DE1920685B2 - Verfahren zur oxychlorierung von aethylen, aethan und deren chlorderivaten im wirbelbett oder fliessbett - Google Patents
Verfahren zur oxychlorierung von aethylen, aethan und deren chlorderivaten im wirbelbett oder fliessbettInfo
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Description
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- chemische Beständigkeit in der Zeit, die allgemein
kennzeichnet, daß der Katalysatorträger bis zu durch die von den Betriebstemperaturen abhängige
350O, vorzugsweise 15 bis 300Zo, andere Bestand- Zunahme der Flüchtigkeit bestimmter Bestandteile
teile als Kieselsäure, gerechnet als Oxide, enthält 30 beeinträchtigt wird, sowie die mechanische Beständig-
und daß die katalytisch wirksamen Komponenten, keit, die besonders wichtig ist, wenn im Wirbelbett
gerechnet als Metalle, 2 bis 150Zo, vorzugsweise oder im Fließbett gearbeitet wird, so läßt sich leicht
5 bis 100Zo, ausmachen, bezogen auf das Gesamt- verstehen, daß sich die bereits vorgeschlagenen Lögewicht
des Katalysators. sungen hinsichtlich der Zusammensetzung und der
35 Herstellungsverfahren der Katalysatoren außerordentlich unterscheiden, wobei die vorgeschlagenen
Zusammensetzungen und Herstellungsverfahren häufig den gewünschten Oxychlorierungen nicht ausreichend
genau entsprechen und wobei die erzielten Er-40 gebnisse häufig nicht so gut sind wie sie es sein
Es ist bekannt, daß man bei der Oxidation von könnten.
Chlorwasserstoff mit molekularem, gegebenenfalls im Ganz allgemein wird seit langem und häufig Kup-
Gemisch mit inerten Gasen, wie Luft, vorliegendem fer empfohlen, überwiegend in Form eines Chlorids;
Sauerstoff, der sogenannten Deacon-Reaktion, Chlor diesem können andere Metallverbindungen zugesetzt
erhält und daß diese Reaktion durch zahlreiche ver- 45 werden, um z. B. seine recht merkliche Flüchtigkeit
schiedenartige Katalysatoren beschleunigt werden herabzusetzen, leichter schmelzbare Gemische zu erkann;
die am häufigsten genannten Katalysatoren be- halten oder um seine katalytischen Eigenschaften abstehen
aus Verbindungen von in verschiedenen Wer- zuwandeln. Zu diesem Zweck wurden beispielsweise
tigkeitsstufen auftretenden Metallen, die mit ande- unter vielen anderen Zusätze von Alkaliverbindunren
Metallverbindungen kombiniert sein können und 50 gen, Erdalkaliverbindungen und Verbindungen der
auf den unterschiedlichsten Träger niedergeschlagen seltenen Erden beschrieben.
sind. Es sind auch bereits die Trägermaterialien unter-
Es ist ebenfalls bekannt, daß man durch diese sucht worden. Während die Eigenwirkungen der Trä-Reaktion
durch einfaches Zufügen von verschieden- ger der alten Katalysatoren für die Deacon-Reaktion
artigen Kohlenwasserstoffen zahlreiche wichtige 55 außer Betracht bleiben konnten, haben jüngere Un-Chlorkohlenwasserstoffe
erhält, die auf den verschie- tersuchungen die große Bedeutung dieser Wirkungen densten Gebieten Anwendung finden oder bei der für die Ergebnisse bei der Oxychlorierung von Koh-Herstellung
bestimmter organischer chlorierter Poly- lenwasserstoffen gezeigt. So haben diese Versuche
merer als Zwischenprodukte dienen. z. B. die starke Neigung von Trägern mit großer spe-
Während jedoch bei der Entwicklung der ledig- 60 zifischer Oberfläche, wie Kieselsäuregel oder aktive
lieh für die Herstellung von Chlor nach dem Deacon- Tonerde, ergeben, die obengenannten Oxydations-Verfahren
verwendeten Katalysatoren nur der exo- reaktionen der Kohlenwasserstoffe zu beschleunigen,
therme Verlauf dieser Reaktion berücksichtigt wer- Auch ist man bei zahlreichen technischen Durchfühden
mußte und die Aufgabe infolgedessen darin lag, rungen darauf zurückgekommen, als Träger für Katadie
größtmögliche Aktivität bei einer möglichst nie- 65 lysatoren für die Oxychlorierung natürlich vorkomdrigen
Temperatur zu erzielen, trifft dies nicht mehr mende Stoffe, wie Tone und Diatomeenerde, zu verfür
die komplizierten Reaktionen zu, die in Anwe- wenden, deren allgemeine Eigenschaften recht zusenheit
von Kohlenwasserstoffen ablaufen und für friedenstellend sind, obwohl ihre geringe Festigkeit
3 4
Und ihr unregelmäßiger innerer Aufbau Nachteile Abriebfestigkeit, gute Wärmeleitfähigkeit, gute me-
jegenüber bestimmten synthetischen Produkten dar- chanische Festigkeit und infolgedessen bessere Eig-
jtellen. Diese Tendenz, natürliche Stoffe als Träger- nung zur Verwirbelung oder Fluidisation als die be-
giaterial zu verwenden, ist besonders bei den Wirbel- kannten Produkte.
ichicht-oder Fließbettverfahren ausgeprägt. 5 Die Nichtselektivität des Verfahrens, d.h., die
Nun sind aber die natürlich vorkommenden Stoffe gleichzeitige Bildung von chlorierten und perchlogicht
in dem Maße zur Fluidisation fähig, wie die rierten Derivaten des Äthylens und/oder Äthans in
synthetischen Produkte. Unter dem Begriff »zur derselben Vorrichtung und mit demselben Katalysa-Fluidisation
fähig« werden so verschiedenartige tor bietet den Vorteil einer breiten Produktionspaiette
Eigenschaften wie gute Wärmeleitung des Korns, 10 und die Möglichkeit, mit einfachen Maßnahmen wie
eine praktisch kugelige Kornform, harte und glatte Verändern der Molverhältnisse der Reaktionspartner,
Oberflächen, die eine gute Abriebfestigkeit bedingen, die Produktion entsprechend den sich ändernden
iowie das Korngefüge, auf dem die gute mechanische Marktbedürfnissen, stärker auf die eine oder die anFestigkeit
beruht, bei gleichzeitigem Vorhandensein den: Verbindung hin auszurichten. So sind bekannter
gewünschten Porosität zusammengefaßt. 15 lieh Di-, Tri-, Tetra- und Pentachloräthan nicht nur
Die Wirbelschicht- oder Fließbettverfahren waren als Lösungsmittel gefragt. Vielmehr werden Di- und
bereits Gegenstand zahlreicher Arbeiten. Ihre be- Trbhloräthan auch in Vinylchlorid und Vinylidensondere
Bedeutung liegt darin, daß sich mit ihrer chlorid umgewandelt, und symmetrisches Tetrachlor-Hilfe
unterschiedliche Produkte nebeneinander her- äthan und Pentachloräthan sind Ausgangsprodukte
stellen lassen und daß sich die Verschiedenartigkeit 20 für die Herstellung von Trichloräthvlen und Perchlorder
Reaktionsprodukte willkürlich steuern läßt, da in äthylen.
diesem Falle die sehr viel besser bestimmte Reak- In den folgenden Beispielen 1 bis 6 werden die
tionstemperatur ein Parameter unter vielen anderen wichtigsten Versuchsergebnisse über die Oxychlorieist,
dessen Festlegung auf einen vorgegebenen Wert rung vcn Äthylen mit erfindungsgemäß erhaltenen
zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses beiträgt 55 Katalysatoren wiedergegeben; die Beispiele 7, 8 und 9
So können z. B. durch Festlegung dieser Temperatur bringen zum Vergleich die Ergebnisse von mit bisher
auf einen relativ hohen Wert leichter perchlorierte üblichen Katalysatoren durchgeführten Versuchen.
Kohlenwasserstoffe erhalten werden, ohne daß gleich- Beispiel 10 bringt einen im technischen Maßstab
zeitig die eingesetzten Kohlenwasserstoffe durch Oxy- durchgeführten Versuch mit dem Katalysator gemäß
dation zu stark zerstört werden. 30 Beispiel 1 unter den im Beispiel 10 angegebenen BeGegenstand
der Erfindung ist das in den vorste- dingungen.
henden Ansprüchen aufgezeigte Verfahren zur Oxy- Die Beispiele 1 bis 9 wurden unter den folgenden
Chlorierung von Äthylen, Äthan und deren Chlor- identischen Versuchsbedingungen durchgeführt, um
derivaten. vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.
Es wurde festgestellt, daß die Anwesenheit der 35 Der Reaktor, dessen Temperatur bei 340° C geVerbindungen
der Metalle der Gruppella, IIIa und halten wurde, bestand aus einem vertikalen Rohr aus
IVa in kugeligen Teilchen, deren Hauptbestandteil Hartglas mit Innendurchmesser 2 cm; Höhe des Ka-Kieselsäurehydrat
ist, bei gleichzeitiger Verwendung talysatorbettes im Ruhezustand 7,5 cm; mittlerer
auf diesen Trägern eines katalytisch wirksamen Tei- Korndurchmesser des Katalysators in allen Versules,
der sich aus Kupferchloriden, mindestens einem 40 chen 80 μΐη. Verwirbelt wurde der Katalysator mit
Alkalichlorid und/oder Erdalkalichlorid und gegebe- einem Gemisch aus Äthylen, Chlorwasserstoff und
nsnfalls Chloriden der seltenen Erdmetalle zusam- Luft; die stündliche Zufuhr an Äthylen wurde auf
mensetzt, wesentlich die Neigung zum Abbau der 8 1 fixiert, gemessen bei Normaldruck und Normal-Kohlenwasserstoffe
durch Oxidation verringert und temperatur; das Molverhältnis HClZC2H4 wurde bei
gleichzeitig ein Arbeiten bei solchen Temperaturen 45 2,25 : 1 und das Molverhältnis O2/C2H4 bei 0,70 : 1
ermöglicht, daß ein wesentlicher Anteil an perchlo- gehalten, was einer Berührungszeit von etwa 1 s entrierten
Kohlenwasserstoffen erhalten wird. Auf diese sprach. Der aus dem Reaktor austretende, chromato-Weise
lassen sich im Wirbel- und Fließbett die be- graphisch analysierte Gasstrom bestand aus wenig
kannten aufgezeigten mechanischen Eigenschaften nicht umgewandelten Äthylen, wenig CO2 und einem
der aus Kieselsäure gebildeten kugeligen Teilchen 50 Chlorkohlenwasserstoffgemisch, das überwiegend
nutzen und gleichzeitig die Ergebnisse der katalysier- 1,2-Dichloräthan und daneben 1,1,2-Trichloräthan
ten Reaktionen merklich verbessern. und symmetrisches Tetrachloräthan enthielt. Alle Ka-Die
verschiedenen Verbindungen, die mit der Kie- talysatoren wurden durch Imprägnieren der verschieselsäure
kombiniert werden, können zu einem belie- denen zuvor hergestellten Träger mit wäßrigen Löbigen
Zeitpunkt während der Herstellung der Träger 55 sungen der als Katalysatorkomponente gewählten Me-
und in verschiedenster Form zugesetzt werden; auch tallchloride in den gewünschten Mengenverhältnissen
können die katalytisch wirksamen Metalle in anderer der katalytischen Komponenten hergestellt.
Form denn als Chloride zugegeben werden, voraus- Für alle Beispiele werden folgende Daten und Ergesetzt, daß sie daraufhin vor oder während der Oxy- gebnissc angegeben:
Chlorierung in die Chloride übergeführt werden kön- 60
nen. Beschaffenheit des Katalysatorträgers;
Form denn als Chloride zugegeben werden, voraus- Für alle Beispiele werden folgende Daten und Ergesetzt, daß sie daraufhin vor oder während der Oxy- gebnissc angegeben:
Chlorierung in die Chloride übergeführt werden kön- 60
nen. Beschaffenheit des Katalysatorträgers;
Gegenüber den aus der DT-AS 10 25 849 bekann- Beschaffenheit der katalytisch wirksamen Körnten,
im Festbett verwendeten Katalysatoren für die ponenten und ihr Anteil, berechnet als Metall
Oxychlorierung von Kohlenwasserstoffen, für die als und angegeben in Gewichtsprozent des Kataly-Trägermaterial
calcinierte Diatomeenerde bevorzugt 65 sator;
wird, besitzen die erfindungsgemäß zu verwendenden spezifische Oberfläche des Katalysatorträgers in
Katalysatoren die bereits erwähnten Vorteile des m2/g;
kugeligen Korns mit glatter harter Oberfläche: höhere Abricbvcrlust in Gewichtsprozent des Kataly-
«ators, bestimmt in für alle Katalysatoren idenlischer
Weise durch Versuche über deren hydrodynamische Eigenschaften;
Cesamtumwandlung Xg, des Äthylens;
!Umwandlung X002, von Äthylen zu CO2;
Cesamtumwandlung Xg, des Äthylens;
!Umwandlung X002, von Äthylen zu CO2;
fslektivität Se1: Umwandlung von Äthylen zu
2-Dichloräthan, bezogen auf die Gesamtum-Wandlung von Äthylen;
Selektivität Se?: Umwandlung von Äthylen zu
J.l^-Trichloräthan, bezogen auf die Gesamtiunwandlung
von Äthylen;
Selektivität Se3: Umwandlung von Äthylen zu lymmetrischem Tetrachloräthan, bezogen auf die Oesamtumwandlung von Äthylen;
Verhältnis φ der Summe der erhaltenen Mol t.l^-Trichloräthan und symmetrisches Tetrathloräthan zur Summe der erhaltenen Mol 1,1,2-TrichIoräthan und symmetrisches Tetrachloräthan; dieses Verhältnis ist ein Maß für die
Selektivität Se3: Umwandlung von Äthylen zu lymmetrischem Tetrachloräthan, bezogen auf die Oesamtumwandlung von Äthylen;
Verhältnis φ der Summe der erhaltenen Mol t.l^-Trichloräthan und symmetrisches Tetrathloräthan zur Summe der erhaltenen Mol 1,1,2-TrichIoräthan und symmetrisches Tetrachloräthan; dieses Verhältnis ist ein Maß für die
liumchlorid versetzt, daß der fertige Katalysator 10% Kupfer und 6% Kalium enthielt. Die Ergebnisse der
durchgeführten Oxychlorierungsversuche waren folgende:
Abriebverlust 0,8 %
86 %
co2
co2
Se1 86·5 /o
Se2 8,8 °/o
B e i s ρ i e 1 3
3 % 12,1 °/o
Der gleiche Träger wie im vorangegangenen Beispiel
wurde mit so viel Kupfer(II)-chIond, Kahum-
chloräthan; dieses Verhältnis ist ein Maß für die chlorid und Chlorid des natürlich vorkommenden
Fähigkeit des Katalysators, ein Gemisch der ge- *o Gemisches von seltenen Erden, wie es im Monazit
nannten Chlorkohlenwasserstoffe zu ergeben, vorliegt, imprägniert, daß der Anteil dieser Metalle
im fertigen Katalysator 8 bzw. 4 bzw. 4% betrug. Die mit dem Katalysator durchgeführten Versuche
hatten folgende Ergebnisse:
d.h. ein Maß für den Grad der Nichtselektivitat.
»5
Zu einer wäßrigen Suspension von Mikrokügelchen aus Kieselsäurehydrogel, die durch Koagulieren
von Kieselsäuresoltropfen in einer mit Wasser nicht mischbaren Flüssigkeit erhalten worden war und
Gewichtsprozent SiO2 enthielt, wurde so viel Magnesiumnitrat
gegeben, daß nach dem Imprägnieren durch gründliches Durchmischen, Absieben der
feuchten Masse, Trocknen bei 110° C und einstündigem Brennen bei 700° C ein Katalysatorträger,
enthaltend 25 Gewichtsprozent MgO, erhalten wurde. Dieser trockene Träger mit der wie oben angegebenen
Korngröße und einer spezifischen Oberfläche von 150 mz/g wurde mit 0,6 l/kg Träger einer wäßri-Lö
hld 350 CCl
Abriebverlust 0,8%
γ 89°/o
e 0 6°/
-^02
' °
Se1 81,7 %>
Se2 9,7 °/o
6 /
6 °/o 16 1%
Eine wäßrige Suspension von gleichen Mikrokügelchen aus Kieselsäurehydrogel wie im Beispiel 1 würlö
iäit d
kg Träger einer wäßri chen aus Kyg p
gen Lösung, enthaltend 350 g CuCl2 und 160 g KCl 40 den mit einer Zirconylnitratlösung imprägniert und
j 1 i Trocknen enthielt der dann gemäß Beispiel 1 weiterbehandelt; das fertige
hil 24% ZO d htt in ifi
g g
je 1, imprägniert. Nach dem
Katalysator 8 Gewichtsprozent Kupfer und 4 Gewichtsprozent Kalium. Die Ergebnisse der nach dem
oben beschriebenen Verfahren durchgeführten Versuche waren folgende:
Abriebverhist 0,8 %
84% Produkt enthielt 24 % ZrO2 und hatte eine spezifische
Oberfläche von 300 m2/g; dieser Träger wurde dann mit Kupfer(II)-chlorid und Kaliumchlorid so
imprägniert, daß der fertige Katalysator 7% Kupfer und 2,8% Kalium enthielt. Die Ergebnisse der durchgeführten
Versuche sind folgende:
Abriebverlust 1,1 %
Se1 85,5%
Se2 9%
Ses 2,6%
Se1
0,6V.
12°/o
Mikrokügelchen aus Kieselsäuresol, einer Tonerde-
und Magnesiumsuspension wurden durch Mischen 60
der Komponenten erhalten. Sie wurden bei 900C Gleiche Kieselsäurehydrogelkügelchen wie im altern gelassen und dann gebrannt, bis ihre spezifi- Beispiel 1 wurden so gebrannt, daß ihre spezifische sehe Oberfläche 17OnWg betrug. Ihre Zusammen- Oberfläche HOnWg betrug. Darauf wurden sie mit Setzung betrug nach dem Brennen 60% SiO2, 20% einer konzentrierten Berylliumchloridlösung imprä-Al2O3 und 20% MgO, die mittlere Korngröße hatte 65 gniert, so daß sie nach dem Trocknen etwa 2,5 Geden bereits angegebenen Wert. Dieser Träger wurde wichtsprozent Be enthielten. Durch eine zweite Imin gleicher Weise, wie im vorangegangenen Beispiel prägnierung wurden Kupfer(II)-chlorid und Kaliumbeschrieben, mit so viel Kupfer(H)-chloriri und Ka- chlorid zugesetzt in einer Menge, daß der fertige Ka-
und Magnesiumsuspension wurden durch Mischen 60
der Komponenten erhalten. Sie wurden bei 900C Gleiche Kieselsäurehydrogelkügelchen wie im altern gelassen und dann gebrannt, bis ihre spezifi- Beispiel 1 wurden so gebrannt, daß ihre spezifische sehe Oberfläche 17OnWg betrug. Ihre Zusammen- Oberfläche HOnWg betrug. Darauf wurden sie mit Setzung betrug nach dem Brennen 60% SiO2, 20% einer konzentrierten Berylliumchloridlösung imprä-Al2O3 und 20% MgO, die mittlere Korngröße hatte 65 gniert, so daß sie nach dem Trocknen etwa 2,5 Geden bereits angegebenen Wert. Dieser Träger wurde wichtsprozent Be enthielten. Durch eine zweite Imin gleicher Weise, wie im vorangegangenen Beispiel prägnierung wurden Kupfer(II)-chlorid und Kaliumbeschrieben, mit so viel Kupfer(H)-chloriri und Ka- chlorid zugesetzt in einer Menge, daß der fertige Ka-
talysator 7% Cu und 3% K enthielt. Die Ergebnisse der durchgeführten Versuche waren folgende:
Abriebvcrlust 1,2%
XR 80%
Χ«* 0,3%
Se1 85,2%
Se2 10,6%
Sen 1,3%
φ 12,2%
Gleiche gebrannte Kicselsäurekügelchen wie im vorangegangenen Beispiel wurden mit einer Calciumchloridlösung
imprägniert und dann mit verdünnter Schwefelsäure behandelt; nach dem Trocknen enthielten
sie 5 % CaSO4. Darauf wurden sie mit so viel Kupfer(ll)-chlorid und Kaliumchlorid imprägniert,
daß der fertige Katalysator 8% Cu und 4% K enthielt. Die Versuchsergebnisse waren folgende:
Abriebverlust 1,1%
Xs 83%
X002 0,5%
Se/ 86,8%
Se2 9,2%
SeÄ 1,5%
φ ' 11 %
Die bisherigen Beispiele zeigen, daß sich mit den erfindungsgemäßen Katalysatoren je nach ihrer Zusammensetzung
verschiedene recht hohe Werte für das Verhältnis φ erzielen lassen, das die Nichtselektivität
angibt, außerdem verschiedene Werte für die Verhältnisse Se2 und Se3.
Die folgenden zum Vergleich durchgeführten Versuche 7, 8 und 9 hingegen zeigen, daß die bekannter,
und üblicherweise verwendeten Träger nur Katalysatoren ergeben, deren Eigenschaften in mindestens
einer der oben in Betracht gezogenen Hinsichten nicht zufriedenstellend sind.
Mit Mikrokügelchen aus Kieselsäure, mittlerer Durchmesser 80 μΐη und spezifische Oberfläche
150 m2/g, erhalten durch Brennen von Hydrogelmikrokügelchen,
wurde gemäß der in den vorangegangenen Beispielen angegebenen Arbeitsweise ein Katalysator hergestellt, der als fertiges Produkt 10%
Kupfer und 5% Kalium in Form ihrer Chloride enthielt. Die durchgeführten Versuche brachten folgende
Ergebnisse:
Abriebverlust 1,1%
X8 62%
XC02 3%
Se1 " 85,7%
Se2 5,3%
Se, 0,2%
ψ 6%
Der Abriebvcrlust ist annehmbar, der Umwandlungsgrad aber zu gering, der Verlust durch Oxydation
ist zu stark und die Nichtselcktivität ungcnüeend.
Mikrokügelchen aus Kieselsäure und Tonerde mit einer spezifischen Oberfläche von 180m2/g und der
bereits angegebenen Korngröße wurden zur Herstellung eines Katalysators verwendet, der fertig gebrannt
80 % Kupfer und 4 % Kalium in Form ihrer Chloride enthielt. Die Ergebnisse der Versuche waren folgende:
ίο Abriebverlust 1 %
XK 81%
XcO2 2%
Se1 82%
Se2 10,1%
Sen 2,4%
φ 13%
Die Werte für Abriebverlust, Umwandlungsgrad ao und Nichtselektivität sind zwar ganz gut, der Wert
für den Verbrennungsverlust liegt aber zu hoch.
Natürlicher Ton, gesiebt und gebrannt, mit einer as spezifischen Oberfläche von 140 m2/g und der gleichen
Korngröße wie für die Katalysatoren der vorangegangenen Beispiele, wurde mit Kupfer(II)-chlorid
und Kaliumchlorid derart imprägniert, daß der fertige Katalysator 10% Kupfer und 5% Kalium enthielt.
Die Versuchsergebnisse waren wie folgt:
Abriebverlust 5 %
XK 77%
Xc02 0,4%
Se1 87 %
Se2 8,1%
Se1, 1,9%
φ 10,3%
*o Der Hauptnachteil dieses Katalysators ist der hohe
Abriebverlust.
Der gleiche Katalysator wie im Beispiel 1 wurde in einem Metallreaktor, Durchmesser 120 mm, in einer
Höhe von 2,05 m im Ruhezustand aufgeschüttet. Dieses Katalysatorbett wurde mit einem Gasgemisch aus
Chlorwasserstoff, Sauerstoff und Äthylen in einer Geschwindigkeit von 50 cm/s verwirbelt bei einem
Druck innerhalb des Reaktors von 7 bar absolut. Das Verhältnis HC1/CH4 im Gasgemisch betrug 2,26 und
das Verhältnis O2VC2H4 0,80. Die Arbeitstemperatui
lag bei 340° C. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt:
X„ 98%
XcO2 0,8%
Se1 82%
Se2 11,5%
Ses
φ ■
2%
14%
Dieses Beispiel wurde gebracht, um zu zeigen, da die guten Ergebnisse, die mit den erfindungsgemäße
Katalysatoren im Laboratoriumsversuch erzielt wei den, bei der Übertragung im technischen Maßsta
nicht schlechter werden und daß vor allem die Ve
brcnnungsverlustc keinen höheren Wert annehmen.
brcnnungsverlustc keinen höheren Wert annehmen.
609514/4'
Claims (1)
1. Verfahren zur Oxychlorierung von Äthylen, einen bestimmten Chlorkohlenwasserstoff oder ein
Äthan und deren Chlorderivaten im Wirbelbett 5 bestimmtes Chlorkohlenwasserstoffgcrrmch zu erhal-
oder Fließbett in Gegenwart eines Katalysators ten, nicht nur auf die Mengenanteile und die Beauf
der Basis von Kieselsäure, Kupferchlorid, schaifenheit der verschiedenen Bestandteile de·. Reakeinem
Alkalichlorid undZoder Erdalkalichlorid tionsgemisches einwirken, sondern auch auf die Reak-
und gegebenenfalls Chloriden der seltenen Erd- tionstemperatur, die selbstverständlich von dem einmetalle,
dadurch gekennzeichnet, daß io gesetzten Kohlenwasserstoff abhängen, der chloriert
man Katalysatoren verwendet, die werden soll; man muß also gleichzeitig auf die Be-
Λ . „ .. . ' . .c . schaffenheit der Katalysatoren einwirken, die bei die-
a) aus einem Trager nut einer spezifischen ^n Tcmperaturen wirksam sein können, und auf
Oberflache von 40 bis 40Om=Zg in Form Faktoren wie die Berührungszeit und die Art
kugeliger Teilchen, die überwiegend aus w;rbelnden, fließenden oder festen Katalysator-Kieselsaurehydrat
gebildet sind und minde- D ,
stens eine Verbindung der Metalle der Grup- Außerdem läßt es sich nicht vermeiden, daß bei
pen Ha, III a und IVa des Periodensystems Reaktionen mehr oder weniger unerwünschte
mit einem Atomgewicht kleiner als 178 as ch,orierte Produkte entstehen und ein gewisser Ab-
we.tere Komponente und gegebenenfalls dcr d tzten Kohlenwasserstoffe durch Oxv-
Tonerde enthalten bestehen und dation eimrftt>
der an der Bildung des in jedem Falle
b) als katalytisch wirksamen Teil ein Gemisch tlosen Kohlendioxids zu erkennen ist und um so
aus Kupferchlorid und mindestens einem h h die Temperalur liegt.
A kahchlond undZoder Erdalkahchlond so- ^ schließlich noch, daß die Katalvsa-
ErdniSSÄSSn « toren' die die gewünschten Reaktionen begünstigen,
hrdmetalle enthalten. wdtere Eigcrl!iChaflen aufweisen müssen, z.B. die
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR149248 | 1968-04-24 | ||
| FR149248 | 1968-04-24 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1920685A1 DE1920685A1 (de) | 1969-11-06 |
| DE1920685B2 true DE1920685B2 (de) | 1976-04-01 |
| DE1920685C3 DE1920685C3 (de) | 1976-11-11 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1579562A (de) | 1969-08-29 |
| BE731924A (de) | 1969-10-23 |
| US3634330A (en) | 1972-01-11 |
| NL6905654A (de) | 1969-10-28 |
| GB1236305A (en) | 1971-06-23 |
| DE1920685A1 (de) | 1969-11-06 |
| ES366312A1 (es) | 1971-03-16 |
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