DE193643C - - Google Patents

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DE193643C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C22/00Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C22/70Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using melts
    • C23C22/72Treatment of iron or alloys based thereon

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 193643 KLASSE 48 *Z. GRUPPE
auf Eisen und Stahl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. September 1906 ab.
Es ist bereits bekannt, Eisen- oder Stahlgegenstände mit einem Schutzüberzug zu versehen, indem man die Gegenstände mit heißer konzentrierter Natron- oder Kalilauge, welche mit Eisenoxyd übersättigt ist, behandelte, wodurch ein Eisenoxyduloxydüberzug entstand. Es sind ferner Verfahren bekannt, nach denen durch Einwirkung von überhitztem Dampf, heißer Luft oder Kohlenstoff-Sauerstoff-Verbindungen ein gegen Rosten schützender Eisenoxyduloxydüberzug erhalten wird. Die vorliegende Erfindung besteht darin, die bekannte oxydierende Mischung von Alkalinitraten zur Bildung eines rostschützenden
Überzuges für Eisen- oder Stahlgegenstände zu verwenden, um hierdurch einen möglichst einfach und billig herzustellenden, dichtkörnigen, festhaftenden und biegsamen Überzug für die Gegenstände zu erhalten, welcher der Einwirkung der Atmosphäre gut Widerstand leistet. ' ,
Das Verfahren besteht darin, daß das Eisen oder der Stahl bei einer verhältnismäßig geringen Temperatur mit einem Sauerstoff enthaltenden Salz behandelt wird, wie beispielsweise Natrium oder Kaliumnitrat, welches ohne Abgabe von Sauerstoff schmelzbar ist. Durch Behandlung der Gegenstände nach diesem Verfahren entsteht eine gegen Rost schützende Schicht, welche nicht absplittert und nicht rissig werden kann.
Die zuvor von Schmutz und Rost befreiten Gegenstände werden in einem Bad aus geschmolzenem Natrium oder Kaliumnitrat für eine gewisse Zeitlang behandelt, wobei die Behandlungsdauer sich je nach der Natur des Gegenstandes und der Dicke des gewünschten Überzuges richtet. Gewünschtenfalls kann das Bad aus einer Mischung der genannten beiden Salze bestehen, wobei der bekannte Vorteil auftritt, daß die Mischung bei einer niedrigeren Temperatur als jedes Salz für sich schmilzt, so daß die Gefahr verringert wird, daß zum Schluß getemperte Gegenstände beschädigt werden. Die Behandlung in dem Bad kann eine Minute lang oder auch bis zu einer Stunde vorgenommen werden. Das Bad muß in einem völlig geschmolzenen Zustande gehalten werden, jedoch braucht die Temperatur nicht höher zu sein, als um diesen Zustand zu erreichen, so daß getemperte Gegenstände in dem Bad behandelt werden können, ohne daß deren Härtegrad geändert wird. Man könnte auch die Gegenstände, anstatt sie in ein Bad zu legen, bis zu einer den Schmelzpunkt des Überzugsmittels etwas übersteigenden Temperatur erwärmen und dann die Gegenstände mit dem Mittel besprengen. Die Gegenstände erhalten hierdurch nach den Angaben des Erfinders einen Schutzüberzug von Eisenoxyduloxyd. Nach dieser Behandlungsweise werden die
Gegenstände gewaschen, um das Nitrat zu entfernen, und dann in gebräuchlicher Weise getrocknet. Das abgewaschene Nitrat kann durch Konzentration des Waschwassers wiedergewonnen werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Verfahren zur Herstellung eines
    Schutzüberzuges von Eisenoxyduloxyd auf
    ίο Eisen und Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisen- oder Stahlgegenstände in ein Bad aus geschmolzenem Natrium- oder Kaliumnitrat oder aus beiden gelegt und in ihm während einer sich je nach der Natur des Gegenstandes' und der Dicke des gewünschten Überzuges sich richtenden Zeitdauer behandelt werden.
  2. 2. Äusführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenstände nach ihrer Erwärmung bis zu einer etwas höher als die Schmelztemperatur der Nitrate liegenden Temperatur mit dem Natrium- oder Kaliumnitrat oder mit beiden besprengt werden.
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