DE1909405C - Klemmvorrichtung aus Kunst stoff - Google Patents

Klemmvorrichtung aus Kunst stoff

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DE1909405C
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DE19691909405
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DE1909405A1 (de
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Alois Albin Willowdale Ontario Krawagna (Kanada)
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Nova Werke AG, Effretikon (Schweiz)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Klemmvorrichtung aus Kunststoff, die einen im wesentlichen starren, U-förmigen Halter mit zwei auf der gleichen Halterseite angeordneten und sich in Abstand voneinander gegenüberliegenden Anlenkschenkeln aufweist, die an ihren dem Haltersteg abgekehrten Enden durch mit dünnen Gelenkrillen angelenkte und untereinander durch eine oder mehrere zusätzliche Gelenkrillen zusammenhängende Zwischenglieder verbunden sind, wobei diese Zwischenglieder eine den Abstand zwischen den Anlenkschenkeln überschreitende Gesamtlänge aufweisen und beim Einschwenken zwischen die Anlenkschenkel in eine Klemmstellung kommen.
Bekannt ist eine sehamierartige Klemme aus Kunststoff, bei der zwei als Winkelstücke ausgebildete, durch eine Gelenkrille verbundene Klemmteile ihrerseits je durch eine Gelenkrille mit den Enden eines etwa halbkreisförmig gebogenen, federnden Kunststoffbügels derart verbunden sind, daß sich die beiden Winkelstücke mit Schnappwirkung sowohl in eine Schließ- oder Klemmstellung als auch in eine öffnungs- oder Freigabestellung bewegen lassen. Diese bekannte Schnappklemme läßt sich mit ihren durch Gelenkrillen verbundenen Teilen einteilig herstellen, ist jedoch nach der Ausführung der durch den Kunststoffbügel verbundenen Klemmteile auf bestimmte Anwendungszwecke beschränkt und soll entweder zum Anklemmen einzelner Wäschestücke od. dgl. an eine Aufhängeleine oder zum Anklemmen von Kleidern od. dgl. an die Tragstange eines Kleiderbügels dienen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einteilig herstellbare, rahmenartige Klemmvorrichtung aus Kunststoff zu schaffen, mit der sich flache Gegenstände jeglicher Art zwischen einer im wesentlichen si i.Ten, ortsfesten Leiste und einer dagegen ein- und
ίο ausschwenkbaren, beweglichen Leiste mit hohem Druck festklemmen lassen. Dabei handelt es sich um eine Flachklemme, an der auri relativ große und schwere Gegenstände mit sicherem Halt verspannt werden können.
Diese Aufgabe wird bei einer aus Kunststoff bestehenden Klemmvorrichtung der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, daß zwischen den Anlenkschen kein des Halters drei Zwischenpueder vorgesehen sind, von denen die zwei äußeren Zwischenglieder et
ao was länger als die Anlenkschenkel des Halters sind, derart, daß sich das zwischen ihnen befindliche, mittlere Zwischenglied in der eingeschwenkten Lage an der starren Hrundleiste d^s Halters mit Klemmdruck abstützt.
Eine solche Klemmvorrichtung kann als Einspannleiste für flache Gegenstände benutzt werden, die sich auch aufhängen lassen, wenn man die Leiste mit einem Haken oder einer öse versieht. In diesem Falle läßt sich die Einspannleiste z. B. auch als Hosenbügel
verwenden, bei dem man die Enden einer Hose mit den Bügelfalten aufeinanderlegt und an der starren Grundleiste verspannt.
Um das öffnen einer solchen Klemmvorrichtung bzw. eines solchen Hosenbügels zu erleichtern, kann das mittlere, als Klemme dienende Zwischenglied in zwei durch eine zusätzliche Gelenkrille verbundene Lenkerteile unterteilt und einer dieser beiden Lenkerteile mit einem Griffknopf versehen sein.
Die Zeichnung zeigt Beispiele für die Ausführung der Klemmvorrichtung nach der Erfindung, und zwar zeigt
Fig. 1, 2 und 3 die Stirnansicht einer Klemmvorrichtung in Richtung der Gelenkachsen in dei Schließstellung, ferner in halbgeöffneter und voll geöffneter Stellung,
F i g. 4 die gleiche Kleir.mvorrichiung in halbgeöffneter Stellung, schaubildlich dargestellt als Aufhängebügel, und
F i g. 5 eine abgewandelte Ausführung einer in der Stirnansicht dargestellten, in der Klemmstellung befindlichen Klemmvorrichtung.
Die Klemmvorrichtung 10 nach F i g. 1 bis 3 weist eine flache Grundleistc 12 aus Kunststoff auf, die auf ihrer ebenen Oberfläche 13 zwei fest angebrachte, aufwärts ragende Schenkel 15 und 16 trägt, Der Schenkel 15 ist an seinem äußeren Ende mit einem als Flachteil ausgebildeten Zwischenlenker 18 durch ein Gelenk 20, der Schenkel 16 mit einem flachen Zwischenlenker 22 durch ein Gelenk 23 verbunden. Die beiden Zwischenlenker 18 und 22 greifen an einer Klemmplatte 25 an, die an ihrem Ende 27 durch ein Gelenk 28 mit dem Zwischenlenker 18 und an ihrem Ende 30 mit einem Gelenk 32 mit dem Zwischenlenker 22 verbunden ist. Die Gelenke 20, 23, 28 und 32 sind durch Gelenkrillen gebildet, die teils an den Außenflächen, teils an den Innenflächen liegen, über die ganze Breite der sie verbindenden Teile reichen und eine scharnierartige Verbindung zwischen den
Teilen herstellen. Die durch die Gelenkrillen verbundenen Teile können einteilig zusammenhängen, und ihre Gelenkrillen liegen parallel zueinander.
Die senkrechten Flachschenkel IS und 16 weisen abgewinkelte Enden 34 und 35 auf, mit denen sie an der Grundplatte 12 verschweißt oder anderweitig befestigt sein können.
In der Schließ- oder Klemmstellung nach F i g. 1 liegt die Klemmplatte 25 an der Grundplatte 12 mit einem durch die Gelenkrillen vermittelten Schließdruck an. Die Zwischenlenker 18 und 22 und die Klemmplatte 2S werden in der Praxis etwas dicker ausgebildet als die Flachschenkel 15 und 16, so daß die letzteren etwas federnd biegsam sind und beim öffnen und Schließen der Klemmvorrichtung nach außen ausweichen können. Beim öffnen der Klemmv(.i richtung wird zunächst einer der Zwischenlenker 18 oder 22 aus der Stellung nach Fig. 1 hochgestiiwenkt, gemäß Fig.2 der Zwischenlenker 18. Da-K'i müssen die Teile 18 und 25 eine gestreckte Tot- ao punktstellung durchschreiten, in der die Gelenkrillen 20, 28 und 32 in einer geraden Linie liegen. Diese Totpunktlage ist aber für die Klemmplatte 25 labil. Um sie /u durchschreiten, muß der Flachschenkel 15 etwas nach außen gebogen werden. Beim Durchschreit.-n der gestreckten Totpunktlage schnappen die Teile 18 und 25 dann selbsttätig durch die Federwirkung des Schenkels 15 in die entspannte Lage nach F i g. 2. Der gleiche Vorgang würde sich auch für den Flachschenkel 16 abspielen, wenn man den Zwischenlenker 22 zuerst aus der Stellung nach F i g. 1 anheben würde. Läßt sich nicht vorherbestimmen, welcher Zwischenlenker 18 oder 22 zuerst betätigt wird, so muß der senkrechte Flachschenkel 16 die gleiche Biegsamkeit aufweisen wie der Flachschenkel 15, damit gewährleistet ist, daß sich an beiden Seiten stets die pleichen Bewegungsvorgänge abspielen. Ist die Kid !vorrichtung aber so ausgebildet, daß beim öffnen u .d Schließen immer nur einer der beiden Zwischenlenker 18 oder 22 betätigt wird, so kann der senkrechte Flachschenkel des nicht erstbetätigten Zwischenlenkers starr und unbiegsam ausgebildet sein.
Beim weiteien öffnen der Klemmvorrichtung zum Verbringe., der Klemmplatte 25 aus der Stellung nach F i g. 2 in die Stellung nach F i g. 3 bzw. aus der in F i g. 3 gestrichelt eingezeichneten Lage in die mit ausgezogenen Linien kenntlich gemachte Stellung bedürfen die senkrechten Schenkel 15 und 16 keiner Biegung, da infolge der doppelten Gelenkverbindung 28 und 32 zwischen den Teilen 18,22 und 25 die Gelenkstelle 28 mit dem Lenker 18 ohnehin nach oben ausweicht, wenn man den Zwischenlenker 22 anhebt. Schließlich schnappen die Tei'ie aber von selbst in die Lage nach F i g. 3, sobald die Gelenkrille 32 die gerade Verbindungslinie zwischen den Gelenkrillen 28 und 23 durchschreitet. Wie ein Kniehebelverschluß schnappen die Teile daher beim öffnen der Klemmvorrichtung selbsttätig in die Öffnungslage, beim Schließen selbsttätig in die Schließstellung.
F i g. 4 zeigt die Benutzung einer derartigen Klemmvorrichtung bei einem als Hosenspanner ausgebildeten Aufb.ängebügel 37. Dieser Aufhängebügel weist eine starre Klemmleiste 38 aus Kunststoff auf, die hier U-förmig ausgebildet und an ihren Enden mit aufwärts abgewinkelten Schenkeln 40 und 41 versehen ist. An dem Schenkel 40 ist ein flacher Zwischenlenker 42 mit einer Gelenkrille 44 angebracht, während der Zwischenlenker 41 mit einem Zwischenlenker 46 durch eine Gelenkrille 47 verbunden ist. Die beiden Zwischenlenker 42 und 46 sind an ihren einander zugekehrten Enden mit einer Klemmplatte 50 durch Gelenkrillen 52 und 53 verbunden. Die Teils 40, 42, 50, 46 und 41 entsprechen also den Teilen 15, 18, 25, 22 und 16 nach F i g. 1 bis 3.
Um die Zwischenlenker 18, 22 und die Klemmplatte 25 aus der Öffnungsstellung nach F i g. 3 in die Schließstellung nach F i g. 1 zurückzubringen, werden die gelenkig verbundenen Teile in umgekehrter Reihenfolge betätigt, beispielsweise so, daß man zunächst den Zwischenlenker 22 nach unten drückt und in die Stellung nach F i g. 2 zurückbringt, worauf man den Zwischenlenker 18 nach unten drückt, damit die Teile in die Stellung nach F i g. 1 zurückkommen. Bei diesem letzten Teil der Schließbewegung wird der Flachschenkel 15 etwas nach außen gebogen.
In der gleichen Weise gei.en auch die öffnungs- und Schließbewegung der Teile bei dem Hosenbügel 37 nach F i g. 4 vor sich. Hat man hi^r zuvor die Umschläge 55 der Hose 56 auf die Klemmleiste 38 gelegt, so werden sie beim Niederdrücken der Teile in Richtung des Pfeils 58 von der Klemmplatte 50 erfaßt unH stramm eingespannt. Die Klemmleiste 38 weist in halber Länge eine Verstärkung 60 auf, in die der Bügelhaken 62 eingeschraubt oder anderweitig eingebettet ist.
Bei der Ausführung der Klemmvorrichtung nach F i g. 1 bis 4 ist der von der Klemmplatte 25 bzw. 50 in der Schließstellung ausgeübte Druck gegen die Grundplatte 12 bzw. gegen die Klemmleiste 38 von der Länge der gelenkig verbundenen Teile, der Flachschenkel 15 und 16 und dem Abstand zwischen den letzteren abhängig. Verkürzt man ü. B. den Abstand zwischen den Flachschenkeln 15 und 16 in F i g. 1 ohne Veränderung der sonstigen Abmessungen, so erhöht sich der Klemmdruck zwischen der Grundplatte 12 und der Klemmplatte 25. Wird dagegen der Abstand zwischen den Flachschenkeln 15 und 16 zunehmend vergrößert, so kommt man schließlich zu einer Bemessung, in der die Klemmplatte 25 die Grundplatte 12 nicht mehr berührt.
F i g. 5 zeigt einen abgeänderten Hosenbügel, der eine weitere Ausführungsform der Erfindung bildet. Dieser Hosenbügel 88 weist eine Klemmleiste 90 auf, die über ihre Länge etwas hohlrund gebogen ist. Die Klemmfläche 91 ist zu beiden Seiten von abgewinkelten Schenkeln 93 und 94 eingefaßt. Der Schenkel 93 ist mit einem Zwischenlenker 95 durch eine Gelenkrille 96, der Schenkel 94 mit oinem Zwischenlenker 97 durch eine Gelenkrille 98 verbunden. An den inneren Enden steht der Zwischenlenker 95 mit einem Klemmarm 100, der Zwischenlenker 97 mit einem Klemmarm 101 jeweils durch eine Gelenkrille 103 bzw. 104 in Verbindung, und die beiden Klemmarme 100 und 101 sind ihrerseits durch eine Gelenkrille 106 zusammengehalten. Der Klemmarm 100 ist mit einem an seiner Außenfläche angeordneten Bedienungsgriff 108 versahen, der dicht neben der Gelenkrille 106 angeordnet ist. Die Klemmleiste 90 weist einen verstärkten Mittelteil 110 auf, in den bei 111 der Haken des Hosenbügels eingebettet ist. F i g. 5 zeigt den Bügel in seiner Schließ- oder Klemmstellung. Infolge der leicht gekrümmten Kiemmfläche 91 liegen die Klemmarme 100 und 101 an vier in Abstand voneinander liegenden Stellen 112, 113, 114 und 115 an der Innenfläche der Klemmleiste 90 an, wodurch ein besonders gleich-
mäßig verteilter Klemmdruck gegen die einzuspannenden Umschläge der Hose zustande kommt. Zum öffnen der Klemmvorrichtung des Hosenbügels braucht man nur die Handhabe 108 rechtwinklig zur Klemmleiste 90 nach außen zu ziehen, wodurch alle vier gelenkig verbundenen Teile 95, 100,101 und 97 nach außen verschwenkt werden und dann selbsttätig in eine geöffnete Freigabestellung schnappen.
Derartige Klemmvorrichtungen werden zweckmäßig einteilig aus Polypropylen hergestellt. Die Gelenkrillen brauchen nicht an den Enden der gelenkig verbundenen Teile zu liegen. Beispielsweise kann in F i g. 1 der Zwischenlenker 22 über die Gelenkrille 23 hinaus nach außen ragen, so daß sich die Gelenkrille 23 irgendwo an einer mittleren Stelle des Zwischenlenkers 22 befindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Klemmvorrichtung aus Kunststoff, bestehend aus einem im wesentlichen starren, U-förmigen Heiter mit zwei auf der gleichen Halterseite angeordneten und sich in Abstand voneinander gegenüberliegenden Anlenkschenkeln, die an ihren dem Haltersteg abgekehrten Enden durch mit dünnen Gelenkrillen angelenkte und untereinander durch eine oder mehrere zusätzliche Gelenkrillen zusammenhängende Zwischenglieder verbunden sind, die eine den Abstand zwischen den Anlenkschenkeln überschreitende Gesamtlänge aufwehen und beim Einschwenken zwischen die Anlenkschenkel in eine Klemmstellung kommen, dadurch gekennzeichnet, -laß zwischen uen Anlenkschenkeln (15, 16; 40, 41, 93, 94) des Halters drei Zwischenglieder (18, 22, 25; 42, 46, 50; 95, 97, 100) vorgesehen sind, von denen die zwei äußeren Zwischenglit der (18, 22; <*2,46; 95, 97) etwas langer als die Anlenkschenkel (15, 16; 40, 41; 93, 94) sind, derart, daß sich das zwischen ihnen befindliche, mittlere Zwischenglied (25, 50, 110) in der eingeschwenkten Lage an der starren Grundl: :ste (12, 3«, 90) des Halters mit Klemm druck abstützt.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mittlere, als Klemme dienende Zwischenglied in zwei, durch eine zusätzliche Gelenkrille (106) verbundene Lenkerteile (100, 101) unterteilt und einer dieser beiden Lenkerteile mit einem Griffknopf (108) versehen ist.
DE19691909405 1968-03-04 1969-02-25 Klemmvorrichtung aus Kunst stoff Expired DE1909405C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US71032168A 1968-03-04 1968-03-04
US71032168 1968-03-04

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1909405A1 DE1909405A1 (de) 1969-09-11
DE1909405B2 DE1909405B2 (de) 1972-08-24
DE1909405C true DE1909405C (de) 1973-03-15

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