DE1935358C - Verfahren zur Herstellung von O Acyldecarbamyl mitomycin C den vaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von O Acyldecarbamyl mitomycin C den vatenInfo
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Description
| H2N η | r | 0 | η—CH2OCOR |
| H3C-J | A-OCH3 | ||
| \η |
CH1OCOR
H-/
(H)
Die Durchführung des Verfahrens der Erfindung erfolgt zweckmäßig wie folgt: Ein Diacylderivat von
Decarbamyl-mitomycin C der allgemeinen Formel II wird in einem mit Wasser mischbaren organischen
Lösungsmittel, beispielsweise Äthanol, Methanol, Aceton, Tetrahydrofuran oder Dimethylformamid gelöst,
und die Lösung wird mit einer schwach alkalischen Lösung, beispielsweise einer Lösung von Natriumbicarbonat.
Natriumcarbonat oder Ammoniak, versetzt. Das Gemisch wird bei Raumtemperatur stehengelassen,
wobei zunächst die an die Aziridinogruppe gebundene Acylgruppe abgetrennt wird. Die Reaktionsgeschwindigkeit
hängt von den Eigenschaften des Ausgangsproduktes und des Hydrolysierungsmittelsab.
Durch Wahl des Hydrolysierungsmittels und der Reaktionszeit kann erreicht werden, daß hauptsächlich
das Produkt der Formel I gebildet wird und keine Hydrolyse der O-Acylgruppe eintritt. Wenn beispieis-
weise die Umsetzung bei Raumtemperatur in IO%iger Natriumbicarbonatlösung durchgeführt wird, so sind
Tür die Hydrolyse der O-Acylgruppe etwa 48 Stunden erforderlic.i, wenr R die Methylgruppe ist, und etwa
24 Stunden, wenn R die Chlormethylgruppe ist.
Die in dem Verfahren gemäß der Erfindung verwendeten Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel
II können hergestellt werden, indem man die Verbindung der Formel
in der R dk oben angegebene Bedeutung hat, einer Teühydrolyse mit schwachem Alkali unterwirft.
H3C
CH7OH
OCH3
NH
NH
(III)
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von O-Acyl-decarbamyl-mitomycin-C-derivaten
der allgemeinen Formel
CH7OCOR
C-OCH3
NH
(D
in der R ein Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder der Chlormethylrest ist, das dadurch gekennzeichnet
ist. daß man ein Diacyl-decarbamyl-mitomycin-C-derivat
der allgemeinen Formel
mit einem Acylierungsmittel, beispielsweise einem Säurehalogenid in Gegenwart einer organischen Base
oder einer niedrigmolekularen Carbonsäure in Gegenwart eines dehydratisierenden Kondensationsmittels,
wie Dicyclohexylcarbodiimid, umsetzt.
In der folgenden Tabelle sind die für eine Wachs-45.
tumsinhibierung verschiedener pathogener Bakterien erforderlichen Mindestkonzentrationen (v/ml) einiger
nach dem Verfahren der Erfindung erhaltener Verbindungen und ihre Toxizität angegeben. Es zeigt
sich, daß die Produkte starke antibakterielle Wirkung und eine geringe Toxizität (LD50 bei intravenöser
Verabreichung an Mäusen), d. h. einen guten therapeutischen Index besitzen. Ihre Wirkung gegenüber Tumoren
ist gleich oder stärker als diejenige von Mitomycin C.
H, N
CH2OCOR
(Π)
N — COR
in der R die oben angegebene Bedeutung hat, einer T^ilhydrolyse mit schwachem Alkali unterwirft.
| R in Formel | CFi3 | QH5 | I | ClCH, | |
| Bakterien | |||||
| 0,0039 | 0,0156 | 0,195 | |||
| Bacillus subtilis. | |||||
| 60 ATCC 6633 | 0,156 | 0.24 | 3,125 | ||
| Escherichia coli, | |||||
| ATCC 14948 | 0,048 | 0.092 | 6,24 | ||
| Staphylococcus aurcus, | |||||
| 6<5 ATCC 21027 | 3,12 | 6,24 | 25 | ||
| Pscudomonas acrugi- | 88 | 45 | |||
| nosa, ATCC 15246 .. | |||||
| LD50 (mg/kg) |
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.
100 mg Diacetyl-decarbamyl-mitomycin C wurden in etwa 2 ml Aceton gelöst, und der Lösung wurden
5 ml einer 10%igen wäßrigen Natriumbicarbonatlösung zugesetzt. Das Gemisch wurde 2 Taae bei Raumtemperatur
stehengelassen und dann mif Äthylacetat extrahiert. Der Extrakt wurde mit wasserfreiem Natriumsulfat
getrocknet, filtriert, und zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wurde durch Silicaeel-Chromatographie
gereinigt (50 g Silicagel). Durch Entwickeln und Eluieren mit einem Gemisch aus Chloroform und Aceton in Verhältnis 1:1 wurde zunächst
eine geringe Menge an nicht umgesetztem Ausgangsmaterial und d-.nn O-Monoacetyl-decarbamylmitomyein
C erhalten. Die Hauptfraktion wurde im Vakuum eingedampft, wobei 59,5 mg eines kristallinen
Pulvers vom Schmelzpunkt 178 bis 180" C erhalten
wurden. Das Infrarotspektrum ist in F i g. 1 gezeigt.
B e i s ρ i e 1 2
300 mg Dichloracetyl - decarbamyl - mitomycin C wurden mit 5 ml Aceton und 15 ml einer 10%igen
wäßrigen Natriumbicarbonatlösung versetzt. Das Gemisch wurde 24 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen
und dann mit Äthylacetat extrahiert. Der Extrakt wurde mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet
und filtriert, und das Filtrat wurde im Vakuum zur Trockne eingedampft. Durch Umkristallisieren des
Rückstandes aus Methanol wurden 160 mg kristallines O-Monochloracetyl-decarbamyl-mitomycin C erhalten.
Das Infrarotspektrum ist in F i g. 2 gezeigt.
hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von O-Acyl-decarbamyl-mitomycin-C-derivaten der allgemeinen Formel(Din der R u.i Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder der Chlormethylrest ist, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Diacyldecarbamyl-mitomycin-C-derivat der allgemeinen Formel
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP5164568 | 1968-07-23 | ||
| JP5164568 | 1968-07-23 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1935358A1 DE1935358A1 (de) | 1970-02-12 |
| DE1935358C true DE1935358C (de) | 1973-04-05 |
Family
ID=
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