DE194825C - - Google Patents

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DE194825C
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tube
spinning
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outer tube
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/04Dry spinning methods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 194825 -KLASSE 29«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1906 ab.
Für die Herstellung künstlicher Seide verwendet man Nitrozellulose, die, in einer geeigneten Flüssigkeit gelöst, eine viskose Flüssigkeit bildet, welche man in einen seidenähnlichen Faden überführt. Man kann hierbei als Lösungsmittel reines Aceton oder Aceton mit schwefliger Säure (D. R. P. 171639) verwenden. Bei dem letzteren Verfahren befindet sich der aus der Spinnvorrichtung heraustretende Faden in einer Atmosphäre von Schwefligsäuregas, welches den Faden weich und glänzend'macht und Acetondämpfe mit sich führt, wodurch eine Wiedergewinnung dieses Lösungsmittels ermöglicht ist.
Die Vorrichtung, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung darstellt, ist zur Ausführung des gekennzeichneten Verfahrens bestimmt, um eine Sammlung der Mischung der Dämpfe von Aceton und schwefliger Säure zu gestatten und die Arbeiter vor der Berührung mit den für die Atmung schädlichen Gasen zu schützen. Die Vorrichtung sieht für. jede Spinnöffnung ein geschlossenes Rohr vor, in welchem sich ein Strom schwefliger Säure befindet, der in dem für die Bewegung des Fadens entgegengesetzten Sinne läuft. Alle erwähnten Röhren sind an ein allgemeines Zuleitungsrohr für schweflige Säure angegliedert. Nach dem Durchgange durch diese Röhren sammeln sich die schweflige Säure und die" Acetondämpfe in einem Sammler, welcher die Gase und Dämpfe an eine passende Stelle führt, bevor die Abscheidung des Acetons vorgenommen wird.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung beispielsweise dargestellt. Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt. Fig. 2 ist eine Ansicht einer der Röhren für schweflige Säure. Fig. 3 ist eine Oberansicht der äußeren Röhre. Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4 von Fig. 2. Fig. 5 ist eine Ansicht des inneren Rohres von oben. Fig. 6 ist ein senkrechter Schnitt des unteren Teiles der Röhre, welche über einer Spinnvorrichtung, die nicht dargestellt ist, angeordnet ist. Fig. 7 zeigt einen Teil der Anordnung der Röhren für den Umlauf der schwefligen Säure. Fig. 8 zeigt die Einzelheit des Hahnes in der letzterwähnten Einrichtung.
Fig. 3, 4, 5, 6 und 8 sind in größerem Maßstabe gekennzeichnet als die anderen Figuren.
Die Vorrichtung wird von senkrechten Stützen A getragen, auf welchen Arme B, C, D befestigt sind. Der Arm B trägt die Leitung E, durch welche das schwefligsaure Gas eintritt. Der Arm C trägt das Ausgangsrohr F für die schweflige Säure, welche bereits umgelaufen ist, und den Acetondampf, der mitgerissen ist. D trägt die Leitung G, durch welche die Lösung von Nitrozellulose in Aceton eintritt. Die Leitung G ist mit senkrechten Spinnröhren α versehen, die einen Hahn b besitzen.
Auf jeder Spinnröhre ist ein Rohr angeordnet, welches aus zwei konzentrischen Röhren zusammengesetzt ist, dem inneren Rohre c und dem äußeren Rohre d. Das
äußere Rohr d ist fest, das innere Rohr c kann im äußeren Rohre d mittels des Handgriffes e gedreht werden. Die beiden Rohre c und d haben einen senkrechten Spalt k nach ihrer ganzen Länge, so daß, wenn diese Spalte zusammenfallen (s. Fig. 4), der Faden ergriffen werden kann, wenn er aus der Spinnvorrichtung auszutreten beginnt, um ihn in die ganze Höhe des Rohres einzuführen, ihn oben austreten zu lassen und auf die obere Rolle H zu bringen. Das äußere Rohr d ist in seinem oberen Teile fast vollständig geschlossen und zeigt eine radiale Durchbrechung f (s. Fig. 3), deren Seiten sich verlängern, um die Einführung des Fadens zwischen sich zu erleichtern, wenn man den Betrieb beginnt. Das innere Rohr ist gleichfalls oben fast vollständig geschlossen und hat nur eine radiale Durchbrechung g (Fig. 5), die mit der Durchbrechung f zusammenfällt, wenn die Spalte k der beiden Rohre zusammenfallen. Wenn man das innere Rohr in dem äußeren Rohre mittels des Handgriffes e dreht, so daß das Rohr vollkommen geschlossen ist, so setzt sich die Durchbrechung g des oberen Teiles des inneren Rohres unter einen vollen Teil des äußeren Rohres, und es bleibt nur ein kleines mittleres Loch übrig, durch welches der Faden austritt.
Die obere Leitung E, durch welche das schwefligsaure Gas eintritt, und die Leitung F, durch welche es austritt, sind mit dem äußeren Rohre d durch Kautschukansätze h, h1 verbunden. Das innere Rohr c zeigt an der
Stelle dieser Ansätze eine kreisförmige Öffnung i, die gegenüber den Öffnungen der Ansätze an den Röhren h, h1 liegt. Wenn das innere Rohr c zum Verschluß der senkrechten Spalte k gedreht ist, so steigt die schweflige Säure durch den oberen Teil des über jeder Spinnröhre liegenden Rohres herab, tritt durch den unteren Ansatz aus und kommt durch den biegsamen Ansatz 7?1 in die Sammelleitung F.
Die Kautschukansätze gestatten, das Rohr c, d über die Spinnröhre zu heben, falls dies zur Besichtigung oder Reinigung oder leichteren Ergreifung des Fadens notwendig ist. Das Rohr ruht einfach auf der Spinnröhre.
Eine genügend dichte Verbindung wird durch einen Kautschukring j erreicht, welcher im unteren Teile des Rohres d auf dem konischen Teil m unterhalb der Spinnröhre angeordnet ist. Jedes Rohr d wird senkrecht geführt und gehalten von zwei Winkeleisen n, «\ welche hinter Rollen 0, o1, die von Armen ρ,ρ1 getragen werden, gehen. Diese Rollen greifen zwischen die Winkeleisen n, n' und die Röhren. Das obere Winkeleisen η' federt leicht, so daß, wenn das Rohr c, d gehoben wird, ein kleiner Ansatz q, der hinter dem Winkeleisen dargeboten wird, auf den Armp1, welcher das gehobene Rohr hält, zu ruhen kommt. Man muß leicht an diesem Winkeleisen ziehen, um den Ansatz q, der das Rohr c, d freigibt, zu lösen.
Der obere Kautschukansatz h für die Zuleitung der schwefligen Säure ist mit einem Hahn r versehen. Man schließt denselben, wenn das Rohr gehoben werden soll, und sperrt so den Zutritt der schwefligen Säure ab.
In der Ausführungsform der Fig. 7 und 8 ist sowohl die Zuleitungs- wie die Ableitungsröhre mit den senkrechten Röhren c, d durch starre Röhren s, die bei if, ί1 angelenkt sind, "verbunden. Man hat in ί einen Hahnansatz, der sich selbsttätig schließt, wenn man das Rohr c, d hebt. Der Zutritt der schwefligen Säure hört dann auf, weil die Leitung des Rohres d nicht mehr gegenüber der wagerechten Leitung 11 des Hahnes sich befindet.
Die beschriebene Vorrichtung kann übrigens auch zur Wiedergewinnung der Dämpfe von Lösungsmitteln bei anderen Herstellungsverfahren künstlicher Seide benutzt werden. Beispielsweise kann man Alkohol, Äther, Schwefelkohlenstoff u. dgl., gewinnen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung künst- go licher Seide und zur Wiedergewinnung der bei der Herstellung verwendeten Gase, gekennzeichnet durch zwei ineinandersteckende, gegeneinander verdrehbare Rohre (c, d), die in ihrer ganzen Länge mit je einem Spalt versehen sind und die oben radiale Öffnungen tragen, welche zum großen Teile verdeckt sind, wenn die Spalte geschlossen sind. '
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Ansätzen für die Gasleitungen versehene äußere Rohr (d) auf einem-konischen Teil des Spinnrohres abhebbar ruht und von Winkeleisen in Rollenführungen verschieb- i0§ bar gehalten ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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