DE1928293B2 - Verfahren zum beschicken von schneckenpressen mit einem fortlaufenden streifen aus plastisch verformbaren materialien und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents

Verfahren zum beschicken von schneckenpressen mit einem fortlaufenden streifen aus plastisch verformbaren materialien und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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Description

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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschicken von Schneckenpressen mit einem fortlaufenden Streifen aus plastisch verformbaren Materialien, bei dem der Streifen Her Schnecke in gesteuerter Menge zugeführt wird.
Durch die FR-PS 12 02 133 ist eine Schneckenpresse bekanntgeworden, die eine Zuführvorrichtung in Form einer Speisewalze aufweist. Diese Speisewalze führt einen Streifen des im Schneckenextruder zu verarbeitenden Materials der Schnecke zu und ist im Trichter bzw. im Einzugsbereich des Trichters der Schnecken-. presse angeordnet. Der zugeführte Materialstreifen ist zuvor auf einem Walzwerk hergestellt. Von einer Walze dieses Walzwerkes wird mittels eines Messers der Materialstreifen abgeschnitten und abgezogen. Die Speisewalze ist von dem Antrieb der Schnecke der Schneckenpresse über ein Getriebe und eine Rutschkupplung angetrieben. Bei einer Überfütterung des Schneckenextruders bildet sich im Trichter des Schnekkenextruders eine Materialwulst vor dem Streifen, die bei andauernder Überfütterung schnell zu einem großen KlumDen anwächst, der den Trichter des Schneckenextruders ausfüllt Baut sich im Zuführspalt ein übermäßiger Druck auf, so spricht die Rutschkupplung an und die Zuführung des Streifens kommt zum Stillstand.
Eine Rutschkupplung läßt sich r.ur dort anwenden, wo die Walzenoberfläche derart rau ist, daß sich durch einen Materialstau im Einzugstnchter em solcher Widerstand gegen die Bewegung der Speisewalze aufbaut, daß diese zu einem Stillstand kommt Derartig raue Walzenoberflächen führen aber dazu, daß das Material aus dem Einzugstrichter auch wieder herausgefordert wird, insbesondere dann, wenn sich im Einzugstnchter ein größerer Druck aufbaut, so daß kein Streifen, sondern ein Materialklumpen im Einzugstrichter vorliegt Derartig herausgetragenes Material setzt sich aber an Engstellen fest, wenn die Rutschkupplung in Tätigkeit tritt und die Walze zum Stillstand kommt. Derart festgesetztes Material hindert bei einem Abbau des Druckes im Einzugstnchter und damit einem Abbau des Materialklumpens die Walze daran, wieder ihre Drehbewegung aufzunehmen bzw. rechtzeitig wieder ihre Drehbewegung aufzunehmen. Die Materialzufuhr in die Schneckenpresse ist somit ungleichmäßig. Ein Wechsel zwischen hohem Druck im Einzugstrichter und niedrigem Druck im Einzugstnchter führt zu einem nicht einwandfrei homogenisierten Extrusionsproduki.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Materialzuführung dem Schluckvermögen des Extruders anzupassen und zu vergleichmäßigen, um die Extruderkapazität voll auszunutzen und gleichzeitig ein gut homogenisiertes, immer gleichmäßiges Extrusionsprodukt zu erhalten.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß der Streifen mit überdimensioniertem Querschnitt an die Beschickungsstelle herangeführt und \ or dem Einführen in die Schnecke durch Abbremsen auf einen der gesteuerten Menge entsprechenden Querschnitt auseinandergezogen wird.
Bei diesem Verfahren wird die Schneckenpresse immer mit einem Materialstreifen gefüttert, der sich niemals unter dem Einfluß von vorgeschalteten Zuführungsorganen zu einem umer Druck stehenden, den Einzugstnchter ausfüllenden Materialklumpen verformen kann.
Dadurch, daß der Streifen mit überdimensioniertem Querschnitt geschnitten und herangeführt wird, läßt sich erreichen, daß die Materialzufuhr in den Schneckenextruder immer in ausreichendem Maße vorgenommen werden kann. Durch das Bremsen des Materialstreifens vor dem Einlaufen in den Beschickungstrichter wird erreicht, daß unter der Zugwirkung der den Streifen einziehenden Schnecke dieser Streifen gedehnt wird und dabei auf den passenden Querschnitt vermindert wird. Dieser passende Querschnitt wird dabei so eingestellt, daß sich im Eingangstrichter immer ein kleiner Materialwulst neben dem Streifen ausbildet, der ein Zeichen dafür ist. daß der Schneckenextruder optimal beschickt ist.
Zweckmäßig ist es, für die Durchführung dieses Verfahrens den Füllzustand des Beschickungstrichters zu prillen und die Bremsung entsprechend diesem Füllungszusitand durchzuführen. Der Füllzustand des Beschickungstrichters läßt sich an Hand des sich neben dem zugefiiihrten Streifen bildenden Materialwulstes in einfacher Weise überprüfen.
Es ist aber auch möglich, die Scheckenpresse dadurch optimal zu füttern, daß der Querschnitt des endlosen Streifens geprüft wird und die Bremsung entsprechend dem Querschnitt durchgeführt wird. Denn bei ständig gleichbleibendem Querschnitt läßt sich eine auf diesen
Querschnitt in ihren Betriebsdaten eingestellte Schnekkenpresse so betreiben, daß der Füllungszustand des Beschickungstrichters optimal ist.
Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung weist eine der Einfüllöffnung einer Schneckenpresse vorgeordnete Zuführvorrichtung für einen fortlaufenden Materialstreifen auf und ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführvorrichtung mit einer einstellbaren Bremse versehen ist, die über einen das zugeführte Material abtastenden Taster betätigbar ist.
Durch die einstellbare Bremse läßt sich der Materialstroifen bremsen und dabei unter dem Einfluß der ständig abziehenden Schnecke der Schneckenpresse dehnen und dabei in seinem Querschnitt vermindern Die Stärke der Bremsung wird dabei über einen den zugeführten Stoff abtastenden Taster gesteuert.
Die Abtastung kann dabei so erfolgen, daß der Taster im Trichter auf der Malerialfüllung aufliegt. Dann prüft der Taster diejenige Materialmenge, die von der Schneckenpresse im Augenblick nicht aufgenommen worden ist, sondern sich im Eingangstrichter neben dem zugeführten Streifen als eine Wulst hochwölbt.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, daß der Taster an dem Streifen anliegt und den Querschnitt des 2s Streifens feststellt, um über die Bremsung den Querschnittswert zu steuern.
Bei der praktischen Ausführung besteht die Möglichkeit, daß der Taster als mechanischer Taster ausgebildet ist und die Bremse über ein ihr zugeordnetes Relais betätigbar ist. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß der Taster als optischer Taster ausgebildet ist und die Bremse über ein ihr zugeordnetes Relais betätigbar ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung durch ein 3-5 Ausfuhrungsbeispiet näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt schematisch einen Schnitt durch den Extruder und die Bremsvorrichtung, durch die ein fortlaufender Streifen aus einem Vorratsbehälter in den Einfülltrichter des Extruders einläuft.
In den Einfülltrichter 1 eines Extruders, der die Förderschnecke 2 und eine Speisewal/e 3 aufweist, läuft ein endloser Streifen 4 aus ejnem Kasten 5 ein, der als Vorratsbehälter dient. Der Streifen 4 wird dabei durch die Rollen 8 und 9 gezogen. Deren Bremswirkung wird in diesem Ausfuhrungsbeispiel durch einen mechanischen Fühler 10 gesteuert. Dieser tastet den Füllzustand des Trichters 1 ab und überträgt das Tastergebnis in bekannter Weise auf ein nicht dargestelltes elektrisches Ralais, das die Bremsvorrichtung steuert.
Der Streifen 4 ist beispielsweise um eine Pendelrolle 7 geführt, die um die Achse 6 schwenkbar ist, und läuft um die Andrückrolle 8, die gleichfalls um die Achse 6 sch'vi-nkbar ist, sowie über die eigentliche Bremsrolle 9. Diese Bremsrolle ist zweokiririKigerweise mit einer einstellbaren Rutschbremse versehen; damit wird eine bestimmte, auf den Streifenabschnitt 4' einwirkende Zugkraft eingestellt, die den .Streifenabschnitt 4' zwischen der Bremsrolle 9 und der Schnecke 2 unter Spannung hält.
Der mechanische Taster 10 löst einen elektrischen Impuls aus, wenn zuviel Material in den Trichter eingezogen ist. Der Impuls betätigt die Bremsrolle 9. Beim Abfallen des Tasters auf den Normalzustand wird die Bremsrolle gelöst.
Verständlicherweise kann der Streifen 4 über eine Kontaktvorrichtung laufen, die eine Unteibiechung oder ein Ende des Streifens anzeigt, um eine kontinuierliche Beschickung des Extruders zu gewährleisten.
1 Blau Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Beschicken von Schneckenpressen mit einem fortlaufenden Streifen aus plastisch verformbaren Materialien, bei dem der Streifen der Schnecke in gesteuerter Menge zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen mit überdimensioniertem Querschnitt an die Beschikkungsstelle herangeführt und vor dem Einführen in die Schnecke durch Abbremsen auf einen der gesteuerten Menge entsprechenden Querschnitt auseinandergezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auseinanderziehen des Streifens in Abhängigkeit vom Füllzustand an der Beschickungsstelle erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auseinanderziehen des Streifens in Abhängigkeit vom Querschnitt des an die Beschikkungsstelle herangeführten Streifens erfolgt.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit einer der Einfüllöffnung einer Schneckenpresse vorgeordneten Zuführvorrichtung für einen fortlaufenden Materialstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführvorrichtung (3,7,8,9) mit einer einstellbaren Bremse versehen ist, die über einen das zugeführte Material abtastenden Taster (10) betätigbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Taster (10) in der Einfüllöffnung (1) auf der Materialfüllung aufliegl.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Taster (10) an dem Streifen (4 bzw. 4') anliegt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Taster (10) als mechanischer Taster ausgebildet ist und die Bremse über ein ihr zugeordnetes Relais betiitigbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Taster (10) als optischer Taster ausgebildet ist und die Bremse über ein ihr zugeordnetes Relais betätigbar ist.
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