DE1928603C2 - Magnesiumhaltige Aluminiumlegierung für Leiterzwecke - Google Patents

Magnesiumhaltige Aluminiumlegierung für Leiterzwecke

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DE1928603C2
DE1928603C2 DE1928603A DE1928603A DE1928603C2 DE 1928603 C2 DE1928603 C2 DE 1928603C2 DE 1928603 A DE1928603 A DE 1928603A DE 1928603 A DE1928603 A DE 1928603A DE 1928603 C2 DE1928603 C2 DE 1928603C2
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/003Alloys based on aluminium containing at least 2.6% of one or more of the elements: tin, lead, antimony, bismuth, cadmium, and titanium

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf magnesiumhaltige Aluminiumlegierungen für Leiterzwecke.
Derartige Legierungen sind aus der USA-Norm ASTM 5005 bekannt.
Diese bekannten Legierungen, die nicht aushärtbar und lediglich durch Verformung verfestigbar sind, haben eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit von ca. 53% IACS, aber eine relativ geringe Zugfestigkeit von etwa N/mm2. Bei Hochspannungs-Freileitungen hat man diese Legierungen infolgedessen in Form stahlverstärkter Aluminiumleiter eingesetzt, was jedoch insbesondere hinsichtlich des Herstellungsaufwands, der Korrosionsanfälligkeit und des Leitfähigkeitsverlustes nachteilig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Aluminiumlegierungen für Leiterzwecke verfügbar zu machen, die sich durch eine gute Kombination von hoher elektrischer Leitfähigkeit mit guten mechanischen Festigkeitseigenschaften auszeichnen.
In Lösung dieser Aufgabe sind die erfindungsgemäßen Aluminiumlegierungen dadurch gekennzeichnet, daß sie aus 0,01 bis 0,6% Antimon, 0,05 bis 0,6% Magnesium, insgesamt bis zu 1,5% eines oder mehrerer der Elemente Eisen, Kupfer, Zink, Nickel, Mangan und Tellur, vorzugsweise nur Eisen und/oder Kupfer, einschließlich der herstellungsbedingten Verunreinigungen des Aluminiums, und Rest Aluminium bestehen.
In Gestalt der Aluminium-Magnesium-Silicium-Legierungen nach USA-Norm ASTM 6201 sind zwar Legierungen mit hoher elektrischer Leitfähigkeit von z. B. circa 52% IACS und guter Zugfestigkeit von z. B. circa 314 N/mm2 bekannt Diese Legierungen müssen jedoch durch Wärmebehandlung ausgehärtet werden, was aufwendig ist und daher einer weiten Verbreitung dieser Legierungen im Wege stand. Demgegenüber beruhen die guten Festigkeitseigenschaften der erfindungsgemäßen Legierungen auf einem Dispersionshärtungseffekt durch in der Aluminiummatrix gleichmäßig dispergierte, intermetallische Sb-Mg-Verbindungen, chne daß hierdurch die elektrische Leitfähigkeit nennenswert beeinträchtigt würde. Eine Wärmebehandlung zur Aushärtung ist nicht erforderlich, und die erfindun<*sgemäßen Legierungen können ebenso leicht wie oder sogar noch leichter als die bekannten Legierungen nach der USA-Norm ASTM 5005 verarbeitet werden. Die erfindungsgemäßen Legierungen können im harten, halbharten oder weichen Zustand eingesetzt werden, wobei ein besonders breiter nutzbarer Glühtemperaturbereich hervorzuheben ist Die erfindungsg&näßen Legierungen besitzen ein gutes Leitfähigkeit-Festigkeit-Verhältnis, insbesondere bei gleicher Festigkeit eine höhere elektrische Leitfähigkeit und bei gleicher elektrischer Leitfähigkeit eine höhere Festigkeit als die bekannten Legierungen nach der USA-Norm ASTM 5005. Außerdem zeichnen sich die erfindungsgemäßen Legierungen durch hohe Dehnung und leichte Verarbeitbarkeit zu Feindraht aus, was insbesondere bei Leitern für Kommunikationszwecke, für Anwendungen in Gebäuden und für Spulen von Vorteil ist.
Die Gehaltsgrenzen von Antimon und Magnesium bei den erfindungsgemäßen Legierungen beruhen darauf, daß ein Antimongehalt von weniger als 0,01% oder ein Magnesiumgehalt von weniger als 0,05% nicht genügend intermetallische Sb-Mg-Verbindungen ergibt, um die Eigenschaften der Legierung hinlänglich zu verbessern, während durch einen Antimon- oder Magnesiumgehalt von mehr als 0,6% die Fließfähigkeit des geschmolzenen Metalls herabgesetzt wird, so daß »gesunde« Gußbarren nur schwer zu erhalten sind.
Insbesondere ein zu hoher Antimongehalt führt nicht nur zu einer merklichen Verschlechterung der Verarbeitbarkeit der Legierung, sondern auch zu einer Kornvergröberung der Sb-Mg-Verbindungen, wodurch der Effekt bezüglich der Festigkeitsverbesserung schwächer wird, während ein zu hoher Magnesiumgehalt den Gehalt der Legierung an löslichem Magnesium erhöht und dadurch die elektrische Leitfähigkeit beträchtlich verringert.
Der Gehalt an Antimon bzw. Magnesium ist nicht an einen Prozentsatz im Äquivalentverhältnis der zwischen der beiden Metallen gebildeten Verbindung gebunden, da überschüssiges Antimon oder Magnesium nicht schadet und bei der großtechnischen Verwendung der Legierung keine Schwierigkeiten macht, sofern nur die Gehalte der Legierung an diesen beiden Metallen innerhalb der vorstehend genannten Grenzwerte liegen.
Insgesamt bis zu 1,5% eines oder mehrerer der EIemente Eisen, Kupfer, Zink, Nickel, Mangan und Tellur sind zugelassen oder werden sogar bewußt zugegeben, um die erwähnten Legierungseigenschaften noch weiter zu verbessern, ohne die Ausbildung der intermetal-
10
15
20
tischen Sb-Mg-Verbindungen grundsätzlich zu stören. Ein Gehalt von mehr als 1,5% solcher Elemente verringert jedoch die elektrische Leitfähigkeit, die Korrosionsbeständigkeit und die Verarbeitbarkeit der Legierungen, so daß sie nicht mehr gut als Werkstoff für elektrische Leiter einsetzbar sind. Alle diese Elemente, deren Bindungsenergie mit Antimon oder Magnesium kleiner ist als diejenige zwischen Antimon und Magnesium, besitzen in den erfindungsgemäßen Legierungen nahezu die gleiche Wirkung, wobei jedoch ein Zusatz von Kupfer und/oder Eisen besonders wirksam ist
Für die erfindungsgemäßen Legierungen kann man Aluminiumbarren handelsüblicher Reinheit verwenden. Bevorzugt findet jedoch Aluminium mit einer Reinheit von mehr als 99,5% Verwendung.
In den Ansprüchen 3 bis 5 sind bevorzugte Gehaltsgrenzen für Antimon, Magnesium und die weiteren Elemente angegeben.
Bei der Herstellung von Drähten für Leiterzwecke aus den erfindungsgemäßen Legierungen können herkömmliche Verfahren mit den wesentlichen Schritten Vergießen, Warmverformen und dann Kaltziehen angewendet werden. Insbesondere kann man folgendermaßen vorgehen: Antimon wird schmelzflüssigem Aluminium, einer binären Legierung, wie Al-Fe oder Al-Cu, oder einer ternären Legierung, wie Al-Cu-Fe, zugegeben, worauf man der Schmelze Magnesium zusetzt Hierauf wird die Schmelze zu Drahtstangen verarbeitet wobei man ein kontinuierliches Gieß- und Walzverfahren unter Verwendung von Drehformen anwendet oder Barren, die durch Gießen unter Anwendung von Wasserkühlung erhalten wurden, vorerhitzt worauf man sie leicht zu Drahtstangen verarbeiten kann, indem man sie entweder mittels eines Drahtwalzwerks walzt oder heiß strangpreßt Der so erhaltene Stangendraht wird dann durch Kaltziehen auf einer kontinuiei .ich arbeitenden Hochgeschwindigkeitsziehmaschine zu verformungsverfestigtem Leitungsdraht vom gewünschten Kaliber herabgezogen, der für Freileitungen oder Verteilerleitungen geeignet ist.
So hergestellter harter Leitungsdraht kann durch Glühen bei einer Temperatur von 150 bis 500° C in einen halbharten oder weichen Aluminiumleiter umgewandelt werden, der insbesondere für Kommunikationsleiter, Hausleitungen und Spulenwicklungen geeignet ist. Eine Glühtemperatur zwischen 150 und 5000C ist günstig, da unabhängig vom Verformungsgrad durch Glühen unter 1500C weder die bei einem halbharten oder weichen Leitungsdraht erforderliche Dehnung noch eine Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit zu erzielen ist, während oberhalb von 5000C eine zu starke Kornvergröberung erfolgt durch die die Dehnung und die Biegsamkeit des Drahts schlechter werden und eine zunehmende Schwankungsbreite in der Qualität auftritt.
Eine besonders günstige Möglichkeit zur Herstellung von halbhartem Leitungsdraht mit günstigen Eigenschaften besteht darin, verformungsverfestigten Draht zu glühen und anschließend um weniger als 50% kaltzuziehen.
Verfahrensschritte, wie sie vorstehend für die Verarbeitung der erfindungsgemäßen Legierungen beschrieben worden sind, sind bei der Verarbeitung von Legierungen zu Drähten weithin üblich, vgl. zum Beispiel »Aluminium-Taschenbuch«, 1963.12. Aufl., Seiten 28,29, 270,271,364.
Die in dieser Patentschrift angegebenen Prozentgehalte bedeuten jeweils Gewichtsprozent.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
4
Beispiel 1
Mittels üblicher Schmelz- und Gießverfahren werden erfindungsgemäße sowie zum Vergleich andere Legierungen mit der in der nachstehenden Tabelle angegebenen Zusammensetzung unter Wasserkühlung zu 10,16 χ 10,16 cm großen Stangenbarren vergossen, worauf man die Barren auf einer Drahtwalzmaschine bei 4500C zu Stangendraht mit einem Durchmesser von 13 mm heißwalzt die dann zu 3,2 mm starken Harvdrähten kaltgezogen werden. Die Zugfestigkeit und elektrische Leitfähigkeit bei 200C dieser Drähte wird hierauf gemessen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle II aufgeführt
Tabelle I Zusammensetzung, Gew.-% Mg Fe Cu Al
Legierung Sb
Nr. 0,2 Rest
Erfindungsgemäß 0,05 03 Rest
1 0,1 03 Rest
2 0,2 03 Rest
3 03 0,6 Rest
4 0,5 02 03 Rest
5 0,05 0,4 0,4 Rest
6 0,1 03 03 Rest
7 0,05 0,4 03 Rest
8 0,1 0,4 0,1 Rest
9 03 0,1 0,1 Rest
10 02 0,1 0;15 Rest
11 02 0,05 0,1 03 Rest
12 0,05 0,1 0,15 0,4 Rest
13 0,1 0,1 0,4 03 Rest
14 0,15 02 03 03 Rest
15 0,15 0,6 0,5 03 Rest
16 0,15 0,15 03 03 Rest
17 0,2 035 0,4 0,15 Rest
18 02 03 02 02 Rest
19 02 0,25 025 02 Rest
20 0,25 03 0,45 0,1 Rest
21 03 0,6 03 0,4 Rest
22 03 0,2 03 0,2 Rest
23 0,45 0,5 0,5 0,05 Rest
24 0,5
25
Vergleichslegierungen
60
65
1 (ECAl)+ 4
2 5 0,6
3(ASTM 6
5005) 7
0,2
03
0,8
0.3
(ECAl)+ = Aluminium für elektrische Leiter
0,15 Rest
0,15 Rest
0,15 - Rest
0,4 _ Rest
0.15 0,4 Rest
0,45 0,3 Rest
0,5 0,1 Rest
0,5 0,1 Rest
Tabelle II
Legierung
Zugfestigkeit N/mm2
Erfindungsgemäß
1 227
2 249
3 251
4 292
5 300
6 243
7 252
8 256
9 267
10 253
11 245
12 250
13 243
14 251
15 253
16 247
17 315
18 247
19 249
20 284
21 244
22 247
23 297
24 257
25 251
Vergleichslegierungen
1
2
3
4
5
6
7
8
Tabelle III
175
179
241
200
198
218
214
228
Leitfähigkeit (% !ACS)
54,2 54,0 56,9 55,2 55,8 55,2 563 57,0 56,8 57,6 56,2 56,8
525 57,0 553 54,8 563 563 53,1 56,4
62,1 59,6 53,2 582 57,0 57,1 57,7 542 Aus der Tabelle II ist klar zu ersehen, daß alle erfindungsgemäßen Legierungen eine im Vergleich zu Aluminium für elektrische Leiter (Vergleichslegierung 1) verbesserte Zugfestigkeit ohne Beeinträchtigung der elektrischen Leitfähigkeit aufweisen, während bei der Vergleichslegierung 2, die man durch Zusatz von Antimon zur Vergleichslegierung 1 erhält, der Antimonzusatz nur eine Verringerung der elektrischen Leitfähigkeit im Vergleich zur Vergleichslegiemng 1 (Aluminium
ίο für elektrische Leiter) bewirkt
Aus den Ergebnissen kann geschlossen werden, daß die in den Aluminiumlegierungen der Erfindung gebildeten und in Aluminium dispergierten Mg-Sb-Verbindungen zur Erhöhung der Festigkeit beitragen und deshalb die Erhöhung der Festigkeit keine wesentliche Verringerung der Leitfähigkeit nach sich zieht. Insbesondere besitzen die aus den erfindungsgemäßen Aluminiumlegierungen, die als Element, dessen Bindungsenergie mit Antimon oder Magnesium kleiner ist als diejenige von Antimon-Magnesium-Verbindungen, Kupfer oder Eiserr enthalten, hergestellten Hartdrähte eine um 1 % bis 3% IACS höhere elektrische Leitfähigkeit und eine um 2 bis 5 kp/mm2 größere Zugfestigkeit als die bekannte ASTM 5005-Legierung (Vergleichslegierung 3).
Wie aus dem Vorstehenden ersichtlich is?, besitzen die Legierungen der Erfindung in ausgehärtetem Zustand hervorragende Eigenschaften und können für zahlreiche verschiedene Anwendungszwecke, z. B. für Aluminiumlegierungslitzenkabel mit Stahlseele und Ganzaluminiumlegierungslitzenkabel als Leiter für verschiedene Kraftstrom- und Verteilerleitungen verwendet werden.
Beispiel 2
Aus den in der Tabelle I aufgeführten erfindungsgemäßen Legierungen 1,12 und 21, sowie den Vergleichslegierungen 1 und 3 werden durch Gießen und Heißwalzen, wie in Beispiel 1 beschrieben, Drahtstangen mit einem Durchmesser von 8 mm hergestellt, die dann mit einer Stärkeverminderung von 99% kaltverformt und anschließend 3 Stunden bei verschiedenen, in Tabelle III aufgeführten Temperaturen geglüht werden, wodurch man halbharte oder weiche Drähte erhält. Die Zugfestigkeit und elektrische Leitfähigkeit bei 200C dieser Drähte wird gemessen. Die Ergebnisse bind in der Tabelle III aufgeführt.
Legierung
Eigenschaften
Glühtemperatur, "C
220 240
145 300 400 500 600
149 6,0
60,1
138 137 137 ^24
2,0
59,2
139 21
603
20
603
20
eo3
13
60,1
147 5,0
60,2
136 136 135 124
1,5
59,5
149 20
60,3
21
60,3
19
60,3
16
60,0
156 4,5
58.1
147 147 147 14!
1.0
57,2
58,2 20
58,3
20
58.2
16
58,2
Erfindi<ngsgemäße
Legierung 1
Erfindungsgemäße
Legierung 13
Erfindungsgemäße
Legierung 21
Zugfestigkeit, N/mm2
Dehnung,% Leitfähigkeit (% IACS)
Zugfestigkeit, N/mm* Dehnung, % Leitfähigkeit (% IACS)
Zugfestigkeit. N/mm2 Dehnung, % Leitfähigkeit r% IACSi
Tabelle MI (Fortsetzung)
Legierung
Eigenschaften
Glühlemperatur. "C
240 JOO
400
500
600
Vergleichslegierung ',
(ECAI)
Vergleichslegierung 3
(ASTM 5005)
Zugfestigkeit,
N/mm2
Dehnung, %
Leitfähigkeit
(% IACS)
Zugfestigkeit,
N/mm2
Dehnung, %
Leitfähigkeit
(% IACS)
100
71
64
61
59
3,1 4,0 20 19 19 9
62.4 62,6 63,0 63,0 63.0 62,6
157 118 118 114 108 107
1.8 4.0 20 17 13 7
54,1 55.1 55.1 55.1 55.1 54,9
Wie aus der Tabelle III zu ersehen ist, besitzen die Aluminiumlegierungen der Erfindung einen wesentlich
und bessere Eigenschaften als die herkömmliche Aluminiumlegierung für elektrische Leiter (Vergleichslegierung I) und die Vergleichslegierung 3, die einen sehr schmalen Glühtemperaturbereich besitzen, in dem man halbharte und weiche Drähte erhalten kann. Somit kann bei den Aluminiumlegierungen der Erfindung sehr leicht eine Giühtemperatur eingehalten werden, bei der man halbharte oder weiche Drähte erhält, so daß bei der Herstellung solcher Drähte aus Aluminiumlegierungen der Erfindung fast keine Schwankungen in der Produktqualität auftreten.
Beispiel 3
Analog dem Verfahren von Beispiel 1 werden aus den erfindungsgemäßen Legierungen 6, 11 und 18 und der Vergleichslegierung 1 von Tabelle I Drahtstangen hergestellt und mit einer Stärkeverminderung von mehr als 89% kaltgezogen, worauf man sie bei 3000C glüht und
Tabelle IV
dann erneut mit verschiedenen Stärkeverminderungen von 10%, 2.}%. 40% bzw. 60% zu halbharten Drähten jo kaltzieht. Die Zugfestigkeit, Dehnung und elektrische Leitfähigkeit dieser Drähte wird gemessen und ist in der Tabelle IV aufgeführt.
Legierung
Eigenschaften
Slärkeverminderung beim Kaltziehen nach dem Weichglühen 10% 20% 40% 60%
Erfindungsgemäße Zugfestigkeit, 106 117 143 116
Legierung 6 N/mm2
Dehnung, % 16 7,2 4.0 2.4
Leitfähigkeit 62,5 62,4 62.3 623
(% IACS)
Erfindungsgemäße Zugfestigkeit, 114 123 152 171
Legierung 11 N/mm2
Dehnung, % 15 6,8 4.0 2.4
Leitfähigkeit 62,6 62,5 62,4 623
(% IACS)
Erfindungsgemäße Zugfestigkeit. 136 147 179 198
Legierung 18 N/mm2
Dehnung, °/o 12 6,0 3,6 2,0
Leitfähigkeit 61.2 61.1 61,0 61,0
(% IACS)
Vergleichslegierune 1 Zugfestigkeit, 80 88 120 141
(ECAl) N/mm2
Dehnung, % 13,0 43 3,0 1,0
Leitfähigkeit 62,8 62,6 62.6 62,6
(% IACS)
Aus der Tabelle !V ist klar ersichtlich, daß die harten Drähte aus den Aluminiumlegierungen der Erfindung durch Glühen und anschließendes Kaltverformen in halbharte Drähte umgewandelt werden können, die ausgezeichnete Eigenschaften besitzen, wie sie bei halbharten Drähten aus herkömmlichem Aluminium für elektrische Leiter (Vergleichslegierung 1) nicht zu erreichen 65
Somit können die Aluminiumlegierungen der Erfindung in Form von Hartdrähten als Leiter für verschiedene Kraftstrom- und Verteilerhochleitungen und als halbharte oder weiche Drähte, die man aus den Hartdrähten durch Glühen und gegebenenfalls anschließendes Kaltziehen erhalten kann, für Verständigungssysteme, Hausleitungen oder Spulen verwendet werden.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Magnesiumhaltige Aluminiumlegierung für Leiterzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus 0,01 bis 0,6% Antimon, 0,05 bis 0,6% Magnesium, insgesamt bis zu 1,5% eines oder mehrerer der Elemente Eisen, Kupfer, Zink, Nickel, Mangan und Tellur, vorzugsweise nur Eisen und/oder Kupfer, einschließlich der herstellungsbed-ngten Verunreinigungen des Aluminiums, und Rest Aluminium besteht.
2. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eingesetzte Aluminium einen Reinheitsgrad von mehr als 99,5% besitzt
3. Legierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antimongehalt 0,03 bis 0,4%, vorzugsweise bis 03%, beträgt
4. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnesiumgehalt 0,05 bis 0,5%, vorzugsweise 0,08 bis 0,4%, betragt
5. Legierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Einzelgehalt an Eisen oder Kupfer oder Zink oder Nickel oder Mangan oder Tellur 0,05 bis 0,6%, vorzugsweise 0,05 bis 0,5%, und der Gesamtgehalt an diesen Elementen 0,05 bis 1,2%, vorzugsweise 0,05 bis 1,0%, beträgt
6. Anwendung eines Verfahrens zur Herstellung von Drähten für Leiterzwecke, bei dem eine Legierung vergossen, warmverformt und dann kaltgezogen wird, auf eine Legierung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5.
7. Anwendung nach Anspruch 6, bei der der gezogene Draht bei einer Temperatur von 150 bis 500°C geglüht wird.
8. Anwendung nach Anspruch 7, bei der der geglühte Draht nochmals um weniger als 50% kaltgezogen wird.
DE1928603A 1968-06-06 1969-06-06 Magnesiumhaltige Aluminiumlegierung für Leiterzwecke Expired DE1928603C2 (de)

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JP5479868A JPS4829444B1 (de) 1968-08-02 1968-08-02

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1928603A1 DE1928603A1 (de) 1969-12-11
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