DE1913541C3 - Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid aus Schwefeldioxid - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid aus SchwefeldioxidInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid mit den Gattungsmerkmalen des
Anspruches I.
Schwefeldioxidhaltige Gase werden z.Z. in einem
breiten Spektrum sehr verschiedenartiger chemgtechnischer
Verfahren gewonnen. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Problem, den Gehalt der Abgase air,
Schwefeloxiden im Blick auf die damit verbundene Luftverunreinigung herabzudrücken. Gegenwärtig werden
schwefeldioxidhaltige Gase einerseits zur Erzielung eines nnr geringen Gehaltes der Kamingase an
Schwefeloxiden und andererseits zur Erzeugung brauchbarer Produkte, wie etwa Schwefelsäure, Oleum,
flüssiges Schwefeltrioxid, weiterverarbeitet.
Schwefelsäure und andere wichtige Produkte entstehen durch die Reaktion von schwefeldioxidhaltigem
s Gas mit einem Oberschuß an Luft beim Darüberstreiehen des Gases über Oxydationskatalysatoren bei
geeigneter Temperatur. Bei einer vorbestimmten Minimaltemperatur, die auch als Anspringtemperatur
bezeichnet wird, findet die folgende Reaktion statt:
to
to
Es ist allgemein bekannt, daß eine höhere Endumsetzung
erreicht werden kann, wenn das Schwefeldioxid ι s enthaltende Gas während der Oxydation vom Schwefeltrioxid
befreit wird. Daher hat man eine Reihe von Oxydationsstufen mit Zwischen- und Endabsorptionsstufen
vorgesehen. Dabei wird das Schwefeltrioxid von dem Gas in den Absorptionsstufen getrennt, was z. B.
durch Auswaschen mit Schwefelsäure geschehen kann, ehe das Gas in eine nachfolgende Oxydationsstufe
gelangt Prinzipiell sollte diese Technik zu einer außerordentlich weitgehenden Umsetzung führen. In
der praktischen Anwendung ergaben sich jedoch Schwierigkeiten im Erreichen der notwendigen Anspringtemperatur
von einer Oxydationsstufe zur nächsten, solange man nicht in großem Umfange für die
Ableitung der beteiligten Wärmemengen sorgte.
Ein bekanntes mehrstufiges Oxydations- und Absorptionsverfahren sieht entsprechend der US-PS 32 59 459 einen Wärmeaustausch mit dem Ausgangsgas der vorletzten Oxydationsstufe vor, um damit das in die letzte Oxydationsstufe eintretende Gas vorzuwärmen, wobei eine Zwischenabsorptionsstufe zwischen den beiden letzten Oxydationsstufen eingeschaltet ist Damit ein Wärmeübergang überhaupt möglich ist, ist es bei dem Verfahren nach dem genannten Patent jedoch notwendig, daß die Temperatur des die verletzte Oxydationsstufe verlassenden Gases höher ist als die Temperatur des Gases, das ir, die It .7te Oxydationsstufe gelangt, eine Voraussetzung, die einer optimalen Ausnutzung des Verfahrens hindernd im Wege steht Das bedeutet daß hohe Temperaturen die effektive Umsetzungsrate reduzieren, so daß eine maximale oder optimale Umsetzung nicht erreicht werden kann. In dem bekannten Verfahren wird die zur Wärmeübertragung dienende Oberfläche des zwischen den beiden letzten Oxydationsstufen eingeschalteten Wärmeaustauschers außerordentlich groß, wenn die Temperatur des die vorletzte Oxydationsstufe verlassenden Gases sich der Temperatur des in die letzte Oxydationsstufe eintretenden Gases annähert Im Falle der Gleichheit dieser beiden Temperaturen müßte die Austauscherfläche unendlich groß werden.
Ein bekanntes mehrstufiges Oxydations- und Absorptionsverfahren sieht entsprechend der US-PS 32 59 459 einen Wärmeaustausch mit dem Ausgangsgas der vorletzten Oxydationsstufe vor, um damit das in die letzte Oxydationsstufe eintretende Gas vorzuwärmen, wobei eine Zwischenabsorptionsstufe zwischen den beiden letzten Oxydationsstufen eingeschaltet ist Damit ein Wärmeübergang überhaupt möglich ist, ist es bei dem Verfahren nach dem genannten Patent jedoch notwendig, daß die Temperatur des die verletzte Oxydationsstufe verlassenden Gases höher ist als die Temperatur des Gases, das ir, die It .7te Oxydationsstufe gelangt, eine Voraussetzung, die einer optimalen Ausnutzung des Verfahrens hindernd im Wege steht Das bedeutet daß hohe Temperaturen die effektive Umsetzungsrate reduzieren, so daß eine maximale oder optimale Umsetzung nicht erreicht werden kann. In dem bekannten Verfahren wird die zur Wärmeübertragung dienende Oberfläche des zwischen den beiden letzten Oxydationsstufen eingeschalteten Wärmeaustauschers außerordentlich groß, wenn die Temperatur des die vorletzte Oxydationsstufe verlassenden Gases sich der Temperatur des in die letzte Oxydationsstufe eintretenden Gases annähert Im Falle der Gleichheit dieser beiden Temperaturen müßte die Austauscherfläche unendlich groß werden.
Die bekannten Verfahren zur Gewinnung von Schwefelsäure, bei denen zwischen mehreren Oxydationsstufen
Zwischenabsorption vorgesehen ist sind daher insoweit mangelhaft bzw. unbefriedigend, als sie
die erforderliche Flexibilität der Einstellung einer optimalen Eingangs- bzw. Ausgangstemperatur für jede
der Oxydationsstufen vermissen lassen. Im Ergebnis ist daher die höchstmögliche Umsetzungsrate nicht erzielbar.
Umständliche und teure Geräte in der Form großer Wärmeanlagen, die diesen Mangel ausgleichen sollten,
arbeiteten im allgemeinen weniger als zufriedenstellend. Von dem eingangs angegebenen Verfahren ausgehend
löst die Erfindung die sich hieraus ergebende Aufgabe einer effizienten, dem Wärmebedarf in
verschiedenen Verfahrensstufen angepaßten Wärmeführung
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
Es ist zwar aus der FR-PS 14 51 923 (F i g. 2) bekannt,
den Wärmeinhalt des die erste (Doppel-JOxydationsstufe verlassenden Gasstromes sowohl zur Vorwärmung
des in diese Doppelstufe eintretenden Gases als auch zur Wiedererwärmung des die Zwischenabsorptionsstufe
verlassenden Gasstromes zu verwenden. Dies geschieht jedoch nicht durch stoffliche Teilung des bei
der Oxidation erhitzten Gasstroms, sondern hintereinander in einem vom gesamten Gasstrom durchströmten
Wärmetauscher, wobei überdies die Erwärmung des aus der Zwischenabsorption kommenden Gasstroms Ober
Dampf, also ein eingeschaltetes Wärmetransportmedium
erfolgt Deshalb ist auch dort die WärmefOhrung
dem Wärmebedarf nicht flexibel anpaßbar.
Der Erfindungsgedanke gestattet eine Reihe vorteilhafter Ausgestaltungen. So kann etwa die Hälfte der
Reaktionswärme zum Vorwärmen des aus der Zwischenabsorptionsstufe
kommenden Gasstroms benutzt werden; der restliche Anteil der Reaktionswärme
wärmt den in die erste Oxydationsstufe eintretiaden
Gasstrom vor. In einer erfindungsgemäßen Weiterführung
des Verfahrens wird der nach seinem Austritt aus der ersten Oxydationsstufe abgekühlte Gasstrom in die
zweite Oxydationsstufe eingeleitet, der diese verlassende Gasstrom wärmt den in die erste Oxydationsstufe
eintretenden Gasstrom vor und gelangt dann in die Zwischenabsorptionsstufe, der diese Stufe verlassende
Gasstrom gelangt, von einem Teil der Reaktionswärme vorgewärmt, in die dritte Oxydationsstufe, und schließlich
wärmt der diese letzte Stufe verlassende Gasstrom den in die dritte Oxydationsstufe eintretenden Gasstrom
vor und gelangt dann in eine Endabsorptionsstufe. Es erweist sich als zweckmäßig, die Temperatur des für
das Verfahren verwendeten Schwefeldioxid enthaltenden Gasstromes auf etwa 49°C bis 82°C einzustellen. Es
stellen sich besonders günstige Ergebnisse ein, wenn in dem für das Verfahren verwendeten Gasstrom das
Verhältnis von Sauerstoff zu Schwefeldioxid ungefähr 1,0 beträgt und wenn der Schwefeldioxidgehalt weniger
als 9% ausmacht.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich besonders vorteilhaft auf ein mehrstufiges Katalyseverfahren
anwenden, das drei Oxydationsstufen mit einer zwischen der zwehen und dritten Oxydatiousstufe liegenden
Zwischenabsorptionsstufe aufweist. In einer derartigen Anlage wird das Gas aus der ersten Oxydationsstufo
in zwei Ströme aufgeteilt, die wie bereits beschrieben so verwendet werden. Eine weitete Vorwärmung des in die
erste Oxydationsstufe eingespeisten Gases wird durch Wärmeaustausch mit dem Gas aus der zweiten
Oxydationsstufe erreicht Die beiden Teilströme des Gases aus der ersten Oxydationsstufe werden nach dem
Wärmeaustausch in die zweite Oxydationsstufe gegeben, die vorzugsweise zwei oder mehrere Katalysatorbettungen
mit Zwischenkühlung zwischen den Bettungen umfaßt Das Gas aus der zweiten Oxydationsstufe
wird nach dem Wärmeaustausch mit dem in die erste Oxydationsstufe gelangenden Gas in die Zwischenabsorptionsanlage
gegeben. Die Temperatur des Gases aus der zweiten Oxydationsstufe kann geringer sein als
die Temperatur des in die dritte Oxydationsstufe gelangenden Gases, so daß die Erzielung einer
maximalen Umsetzungsrate möglich wird. Das gekühlte Gas aus der ersten Absorptionsanlage wird zuerst in
einem Wärmeaustauscher vo gewärmt, der das Gas der letzten Oxydationsstufe benutzt und dann auf die
gewünschte Anspringtemperatur in einem Wärmeaustauscher vorgewärmt wird, der einen Teüstrom des
Gases aus der ersten Oxydationsstufe wie bereits beschrieben benutzt Das Gas aus der letzten Oxydationsstufe
wird dann in dem vorerwähnten Wärmeaustauscher gekühlt und in eine Endabsorptionsstufe eingespeist
Schwefeldioxid enthaltendes Gas kann über sehr verschiedenartige Reaktionen erhalten werden, etwa
durch Oxydation von Schwefelwasserstoff oder Kohlenwasserstoff-Merkaptanen oder bei metallurgischen
Schmelzprozessen u. ä. Röstgase und andere Schwefeldioxid enthaltende Gase, die einen Schwefeldioxidgehalt
von weniger als etwa 9% aufweisen und bei denen das Sauerstoff zu Schwefeldioxid-Verhältnis etwa 1,0
ausmacht, können in dem erfindungsgemäßen Verfahren besonders wirkungsvoll verarbeitet werden. Gase
mit höherem Schwefeldioxidgehalt können gereinigt verdünnt, getrocknet und vorgewärmt werden, ehe sie
in die Anlage gelangen. Konzentrierter·, gereinigtes
Schwefeldioxidgas wird gewöhnlich mit Luft vermengt, um das benötigte Sauerstoff zu Schwefeldioxid-Verhältnis
zu erhalten. Das Schwefeldioxid enthaltende Gas wird vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa
65,5° C vor der Vorwärmung in die Anlage gegeben.
Es ist ein besonders hervorstechender Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, daß in der der Zwischenabsorptionsstufe
unmittelbar vorhergehenden Oxydationsstufe eine optimale zusätzliche Katalyse durchgeführt und schon bei geringer Modifikation der
bekannten Mehrfachkatalysatoranlagen und äußerst geringen zusätzlichen Kosten erreicht werden kann.
Damit verbessert sich auch die Wirtschaftlichkeit der Herstellung von Schwefelsäure, Oleum, flüssigem
Schwefeltrioxid u.a. Umsatzraten über 99,8% hinaus sind möglich.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist in dem Diagramm näher erläutert Das Schwefeldioxid enthaltende
Gas wird vor der Einleitung in die Anlage gereinigt, verdünnt und getrocknet, auf ein Sauerstoff zu
Schwefeldioxid-Verhältnis von ungefähr 1,0 gebracht und der Schwefeldioxidgehalt auf weniger als 9%
eingestellt; dann wird dieses Beschickungsgas in die Anlage bei einer Temperatur von etwa 49° C bis 83° C
eingeführt; dabei wird die Einspeisetempfcratur vorzugsweise
auf 65,5°C eingestellt Das Schwefeldioxid enthaltende Gas wird auf einen Temperaturbereich von
etwa 420°C bis 445°C in den Wärmeaustauschern 1 und 2 vorgewärmt, in denen die Wärme der exothermischen
Reaktion aus der Oxydationsstufe 4 und ein Teil des Gases aus der Stufe 3 verwendet werden. Das Gas wird
der Stufe 3 vorzugsweise bei einer Temperatur von 430° C zugeführt Nur ein Teil des Ausgangsgases aus
der ersten Oxydationsstufe 3 wird für die Vorwärmung des Beschickungsgases in dem Wärmeaustauscher 2
verwendet. Das bedeutet, daß das aus der ersten Katalysatorstufe 3 austretende Gas, das eine Temperatur
von ungefähr 610°C aufweist, in zwei Teilströme aufgespalten wird, vrn denen nur einer in dem
Wärmeaustauscher 2 Verwendung findet. Der zweite Gasstrom läuft durch einen Wärmeaustauscher 5, der
für die Vorwärmung des in die letzte Oxydaticnsstufe 9
gelangenden Gases dient. Die zwei Gasströme aus 2 und 5 werden dann vereinigt und dann in die Oxydationsstufe
4 mit mehrstufige., Katalysatorbettungen zur
weiteren Umwandlung von Schwefeldioxid in Schwefeltrioxid eingeleitet. Zwischenkühlung des Gases in der
Oxydationsstufe 4 mit mehrstufigen Katalysatorbettungen wird mit einem Wärmeaustauscher, einem Vorwärmer
oder Kessel 12 erreicht, der zwischen zwei oder mehreren Oxydationsstufen liegt. Natürlich kann hier
eine Kühlung auch durch Verdünnung mit kaltem getrocknetem Gas oder Luft durchgeführt werden.
Eine Zwischenabsorptionsstufe 6 ist zwischen die Oxydationsstufen 4 und 9 eingeschaltet. Das Gas aus
dem Umwandler 4, typischerweise 4500C heiß, wird im
Wärmeaustauscher 1 gekühlt, indem es seine Wärme aus der exothermischen Reaktion zur Vorwärmung des
ankommenden Beschickungsgases abgibt, und gelangt dann in die Absorptionsanlage 6. Von dem diese
Absorptionsanlage 6 verlassenden Gas mitgerissene Säure wird durch ein geeignetes Medium 7 entfernt und
das gereinigte Gas vor seiner Einleitung in die Endoxydationsstufe 9 vorgewärmt. Diese Vorwärmung
des Gases aus der Absorptionsstufe 6 kann in zwei Wärmeaustauschern durchgeführt werden; der erste
Wärmeaustauscher 8 benutzt den Wärmeitihaii üe>
Ausgangsgases aus der Endoxydationsstufe 9 und der /weite Wärmeaustauscher 5 verwendet einen Teil des
Wärmeinhaltes des die erste Oxydationsstufe 3 verlassenden Gases. Auf diese Weise kann das die
Zwischenabsorptionsstufe 6 verlassende Gas, das typischerweise eine Temperatur von 85° C aufweist, sehr
leicht mit einem minimalen Aufwand an Wärmeübergangsfläche auf die erforderliche Anspringtemperatiir
für die Endstufe vorgewärmt werden.
Ein besonders wichtiger Vorzug des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die Temperatur des
Gases, das die vorletzte Oxydationsstufe 4 verläßt, nicht größer sein muß als die für die Endoxydationsstufe 9
benötigte Anspringtemperatur. Das die Oxydationsstufe 4 verlassende Gas kann eine höhere, eine gleich große
oder eine geringere Temperatur als die Anspringtemperatur der Endstufe 9 besitzen. Die für jede der
Oxydationsstufen erforderliche Anspringtemperatur kann daher sehr leicht durch eine nur geringfügige
Änderung einer · orhandenen Anlage erreicht werden. Die in hervorstechender Weise verbesserte Flexibilität
der verfügbaren Temperaturen, wie sie durch die erfindungsgemäße Vorrichtung er/ielt wird, macht
einen extrem hohen Wirkungsgrad des Umsatzes möglich.
Das die Endabsorptionsstufe verlassende Gas wird
1 .~
mitgerissene Säurenebel zu entfernen, und dann in die Atmosphäre abgelassen. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren können konventionelle Oxydationsanlagen, deren Katalysatorbettungen etwa Vanadiunipentoxid
enthalten, sowie gegenwärtig verfügbare Absorptionsund Wärmeaustauscheranlagen Verwendung finden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid durch katalytische Oxydation von in einem Gasstrom
enthaltenem Schwefeldioxid in mindestens drei aufeinanderfolgenden Oxydationsstufen mit
einer zwischen zwei aufeinanderfolgenden Oxydationsstufen liegenden Zwischenabsorptionsstufe, bei
dem der aus der Zwischenabsorptionsstufe in die nachfolgende Oxydationsstufe übergehende Gasstrom
von dem eine vorhergehende Oxydationsstufe verlassenden Gasstrom vorgewärmt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß der aus einer ersten Oxydationsstufe austretende Gasstrom geteilt
wird und ein Teilstrom mit dem die zwischen zwei anderen Oxydationsstufen liegende Zwischenabsorptionsstufe
verlassenden Gasstrom, der andere Teilstrom mit dem in die erste Oxydationsstufe
eintretenden Gasstrom in Wärmeaustausch gebracht W(T(A
2. Verfahren nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet,
daß etwa die Hälfte der Reaktionswärme zum Vorwärmen des aus der Zwischenabsorptionsstufe
kommenden Gasstroms benutzt wird.
3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der nach
seinem Austritt aus der ersten Oxydationsstufe abgekühlte Gasstrom in die zweite Oxydationsstufe
eingeleitet wird, der diese verlassende Gasstrom den in die erste Oxydationsstufe eintretenden Gasstrom
vorwärmt urd dann in die Zwischenabsorptionsstufe gelangt, der diese Stufe verlassende Gasstrom, von
einem Teil der Reaktionswärme vorgewärmt, in die dritte Oxydationsstufe gelangt und schließlich der
diese letzte Stufe verlassende oasstrom den in die dritte Oxydationsstufe eintretenden Gasstrom vorwärmt
und dann in eine Endabsorptionsstufe eintritt.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der für das
Verfahren verwendete, Schwefeldioxid enthaltende Gasstrom eine Temperatur von etwa 490C bis 82°C
aufweist.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem für
das Verfahren verwendeten Gasstrom das Verhältnis von Sauerstoff zu Schwefeldioxid ungefähr 1,0
beträgt.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der für das
Verfahren verwendete Gasstrom einen Schwefeldioxidgehalt von weniger als etwa 9% aufweist
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| US74610668A | 1968-07-19 | 1968-07-19 | |
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| DE1913541C3 true DE1913541C3 (de) | 1983-02-10 |
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| DE19691913541 Expired DE1913541C3 (de) | 1968-07-19 | 1969-03-18 | Verfahren zur Gewinnung von Schwefeltrioxid aus Schwefeldioxid |
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|---|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
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