DE19508989A1 - Fahrzeug mit einem verstaubaren Dach und Windschutz - Google Patents

Fahrzeug mit einem verstaubaren Dach und Windschutz

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60JWINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
    • B60J7/00Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs
    • B60J7/22Wind deflectors for open roofs
    • B60J7/223Wind deflectors for open roofs specially adapted for convertible cars

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeug mit einem verstaubaren Dach nach dem Oberbegriff des Patentanspru­ ches 1.
Ein bekanntes derartiges Fahrzeug (DE 43 11 240 C1) um­ faßt zwei gelenkig miteinander verbundene und mit einem Netz bespannte Rahmen, die zusammengeklappt von der Un­ terseite eines Verdeckkastendeckels nach vorne geschwenkt werden können, worauf dann der Windschutz-Rahmen nach oben klappbar ist. Dies macht es erforderlich, zum Auf­ richten des Windschutzes vorher den Verdeckkastendeckel anzuheben, damit die beiden Rahmen genügend Raum zum Nachvorneschwenken haben. Dies verkompliziert den Bewe­ gungsablauf.
Es ist ferner bekannt (DE 39 35 630 A1), an einem Ver­ deckkastendeckel einen Abdeckrahmen so anzulenken, daß er um eine vordere Querachse nach oben schwenkbar ist. Zwi­ schen dem Abdeckrahmen und dem Verdeckkastendeckel kann ein faltbares oder aufrollbares Flächengebilde angeordnet sein, das nach einem gewissen Anheben des Abdeckrahmens den Windschutz bildet. Diese Art eines Windschutzes wirkt voluminös und vermittelt in Wirkstellung des Windschutzes den Eindruck eines Cabriolets, bei dem das Verdeck ober­ halb der Brüstungshöhe abgelegt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug mit einem verstaubaren Dach und einem Windschutz nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 zu schaffen, bei dem mit einfachem und daher unter Umständen auch leichter automatisierbarem Bewegungsablauf der Windschutz in seine Wirkstellung und auch wieder zurück verlagerbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die auf der Oberseite des Deckels angeordnete Klappe kann von dem zur Abdeckung des Aufnahmeraums für das Dach vor­ gesehenen Deckel nach vorne geklappt werden, ohne daß der Deckel hierzu entriegelt und angehoben werden braucht. In der Ruhestellung ist der eigentliche Windschutz unterhalb der Klappe geschützt angeordnet. Beim Verschwenken der Klappe etwa um 180° nach vorne kommt der Windschutz dann oberhalb der geschwenkten Klappe zu liegen. Er könnte, wenn dies bauraummäßig möglich ist, dabei schon fest nach oben ragen. Für eine raumsparende Bauweise ist es aber zweckmäßig, den Windschutz an der Klappe schwenkbar zu lagern und ihn aus einer an der Klappe anliegenden Ru­ helage in eine von der Klappe zumindest annähernd lot­ recht nach oben abstehende Wirkstellung zu verschwenken.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Klappe U- förmig und an den freien Schenkeln schwenkbar mit dem Deckel verbunden, wobei ferner mit dem Quersteg der Klappe das freie Ende einer flexiblen Abdeckung verbunden ist, die von einer im Bereich des Deckel-Querstegs gela­ gerten Wickelrolle gegen Federwirkung abrollbar ist. Mit einer derart angeordneten und betätigbaren Abdeckung ge­ lingt es besonders einfach, bei einem viersitzigen Ca­ briolet auch den Raum hinter den vorderen Sitzen etwa in Brüstungshöhe zumindest so weit zu verschließen, daß im unteren Bereich der Vordersitze keine störenden Zuger­ scheinungen auftreten. Die störenden Zugerscheinungen im Bereich der Schultern und des Kopfes der auf den Vorder­ sitzen sitzenden Personen werden durch den eigentlichen Windschutz reduziert.
Der neue Windschutz ist sowohl für Fahrzeuge verwendbar, die feste, klappbare und auf diese Weise absenkbare Dach­ teile haben, als auch für Fahrzeuge, die mit einem falt­ baren Verdeck versehen sind. In beiden Fällen ist an dem Deckel, der entweder die abgesenkten Dachteile oder das abgesenkte Faltverdeck verdeckt, auf der Oberseite die Klappe schwenkbar angeordnet, die den Windschutz auf­ weist.
Die Erfindung ist im folgenden anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläu­ tert. Es zeigen
Fig. 1 eine Schrägansicht auf den hinteren Teilbereich eines viersitzigen Cabriolets;
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, jedoch mit einem in Wirkstellung befindlichen Wind­ schutz;
Fig. 4 bis Fig. 6 den Fig. 1 bis 3 entsprechende Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels.
Das in Fig. 1 der Zeichnung mit seinem heckseitigen Teil­ bereich dargestellte viersitzige Cabriolet umfaßt einen Deckel 1, der in Draufsicht U-förmig gestaltet ist und in seinem hinteren Bereich, wie üblich, um eine etwa in Brü­ stungshöhe liegende Querachse so weit nach oben schwenk­ bar ist, daß aus dem von dem Deckel 1 verschlossenen Auf­ nahmeraum 2 ein nicht näher dargestelltes Faltverdeck herausklappbar ist. Das Cabriolet umfaßt einen Windschutz 3, der in Fig. 3 in seiner Arbeitsstellung dargestellt ist, in der er über die Brüstung 4 im Bereich hinter den vorderen Sitzen 5 so weit nach oben gerichtet ist, daß der bei vielen Cabriolets auftretende vom hinteren Fahr­ zeugbereich zu den vorderen Sitzen 5 strömende Wind weit­ gehend abgeschottet wird.
Der Windschutz 3 ist an einer Klappe 6 angeordnet, die aus ihrer in den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Ruhelage, in der sie annähernd parallel und im wesentlichen ober­ halb des Deckels 1 liegt, um eine Querachse 7 gegenüber dem Deckel 1 um etwa 180° in ihre in Fig. 3 gezeigte Ar­ beitsstellung schwenkbar ist, in der der Windschutz 3 von der Klappe 6 nach oben absteht.
Wie man erkennt, ist der Windschutz 3 um eine quer ver­ laufende Schwenkachse 7 relativ zur Klappe 6 schwenkbar. In der Ruhelage (Fig. 2) liegt der Windschutz 3 im we­ sentlichen parallel zur Klappe 6. In der Wirkstellung ge­ mäß Fig. 3 ist der Windschutz 3 relativ zur Ebene der Klappe 6 um etwa 90° geschwenkt und befindet sich damit in einer weitgehend aufrechten Position. Sowohl das Ver­ schwenken der Klappe 6 aus der in Fig. 1 ersichtlichen Ruhestellung in die in Fig. 3 ersichtliche Arbeitsstel­ lung des Windschottes als auch das Verschwenken des Wind­ schutzes 3 gegenüber der Klappe 6 können motorisch, ggf. beides über den Klappenantrieb, erfolgen. Der Deckel 1 ist in Draufsicht im wesentlichen U-förmig mit in Fahrtrichtung nach vorne gerichteten Schenkeln 9. Die Klappe 6 ist ebenfalls U-förmig ausgebildet und weist Klappenschenkel 10 auf, die in Ruhestellung (Fig. 1) gleichermaßen nach vorne verlaufen. Die Enden der Klap­ penschenkel sind schwenkbar um die Querachse 7 im Bereich der Enden der Schenkel 9 des Deckels 1 gelagert. Die Klappe 6 kann auf diese Weise aus der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Position, in der sie oberhalb des Deckels 1 liegt, in die in Fig. 3 gezeigte Position verschwenkt werden, in der sie mit ihrem Quersteg 11 in Brüstungshöhe bis weitgehend zur Lehne des vorderen Sitzes 5 reicht.
Mit dem Quersteg 11 der Klappe 6 ist das freie Ende einer flexiblen Abdeckung 12 verbunden, die gegen Federwirkung von einer im Bereich des Deckelquersteges 13 gelagerten Wickelrolle 14 abrollbar ist. Die Abdeckung 12 kann dabei über Zugbänder oder -seile mit der Wickelrolle 14 verbun­ den sein. Am freien Ende der Abdeckung 12 ist zweckmäßig eine stabförmige Versteifung 15 vorgesehen, die über Zwi­ schenglieder 16 mit der Klappe 6 verbunden ist.
An dem Quersteg 13 des Deckels 1 ist ein nach oben offe­ ner Aufnahmeraum 17 für die Wickelrolle 14, den Quersteg 11 der Klappe 6 und den Windschutz 3 vorgesehen. Ferner weist der Aufnahmeraum 17 eine zur Wickelachse der Wickelrolle 14 parallele Führungsleiste 18 für die flexi­ ble Abdeckung 12 auf.
Der an der Klappe 6 gelagerte Windschutz 3 umfaßt einen äußeren Rahmen 19, in dem ein zumindest teilweise durch­ sichtiges Material 20 aufgespannt ist.
Nach den Fig. 1 bis 3 hat das Fahrzeug für die hinte­ ren Sitze 21 absenkbare Kopfstützen 22, die abgesenkt un­ terhalb der Höhe der Brüstung 4 liegen. Beim Aufrichten des Windschutzes 3, bei dem auch die Abdeckung 12 heraus­ gezogen wird, sind die Kopfstützen 22 bis etwa unterhalb der Höhe der Brüstung 4 abgesenkt.
Ist das Cabriolet mit einem über die Brüstungshöhe 4 nach oben verlagerbaren Überrollbügel 23 ausgerüstet, so ist die Abdeckung 12 mit entsprechend angeordneten Durchbre­ chungen 24 für den Durchtritt des Überrollbügels 23 ver­ sehen. Die Durchbrechungen 24 sind mit einer Einfassung versehen und kommen bei ausgezogener Abdeckung 12 in eine in Draufsicht mit dem Überrollbügel 23 weitgehend deckungsgleiche Position.
In den Fig. 3 bis 6 ist ein etwas abgeändertes Ausfüh­ rungsbeispiel gezeigt, das sich von dem Ausführungsbei­ spiel nach den Fig. 1 bis 3 im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß die Kopfstützen 25 für die hinteren Sitze anders ausgebildet und angeordnet sind. Im übrigen sind für das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 bis 6 die zuvor gebrauchten Bezugszeichen verwendet.
Die Kopfstützen 25 für die hinteren Sitze 21 sind an der Klappe 6 angeordnet, und zwar in Ruhestellung der Klappe 6 (Fig. 4 und 5), an deren Oberseite 26. die er­ strecken sich von dort nach vorne bis in den Bereich oberhalb der Rückenlehne des hinteren Sitzes 21. Die Kopfstützen 25 weisen in diesem Fall Aussparungen 27 für den ungehinderten Durchtritt des im Fall eines Über­ schlags ausfahrbaren Überrollbügels 23 auf. Die Kopf­ stütze 25, die an der Klappe 6 fest angeordnet ist, wird beim Aufrichten des Windschutzes mit der Klappe 6 um die Querachse 7 verschwenkt und gelangt dann, wie in Fig. 6 erkennbar, in eine von der Klappe 6 nach unten in den Raum zwischen dem hinteren Sitz 21 und dem vorderen Sitz 5.

Claims (14)

1. Fahrzeug mit einem verstaubaren Dach, insbesondere Cabriolet, mit einem Deckel, der etwa in Brüstungs­ höhe um eine Querachse schwenkbar ist und einen Auf­ nahmeraum für das Dach oben verschließt, ferner mit einem Windschutz, der an dem Deckel so gelagert ist, daß er aus einer in Ruhestellung im Deckel aufgenom­ menen Lage in eine zumindest teilweise über die Brü­ stung nach oben gerichtete Arbeitsstellung verlager­ bar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Windschutz (3) an einer Klappe (6) angeordnet ist, die aus ihrer Ruhe­ stellung, in der sie annähernd parallel und im we­ sentlichen oberhalb des Deckels (1) liegt, um eine Querachse (7) gegenüber dem Deckel (1) um etwa 180° in ihre Arbeitsstellung schwenkbar ist, in der der Windschutz von der Klappe (6) nach oben absteht.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Windschutz (3) um eine quer verlaufende Schwenkachse (7) relativ zur Klappe (6) schwenkbar ist.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (6) und/oder der Windschutz (3) motorisch verstellbar ist.
4. Fahrzeug nach Anspruch 1, mit einem in Draufsicht U-förmigen Deckel, dessen Schenkel in Fahrtrichtung nach vorne gerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (6) ebenfalls U-förmig ausgebildet ist und in Ruhestellung nach vorne verlaufende Klappenschenkel (10) aufweist, de­ ren Enden schwenkbar im Bereich der Enden der Schen­ kel (9) des Deckels (1) gelagert sind.
5. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Quersteg (11) der Klappe (6) das freie Ende einer flexiblen Ab­ deckung (12) verbunden ist, die von einer im Bereich des Deckel-Quersteges (13) gelagerten Wickelrolle (14) gegen Federwirkung abrollbar ist.
6. Fahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (12) über Zugbänder oder -seile mit der Wickelrolle (14) ver­ bunden ist.
7. Fahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Quersteg (13) des Deckels (1) ein nach oben offener Aufnahmeraum (17) für die Wickelrolle, den Quersteg (11) der Klappe (6) und den Windschutz (3) vorgesehen ist.
8. Fahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Aufnahmeraum (17) eine zur Wickelachse der Wickelrolle (14) parallele Führungsleiste (18) für die flexible Abdeckung (12) vorgesehen ist.
9. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Klappe (6) gelagerte Windschutz (3) einen äußeren Rahmen (19) umfaßt, in dem ein zumindest teilweise durchsichti­ ges Material (20) aufgespannt ist.
10. Fahrzeug nach den Ansprüchen 3 und 5, mit absenkba­ ren Kopfstützen für die hinteren Sitze, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufrichten des Windschutzes die Kopfstützen (22) bis etwa unterhalb die Brüstungshöhe absenkbar sind.
11. Fahrzeug nach Anspruch 5, mit wenigstens einem über die Brüstungshöhe nach oben verlagerbaren Überroll­ bügel, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (12) mit entsprechend angeordneten Durchbrechungen (24) für den Durchtritt des Überrollbügels (23) versehen ist.
12. Fahrzeug nach Anspruch 1, mit Kopfstützen für die hinteren Sitze, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfstützen (25) an der Klappe (6) angeordnet sind.
13. Fahrzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfstützen (25) in Ruhestellung der Klappe (6) an deren Oberseite (26) angeordnet sind und sich von dort nach vorne bis in den Bereich oberhalb der Rückenlehne eines hinteren Sitzes (21) erstrecken.
14. Fahrzeug nach den Ansprüchen 11 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfstützen (25) Aussparungen (27) für den Durchtritt eines Überroll­ bügels (23) aufweisen.
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