DE1949865C - Abschirmvorrichtung fur Offnungen in Gebäuden od dgl - Google Patents

Abschirmvorrichtung fur Offnungen in Gebäuden od dgl

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DE1949865C
DE1949865C DE1949865C DE 1949865 C DE1949865 C DE 1949865C DE 1949865 C DE1949865 C DE 1949865C
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English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Original Assignee
Schneider & Co, 5020 Frechen
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Abschirmvorrichtung für Öffnungen in Gebäuden ad. dgl aus mindestens zwei zueinander im wesentlichen parallelen, mit Abstand zueinander angeordneten Scheiben aus durchsichtigem Material und einer zwischen die :i Scheiben einbringbaren, die Durchsichtigkeit beeinflussenden Flüssigkeit, bei der die Flüssigkeit mittels einer Pumpe od. dgl aus einem Behälter in den Raum zwischen den Scheiben gedrückt oder aus diesem Raum herausgesaugt werden kann,
Bei einer, insbesondere für die Abdunkelung von Flugzeugkabinen gedachten, bekannten Abschirmvorrichtung wird mit Hilfe eines in einem Fachwerkrahmen für die Verglasung angeordneten Leistungssystems farbige Flüssigkeit in den Raum zwischen die zwei Scheiben ihres Einzelfensters gepumpt (USA.-Patentschrift 2 439 553).
Bekannt ist es auch, in den Raum zwischen zwei Scheiben über einen Ventilumschaltblock aus einem ven mehreren Far bflüssigkeitsbehäl tern jeweils die ao gewünschte farbige Flüssigkeit mit Hilfe einer Vakuumpumpe einziehen zu lassen (USA.-Patentschrift 3 368 862).
Bei beiden bekannten Einrichtungen wird also eine farbige, das Licht mehr oder weniger stark, gegebenenfalls auch selektiv, absorbierende Flüssigkeit dazu verwendet, die Durchsichtigkeit der Abschirmanordnung !U verringern oder weitgehend zum Verschwinden zu bringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Durchsichtigkeit der Abschirma.iordnung unter nahezu völliger Aufrechterhaltung dis Lichtdurchgangs weitgehend herabzusetzen.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß mindestens eine der Scheiben auf der dem Raum zwischen den Scheiben zugewandten Oberfläche ihre Durchsichtigkeit herabsetzende Unebenheiten aufweist und daß die Flüssigkeit einen Bre chungsindex besitzt, der annähernd dem des Scheibenmaterials entspricht.
Ist die Flüssigkeit in weiterer Ausbildung der Erfindung wasserklar, so wird die erfindungsgemäße Anordnung beim Entleeren des Zwischenraums zwischen den Scheiben von der Flüssigkeit eine Trübung aufweisen, die durch die in der einen Scheibe vorgesehenen Unebenheiten verursacht wird.
Die Flüssigkeit kann in weiterer Ausbildung der Erfindung auch einen farbigen Bestandteil enthalten oder selbst farbig sein, so daß dann die getrübte Anordnung durch das Einpumpen der Flüssigkeit nicht nur durchsichtig wird, sondern auch noch bestimmte Farben aus dem Lichtspektrum ausfiltert.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Anordnung ist darin zu sehen, daß eine der Scheiben auf der dem Raum zwischen den Scheiben SS abgewandten Seite verspiegelt ist. Dabei lassen sich etfe vorher erwähnten Merkmale hinsichtlich der zum
BmMIl ΜΠηΜΒΟνι rwMtgltm BhCIi Ufer VVTWIrK*
lichen. Men erhalt demit einen ntehf oder weniger stark verdunkelten Spiegel, der durch das Einpumpen ·» der FMtoigkeit zum Vorschein kommt. Die Vorrichtung zur Forderung der Flüssigkeit
MHHi PPS BVev ΒΗνΦν WwjvBVvBvPBB^el W Vf^PBj WH» BPBFVivvffBF · Wvfifwf
beispielsweise Kotbenpumpe, Zahnradpumpe od. dgl., sem, die die FMtosigJteit in einen Vorratsbehälter for· ·»
WfI β^Ρ>»ν· BvVw VWVPV V^PeWvPvrvvPSvtt BVw RBVVvVV V*vVB BfBfBJV VVWwVV
mn eine einfeche Luftpumpe handeln, die den Ftessig· kteeJter unter Druck tu vermag, te defl die Flüssigkeit durch geeignete Öffnungen in den die Scheiben umgebenden Rahmen zwischen die Scheiben eindringen kann b^w, den Zwischenraum zwischen den Scheiben bei entsprechender Umschaltung der Pumpen wieder verläßt.
Die erfindungsgemäße Abschirmvorrichtung läßt sich mit besonderem Vorteil als Verdunkelungsfenster verwenden. In diesem Falle werden die Scheiben wie die üblichen Doppelglasscheiben, die mit Hilfe eines Bleistegs miteinander verbunden sind, in einen Fensterrahmen eingesetzt. Dieser Fensterrahmen ist zweckmäßig ein Hohlrahmen, der in seinem unteren Bereich den Vorratsbehälter für die Flüssigkeit bildet, in den die Doppelscheiben eintauchen. Der Rahmen ist dann hälftig geteilt, wobei in einer der Trennwände eine Pumpe sitzt, die aus dem anderen Rahmenteil Luft in den Vorratsbehälter für die Flüssigkeit fördert und damit den Flüssigkeitsspiegel zwischen den Scheiben langsam anhebt. Die verdrängte Luft wird oben durch entsprechende Öffnungen oder Spalte von der Pumpe abgesaugt. Man erhält somit ein geschlossenes System, das sich durch Einbau einer einfachen Pumipe immer wieder verdunkeln bzw. aufhellen läßt.
Insbesondere für die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung als verdunkelbare Doppelscheibe sind an die verwendeten Flüssigkeiten aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen einige Bedingungen zu stellen:
1. Die Flüssigkeit sollte gegen Temperatureinflüsse beständig sein. Für normale mitteleuropäische Wohnungsbedingungen muß dafür ihre Erstarrungstemperatur etwa —25°C betragen, während ihre Siedetemperatur weit über 1000C liegen sollte. Di« Dampfdruck-Temperatur-Kurve müßte für normale Bedingungen bis zu 1000C niedrig verlaufen, so daß der D^ntpfdruck der Flüssigkeit im geschlossenen System möglichst niedrig liegt. Außerdem darf sich die Flüssigkeit beim Erwärmen nicht zersetzen.
2. Die Flüssigkeit sollte gegen Licht- und linsbesondere UV-Strahlungseinfluß stabil sein oder wenigstens stabilisiert werden können.
3. Die Flüssigkeit sollte weitgehend geruchlos sein, damit aus dem System austretende Flüssigkeitsspuren die Umgebung nicht belästigen.
4. Die Flüssigkeit sollte ferner gesundheitlich unbedenklich sein, so daß beispielsweise b«i Scheibenbruch keine unmittelbare Vergiftungsgefahr durch Einatmen der Dämpfe der Flüssigkeit besteht.
5. Die Flüssigkeit sollte zweckmäßig mit ähnlichen Flüssigkeiten mischbar sein, damit durch Mischen der Brechungsindex genau eingeregelt werden kann.
6. Die Flüssigkeit sollte eine mogfcbst niedrige Zähigkeit aufwehen, damit sie rasch in den Vorratsbehälter aus den Scheiben zurücklaufen kenn und der Scheibenabetand nicht zu grofl· gewählt werden muß. Wird nemNch der Scheibenabstaad nicht richtig an die Zähigkeit der Flüsigkeit angepaBt, so kenn es sein, deB die Fl&ssigkeit nicht mehr volblinditablaufl und Flüssiglritsiweto en den Scheiben
zwischen
7. Die Flüssigkeit mu0 die ScbeibenobenMk'hen vom kommen benetzen. Ihre OberMchemng sei so niedrig wie mogüch «ein.
8, Pie Flüssigkeit darf keine stabilen Schäume bilden,
9, Die Flüssigkeit darf mit dem Scheibenmaterial nicht reagieren oder sich durch seinen katalytischen Einfluß chemisch zersetzen.
10, Die Flüssigkeit sollte entweder unbrennbar oder mindestens schwer entzündbar sein. Insbesondere bei Verwendung in öffentlichen Gebäuden sollte sie sogar als Löschflüssigkeit wirken können.
Bei Versuchen wurde festgestellt, daß den eben aufgezählten Bedingung·, am besten halogenierte aliphatisch^ sowie halogenierte zyklische Kohlenwasserstoffe und zyklische Amine gerecht werden.
Da durch die Erfindungsgemäße Vorrichtung auch ein völlig geschlossenes System realisierbar ist, stören die Flüssigkeitsdämpfe die Außenumgebung nur dann, wenn es zu Undichtigkeiten in diesem System kommt. Diese Undichtigkeiten können durch geeignete, im
Rahmen des fachmännischen Könnens liegende Maßnahmen vermieden werden,
Die folgende Tabelle zeigt einige Flüssigkeiten und bewertet ihre Verwendbarkeit entsprechend den obengenannten Bedingungen. Es sind absichtlich auch
to weniger geeignete Flüssigkeiten in die Tabelle eingeordnet.
Als farbige Flüssigkeit kann man Dimethylanilin verwenden, das einen bräunlichen Farbton zeigt und in seinem Verhalten in etwa dem Dibenzylamin cntspricht.
Tabelle
Flüssigkeit 1 2 , 3 +
+
+
+
+
+
+
4 Bed
5
ingung
6
7 8 +
-j-
+
+
+
+
+
+
10 Eignung
Abietinsäure-Äthylester ..
Acetonitril
Allyhenföl
Chlorbenzol
Tetrachloräthylen
1,1,2,2-Tetrabrompropan
l-Chlomaphthalin
Dibenzylamin
+'
+
+
+
+
+
+
I + I I. + + + + + + + + + 11 + +
+
+
+
+
+
+
ί + + + +1 + 1 +
+
+
+
+
_
+
+
+
+
+
+
+
+
t-
+
+
gering
gering
gering
bedingt brauchbar
gut
gut
gut
gut
Als Beispiel sei folgende Anordnung erwähnt:
Aus -wei Glasscheiben wird eine Doppelscheibe Irrgestellt, wobei die Glasscheiben in einem flüssigkeitsdichten Rahmen eingesetzt werden. Eine der Glasscheiben ist auf der nach innen weisenden Seite fein gerippt und deswegen praktisch undurchsichtig. Die Brechungszahl des Glases beträgt N/d = 1,52.
Der Zwischenraum zwischen den Glasscheiben wird mit einer Mischung von Tetrachloräthylen mit 1,1,2,2-Tetrabrompropan im Volumenverhältnis von 100:7,45 gefüllt. Nach der Füllung verschwinden die Glasrippen vollständig, und man erreicht eine perfekte Durchsichtigkeit. Pumpt man die Flüssigkeit aus dem Zwischenraum ab, so wird die Vorrichtung wieder undurchsichtig.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel für den Erfindungsgegenstand in seiner Anwendung auf ein Fenster. Dabei zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung die Vorrichtung, wobei die vordere Wand des Rahmens entfernt ist, und
F i g. 2 pinen Schnitt längs der Linie H-II der F i g. 1.
Man erkennt aus der Zeichnung einen Rahmen 1, der als Kastenrahmen ausgebildet ist, wie F i g. 2 zeigt. In den Rahmen sind die Olesscheiben 2,3 ein· gekittet, die miteinander l&ngs ihrer seitlichen Ränder durch Stege 4, S miteinander verbunden »ind. Unten taucht dieses Scheibenpaar in den als Vorratsbehälter for die Flüssigkeit 6 ausgebildeten Rahmenteil. Der Rahmen weist ihn in zwei Räume unterteilende Quer· wände?,8 auf. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sitzt in der Trennwand 8 eine schematise!) angedeutete Pumpe 9, die fiber einen flüssigkeit»· und gas· dichten Stopfen 10 mit einem Kabel ti verbunden ist, das zu einer nicht gezeichneten Stromquelle fuhrt.
Pumpt die Pumpe 9 in Richtung der voll ausgezogenen Pfeile, so wird die im oberen Rahmenteil befindliche Luft in den unteren Rahmenteil übergeführt und verdrängt die dort stehende Flüssigkeit 6 in den Raum zwischen den Scheiben 2, 3, so daß ein in strichpunktierten Linien angedeuteter Flüssigkeitsspiegel langsam nach oben steigt. Arbeitet die Pumpe im umgekehrten Sinn, so bewegt sich die Luft in Richtung der gestrichelten Pfeile, und der strichpunktiert angedeutete Flüssigkeitsspiegel fällt wieder nach unten ab. Da eine der Scheiben 2 oder 3 — gegebenenfalls auch beide — auf der Innenseite mit einer Riffelung oder einem anderen Muster versehen ist, die sie undurchsichtig macht, wird bei fehlender Flüssigkeit zwischen den Scheiben 2, 3 die Vorrichtung wegen dieser Unebenheiten undurchsichtig sein. Entsprechend dem aufsteigenden, strichpunktierten Flüssigkeits-
So spiegel wird sie durchsichtig werden, weil wegen der annähernden Identität des Brechungsindex der Flüssigkeit mit dem Brechungsindex des Scheibenmaterials die Streuung der durchgehenden Strahlen verschwindet.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Abschirmvorrichtung für öffnungen in Gebäuden od. dgl. aus mindestens zwei zueinander im wesentlichen parallelen, mit Abstand zueinander
    βο angeordneten Scheiben aus durchsichtigem Ma* terial und einer zwischen die Scheiben einbrtngbareii, die Durchsichtigkeit beeinflussenden Flüssigkeit, bei der die Flüssigkeit mittels einer Pumpe od. dgl. aus einem Behälter in den Raum zwischen
    •s den Scheiben gedrückt oder aus diesem Raum herausgesaugt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Scheiben (2, 3) auf der dem Raum zwischen den
    i 949
    Scheiben zugewandten Oberfläche ihn Durchsichtigkeit herabsetzende Unebenheiten aufweist und daß dft FlUsstgkirtt (β) einen Brechungsindex besitzt, der annähernd dem des Seheitmnmateftals entspricht. S
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß die Flüssigkeit wasserktar ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge» kennzeichnet, daß die Flüssigkeit einen farbigen Bestandteil enthalf oder selbst farbig ist. te
    4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Scheiben auf der dem Raum zwischen den Scheiben abgewandten Seite verspiegelt ist.
    5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden is
    Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, 4a0 die Scheiben (2, $) eine in einen Fenraen (I) eingesetzte Doppelscheibe bilden,
    9. Verrichtung nach einem der vrerghenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (1, 3) an den Beiden SeitenrSndem mit· einander fitosigketadteht verbunden sind, daß eines der nicht verbundenen Rendpaare in ein Flüssigkeitsbad (6) eintaucht, weiches sich in einem die Scheibe umgebenden Hohlrahmen (1) befindet, daß der Hohlrahmen die Scheiben unter Abdichtung mit den Scheibenaußenflfichen umgibt und durch Querwände (7,8) in zwei Hohlräume unter« teilt ist und daß wenigstens in einer Querwand (8) eine Pumpe (9) angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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