DE1911627U - Injektionsgeraet. - Google Patents
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Description
G 5588 18.12.1964 '/
ch/wg P.A. O01 134 *-2.1.65 l(j
PATENTINGENIEUR CARLH. HÄUSER - STUTTGART - KONIGSTR. 40 - TELEFON 29 62
Werner Ehrhardt, Geislingen (Steige)
Injektionsgerät
Die Heuerung betrifft ein Injektionsgerät mit einem
mittels Federkraft auf den Kolben einer Spritzampulle einwirkenden Druckstempel.
Bei derartigen Injektionsgeräten wird beim Andrücken derselben gegen die Körperoberfläche eine unter
Spannung gehaltene Feder ausgelöst, deren freiwerdende Kraft mittels eines Druckstempels die Injektionsnadel
in das Gewebe einsticht und die Injektionsflüssigkeit ausspritzt.
Bei den bekannten Injektionsgeräten der genannten
Art sind die Vorrichtungen zum Halten und Sichern der gespannten unter hohem Druck stehenden Feder
kompliziert, verhältnismäßig groß und in Bezug auf die Sicherung nicht ausreichend. Demgegenüber soll
das neue Injektionsgerät bei einfachstem Aufbau
PATENTINGENIEUR CARLH. HÄUSER - STUTTGART - KDNIGSTR. 40 - TELEFON 29 62 87
eine ebenso einfache Handhabung ermöglichen und durch mehrfache Sicherung einen zuverlässigen Schutz
und unbeabsichtigte Auslösung gegen mißbräuchliche Benutzung/bieten.
Bei dem neuen Injektionsgerät wird dies dadurch erreicht,
daß der Druckstempel in einer Zangenhülse längsverschieblich geführt ist, in der eine den Druckstempel
umgebende und auf diesen einwirkende Feder abgestützt ist, wobei in der Spannlage des Druckstempels
durch Längsschlitze der Zangenhülse gebildete Zangenteile, die sich federnd zu spreizen
suchen, mittels nach innen gerichteter Yorsprünge einen Bund am Kopf des Druckstempels hintergreifen
und diesen mittels einer die Zangenteile umfassenden Schiebehülse sichern.
Im einzelnen kann die Anordnung so getroffen sein, daß die Schiebehülse an ihrem dem Kopf des Druckstempels
zugekehrten Ende mit einem Einpass versehen ist, in den in einer vorbestimmten Stellung der
Schiebehülse äußere Vorsprünge im Bereich der freien Enden der Zangenteile ausweichen.
Die Zangenhülse ist mit der Aussenhülse verschraubt oder auf eine andere Weise lösbar verbunden und an
ihrer dem Kopf des Druckstempels abgekehrten Stirnseite mit einer zentralen Durchgangs öffnung versehen,
durch die der Schaft des Druckstempels in der äpannlage
desselben durchgeführt ist. Auf diese Weise kann
der Druckstempel in seiner Spannlage zusätzlich gesichert werden, indem auf das freie, mit einem Gewinde
versehene Ende seines Schaftes eine die Außenhülse abschließende Kappe aufgeschraubt wird, die sich an
der Stirnseite der Außenhülse abstützt.
Auch die Schiebehülse ist in ihrer die Zangenteile sichernden Stellung durch ein abnehmbares Sperrglied
gesichert, das sich einerseits an ihrer der Spritzampulle abgekehrten Seite und andererseits an der
aufgeschraubten Kappe abstützt und die Längsverschiebung
der Schiebehülse verhindert. Das Sperrglied ist seinerseits in seiner Sperrlage durch die überdeckende,
mit dem Schaftende des Druckstempels verschraubte Kappe gesichert.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand des Gebrauchsmusters, das neue Injektionsgerät in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Injektionsgerät,
Pig. 2 einen Teilschnitt gemäß Fig. 1 in vergrößertem Maßstab mit gesperrtem und gesichertem
Druckstempel,
Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Teilschnitt
mit ausgelöstem Schlagbolzen (Druckstempel) und
Fig. 4 eine Einzelheit.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Druckstempel mit 30, die auf diesen einwirkende Feder mit
4 -
Γ - 4 - J
40, die mit der Außenhülse 50 lösbar verbundene Zangenhülse mit 20 und die zur Sicherung des Druckstempels
30 in seiner Spannlage dienende Schiebehülse mit 10 bezeichnet.
Wie I1Ig. 1 erkennen läßt, ist das Injektionsgerät von
einer Außenhülse 5O umgeben, die aus Metall oder einem
Kunststoff bestehen kann. Die Spritzampulle 60 ist durch den Kolben 63 in zwei Teile unterteilt, und zwar
befindet sich im vorderen Teil die Spritzflüssigkeit 65 und im hinteren Teil die Injektionsnadel 62, deren
der Nadelspitze abgekehrte Öffnung mit 64 bezeichnet ist. Die Injektionsnadel 62 ist in einem Gleitkörper
befestigt und ihre Spritze ist in einer Ausnehmung des Kolbens 63 verwahrt und geführt.
In dem Teil des Injektionsgerätes, das sich an die
Spritzampulle 60 anschließt, wird ein Druckstempel 30 unter der Druckspannung einer Feder 40 gehalten. Beim
Auslösen der Haltevorrichtung wird der Druckstempel frei. Er treibt unter der Einwirkung der Feder 40 die
Injektionsnadel 62 durch den Kolben 63 hindurch in die
Flüssigkeitskammer und danach durch die Abdeckkappe der Ampulle 60 nach außen. Die Vorgänge bei der Injektion
brauchen jedoch nicht erörtert zu werden, da sie für das Verständnis des G-erätes nicht erforderlich sind. Wesentlich
ist dagegen, wie der Druckstempel 30 unter Spannung der Feder 40 gehalten, gesichert und ausgelöst wird.
Der Druckstempel 30 weist an seiner, der Injektionsnadel
62 zugekehrten Seite einen Kopf 31 mit einem Bund 32 auf. Nach innen gerichtete Torsprünge 22
von den Bund 32 hintergreifenden Zangenteilen 21
einer Zangenhülse 20, in der der Druckstempel 30 mit der ihm umgebenden Feder 40 geführt ist, halten
den unter Spannung der Feder 40 stehenden Druckstempel
30 fest. Die Feder stützt sich innerhalb der Zangenhülse 20 einerseits in dieser und andererseits
am Druckstempel 30 ab.
Die durch Längsschlitze 24 der Zangenhülse 20 gebildeten Zangenteile 21 halten den unter der Einwirkung
der Feder 40 stehenden Druckstempel 30 zuverlässig
in der Sperrlage, solange die Zangenteile 21 keine Möglichkeit haben, sich zu spreizen. Sie
werden daher in ihrer den Bund 32 hintergreifenden lage durch eine Schiebehülse 10 gesichert, die die
Zangenteile 21 umgreift und die in der Außenhülse längsverschiebbar angeordnet ist.
An ihrem der Spritzampulle 60 zugekehrten Ende ist die Schiebehülse 10 mit einem Einpaß 11 versehen,
dem äußere Yorsprünge 25 an den Enden der Zangenteile entsprechen. In einer bestimmten Stellung der nach hinten
verschobenen. Schiebe hülse 10 können die äußeren Vorsprünge
25 der Zangenteile 21 in den Einpaß 11 der Schiebehülse 10 ausweichen und damit den Druckstempel
30 freigeben, wie dies in Mg. 3 gezeigt ist.
Die Verschiebebewegung der Schiebehülse 10, die nach
vorne durch die Glasampulle 60 gesperrt ist, wird nach hinten mittels eines eingesetzten Sperrgliedes
70 aufgehalten, das seinerseits durch eine auf das freie, nach hinten vorstehende und mit einem Gewinde
33 versehene Ende des Druckstempels 30 aufgeschraubte
Kappe 80 in seiner Sperrlage gesichert. Die aufgeschraubte Kappe 80 dient für den Druckstempel
30 zugleich als zusätzliche Sicherung. Die Zangenhülse 20, die an ihrem hinteren Ende mit der
Außenhülse 50 verschraubt ist, erfährt keine Längsverschiebung.
Wird die Kappe 80 vom Schaft des Druckstempels 30 abgeschraubt, dann ist die Sicherung durch das Sperrglied
70 aufgehoben. Das Injektionsgerät ist in diesem Zustand einsatzbereit. Die Injektion erfolgt
selbsttätig beim Aufdrücken des Gerätes auf die Injektionsstelle des Körpers. Der auf das Gerät ausgeübte
Druck bewirkt eine Verschiebung der Ampulle 60 nach hinten, und zwar unter Mitnahme der Schiebehülse
10 und des Sperrgliedes 70, das dabei aus der
Außenhülse 50 heraustritt und abfällt.
Durch die Verschiebung der Schiebehülse 10 gelangen die äußeren Vorsprünge 25 in den Bereich des Einpaßes
11 der Schiebehülse 10 und können sich spreizend in diesen ausweichen. Die Spreizung erfolgt ebenfalls
selbsttätig, weil die Zangenteile 21 in ihrer Lage, in der sie den Bund 32 hintergreifen, gegeneinander
gedrückt liegen und dabei eine Vorspannung erhalten.
Mit der Freigabe des Bundes 32 durch die inneren
Vorsprünge 22 der Zangenteile 21 kann sich die Feder 4-0 entspannen, wobei sich ihre gespeicherte Kraft
über den Kopf 31 des Druckstempels 30 auf den Gleitkörper 61 innerhalb der Glasampulle 60 im
Sinne eines Vorschubes desselben auswirkt. Dabei durchdringt die Nadel 62 den Kolben 63 und danach
die Kappe der Flüssigkeitsampulle. Die Nadel dringt in das Gewebe ein, jedoch erfolgt das Ausspritzen
der Flüssigkeit 65 erst, wenn ihre Öffnung 64 durch den Kolben 63 hindurch bis zur Flüssigkeit vorgedrungen
ist.
An sich ist das Injektionsgerät für den einmaligen
Gebrauch bestimmt. Es besteht jedoch durchaus die
Möglichkeit einer Wiederverwendung aller Teile mit Ausnahme der eigentlichen Spritzampulle 60.
Ein wesentlicher Vorteil des neuen Injektionsgerätes besteht auch darin, daß die Spritzampulle 60, deren
Inhalt häufig nicht lagerungsbeständig ist, gegen eine andere, z.B. eine solche mit frischem Inhalt
ausgetauscht werden kann.
In diesem Falle ist es nur erforderlich, nach Ausnahme
der Kappe 80 und des Sperrgliedes 70 die Verschraubung der Zangenhiilse 20 mit der Außenhülse
zu lösen, so daß die Zangenhiilse 20 zusammen mit der Schiebehülse 10 entnommen werden kann. Alsdann
liegt die Spritzampulle 60 zum Austausch frei.
In manchen G-ebrauchsfallen kann es darauf ankommen,
daß das Injektionsgerät in Sekunden einsatzbereit ist. Dabei kann es zu umständlich oder zu zeitraubend sein,
die Kappe am hinteren Ende der Außenhülse abzuschrauben.
Die Sicherung erfolgt in diesem Falle durch eine die Kappe 66 der Spritzampulle 60 überdeckende und diese
eng umgebende zusätzliche Kappe 51 > die abnehmbar ist und sich mit ihrem Rand am vorderen Rand der Außenhülse
50 abstützt, so daß die innere Kappe 66 nicht
nach innen gedrückt werden kann. Diese Ausführung, die in'Fig. 4 gezeigt ist, hat noch den Vorteil, daß die
innere Kappe 66 der Spritzampulle an ihrer bei der Injektion mit der Einstichstelle in Berührung kommenden
Stirnseite steril gehalten werden kann.
Bei dieser Ausführung ist das. Sperrglied 70 durch eine Spiralfeder ersetzt, die sich zwischen der hinteren
Stirnkante 12 der Schiebehülse 10 und einem Bund 26 am hinteren Ende der Zangenhülse 20 befindet.
Auf die Kappe 80 kann dabei verzichtet werden.
Claims (9)
1. Injektionsgerät mit einem mittels !Federkraft auf
den Kolben einer Spritzampulle einwirkenden Druckstempel, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstempel
(30) in einer Zangenhülse (20) längsverschieblich
geführt ist, in der eine den Druckstempel umgebende und auf diesen einwirkende Feder (4O)
abgestützt ist, wobei in der Spannlage des Druckstempels durch Längfflohlitze (24) der Zangenhülse
gebildete Zangenteile (21), die sich federnd zu spreizen suchen, mittels nach innen gerichteter
Yorsprünge (22) einen Bund (32) am Kopf (31) des Druckstempels hintergreifen und diesen mittels einer
die Zangenteile umfassenden Schiebehülse (1O) sichern,
2. Injektionsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebehülse (10) an ihrem dem
Kopf (31) des Druckstempels (30) zugekehrten Ende mit einem Einpaß (11) versehen ist, in den in einer
vorbestimmten Stellung der Schiebehülse (1O) äußere Yorsprünge (25) im Bereich der freien Enden der
Zangenteile (21) ausweichen können.
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3. Injektionsgerät nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zangenhiilse (20) an ihrer dem Kopf (31) des Druckstempels (30) abgekehrten
Stirnseite mit einer zentralen Durchgangsöffnung versehen ist, durch die der Schaft des Druckstempels
in der S.pannlage desselben durchgeführt ist.
4. Injektionsgerät nach Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zangenhülse (10) an ihrem dem Kopf (31) des Druckstempels (30) abgekehrten
Ende mit der Außenhülse (50) des Gerätes lösbar verbunden bzw. yerschraubt ist.
5. Injektionsgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstempel (30) in seiner Spannlage mittels einer
die Außenhülse (50) naßh hinten abschließenden
Kappe (80) gesichert ist, die mit dem durch die Zangenhülse (20) hindurchgeführten Ende des Schaftes
des Druckstempels (30) lösbar Yerschraubt ist.
6. Injektionsgerät nach Ansprüchen 1, 2, 3, 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebehülse (10) in
ihrer die Zangenteile (21) sichernden Stellung durch ein Sperrglied (70) gesichert ist, das sich einerseits
an ihrer der Spritzampulle (60) abgekehrten Stirnseite und andererseits an der aufgeschraubten
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Kappe (80) abstützt.
7. Injektionsgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 "bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sperrglied (70) in seiner Sperrlage von der Kappe (80) überdeckt ist.
8. Injektionsgerät nach Ansprüchen 1, 2, 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kappe (66) der Spritzampulle (60) von einer zusätzlichen und abnehmbaren
Kappe (51) überdeckt ist, die die erstere Kappe (66) eng umgibt und sich mit ihrem Rand an der vorderen
Stirnkante der Aui3enhülse abstützt.
9. Injektion nach Ansprüchen 1, 2, 3, 4 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schiebehülse (10) in ihrer die Zangenteile (21) sichernden Stellung durch eine
Feder gehalten ist, die einerseits an der hinteren Stirnkante (12) der Schiebehülse (10) und andererseits
an einem Bund (26) der Zangenhülse (20) abgestützt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE21051U DE1911627U (de) | 1965-01-02 | 1965-01-02 | Injektionsgeraet. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE21051U DE1911627U (de) | 1965-01-02 | 1965-01-02 | Injektionsgeraet. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1911627U true DE1911627U (de) | 1965-03-11 |
Family
ID=33330629
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE21051U Expired DE1911627U (de) | 1965-01-02 | 1965-01-02 | Injektionsgeraet. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1911627U (de) |
-
1965
- 1965-01-02 DE DEE21051U patent/DE1911627U/de not_active Expired
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