DE19148C - Verfahren und Apparate zur Wiederbelebung vegetabilischer Kohle - Google Patents

Verfahren und Apparate zur Wiederbelebung vegetabilischer Kohle

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DE19148C
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Germany
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vegetable charcoal
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DENDAT19148D
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J. F. HÖPER in Hamburg
Publication of DE19148C publication Critical patent/DE19148C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/39Apparatus for the preparation thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
J. F. HÖPER in HAMBURG. Verfahren und Apparate zur Wiederbelebung vegetabilischer Kohle.
Paterrtirt im Deutschen Reiche vom 27. October 1881 ab.
Beim Glühen der Holzkohle, welche bereits zur Rectification von Spiritus verwendet war, stellt sich nach Angabe des Erfinders der Uebelstand heraus, dafs der Hitzegrad in den Retorten von deren Wandungen aus nach der Mitte zu stetig abnimmt, dafs also die an den Wandungen gelagerte Kohle in höherem Grade ausgeglüht wird, als die in der Mitte befindliche. In der letzteren bleiben daher Reinigungsrückstände, welche nur theilweise verbrannt, angesengt sind, und diese geben bei der Wiederbenutzung der Kohle dem Spiritus einen eigenthümlich brenzlichen Geschmack und Geruch.
Bei dem nachstehend beschriebenen Verfahren ist deshalb überhitzter Dampf zum Glühen der Holzkohle angewendet.
Auf der Zeichnung ist eine derartige Anlage für continuirlichen Betrieb dargestellt. Fig. 1 giebt eine Seitenansicht des Ueberhitzimgsofens und der Glühcylinder, die Fig. 2 und 3 aber einen verticalen Längs- und einen ebensolchen Querschnitt des Ueberhitzungsofens.
Durch Oeffnen des Ventiles α gelangt der Dampf aus dem Dampfkessel in die Rohrleitung b, passirt den mit dem Manometer d in Verbindung stehenden Spannungsregulator c, in welchem seine Spannung auf 2 Atmosphären reducirt wird, und geht durch das Sicherheitsventil e und den mit dem Condensationstopf g verbundenen Wassersack / in den Ueberhitzungsofen, wo er durch eine Anzahl von Schlangenrohren auf eine Temperatur bis zu 2500 C. erhitzt wird.
Diese Rohre t sind an ihren Enden in die Verbindungsstücke u eingeschraubt, um leicht ein Auswechseln sowohl wie das Reinigen ermöglichen zu können. Die in dem Feuerraum r entwickelte Hitze steigt an den etageweise angeordneten Ueberhitzungsschlangen in die Höhe, und zwar in der Weise, dafs der oben in den Ofen eintretende Dampf den ge-■ ringsten Hitzegrad erhält, dann aber langsam von oben nach unten immer mehr erhitzt wird, bis er bei dem durch das Pyrometer i controlirbaren Rohr s den Ofen verläfst.
Der gänzlich wasserfreie Dampf wird nun entweder durch Oeffnen des Ventiles h in das Rohr k und von da in den Glühcylinder / geleitet oder durch h' und k' in den zweiten Cylinder /'. Diese Cylinder werden durch das Mannloch m mit der zu glühenden Kohle beschickt, welche auf dem Sieb oder Rost p. aufliegt. Der aus dem Zuleitungsrohr einströmende überhitzte Dampf dringt durch die Oeffnungen des durchlöcherten Rohres η in die Kohlenmasse und glüht dieselbe vollständig aus, wobei man die Temperatur mittelst des Pyrometers ν vollständig controliren kann. Das sich bildende Condensationswasser kann durch den Stutzen q abgelassen werden. Die' gereinigte Kohle nimmt man durch das untere Mannloch ο heraus.
Durch directes Einleiten des üb.erhitzten Dampfes in die Filter kann man die Glühcylinder / und 7' ersparen, oder man kann auch diese Cylinder gleich als Filter benutzen.
Das Einlassen des überhitzten Dampfes in die Glühcylinder wird so lange fortgesetzt, als das aus q entnommene Condensationswasser noch Spuren von Alkoholgehalt zeigt.
Das beschriebene Verfahren findet auch auf die Reinigung von frischer, soeben aus dem Meiler kommender Holzkohle Anwendung, die stets harzige und sonstige Beimischungen enthält, welche auf Geruch und Geschmack des damit behandelten Spiritus von schädlichem Einflufs sind.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die Anwendung des überhitzten Dampfes zum Wiederbeleben von vegetabilischer (Holz-) Kohle in geschlossenen Gefäfsen.
    Die Combination des Ueberhitzungsofens mit den Glühcylindern bezw. den Filtern.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRlJCiCT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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