 Fehlens einer Wechselwirkung zwischen zwei ververbessert
werden kann (vgl. japanische Patentschrift schiedenen Proteasen kann sich in diesem Fall eine
483 896). Es ist ferner möglich, grenzflächenaktive beträchtliche Menge an alkalischer Protease ansam-Verbindungen
zur Reinigung von Enzymen zu ver- mein. Dies trifft auf die vier obengenannten ATCC-wenden,
indem man sie unter Bedingungen kombiniert, Stämme von Bacillus subtilis, die im Verfahren der
bei denen lediglich das unreine Protein ausgefällt 45 Erfindung verwendet werden, zu (vgl. Fig. 1-ΙΠ und
wird. Im Gegensatz zu anderen Enzymen verliert F i g. 2-1II). Stämme von Bacillus subtilis des vierten
jedoch Protease im allgenif' 'n ihre enzymatische Typs bilden lediglich neutrale Protease (vgl. F i g. 1-1V
Aktivität, wenn sie mit ioni- :n grenzflächenaktiven und F i g. 2-IV).
Verbindungen in Berührung ommt. Die Proteaseaktivität wurde folgendermaßen be-
Es ist bekannt, alkalische rotease durch Züchten 5° stimmt: 5 ml einer 0,6°/0igen Kaseinlösung wurden
bestimmter Stämm^ von Candida lipolytica (franzö- bei 30cC mit 1 ml Enzymlösung versetzt. Nach 10 Mi-
sische Patentschrift 1 491 343), Serratia (französische nuten wird die Umsetzung durch Zusatz von 5 ml einer
Patentschrift 1 533 9ιβ;, Pseudomonos aeruginosa Lösung abgestoppt, die in einem Gesamtvolumen
(britische Patentschrift 967 848), Cytophaga (USA.- von 1000 ml 36 ml einer 5ü°/oigen (Gewicht/Volumen)
Patentschrift 3 330 738), Streptomyces moderatus 55 Trichloressigsäurelösung, 220 ml einer lmolaren Na-
(USA.-Patentschrift 3 331 751) und Arthrobacter urea- triumacetatlösung und 330 ml einer lmolaren Essig-
faciens (USA.-Patentschrift 3 345 269) herzustellen. säurelösung enthält. Das nicht umgesetzte Kasein
Bei diesen Verfahren werden jedoch nur realtiv wurde so ausgefällt und die erhaltene Fällung mit
niedrige Ausbeuten an alkalischer Protease erhalten. einem Filterpapier bestimmter Porengröße abfiltriert.
Ziel der Erfindung war es daher, ein mit hohen 60 Die optische Dichte des Filtrats wurde bei 275 ιτιμ
Ausbeuten verlaufendes Verfahren zur Herstellung gegen eine Substrat-Kontrollösung bestimmt. Die
einer alkalischen Protease zu schaffen. Sie sollte ferner Kontroilösung wurde durch Zugabe von 5 ml der
im Hinblick auf die bekannte Verwendung sehr stabil Trichloressigsäure enthaltenden Lösung zu 1 ml der
sein, ihre enzymatische Aktivität in Gegenwart der Enzymlösung, anschließende Zugabe des Kaseins und
vcschiedensten Arten von grenzflächenaktiven Ver- 65 lOminutiges Inkubieren bei 30cC hergestellt. Die
biiidungen beibehalten und bei erhöhte,· Temperatur Einheit der Enzymaktivität ist definiert als diejenige
und hohen alkalischen pH-Werten aktiv sein. Menge an Enzym, die trichloressigsäurelösliche Stoffe
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren entsprechend 10y Tyrosin in 10 Minuten in Freiheit
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP7818968 | 1968-10-25 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE1952012C3 DE1952012C3 (de) | 1974-01-24 |
Family
ID=13655017
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691952012 Expired DE1952012C3 (de) | 1968-10-25 | 1969-10-15 | Biotechnisches Verfahren zur Herstellung alkalischer Protease |
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Families Citing this family (2)
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| DE102009034465A1 (de) | 2009-07-22 | 2011-02-03 | Betatec Hopfenprodukte Gmbh | Fermentationshilfsmittel sowie Fermentationsverfahren |
-
1969
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- 1969-10-24 IT IT5380569A patent/IT941535B/it active
- 1969-10-25 GB GB5048469A patent/GB1292319A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |