DE1945840C - Fühler fur Bandring-Abwickeleinnch tung - Google Patents
Fühler fur Bandring-Abwickeleinnch tungInfo
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Description
I 945 840
Die Erfindung betrifft einen Fühler zum Abtasten der Lage des Bandendes eines Ringes aus Metallband
an einer Bandring-Abwickelvorrichtung, mit
einem elektrischen Schalter zum Steuern des Drehantriebs der Abwickelvorrichtung, wobei der Fühler
an ilen Außenumfang des Bandrings nachgiebig angedrückt
wird.
Bei der bekannten, mit solchem Fülller versehenen Baiidring-Abwickelvorriehtiing (bekannt aus der
französischen Patentschrift I 483 361), bei der der
Bandring von zwei Rollen getragen wird, wird der Fühler zwischen diesen beiden Tragrollen an die
Unterseite des Bandring-Umfanges von einem Druckluft/ylindcr
angedrückt, der sich an einem relativ zu den Tragrollen ortsfesten Widerlager abstützt.
Diese Abstützung des Fühlers an einem relativ zum Band ring ortsfesten Widerlager hat den Nachteil, daß
der Fühler nicht nur die gesuchte Unifangsstelle, an der sich das Bandende befindet und somit die
Umfangslinie in Form einer Stufe si:h ändert,sondern
auch etwaige Stellen, an denen die Umfangslinie aus sonstiger Ursache, z. B. durch Ausbeulung des Bandes,
sich ändert, anzeigt und daher auLier dem gewünschten Signal auch unnötige, irreführende Anzeigen
liefert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde zu erreichen, daß die Abtastung der Lage des Bandendes
ohne störende Signalgebungcn erfolgen kann.
Zur Lösung iixser Aufgabe wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß der Fühler mis einem ersten Teil,
der in der bekannten Weise nachgiebig :m den Mmfang des Bandrings angedrückt wird und sich an
einem relativ zum Bandring ortsfesten Lager abstützt, und einem /weiten Teil besteht, der im ersten
Fühlerteil angeordnet ist zum Abfüllten des Umfangs des Bandrings an einer Stelle, clic in Umfangsrichtiiiig
nur um eine kleine Strecke von derjenigen Stelle entfernt ist. an welcher der erste tiihlcrteil am Bandring anliegt.
Zur Hrläiitening sei liier bemerkt, daß —■ ebenso
wie bei jener bekannten Abwickelvorrichtung — der Handring während der Suche nach dem Bandendc
entgegen der Abwickeldrehriclilung gedreht werden
muß und er'.t dann, wenn das Bandende gefunden
ist. in der Ahwickeldrehrichtung gedreht wird.
Die Erfindung bietet den zusätzlichen Vorteil, daß tier Fühler nicht an der Unterseite des B;indrings
zwischen ikn Tragrollen ungeordnet /u werden
braucht, sondern an beliebiger Stelle des Bandring-IJmfangcs,
/. B. an seiner oberen Seile dort, wo das Hand muh Baiidring abgeschält wird, angeordnet
werden kann.
Das Abfiihlen des Bandes durch den /weilen Fiihlerteil
kann durch mechanische Berührung oder beruh
riinj'sfr ei geschehen.
Die lnr die erste dieser Arten des Ablühlens bestimmte
liihlerbaiiart besieht durin, (laß der /weile
liilikiliil im ersten liihlurleil gelenkig gelagert ist
iiiul von einer am ersten liihlerlcil abgestützten Feder
an ilen liandring angedrückt wird und daß der elektrische
Shin rschalter fiii d^n Drehantrieb lies Handlings
/Mischen <\^^ beiden I ühlcrU'ilcn angeordnet
ist.
iJic-c erste ihr müglicliien Fülilerhaiiiirlen läßt sich
zugleich als Ab^ehiilwcrlv/cug, dii^ bekanntlich /um
Abwickeln des Karnies vom Bandrinj; nötig ist, verwenden,
/u diesem /weck wird der Fühler so gcsliillel,
dall mindestens derjenige der heulen Fühlerteile, der beim Abwickeln des Bandrings relativ zum
Bandring voreilt, keilförmig und so profiliert ist, daß er mit der Keilspitze am Bandring anliegt.
Die Fiihlerbauart, die für die zweite der obenerwähnten Arten des Abfühlens bestimmt ist, besteht
darin, daß der zweite Fühlerteil im ersten Fiihlerteil mit geringem Abstand vom Bandring-Umfang fest
gelagert und daß er ein berühriingsirei arbeitender
Endschulter ist.
ο Die Zeichnung zeigt in
ο Die Zeichnung zeigt in
Fig. I eine Bandring-Abwickelvorrichtung, bei
welcher ein Fühler von irgendeiner der crfindungsgemäLien
Bauarten verwendet werden kann, in Seitenansicht,
Fig. 2 bis 5 vier verschiedene erfindungsgemäße Fühler-Bauarten in Seitenansicht.
In Fig. I bezeichnen 1 einen Bandring aus Metallband
und 2 einen Ring-Hubwagcn, der auf motorisch drehbaren Tragrollen 3 den Bandring 1 trägt, auf
Rädern 4 fährt und mittels eines Hubkolbens 5 den Bandring 1 in eine Zwischcnstellung A bringt, in der
die Lage des Bandendes des Bandrings abgefühlt und das Abwickeln des Bandringes begonnen wird.
Eine Andrückroileo, die an einem Gestell 10 angebracht
ist und aj den Baiidring 1 angedrückt wird,
verhindert, daß der Bandring sich ungewollt abwickelt. Ein keilförmiges Abschälwerkzeug 7, ebenfalls
am Gestell IO angelenkt und durch eine Feder 8 an den Bandring 1 angedrückt, bildet zugleich den
Fühler, der die Lage des Bandendes ermittelt. Wenn der Bandring 1, von den motorisch gedrehten Tragrollen
3 angetrieben, entgegen dem Uhrzeigersinn, also entgegen der Abwickelrichtung gedreht wird,
erzeugt der Fühler in dem Augenblick, da das Ende
des Bandes sich unter seiner Keilspitzc hindurchbewegt,
ein Signal; dieses beendet die Drehung der Tragrollcn 3 und somit des Bandringes 1 und bringt
das Bandendc in einer Stellung zwischen der Andrückrolle 6 und der Keilspit/e des Abschälwerkzcugs
7 zum Stillstand.
Hierauf werden die Tragrollcn 3 durch eine Steuerung ihrer Moloren in Drehung in Gegenrichtung
vcrsct/t, also der Handring 1 im Uhrzeigersinn, also in Abwickelrichtung gedreht. Durch dic<c H "hung im
Uhrzeigersinn wird auch ein mit der Andrückrolle f> verbundener Impulsgenerator gedreht; sobald dieser
eine vorbcstimmte Anzahl von Drehungen gemacht hat, beendet er die Drehung des Bandringcs I. Wählend
dieser Drehung des Bandringcs wird eine vor-
gegebene Länge des Bandes, welches durch das Abs hälwerk/eug 7 vom Ring 1 abgehoben wird, an
Führungsschienen 9 und 12 entlang und in einen Treibapparat 14, der eine senkrecht bewegliche obere
'!"reibrolle 15 und eine ortsfest'· untere Trcibrolle 16
.■55 aufweist, geschoben. Die Zeichnung zeigt den vorhergehenden
Bandring 23 noch in seiner Arbeitsstellung I) und dessen Band 24 noch im Treibapparat
14 und in dem Walzgerüst 17 — einem Quiirtogcriist,
dessen obere und untere Stützwalze mit 18 bzw.
ßo 19 und dessen oberer und unterer Arbcitswalzc mit
20 bzw. 21 bezeichnet sind — befindlich; solange der vorhergehende Handring 24 in dieser Stellung ist, wird
das Bandeiide des neuen Ringes I von den Führungsschienen
9 und 12 oberhalb des allen Handringes 24 gehalten. Sobald dieser alle Ring 24 abgehaspelt isl,
wird der neue Hantlring 1 vom Hubwagen 2 aus der
Stellung/f in die Stellung// gefahren und in dieser auf den Abwickelilorn 25 genommen, worauf der
Hubwagen 2, nachdem seine Tragrnllen 3 mittels ties
Hubwerkes S abgesenkt sind, auf dem Gleis 22 weggefahren wird. Danach werden die Fiihrungsschienen
9 und 12 in Becken II bzw. 13 abwärts verschieben
und die obere Treibrolle IS auf die untere Treibrolle 16 des Treibapparates 14 henihgesenkt
und angedrückt. Darauf wird das Hand ties neuen Ringes 1 In das Walzgerüst eingefüiirt.
Der in F i g. 2 gezeigte Fühler bestellt aus einem ersten Teil 30, de- an seinem freien einen Ende eine
am Bandring 1 anliegende Rolle 31 trägt und an seinem anderen Ende mittels eines Zapfens 32 an
einem Gestell 42 angelenkt ist und der von einer Feder 33 an den Bandring 1 angedrückt wird, und
aus einem zweiten Teil 34, der im ersten Teil 31 mittels
eines Zapfens 36 schwenkbar gelagert ist und dessen keilförmiges eines Ende vun einer zwischen
seinem andeien Ende 35 und dem ersten Fühlerteil 31 eingespannten Feder 37 an dem Bandring 1 angedrückt
wird. Die Feder 33 ist so kräftig, daß sie Abheben der äußersten Bandwicklung vom Bandring 1 verhindert; die Feder 37 ist so schwach, tlaß sie
das Abheben des Bandendes 43 vom Ring nicht ver hindert. Wenn das Bandende 43 des — gegen den
Uhrzeigcisinn gedrehten — Bandringes 1 unter der
Rolle 31 "orbeigewandert ist, hebt es sich infolge seiner Elastizität vom Bandring in die mit vollen
Linien gezeichnete Stellung ab und schwenkt dabei den zweiten Fiihierteil 34 gegen die Kraft der Feder
37 aus seiner mit strichpunktierten Linien dargestellten in seine mit vollen Linien gezeichnete Stellung,
und wenn das Uandende 43 unter dem keilförmigen Ende des Fühlcrteils 34 vorbeigewandert ist, wirtl dieser
Teil 34 von der Feder 37 in seine strichpunktiert gezeichnete .Stellung zurückgcsehwenkt, bei diesen
Schwenklvwcgiingen betätigt der Teil 34 einen elektrischer
Steuerschalter 38. Ein Anschlag 39, der von
einer Anschlagplatte 40 gehalten wird, begrenzt übergroßen Ausschlag des Teiles 34. Mit L ist der in
IJmfangsrichiuni; gemessene Abstund zwischen der
Rolle 31 ties ersten Fühlerteils 30 und der Keilspitzc
des zweiten Fühlerleils 34 und mit V ist die Umfangsgeschwindigkeit
des Bandrings 1 Vveichnet. Der Abstand I^ die Geschwindigkeit V, die Lage der Andrückrolle
6 und di~ Ansprcchgescluvintligkeit ties
Schalters 38 r.iml so gewählt, daß, wenn der Bandring
1 zum StillstunJ kommt, das Bandende43 etwa
halbwegs zwischen der Andrückrolle 6 und tier Keilspitze des Fühlerteiles 34 steht. Notfalls kann ein
Verzögerungsrelais von vorgestimmten Zeitverzug vorgesehen werden.
Der Bandring 1 wird, wenn die dem Uhrzeigervnn entgegengesetzte Drehung aulhört, in Drehung
im Uhrzeigersinn, d. Ii in Abwickelrichtimg, versetzt,
und das Abwickeln beginnt.
Beim Fühler tier F i g. 3 liegt tier erste Fiihlciteil
50 an seinem freien einen Ende am Bandring I mit keilförmiger Spitze an. Er ist an seinem anderen
Ende mittels eines Zapfens 51 an einem Gestell 53 aiigelenkt; an ihm ist der zweite Fühlerteil 54 mittels
eines Zapfens 55 atigelenkl. Je eine Feder 56 und 57
drückt den ersten bzw. den zweiten Fiihierteil an den Manuring 1 an, Dc; zweite Fühlerleil 54 wird. wenn
unter seinem freien Ende — dieses ist auch hier keilförmig — das Mundende 59 des gegen den Uhrzeiger
rotierenden Uatidringcs I hindurchgeht, aus
der strichpunktiert gezeichneten in die mit vollen Linien gezeichnet .Stellung geschwenkt und betätigt
dabei einen Steuerschalter 58. Im übrigen wirkt dieser
Fühler wie derjenige tier F i g. 2.
Von den Fühlern tier Fig. 2 und >
unterscheiden sich die Fühler tier Fig. 4 und F i g. 5 dadurch, daß
jene im Abwickelwerkzeug gelagert, diese aber unabhängig
vom Abwickelwerkzeug angebracht sind.
Beim F'iihle: tier F ig. 4 liegt der erste Fühlerkeil
an seinem freien Ende mit einer Rolle 61 am Bundring I an; an seinem anderen lüde ist er mittels
eines Zapfens 62 an einem Gestell 64 angelenkt. Er wird durch eine pneumatische Feder 65 an den
ßandring I angepreßt. Der zweite Fiihierteil 66 ist am eisten Fiihierteil 60 fesl angebracht; er ist ein
berührungsfrei arbeitender .steuerschalter. Dieser
wird, wenn das Ende 67 des Bandringes nach links untei ihm hindurchwandert, durch die Vergrößerung
und nachfolgende Verringerung des Abstandes zur Umfangsfläclic des Bandrir· .-s betätigt.
Beim Fühler der F i g. 5 i->t -ler erste Fiihlertcil 70
nicht um einen Zapfen schwenkbar, sondern in einer zum Bandring radialen Führung \crsehiehbar. Auch
er liegt am Bandring 1 mittels einer Rolle 71, die auf i'inem Zapfen 76 läuft, unter tier Kraft einer Feder
an; auch er trägt einen berührungsfrei arbeitenden Steuerschalter 72. Seine radiale Führung ist cmc Bohrung
eines Gestells 74; auch er hat einen Endanschlag 75. Auch hier wird, wenn tlas Bandende 73
des Bandringes 1 nach links unter dem Schalter 72 und der Rolle 711 hindurchwandert, tier Abstand
zwischen dem Schalter und dem Bundring zunächst größer und dann wieder kleiner; auch tlieser Fühler
arbeitet im übrigen wie derjenige der F i g. 4.
Claims (4)
1. Fühler zum Abiasten der Lage des Bandendes eines Ringes aus Metallband an einer
Bandring-Abwickelvorrichtung, mit einem elektrischen Schalter zum Steuern des Drehanlriebs tier
Abwickelvorrichtung, wobei tier Fühler an den Außenumfang des Bandringes nachgiebig angedrückt
wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fühler aus einem ersten Teil (30; 50; 60; 70), der in der bekannten Weise nachgiebig
an den Umfang des Bantlrings (I) angedrückt wirtl und sich an einem relativ zum Bandring
ortsfesten Leger (32; 52: 63; 74) abstützt, und einem zweiten Teil (34; 54; 6f>; 72) bestell!, der
im ersten Fühlerteil angeordne' isi /um Abfüllten
ties Umfangs des Bandrings an einer Stelle, die in I üifangsrichlung nur um eine kleine Strecke
(1) von derjenigen Stelle entfernt ist, an welcher der cr'le Fühlerleil . am Bandring anliegt
(Fig. 2 bis 5).
2. Fühler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Fühlerleil (34; 54) im
ersten Fiihlerleil (30; 50) gelenkig gelagert ist und von einer am ersten Fühleneil abgestützten
Feder (37. 57) <;n den Dandring (I) angedrückt wirtl und tlaß tier elektrische Steuerschalter (38;
58) für den Drehantrieb des Bandrims zwischen den beulen Fühlertcilen angeordnet ist (Fig. 2
und 3).
3. Fühler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dall mindestens derjenige tier beiden
Fiihlerteile, der beim Abwickeln des Baiidrinues
relativ zum Banclring voreilt (Teil 34; Teil SO), keilförmig und so profiliert ist, daß er mit der
Keilspitzc am Liandrinp anliegt (Fig. 2 und
I7ig-3).
4. Fühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Fiihlcrtcil (66; 72) im
ersten Fühlcrteil (60; 70) mit geringem Abstand vom Bandrisig-Umfang fest gelagert und daß er
ein berührungsfrei arbeitender Endschalter ist (F i g. 4 und F i g. 5).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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