DE194825C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE194825C DE194825C DENDAT194825D DE194825DA DE194825C DE 194825 C DE194825 C DE 194825C DE NDAT194825 D DENDAT194825 D DE NDAT194825D DE 194825D A DE194825D A DE 194825DA DE 194825 C DE194825 C DE 194825C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tube
- spinning
- tubes
- sulphurous acid
- outer tube
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000009987 spinning Methods 0.000 claims description 11
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 7
- 229910000746 Structural steel Inorganic materials 0.000 claims description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 3
- 229920002955 Art silk Polymers 0.000 claims description 2
- 230000013011 mating Effects 0.000 claims 1
- CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N Acetone Chemical compound CC(C)=O CSCPPACGZOOCGX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 16
- LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N Sulfurous acid Chemical compound OS(O)=O LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 13
- QGJOPFRUJISHPQ-UHFFFAOYSA-N Carbon disulfide Chemical compound S=C=S QGJOPFRUJISHPQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 3
- RTZKZFJDLAIYFH-UHFFFAOYSA-N Diethyl ether Chemical compound CCOCC RTZKZFJDLAIYFH-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000000020 Nitrocellulose Substances 0.000 description 2
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 2
- 235000000396 iron Nutrition 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 229920001220 nitrocellulos Polymers 0.000 description 2
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000007689 inspection Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 230000029058 respiratory gaseous exchange Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
- D01D5/04—Dry spinning methods
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 194825 -KLASSE 29«. GRUPPE
Für die Herstellung künstlicher Seide verwendet man Nitrozellulose, die, in einer geeigneten
Flüssigkeit gelöst, eine viskose Flüssigkeit bildet, welche man in einen seidenähnlichen
Faden überführt. Man kann hierbei als Lösungsmittel reines Aceton oder Aceton mit schwefliger Säure (D. R. P. 171639)
verwenden. Bei dem letzteren Verfahren befindet sich der aus der Spinnvorrichtung heraustretende
Faden in einer Atmosphäre von Schwefligsäuregas, welches den Faden weich und glänzend'macht und Acetondämpfe mit
sich führt, wodurch eine Wiedergewinnung dieses Lösungsmittels ermöglicht ist.
Die Vorrichtung, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung darstellt, ist zur
Ausführung des gekennzeichneten Verfahrens bestimmt, um eine Sammlung der Mischung
der Dämpfe von Aceton und schwefliger Säure zu gestatten und die Arbeiter vor der
Berührung mit den für die Atmung schädlichen Gasen zu schützen. Die Vorrichtung sieht für. jede Spinnöffnung ein geschlossenes
Rohr vor, in welchem sich ein Strom schwefliger Säure befindet, der in dem für die Bewegung
des Fadens entgegengesetzten Sinne läuft. Alle erwähnten Röhren sind an ein allgemeines Zuleitungsrohr für schweflige
Säure angegliedert. Nach dem Durchgange durch diese Röhren sammeln sich die schweflige
Säure und die" Acetondämpfe in einem Sammler, welcher die Gase und Dämpfe an
eine passende Stelle führt, bevor die Abscheidung des Acetons vorgenommen wird.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt. Fig. 2 ist eine Ansicht einer der Röhren für
schweflige Säure. Fig. 3 ist eine Oberansicht der äußeren Röhre. Fig. 4 ist ein Schnitt
nach der Linie 4 von Fig. 2. Fig. 5 ist eine Ansicht des inneren Rohres von oben. Fig. 6
ist ein senkrechter Schnitt des unteren Teiles der Röhre, welche über einer Spinnvorrichtung,
die nicht dargestellt ist, angeordnet ist. Fig. 7 zeigt einen Teil der Anordnung der
Röhren für den Umlauf der schwefligen Säure. Fig. 8 zeigt die Einzelheit des Hahnes
in der letzterwähnten Einrichtung.
Fig. 3, 4, 5, 6 und 8 sind in größerem Maßstabe gekennzeichnet als die anderen Figuren.
Die Vorrichtung wird von senkrechten Stützen A getragen, auf welchen Arme B, C, D
befestigt sind. Der Arm B trägt die Leitung E, durch welche das schwefligsaure Gas
eintritt. Der Arm C trägt das Ausgangsrohr F für die schweflige Säure, welche bereits
umgelaufen ist, und den Acetondampf, der mitgerissen ist. D trägt die Leitung G,
durch welche die Lösung von Nitrozellulose in Aceton eintritt. Die Leitung G ist mit
senkrechten Spinnröhren α versehen, die einen Hahn b besitzen.
Auf jeder Spinnröhre ist ein Rohr angeordnet, welches aus zwei konzentrischen
Röhren zusammengesetzt ist, dem inneren Rohre c und dem äußeren Rohre d. Das
äußere Rohr d ist fest, das innere Rohr c kann im äußeren Rohre d mittels des Handgriffes
e gedreht werden. Die beiden Rohre c und d haben einen senkrechten Spalt k nach
ihrer ganzen Länge, so daß, wenn diese Spalte zusammenfallen (s. Fig. 4), der Faden ergriffen
werden kann, wenn er aus der Spinnvorrichtung auszutreten beginnt, um ihn in die ganze
Höhe des Rohres einzuführen, ihn oben austreten zu lassen und auf die obere Rolle H
zu bringen. Das äußere Rohr d ist in seinem oberen Teile fast vollständig geschlossen und
zeigt eine radiale Durchbrechung f (s. Fig. 3), deren Seiten sich verlängern, um die Einführung
des Fadens zwischen sich zu erleichtern, wenn man den Betrieb beginnt. Das innere
Rohr ist gleichfalls oben fast vollständig geschlossen und hat nur eine radiale Durchbrechung
g (Fig. 5), die mit der Durchbrechung f zusammenfällt, wenn die Spalte k
der beiden Rohre zusammenfallen. Wenn man das innere Rohr in dem äußeren Rohre mittels des Handgriffes e dreht, so daß das
Rohr vollkommen geschlossen ist, so setzt sich die Durchbrechung g des oberen Teiles
des inneren Rohres unter einen vollen Teil des äußeren Rohres, und es bleibt nur ein
kleines mittleres Loch übrig, durch welches der Faden austritt.
Die obere Leitung E, durch welche das schwefligsaure Gas eintritt, und die Leitung F,
durch welche es austritt, sind mit dem äußeren Rohre d durch Kautschukansätze h, h1 verbunden.
Das innere Rohr c zeigt an der
Stelle dieser Ansätze eine kreisförmige Öffnung i, die gegenüber den Öffnungen der
Ansätze an den Röhren h, h1 liegt. Wenn das innere Rohr c zum Verschluß der senkrechten
Spalte k gedreht ist, so steigt die schweflige Säure durch den oberen Teil des
über jeder Spinnröhre liegenden Rohres herab, tritt durch den unteren Ansatz aus und
kommt durch den biegsamen Ansatz 7?1 in die
Sammelleitung F.
Die Kautschukansätze gestatten, das Rohr c, d über die Spinnröhre zu heben, falls dies
zur Besichtigung oder Reinigung oder leichteren Ergreifung des Fadens notwendig ist.
Das Rohr ruht einfach auf der Spinnröhre.
Eine genügend dichte Verbindung wird durch einen Kautschukring j erreicht, welcher im
unteren Teile des Rohres d auf dem konischen Teil m unterhalb der Spinnröhre angeordnet
ist. Jedes Rohr d wird senkrecht geführt und gehalten von zwei Winkeleisen n, «\
welche hinter Rollen 0, o1, die von Armen
ρ,ρ1 getragen werden, gehen. Diese Rollen
greifen zwischen die Winkeleisen n, n' und die Röhren. Das obere Winkeleisen η' federt
leicht, so daß, wenn das Rohr c, d gehoben wird, ein kleiner Ansatz q, der hinter dem
Winkeleisen dargeboten wird, auf den Armp1,
welcher das gehobene Rohr hält, zu ruhen kommt. Man muß leicht an diesem Winkeleisen
ziehen, um den Ansatz q, der das Rohr c, d freigibt, zu lösen.
Der obere Kautschukansatz h für die Zuleitung
der schwefligen Säure ist mit einem Hahn r versehen. Man schließt denselben, wenn das Rohr gehoben werden soll, und
sperrt so den Zutritt der schwefligen Säure ab.
In der Ausführungsform der Fig. 7 und 8 ist sowohl die Zuleitungs- wie die Ableitungsröhre
mit den senkrechten Röhren c, d durch starre Röhren s, die bei if, ί1 angelenkt sind,
"verbunden. Man hat in ί einen Hahnansatz, der sich selbsttätig schließt, wenn man das
Rohr c, d hebt. Der Zutritt der schwefligen Säure hört dann auf, weil die Leitung des
Rohres d nicht mehr gegenüber der wagerechten Leitung 11 des Hahnes sich befindet.
Die beschriebene Vorrichtung kann übrigens auch zur Wiedergewinnung der Dämpfe von
Lösungsmitteln bei anderen Herstellungsverfahren künstlicher Seide benutzt werden. Beispielsweise
kann man Alkohol, Äther, Schwefelkohlenstoff u. dgl., gewinnen.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Herstellung künst- go
licher Seide und zur Wiedergewinnung der bei der Herstellung verwendeten Gase, gekennzeichnet durch zwei ineinandersteckende,
gegeneinander verdrehbare Rohre (c, d), die in ihrer ganzen Länge mit je einem Spalt versehen sind und die oben
radiale Öffnungen tragen, welche zum großen Teile verdeckt sind, wenn die
Spalte geschlossen sind. '
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Ansätzen
für die Gasleitungen versehene äußere Rohr (d) auf einem-konischen Teil
des Spinnrohres abhebbar ruht und von Winkeleisen in Rollenführungen verschieb- i0§
bar gehalten ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE194825C true DE194825C (de) |
Family
ID=457931
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT194825D Active DE194825C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE194825C (de) |
-
0
- DE DENDAT194825D patent/DE194825C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0803697A2 (de) | Hochdruck-Reinigungsvorrichtung zur Reinigung von Rohren eines Wärmetauschers | |
| DE2511064C3 (de) | Reinigungs- und Trockenanlage | |
| EP0131276A2 (de) | In einen Abwasserkanal einsenkbare Umlenk- und Leitvorrichtung für einen Hochdruckwasserschlauch | |
| DE194825C (de) | ||
| DE3014393C2 (de) | Gerät zum Hochdruckwasserstrahlschneiden | |
| DE1299910B (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen Erwaermen von begrenzten, wandernden Fluessigkeitsmengen | |
| EP0310906B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen eines Vorgarnes in ein Streckwerk einer Textilmaschine | |
| DE2214435B2 (de) | Naßabscheider für slaubhaltige Gase oder Luft | |
| EP0438973A1 (de) | Leistenlegevorrichtung für Webmaschine | |
| DE1264110B (de) | Werkzeug zum Auswechseln einer flexiblen Hohlnadel, welche aufrollbar und zur Entnahme von Proben aus insbesondere radioaktiven Fluessigkeiten bestimmt ist | |
| DE2443616B2 (de) | Automatische einfaedelvorrichtung fuer ringspinnmaschinen | |
| DE145060C (de) | ||
| DE19941627C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Entfernen der Seele von an einem Ende abgemantelten mehradrigen Elektrokabeln | |
| DE595443C (de) | Vorrichtung zum Anschliessen von Schlauchleitungen an Brunnenrohre | |
| DE256427C (de) | ||
| DE179445C (de) | ||
| DE2142978C3 (de) | Vorrichtung zum Reinigen von evakuierbaren Behältern | |
| EP1063088B1 (de) | Einrichtung und Verfahren zum Glätten von Siebdruckschablonen | |
| DE1489817C (de) | Vorrichtung zum Einbringen, Herausneh men und Austauschen der Brennelemente eines Kernreaktors | |
| DE427517C (de) | Vorrichtung, um aus der Entfernung den Fluessigkeitsspiegel in einem Behaelter mit Hilfe eines beweglichen Organs zu bestimmen | |
| DE494293C (de) | Vorrichtung zum Saettigen von Fluessigkeiten mit Gasen in einer Flasche | |
| AT165545B (de) | Vorrichtung zur Herstellung nahtlöser Schläuche aus Zelluloselösungen | |
| DE716646C (de) | Geschuetzzurrung | |
| DE99731C (de) | ||
| DE250109C (de) |