DE1937829C3 - Tisch zur Spondylo- oder Vertebraltherapie - Google Patents

Tisch zur Spondylo- oder Vertebraltherapie

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Draux, Marcel, Valenciennes (Frankreich)
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Description

Die Erfindung betrifft einen Tisch zur Spondylo- oder Vertebraltherapie mit einem Ständer mit einer horizontalen Neigungsachse, auf der ein Rahmen befestigt ist, welcher aus einer horizontalen Lage heraus neigbar ist und ein aus mehreren in derselben Ebene auf dem Rahmen aufeinanderfolgenden Platten zusammengefügtes Tischoberteil besitzt, wobei eine von einer Endplatte getragene Fußauflage und eine Vibrationseinrichtung an dem Rahmen angeordnet sind.
Bekannt sind orthopädische oder Strecktische bzw. Operationstische zum Wiedereinrichten und Festlegen gebrochener Wirbelsäulen. Diese Tische haben zwar neigbare Platten bzw Tischteile, besitzen aber keinen Schwingantrieb.
Beispielsweise hat der Strecktisch nach der FR-PS 121687 zwei Platten, an denen jeweils bestimmte Körperpartien festzulegen sind, und diese Platten sind auf Führungen beweglich, so daß sie zum Strecken voneinander entfernt werden können, wobei die Richtung des Auseinanderziehens geändert werden kann.
Der Gegenstand der US-PS 2 74991 1 bezweckt ein Training des Körpers, von dem jeder Teil in rhythmischer Weise, gegebenenfalls auch wiederholt durch einen bestimmten Zyklus bewegt werden soll, wobei insbesondere die Kopfabstützung rhythmisch hin- und herbewegt wird. Dabei sollen Arme, Beine, Brust und Schultern zwecks Lockerung der Gelenke bewegt werden. Hierbei werden die Gelenke rhythmischen Streckungen unterworfen und die Beine rhythmisch gehoben und gesenkt, etwa nach Art einer Bewegung
ίο wie beim Radfahren, jedoch in passiver Weise. Zu diesem Zweck sind eine feste Platte, ein in Längsrichtung hin- und herbeweglicher Teil und an eine Achse angelenkte und mit Antriebsmitteln verbundene Teile vorgesehen, die jedoch nicht frei beweglich sind.
Die DE-PS 702 614 betrifft einen in mehrere Teile unterteilten Tisch zum Wiedereinrichten und Festlegen gebrochener Wirbelsäulen, ein Beinlagerteil, das verschwenkbar auf einer Spindel abgestützt ist, die wiederum in einem verschwenkbaren Teil des Rah-
ao mens angeordnet ist. Das Beinteil selbst ist in einer Richtung senkrecht zur Längsachse des Tisches verschwenkbar und das Kopflager senkrecht verstellbar. Die Bewegung des Beinlagerteils steht unter einem Zwangsantrieb.
is Die auf der Grundlage sogenannter Dehnungstische arbeitenden Tische haben bei der Anwendung von vertebralen Dehnungen mehrere Nachteile. Die Behandlung ist schmerzhaft oder unangenehm, weil auf Zwischenwirbel bzw. Bandscheiben aufgebrachte Zugbeanspruchungen beachtlich sind und die Bandscheiben solchen Beanspruchungen physiologisch schlecht angepaßt sind. Oft wird dadurch ein Reflexkrampf der paravertebralen Muskeln hervorgerufen, der das Bestreben hat, dem »Auseinandergehen« Widerstand entgegenzusetzen. Auf alle Scheiben zwischen den Stellen, an denen die Zugkraft angewandt wird, werden gleiche Beanspruchungen ausgeübt, was wenig sinnvoll ist, wenn man bedenkt, daß sich die Scheiben durch die Veränderungen der wesentlichen Struktur an die Lasten angepaßt haben, die sich in der vertikalen oder sitzenden Stellung progressiv von dem Nackenbereich der Wirbelsäule zum Kreuzbein hin vergrößern.
In allen diesen bekannten Ausführungen übertragen sich ausgeübte Zugwirkungen auf alle Wirbelsäulenabschnitte. Alle Bandscheiben zwischen den beiden Fixpunkten werden gleich stark gestreckt, was unlogisch ist, da sie sich bereits durch wichtige Strukturveränderungen an Gewichtseinwirkungen in stehender (oder sitzender) Haltung angepaßt haben, dies in zunehmendem Maße von der Halswirbelsäule bis zum Kreuzbein.
Die DE-PS 522 814, die CH-PS 458 621 und die US-PS 2 719 769 zeigen Tische mit Vibrationsmitteln, jedoch in einer Anordnung, daß sie immer senkrecht zur Längsachse des Körpers wirken, so daß bei diesen Vorrichtungen eine Neigung des Tisches ohne Einfluß ist. Dabei werden die den Körper tragenden Platten in Schwingungen versetzt, so daß sie aktive Elemente des Systems bilden. Nach der DE-PS 522 814 sind fünf Platten in fester Zuordnung zueinander vorgesehen, die unabhängig voneinander in Schwingungen versetzt werden können, um eine Massage zu simulieren. Die CH-PS 458 621 zeigt in der Ausführung als Rüttelbett auf einem um eine horizontale Achse neigbaren Rahmen nur eine federnd abgestützte Platte mit Einrichtungen zum Anschnallen des Körpers, wobei die Platte durch von unten her erteilte Stöße in Schwingungen
gesetzt wird. Die US-PS 2719769 betrifft mehrere winkelmäßig zueinander einstellbare Plattenabschnitte, die jeweils durch einen Vibrator durch in senkrechter Richtung orientierte Stöße in Schwingungen versetzt werden können. Es sind auch vibrierende Platten bekannt, auf denen der Benutzer steht. Dabei werden aber Vibrationen im Sinne der Schwerkraft übertragen und verstärken so beträchtlich deren Wirkungen, indem sie zu diesen einen für die Wirbelsäule, die Eingeweide und den Kreislauf unheilvollen Einsenkungs- £>zw. Zusammendrückungseffekt hinzufügen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art so auszugestalten, daß eine den gesamten Körper erfassende und dem Körper proportionale Behandlung erreicht wird, deren Intensität dem Druck proportional ist, der in stehender oder sitzender Stellung auftritt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Kombination folgender Merkmale:
a) die Platten sind auf dem Rahmen in einer zur horizontalen Neigungsachse senkrechten Richtung frei beweglich und
b) die am Ende des Rahmens in unmittelbarer Nähe der Fußauflage angebrachte Vibrationseinrichtung hat einen am Rahmen fest angeordneten Teil und einen beweglichen Teil, durch den eine hin- und hergehende Bewegung in einer axialen Richtung des Rahmens parallel zu der Richtung ausführbar ist, in der die Platten frei bewegbar sind, wobei
c) der bewegliche Teil Gurte für die Festlegung der Knöchel eines auf den Tisch gelegten Patienten aufweist.
Hierdurch sind gegenüber den bekannten Ausführungen nicht nur verbesserte, sondern auch neuartige Behandlungen möglich; bei der Erfindung werden Gewichtsbelastungen der Bandscheiben, die auftreten, wenn der Patient steht, in ziehende Kräfte an dem auf dem Tisch ausgestreckten Patienten umgewandelt bzw. in einen Bruchteil solcher Gewichte. Dabei ergeben sich Anpassungen an die jeweiligen Bedingungen, wobei die Erfindung eine vollkommene Proportionalität zwischen den Zugkräften auf die Wirbel und die Bandscheiben erreicht, und zwar proportional zu den Gewichten, die in vertikaler Stellung aufgenommen werden. Die Kombination der erfindungsgemäßen Vorrichtung basiert auf der Ausnutzung einer einzigen Schwerkraft, vereinigt mit axialen Vibrationen. Die neue Kombination ermöglicht auch neue Wirkungen, und zwar eine generelle Streckung bzw. Lockerung aller Muskeln, die in der Achse eines Körpers schwingen. Neben der Muskelentspannung bewirkt der Tisch auch eine natürliche Antiptose; die Wirkung der Schwerkraft in einer geneigten Stellung hebt dabei die Spannung in den Haltemuskeln und Bändern der inneren Organe auf. Ferner wird die Zirkulation verbessert, wobei die Ausnutzung der Schwerkraft in der geneigten Stellung in Verbindung mit den erfindungsgemäß aufgebrachten axialen Schwingungen venöse und lymphatische Stauungen behebt.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den bisherigen Techniken und dem System der Erfindung beruht darauf, daß die Stelle der Festlegung des Patienten (der Knöchel) beweglich ist und daß diese Stelle, die in Schwingungen versetzt wird, das aktive Element des Systems bildet. Die beweglichen Platten, die bei der Erfindung den Körper in geneigter Stellung abstützen, werden nicht in Vibrationsschwingungen versetzt. Sie spielen nur die Rolle der Abstützung und bilden nur ein passives Element des Systems. Bei Behandlungen mit dem erfindungsgemäßen
S Tisch soll die Befreiung der Gelenke bzw. Gelenkfügungen (insbesondere vertebral und sacro-iliac) von Blockierungen gefördert sowie eine' Senkung bzw. Zusammendrückung der Zwischenwirbel- bzw. Bandscheiben, die normalerweise auf längere Dauer
ίο durch die Einwirkung der Schwerkraft hervorgerufen wird und ihre Wirkungen beschleunigt und verstärkt durch die das moderne Leben kennzeichnenden Aufregungen zeigt, bekämpft werden; weiterhin soll die Lockerung von Muskelkrämpfen erleichtert werden, und schließlich sollen in allgemeiner Form nicht nur die Wirkungen der Schwerkraft auf die Wirbelsäule, sondern auch auf die Gesamtheit des Organismus (Eingeweidesenkungen, Erschlaffung der Muskeln und Bänder, Verlangsamung des venösen und lym phatischen Kreislaufs beispielsweise) kompensiert werden.
Hierbei wird eine im inversen Sinne wirkende Behandlung kurzer Dauer vorgenommen, indem auf die verschiedenen Zwischenwirbel- oder Bandscheiben
as eine Kraft zur Einwirkung gebracht wird, die so gering wie möglich und trotzdem genau proportional zu den Belastungen ist, die sie im stehenden (oder sitzenden) Zustand ertragen.
In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die
Platte, welche der mit der Fußauflage versehenen Platte gegenüberliegt, eine Kopfauflage auf. Es wird bevorzugt, Begrenzungsanschläge für die Gleitbewegung bzw. Verschiebung jeder Platte auf dem Rahmen anzuordnen sowie Vorrichtungen zum Arretieren der Platten auf dem Gestell. Letzteres ist gerade hinsichtlich der erfindungsgemäß vorgesehenen Beweglichkeit der Platten vorteilhaft, damit eine Arretierung möglich ist, wenn sich der Patient auf dem sich in einer horizontalen Stellung befindlichen Tisch bewegt und die Platten freigegeben werden können, wenn man den Rahmen so neigen will, daß der Körper des Patienten in eine gestreckte Lage kommt. Bei der Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird der Patient mit dem Rücken auf die Oberseite des Tisches gelegt, und die Fußknöchel werden durch Gurte mit der Vibrationseinrichtung verbunden; dann wird der Tisch leicht geneigt, und zwar so, daß die Füße des Patienten höher liegen als der Kopf, wodurch infolge der Beweglichkeit der Platten auf die Wirbel säule eine leichte Spannung ausgeübt wird. In dieser abschüssigen Lage des Patienten erleiden die Wirbel an Stelle der in den Lagen des täglichen Lebens auftretenden Belastungen, d. h. an Stelle der Druckbeanspruchungen, nunmehr Zugbeanspruchungen, deren
5S Intensität proportional den Druckbeansprucnungen und deren Größe viel geringer ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines vorteilhaften Ausfühningsbeispiels beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Gesamtaufbaus des Tisches,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Draufsicht, Fig. 3 den oberen Mittelteii der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 den linken Teil der Fig. I in vergrößertem Maßstab,
Fig. 5 den rechten Teil der Fig. 1 mit einer Teilvergrößerung,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie, VI-VI der Fig. 3,
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VlI-VII der Fig. 1,
Fig. 8 eine Draufsicht in Vergrößerung entsprechend der Fig. 4,
Fig. 9 eine Draufsicht auf den rechten Teil der Fig. 5 in Vergrößerung,
Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie X-X der Fig. 3,
Fig. 11 Einzelheiten der Fig. 3, die sich in dem mit unterbrochenen Linien gezeichneten Kreis XI befinden, in vergrößertem Maßstab,
Fig. 12 einen Schnitt entlang der Linie XII-XII der Fig. 11,
Fig. 13 einen Schnitt entlang der Linie Xlil-XIii der Fig. 11,
Fig. 14 eine Seitenansicht einer Einzelheit, die in Draufsicht bei XIV in Fig. 2 gezeigt ist, in vergrößertem Maßstab,
Fig. 15 einen Schnitt entlang der Linie XV-XV der Fig. 14,
Fig. 16 einen Schnitt entlang der Linie XVI-XVI der Fig. 14,
Fig. 17 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles XVII der Fig. 5, Fig. 18 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles XVIII der Fig. 4,
Fig. 19 einen Längsschnitt durch die Vibrationseinrichtung und
F i g. 20 einen Schnitt entlang der Linie XX-XX der Fig. 19.
Der Tisch für die Spondylo- oder Vertebraltherapie, dessen Gesamtaufbau aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, besteht im wesentlichen aus einem Ständer oder Untersatz 1, einem neigbaren Rahmen 2, mehreren Platten 3,4 und 5 (im vorliegenden Beispiel drei), die als Trag- bzw. Auflagetisch für den Patienten dienen. Die Platte 3 ist mit einer Fußauflage 8 und die Platte 5 mit einer Kopfauflage 9 versehen. Außerdem weist der Rahmen eine Vibrationseinrichtung 12 auf.
Der Untersatz 1 ist in seiner Höhe verstellbar und besteht aus diesem Grunde aus zwei Teilen, nämlich einem unteren Teil, das von zwei Flanschen 15, 16 (siehe auch Fig. 7) gebildet wird, die durch Querträger 18,19 versteift sind, sowie aus einem oberen Teil, welches von zwei Flanschen 22,23 (siehe auch Fi g. 6) gebildet ist, die durch zwei Querverbindungsstangen 24,25 gegen die inneren Flächen der beiden Flansche 15 und 16 des unteren Teils des Ständers gehalten werden. Über die Querverbindungsstangen sind zwei Versteifungsrohre, wie beispielsweise das Rohr 27, geschoben, deren Enden sich gegen die inneren Flächen der beiden Flansche 22,23 abstützen. Die beiden Querverbindungsstangen 24,25 verlaufen durch zwei senkrechte Schlitze 31,32 im unteren Flansch 16 und durch zwei entsprechende Schlitze, wie beispielsweise 33 im unteren Flansch 15. Die Querverbindungsstangen sind mit Gewinde und aufgeschraubten Muttern versehen, so daß der obere Teil des Ständers 1 in jeder gewünschten Höhe auf dem unteren Ständerteil festgestellt werden kann.
Der Rahmen 2 besteht ebenfalls aus zwie Flanschen 37,38, die durch Querträger 39 versteift und so befestigt sind, daß sie um eine rohrförmige obere Welle 41 (Fig. 3 und 6), welche durch das obere Ende der beiden Flansche 22, 23 des oberen Teils des Ständers 1 hindurchgeht, verschwenkt werden können Die beiden Enden der Welle 41 sind durch zwei BoI zcn 42 bzw. 43 mit zwei Flanschen 37, 38 des Rah meiis 2 fest verbunden. Zwei Ringe 44, 45, die au der Welle 41 mit Stiften 46 bzw. 47 befestigt sind halten den oberen Teil der beiden Flansche 22, 2. des Ständers in Anlage mit den inneren Flächen de beiden Flansche 37, 38 des Tisches.
Der Rahmen 2 ist in einfacher Weise nach bcidei
ίο Seiten der Horizontalen bis zu einem Winkel von 12C neigbar, was beispielsweise mit irgendeiner geeigne ten Betätigungsvorrichtung geschehen kann, wie elwi mit der dargestellten Betätigungsvorrichtung; diesi umfaßt eine Antriebswelle 51, an der beispielsweist ein Handrad oder eine Handkurbel angebracht wer den kann und die sich in einer Bohrung 52 des Flan sches 23 des Ständers sowie in einer Bohrung 53 it der mit diesem Flansch festverbundenen Auflage S< dreht. Mit der Welle 51 ist ein Antriebszahnrad 5!
fest verbunden, mit dem ein auf der Welle 57 befestigtes Zahnrad 56 in Eingriff steht. Die Welle 57 dreh sich in zwei Bohrungen 58 und 59 des Flansches 22 bzw. des Trägers 54. An der Welle 57 ist ein Kurbelzapfen 62 befestigt, der einen in bezug auf die Achse
as der Welle 57 exzentrischen, kreisförmigen Milnehmei 63 dreht. Dieser Mitnehmer steckt in einer radialer Öffnung 65 des Flansches 38 des schwenkbaren Rahmens 2. Auf der äußeren Fläche des Flansches 38 ist mit zwei Schrauben 67 eine die öffnung 65 verdek kende Verschlußplatte 66 befestigt.
Die Welle 51 verläuft durch einen kreisbogenförmigen, mit der Schwenkwelle 41 des Rahmens koaxialen Schlitz 71 durch den Flansch 38.
Auf den beiden Enden eines zwischen den Flan-
sehen 22 und 23 des Ständers angeordneten Verbindungsrohres 74 sind zwei mit Gewinde versehene Bolzen 75, 76 befestigt, welche durch entsprechende Löcher in den Flanschen verlaufen und außerdem durch zwei kreisbogenförmige, mit der oberen Welle 41 koaxiale Schlitze 77 bzw. 78 in den beiden Flanschen 37,38 hindurchgehen. Auf den beiden äußerer Enden der zwei Gewindebolzen 75, 76 können entsprechende Bauelemente, beispielsweise Schraubenmuttern vorgesehen sein, die durch Festschrauben au!
den Flanschen 37,38 des schwenkbaren Rahmens eir Feststellen des Rahmens in jeder gewünschten geneigten Stellung ermöglichen. Im vorliegenden Beispiel sind diese Festspannelemente Mitnehmer zum schnellen Festklemmen üblicher Art wie das Baueleso ment 81, das mit einem Bedienungsgriff 82 verseher ist.
Das obere Teil des Rahmens 2 dient zum Tragen des oben liegenden Tisches, der aus drei Platten 3. 4 und 5 besteht. Zu diesem Zweck sind unter den beiden seitlichen Rändern jeder Platte, beispielsweise der Platte 4 z. B. mit Hilfe der Schraube 87 zwei Gleitschienen 88,89 von U-förmigem Querschnitt befestigt, die eine Auflagefläche bilden, welche auf Rollen 92 ruht. Diese Rollen können sich je auf einei Achse 93 frei drehen, welche ihrerseits horizontal in dem oberen Teil des entsprechenden Flansches des Rahmens 2 befestigt ist. Auf anderen Rollen, wie z. B. 96 (siehe auch Fig. 10), die frei drehbar auf vertikalen, auf den oberen Schnittflächen des entsprechenden Flansches des Rahmens befestigten Achsen 97 sitzen, läuft die Stirn- bzw. Schnittfläche des inneren Schenkels der entsprechenden Gleitschiene.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Hubweg jeder Platte 3,4 und 5 nach vorn beschränkt, und zwar um eine vorbestimmte Strecke in der Größenordnung von 2 cm bzw. 4 cm bzw. 7,6 cm. Zu diesem Zweck ist für jede Platte an jeder Seite des Tisches ein aufhebbarer Anschlag, wie beispielsweise 101 (Fig. 3 und 11 bis 13) vorgesehen, der aus einem Anschlagblock besteht, welcher um eine horizontale Achse 102 im oberen Teil des entsprechenden Flansches des Rahmens 2 verschwenkbar ist. Jeder Anschlagblock liegt teilweise in einer viertelkreisförmigen Ausnehmung 104, die in die äußere Fläche des Flansches eingearbeitet ist und eine horizontale Kante 105 aufweist. Weiterhin befindet sich ein Teil jedes Anschlagblockes in einer rechteckförmigen Aussparung (bzw. einem Ausschnitt) im unteren Schenkel der entsprechenden beweglichen Gleitschiene. Wenn sich der Anschlagblock 101 in seiner in der Zeichnung dargestellten senkrechten Stellung befindet und die Begrenzung 107 der Aussparung in der entsprechenden Gleitschiene an dem Anschlagblock anstößt, dann ist die Gleitschiene festgelegt, weil sich der Anschlagblock selbst in Kontakt mit der ortsfesten Fläche 105 der Aussparung 104 im Rahmen 2 befindet. Wenn man den Anschlagblock 101 durch Verschwenken um seine Achse 102 in die horizontale Stellung bringt, so ist die Bewegung der Gleitschiene nicht mehr unterbrochen, weil sich der Anschlagblock im Inneren der Gleitschiene befindet, so daß man nun die Platten leicht fortbewegen kann, wenn es gewünscht ist.
Unter der hinteren Platte "* sind analoge, entsprechende, nicht dargestellte Anschlagblöcke vorgesehen, die um 90° im entgegengesetzten Sinne verschwenkbar sind, um eine zufällige Verschiebung des Gesamtaufbaus der Bühne nach hinten zu verhindern.
Auf den äußeren Flächen der Gleitschienen 88 und 89 sind an verschiedenen Stellen Vorsprünge oder Knöpfe 111 (Fig. 10) befestigt, an denen Gurte 112 zum Anschnallen des Patienten auf den Platten eingehängt werden können.
Die Fußauflage 8 besteht aus einer Querstrebe 121 (Fig. S, 9 und 17), die von zwei vertikalen Bolzen 122,123 getragen wird. Diese Bolzen gleiten in einer Führung und sind in ihrer Höhe mittels zwei Vorrichtungen 124,125 verstellbar, welche ihrerseits von zwei Stücken 126,127 getragen werden. Diese Stücke sind so angeordnet, daß sie in Längsrichtung in bezug auf die Platte 3 mittels zwei insgesamt mit 128 bzw. 129 bezeichneten Gleitsystemen verschoben werden können.
Jede Vorrichtung zur Höhenverstellung, wie z. B. 124 ist von bekannter Art (siehe den Schnitt in Fig. S) und besteht aus einer Buchse 281 üblicher Art, die an ihrem unteren Ende eine interne konische Verengung 284 aufweist.
In der Buchse 281 befinden sich kleine Kugeln 283, die durch eine Feder 287 gegen die konische Verengung gedrückt werden, wobei sich die Feder gegen eine Schulter 289 im oberen Teil der Buchse 281 abstützt. Auf dem Bolzen 122 ist eine Hülse 282 gleitend angeordnet, deren unteres Ende in die Buchse 281 eintritt und Längsschlitze 290 aufweist, in denen die kleinen Kugeln laufen. Das freie untere Ende dieser Hülse besitzt Gabeln 291, die geeignet sind, mit den Kugeln zusammenzuarbeiten. Das obere Ende der Hübe 282 ist mit einem Kragen 292 versehen, um diesen Kragen aus der Buchse fernzuhalten und außerdem die kleinen Kugeln 283 wegziehen zu können, damit der Bolzen 122 frei gleiten kann. Sobald die Hülse 282 gelockert wird, werden die Kugeln unter der Einwirkung der Feder 287 zwischen den Bolzen 122 oder der konischen Verengung festgeklemmt. Diese Vorrichtungen ermöglichen es so, die Fuß-
S stütze 121 hochzuziehen oder abzusenken, wobei diese Stütze in der Stellung stehenbleibt, in der man sie gerade beläßt. Man kann die Fußstütze auch in Längsrichtung durch Gleitbewegung der beiden Gleitsysteme 128,129 einstellen. Diese können ebenfalls in jeder gewünschten Lage mittels eines üblichen Blockierungssystems 135,136, beispielsweise gleichfalls vom Mitnehmertyp festgestellt werden.
Die Gleitsysteme 128 und 129 sind identisch und umfassen vier Längsträger 304, 305, 306 und 307,
is die fest mit der Platte 3 verbunden sind. Die Längsträger 304 und 305 haben einen quadratischen bzw. viereckigen Querschnitt und weisen auf den einander gegenüberliegenden Flächen beiderseits Profile 308 und 309 von L-förmigem Querschnitt auf, auf deren hori-
ao zontalen Schenkeln Anschlagblöcke 310 und 311 ruhen, die ihrerseits fest mit einem Teil 312 verbunden sind.
Unter den horizontalen Schenkeln der Profile 308 und 309 und zwischen diesen befindet sich eine Platte
as 313, durch die eine Schraube 314 hindurchgeht, die in das Teil 312 eingeschraubt und mit einem Kopf versehen ist, der einen seitlichen Handgriff aufweist. Beim Festziehen der Schraube 314 werden die horizontalen Schenkel der Profile 308 und 309 zwischen den Anschlagblöcken 310, 311 und der Platte 313 eingeschlossen, und damit wird die Fußstütze in Längsrichtung fest eingestellt.
Das weitere Feststellungssystem 136 ist mit der Vorrichtung 135 identisch, so daß auch dieselben Bezugszeichen für die gleichen Teile verwendet worden sind.
Die Kopfstütze 9 (Fig. 4, 8 und 18) wird ebenso wie die Fußstütze durch vertikale Bolzen, beispielsweise 152,153 getragen. Diese Bolzen sind in Vorrichtungen zur Höhenverstellung 154, 155, die mit den Vorrichtungen 124,125 identisch sind, gelagert, und zwar auf zwei Teilen 156,157. Diese Teile sind fest mit einer Fußplatte 159 verbunden, die mittels einer insgesamt mit 158 bezeichneten Längsführung in bezug auf die Platte 5 verschoben werden kann. Eine mit Kopfstütze verbundene Nackenstütze 151 wird ebenfalls von der Fußplatte 159 getragen, und zwar über zwei Vorrichtungen 162,163 zur Höhenverstellung.
Die Längsführung weist zwei fest mit der Platte 5 verbundene Längsträger 294 und 295 auf, die auf den gegenüberliegenden Seiten mit.Profilen 296 und 297 von L-förmigem Querschnitt versehen sind, wobei sich der eine horizontale Schenkel gegen einen fest mit
SS der Fußplatte 159 verbundenen Anschlagblock 298 und der andere gegen einen ebenfalls fest mit der Fußplatte verbundenen Anschlagblock 299 abstützt.
Unter den horizontalen Schenkeln der Profile 296 und 297 und zwischen ihren vertikalen Schenkeln ver läuft eine Schiene 300, durch die ein fest mit der Fuß platte 159 verbundener Gewindebolzen 301 hindurchgeht. Auf diesem Gewindebolzen ist eine Mutter 161 aufgeschraubt, der mit einem seitlichen Handgriff versehen ist und eine Feststellvorrichtung bildet. Ei
ist möglich, die Längsführung in jeder gewünschten Lage mittels des Feststellsystems zu blockieren Hierzu wird die Mutter 161 festgezogen, wodurch die horizontalen Schenkel der Profile 296 und 297 zwi-
sehen den Anschlagblöcken 298 und 299 einerseits und der Schiene 300 andererseits festgeklemmt werden. Man kann daher die Kopfstütze und die Nackenstütze zugleich in ihrer Höhe und ihrer Längsrichtung verstellen, um sie der Krümmung der zervikalen Wirbelsäule jedes Patienten anzupassen.
Der Vibrator 12, welcher eine im wesentlichen dünne, zylindrische Form aufweist, ist mittels einer mit diesem fest verbundenen Schelle 175 (Fig. 17) befestigt. Die Schelle kann auf zwei in Längsrichtung verlaufende Bolzen 176, 177 gleiten. Diese Bolzen werden von dem entsprechenden Ende des Gestells gehalten, so daß es möglich ist, die Stellung des im Betrieb befindlichen Vibrators der Größe bzw. Gestalt des Patienten anzupassen.
Man kann auch, wie weiter unten gezeigt werden wird, den Vibrator unter dem anderen Ende der Oberseite des Tisches anordnen, d. h. unter der Kopfstütze; diese Anordnung ist in Fig. 4 durch unterbrochene Linien bei 12 gezeigt. Hierzu wird die Schelle »° 175 auf zwei entsprechenden Bolzen 178, 179 angeordnet, die fest mit dem zugeordneten Ende des Rahmens verbunden sind. Legt man den vorliegenden Aufbau zugrunde und ordnet man den Vibrator in der zuletzt genannten Position an, dann kommt dieser hier tiefer als unter der Fußstütze zu liegen, weil die Ebene der in der Schelle 175 befindlichen Löcher einen bestimmten Abstand von der Achse des Vibrators besitzt.
Der Vibrator läßt sich in seiner jeweiligen Lage auf dem Tragbolzen mittels einer Flügelmutter 181 feststellen, die an einer Lasche der Schelle 175 angeordnet ist und einen Druck auf einen der Tragbolzen, beispielsweise auf den Tragbolzen 176, ausübt.
Der Vibrator ist im einzelnen in den Fig. 19 und 20 dargestellt. Er besitzt einen zylindrischen Körper 191, in dessen einem Ende ein Flanschboden 192 eingeschraubt ist. während das andere Ende mit einem durch eine Schraube 194 befestigten Boden 193 versehen ist. Der Boden 193 ist mit einer Kugelpatrone 196 versehen, in der ein Schlagbolzen 197 als Führung gleiten kann. Auf dem äußeren Ende dieses Schlag bolzens ist ein Querträger befestigt, der von zwei Bakken 199 begrenzt ist. Jede diese' Backen wird von ciiici wüiiuiig 2w2 tiuiciiüeiti, liurc. die jeweils ein Gurt 203 hindurchgesteckt werden kann, um die Knöchel, beispielsweise die Fußknöchel des Patienten daran zu befestigen.
Im Hinblick auf eine zusätzliche Verwendungsart weist der vom Schlagbolzen getragene Querträger 198 die Form einer Gleitführung auf, in der in entgegengesetzter Richtung zwei Gabelköpfe 207, 208 verschiebbar sind. Diese Gabelköpfe werden durch je eine Achse 211, 212, auf denen je eine sich frei drehende Rolle 213,214 vorgesehen ist, durchsetzt. Man kann die beiden Rollen einander annähern oder voneinander entfernen, was mit Hilfe eines Gewindebolzens 216 geschieht, der durch zwei entsprechende, mit gegenläufigem Gewinde versehene Löcher der beiden Gabelköpfe 207 und 208 hindurchläuft. Der Bolzen ist in den beiden Backen 199 gelagert, und ein Ende ist mit einem Betätigungsknopf 218 versehen.
Am inneren Ende des Schlagbolzens 197 ist ein Ansatz 221 befestigt, der durch einen Bolzen 222 (dessen weitere Aufgabe weiter unten erläutert wird) an einer Drehbewegung innerhalb des Körpers 191 gehindert wird. Der Bolzen 222 läuft gleichzeitig in einem Längsloch 223 des Bodens 193 und in einem Längsloch 224 des Ansatzes 221.
Der Schlagbolzen 197 wird durch eine schraubenförmige Druckfeder 226 in Richtung auf das Innere des Körpers 191 belastet. Die Enden der Feder stützen sich einerseits gegen den Boden 193 und andererseits gegen den Ansatz 221 ab.
Der Schlagbolzen 197 wird mit großer Geschwindigkeit periodisch entgegen der Kraft der Rückstellfeder 226 verschoben; das geschieht durch einen Mechanismus, der mittels eines elektrischen Motors 228 betrieben wird. Der Motor ist mit einem zum Flanschhoden 192 des Körpers 191 koaxialen Flansch 229 versehen. Die Schelle 175 ist auf diesem elektrischen Motor 228 befestigt.
Auf der Welle 231 des elektrischen Motors, die in das Innere des Körpers bzw. Gehäuses des Vibrators hineinragt, ist mittels einer Schraube 232 eine Platte 233 mit geneigter Fläche 234 befestigt. Diese Platte dreht sich in einem Rollenlager 235 und einem Kugellager 236, deren äußere Lagerschalen im Flanschboden 192 befestigt sind. Gegen die geneigte Fläche 234 der sich drehenden Platte wirkt eine Kugel 238, die frei drehbar in einer Scheibe 239 sitzt, welche ihrerseits mit einer Achse 242 fest verbunden ist. Diese Achse 242 kann axial in einer Bohrung der Achse 243 gleiten, ohne sich zu drehen. Die Achse 242 kann sich drehen, ohne axial im Ansatz 221 verschoben zu werden. Die Winkelbeziehung zwischen der Achse 242 und der Achse 243 wird durch eine Schraube 245 festgelegt, die radial in der Achse 243 verläuft und deren Ende in eine Längsnut der Achse 242 eingreift. Die Kugel 238 stützt sich gegen einen Kugelanschlagring 247 ab, der sich seinerseits über eine Unterlegscheibe 248 gegen den Außenring eines Kugellagers 249 abstützt. Das Kugellager 249 besitzt ebenso wie das Kugellager 236 geneigte Kontaktflächen. Der innere Ring des Kugellagers 249 ist auf die Achse 243 aufgepreßt bzw. -geschrumpft. Man kann die Winkeleinstellung der Achse 243 von der Außenseite des Apparates her mittels eines Betätigungsknopfes 251 verstellen. Dieser Betätigungsknopf ist auf dem entsprechenden Ende des Bolzens 222 befestigt, dessen inneres Ende ein Zahnrad 252 trägt, das sich in Eingriff mit einem auf der Achse 243 befestigten zweiten Zahnrad 253 befindet. Die Mitte der Kugel 238 befindet sich in einem vorbestimmten Abstand von der geometrischen Achse der Welle 242, und zwai ist dieser Abstand gleich dem Abstand zwischen dieser Achse und der Achse der Platte 233 mit der geneigten Fläche. Wenn die Achse 243 auf dem Ansatz 221 die in Fig. 19 veranschaulichte Winkellage einnimmt, bei welcher der Abstand der Kugel 238 zur Achse der mit der geneigten Fläche versehenen Platte ein Maximum ist, behält der Schlagbolzen 197 eine Axialbewegung mit maximalem Hub, wenn die Platte 233 durch den elektrischen Motor 228 in Rotation versetzt wird. Wenn nun mittels des Betätigungsknopfes 251 eine Einstellung vorgenommen wird, bei der die Kugel 238 der Achse der mit der geneigten Fläche versehenen Platte genähert ist, wird, wie leicht einzusehen ist, der axiale Hubweg des Schlagbolzens für jede Umdrehung der Platte herabgesetzt. Wenn man schließlich die Kugel 238 in die Mitte der Platte bringt, so ist der Hubweg des Schlagbolzens Null. Auf diese Weise hat man die Möglichkeit, die Länge des Hubweges des Schlagbolzens sehr genau einzustellen. Außerdem kann man die Frequenz der Vibrationen des Schlagbolzens einstellen, wenn man einen elektri-
sehen Motor 228 benutzt, dessen Geschwindigkeit beispielsweise mittels eines Rheostaten regel- bzw. einstellbar ist.
In der Fig. 2 ist mit 261 eine Vorrichtung bezeichnet, die es gestattet, die beiden Platten 4 und 5 miteinander an einer Seite fest zu verbinden. Eine ähnliche Vorrichtung 262 ist auf der anderen Seite vorgesehen, außerdem sind zwei andere, ähnliche Vorrichtungen 263 und 264 in ähnlicher Weise angeordnet; letztere dienen dazu, um die Platten 3 und 4 aneinander zu befestigen.
Diese Vorrichtungen sind in den Fig. 14 bis 16 im einzelnen dargestellt. Eine solche Vorrichtung weist eine kleine Platte 262 auf; ein Ende dieser Platte ist durch eine Niete 263 an der entsprechenden Gleitschiene der Platte S befestigt, während am anderen Ende in einem Schlitz 264 eine schnellwirkende, insgesamt mit 265 bezeichnete Klemmvorrichtung irgendeiner geeigneten bekannten Bauart vorgesehen ist. Diese Klemmvorrichtung umfaßt beispielsweise einen Nocken 266, der auf einer Klemme 267 vorgesehen ist, in deren Innerem ein Bolzen 268 gleitend geführt ist. Dieser Bolzen geht durch den Schlitz 264 und einen entsprechenden Schlitz 269 in der Gleitschiene der benachbarten Platten 4 hindurch und trägt einen Steg 271. Dieser Steg kann gegen die innere Fläche des Körpers der Gleitschiene angedrückt werden, so daß die beiden Gleitschienen der zwei entsprechenden Platten fest miteinander verbunden werden.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Tisches für die Vertebraltherapie ist folgende:
Die Bedienungsperson stellt ein für allemal die Höhe des Tisches entsprechend ihrer Größe ein, um diesen bequem bedienen zu können; das geschieht durch eine gleitende Verschiebung des oberen Teils 23 des Ständers 1 auf dessen unterem Teil 16, die nach Lockerung der nach der Einstellung wieder anzuziehenden Schrauben 24 und 25 möglich ist.
Der Patient wird mit dem Rücken auf den Tisch gelegt, und zwar in der Weise, daß sein Rücken auf der Platte 5 liegt, während sein Becken auf der Platte 4 ruht und sich seine Beine auf der Platte 3 befinden. Die Füße kommen auf die Fußstütze bzw. -auflage 8 und sein Kopf und Nacken entsprechend auf die Kopfstütze 9 und die Nackenstütze 151. Die drei letztgenannten Organe werden passend durch die oben beschriebenen Vorrichtungen in Längsrichtung sowie in ihrer Höhe eingestellt.
Die Vibrationseinrichtung 12 befindet sich in der oberen Lage, die in den Fig. 1 und 17 wiedergegeben ist, und die Fußknöchel des Patienten werden mit Hilfe von Gurten 203 mit dem Ende des Querträgers 198 der Vorrichtung verbunden. Mittels eines auf der Welle 51 befestigten Handrades oder einer entsprechenden Handkurbel wird der Tisch in der Weise geneigt, daß der Patient eine leicht abschüssige Lage einnimmt, d. h. sein Kopf liegt niedriger als seine Füße.
Der Neigungswinkel des Tisches von 12° führt zu guten Ergebnissen. Das Becken, der Rücken und der Kopf des Patienten werden auf diese Weise unter dem Einfluß der Schwerkraft nach unten gezogen, wobei diese Bewegung wegen der Einzelbeweglichkeit der drei Platten 3,4 und 5 vollständig frei erfolgen kann. Die Wirbelsäule wird ebenfalls natürlich in eine Dehnung versetzt. Daraufhin schaltet man den Vibrator ein, dessen Geschwindigkeit und Hubweg entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen eingestellt wird.
Der sehr schnell intermittierende, in Form einer axialen Vibration erzeugte Zug wird in Längsrichtung auf den gesamten Körper des Patienten übertragen und gestattet eine zusätzliche Dehnung der Wirbel-S säule durch Eigenzug auf die Zwischenwirbel- bzw. Bandscheiben und durch Auflösung der Muskelkontraktionen und der übermüßigen Reibung, die zwischen den »blockierten« artikularen oder Gelenkflächen herrscht. Wenn die Füße des Patienten in einer to hohen Stellung festgehalten werden, führen die Vibrationen zu einer dem Zusammendrücken entgegengesetzten Wirkung, die mit einer natürlichen Verlängerung der Wirbelsäule verbunden ist. Im Verlauf dieser Anwendung werden die Rollen 213, 214 der ts Vibrationseinrichtung nicht verwendet.
Außer dieser grundsätzlichen Anwendung kann der vorbeschriebene erfindungsgemäße Tisch zu zusätzlichen Verwendungen herangezogen werden:
Die Blockierung der zervikal-dorsalen Gelenke ist ao zuweilen besonders hartnäckig, so daß es in bestimmten Fällen zweckmäßig sein kann, auf diesen Bereich eine zusätzliche Zugeinwirkung auszuüben.
Zu diesem Zweck wird der Tisch im entgegengesetzten Sinne geneigt, um den Kopf in eine erhöhte is Lage zu bringen und den Rest des Körpers dazu zu benutzen, um die Zugbelastung zu erzeugen. Für diesen Anwendungsfall wird die Kopfauflage bzw. -stütze durch ein aus Gewebe bestehendes Kinnband ergänzt, mit dem der Kopf sorgfältiger festgelegt werden kann.
Weiterhin wird die Vibrationseinrichtung in der unteren Stellung angebracht, wie sie in Fig. 18 dargestellt ist, wobei man sie direkt mit dem unteren Teil der Fußplatte 159 verbindet. Das ist der einzige, ohnehin außergewöhnliche Anwendungsfall, bei dem die Vi brationseinrichtung selbst auf einen beweglichen Teil des Tisches einwirkt.
Der erfindungsgemäße Tisch läßt sich je nach dem Standort des Benutzers in zwei verschiedenen Ausführungsformen verwirklichen:
Bei der ersten dieser Ausführungsformen kann die Vibrationseinrichtung wahlweise an der Vorder- oder Rückseite des Tisches befestigt werden und der Tisch ist in beiden Richtungen neigbar. Diese Ausführungsform wurde weiter oben näher erläutert.
Bei der zweiten dieser Ausführungsformen sind die Platten 3 und 5 austauschbar, und der Tisch ist nur in einer Richtung neigbar.
Schließlich ist es in bestimmten Fällen erforderlich, zusätzlich eine Perkussion auf bestimmte Abschnitte der Wirbelsäule des Patienten auszuüben. Hierzu wird der Patient mit dem Bauch auf den Tisch gelegt, und die Vibrationseinrichtung 12 wird vom Tisch ab- und in die Hand genommen, und zwar in der Weise, daß man die Rollen 213, 214 über die in Frage kommen den Abschnitte der Wirbelsäule rollen kann. Es han delt sich dabei um eine tiefdringende Vibrationsmassage, die symmetrisch auf bzw. über den vertebralen Rinnen bzw. Schienen vorgenommen wird. Die Entfernung der beiden Rollen wird in der Weise einge- stellt, daS sie den Körper oberhalb der querliegenden oder artikularen (dorsaler Bereich) oder warzenförmigen (Lendenbereich) Knochenfortsätze bzw. Apophysen berühren. Außerdem werden Geschwindigkeit und Amplitude der Vibrationen auf optimale Werte
S5 eingestellt. Die Einstellung der Entfernung ermöglicht genaue Berührungen entsprechend den individuellen Eigenarten des Patienten und beim gleichen Patienten entsprechend den zu behandelnden Wirbeln.
Die wesentlichsten Vorteile des erfindungsgemäßen Tisches sind zusammenfassend folgende:
1. Die vorstehend genannten Einstellungen (Geschwindigkeit und Umlauf des Vibrationselements, Neigung des Tisches) können während des Betriebes vorgenommen werden, wobei alle Kombinationen möglich sind, die für ein optimales Funktionieren gefordert werden; hierbei kann den verschiedensten Anwendungsbedingungen Rechnung getragen werden, und zwar insbesondere je nach dem Alter, dem Gewicht, der Größe und dem Vertebralzustand jedes einzelnen Patienten sowie der angestrebten Einwirkung.
2. Die äußerst schnell wechselnde Zugeinwirkung (axiale Vibration) ermöglicht es, die Zugkräfte im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen zum Erzielen des gleichen Ergebnisses erheblich herabzusetzen, wodurch insbesondere ein beachtlicher Vorteil gegenüber den bekannten Dehnungstischen erreicht wird; es genügt daher für diesen Zweck, den Patienten auf den beweglichen Platten durch vorgesehene Gurte festzumachen, wozu die Vorsprünge, Haken oder Knöpfe an den seitlichen Teilen der Gleitschienen der Platten gegebenenfalls verwendet werden können.
3. In abschüssiger Lage werden durch die Gewichte, die jeder Wirbel getragen hat, Zugkräfte ausgeübt (oder wenigstens von einem diesen Lasten identischen Bruchteil).
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß eine vollständige Proportionalität zwischen den auf jeden Wirbel und jede Zwischenwirbelscheibe ausgeübten Zugkräften und den Gewichten besteht, die diese im stehenden (oder sitzenden) Zustand tragen.
4. Die Einstellung der Neigung (Abschüssigkeit)
gestattet es, unter Beibehaltung der Proportionalität zwischen den verschiedenen vertebraler Bereichen durch den Neigungsgrad des Tisches die Erheblichkeit der Zugkräfte auf jedem verte braten Abschnitt zu verändern.
Die Zugwirkung, welche der Längskomponente des Körpergewichts auf dem als geneigte Ebene anzusehenden Tisch entspricht, ändert sich beträchtlich gemäß dem Sinus des Neigungswinkels.
ίο Die im Ausführungsbeispiel auf 12° beschränkte Neigung kann selbstverständlich auch größer gewählt werden, obwohl sich der im Ausführungsbeispiel vorgeschlagene Neigungsbereich innerhalb der Grenzen einer für den Körper angenehm verträglichen und si cheren Behandlung hält, wie entsprechende Versuche gezeigt haben.
Für zusätzliche Anwendungen kann es ausnahmsweise erforderlich sein, die Platten in bezug auf das Gestell festzulegen. Zu diesem Zweck ist in Fig. 12
ao als Beispiel eine Vorrichtung gezeigt, um irgendeine der drei Platten, beispielsweise die Platte 5, auf dem Gestell 2 fest einstellen zu können. Diese Vorrichtung besteht aus einem abnehmbaren zylindrischen Dorn 321, der vorzugsweise mit einem gerändelten Kopl
as 322 versehen ist und gleichzeitig in ein Loch 323 dei Gleitschiene 88 dt« festzulegenden Platte und in ein Loch 324 des Rahmens 2 eingreift. Wenn sich diesei Dorn in der beschriebenen Stellung befindet, ist die entsprechende Platte gegenüber dem Gestell unbe weglich. Da es außerdem durch weiter oben beschrie bene Mittel möglich ist, die drei Platten miteinandei fest zu verbinden, kann man sie wahlweise alle fest mit dem Gestell verbinden. Selbstverständlich läßt sich gewünschtenfalls ein gleicher Dorn auf der ande ren Seite der Platte anbringen; genausogut könner auch entsprechende, durch die Gleitschienen der anderen Platten hindurchgehende Dorne vorgeseher werden.
Hierzu K) BIu(I Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Tisch zur Spondylo- oder VertebraUherapie mit einem Ständer mit einer horizontalen Neigungsachse, auf der ein Rahmen befestigt ist, welcher aus einer horizontalen Lage heraus neigbar ist und ein aus mehreren in derselben Ebene auf dem Rahmen aufeinanderfolgenden Platten zusammengefügtes Tischoberteil besitzt, wobei eine von einer Endplatte getragene Fußauflage und eine Vibrationseinrichtung an dem Rahmen angeordnet sind, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) die Platten (3, 4, 5) sind auf dem Rahmen (2) in einer zur horizontalen Neigungsachse (41) senkrechten Richtung frei beweglich und
b) die am Ende des Rahmens in unmittelbarer Nähe der Fußauflage angebrachte Vibrationseinrichtung (12) hat einen am Rahmen fest angeordneten Teil und einen beweglichen Teil, durch den eine hin- und hergehende Bewegung in einer axialen Richtung des Rahmens parallel zu der Richtung ausführbar ist, in der die Platten (3, 4, 5) frei bewegbar sind, wobei
c) der bewegliche Teil Gurte für die Festlegung der Knöchel eines auf den Tisch gelegten Patienten aufweist.
2. Tisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (S), welche der mit der Fußauflage (8) versehenen Platte (3) gegenüberliegt, eine Kopfauflage (9) aufweist.
3. Tisch nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Begrenzungsanschläge (101) für die Gleitbewegung bzw. Verschiebung jeder Platte (3, 4, 5) auf dem Rahmen (2).
4. Tisch nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Vorrichtungen (321 bis 324) zum Arretieren der Platten (3, 4, 5) auf dem Gestell (2).
DE19691937829 1968-10-16 1969-07-25 Tisch zur Spondylo- oder Vertebraltherapie Expired DE1937829C3 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR170147 1968-10-16
FR170147 1968-10-16

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1937829A1 DE1937829A1 (de) 1970-04-30
DE1937829B2 DE1937829B2 (de) 1977-07-14
DE1937829C3 true DE1937829C3 (de) 1978-02-16

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