DE1908692A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Vakuumdauerfiltrieren in geschlossenem Kreislauf - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Vakuumdauerfiltrieren in geschlossenem Kreislauf

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DE1908692A1
DE1908692A1 DE19691908692 DE1908692A DE1908692A1 DE 1908692 A1 DE1908692 A1 DE 1908692A1 DE 19691908692 DE19691908692 DE 19691908692 DE 1908692 A DE1908692 A DE 1908692A DE 1908692 A1 DE1908692 A1 DE 1908692A1
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Dr Ernesto Bernardim
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Meccaniche Bernardini C M B S
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Meccaniche Bernardini C M B S
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
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    • B01D33/044Filters with filtering elements which move during the filtering operation with filtering bands or the like supported on cylinders which are pervious for filtering
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Description

  • "Verfahren und Vorrichtung zum Vakuumdauerfiltrieren in geschlossenem Kreislauf" Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vakuumdauerfiltrieren in geschlossenem Kreislauf unter Verwendung eines Rotationsfilters mit durchlaufendem bzw. endlosem, besonders geführtem und gewaschenem Filtertuch.
  • Das Ausscheiden eines in einem Lösemittel suspendierten Feststoffes (Schwebestoff) ist ein Problem, das in der Chemikalien-, Nahrungsmittel- bzw. Ar zneimittelindustrie häufig gestellt wird.
  • Um diese Aufgabe zu lösen, werden verschiedene Verfahren angewandt, so z. B. Dekantieren, Zentrifugieren, -Filtrieren usw.
  • Das meistgebrauchte unter diesen Verfahren ist ohne Zweifel die Filtrierung. Die hauptsächlich verwendeten Filter können hierbei wie nachstehend zusammengestellt werden: 1, klassische Filterpressen; 2. Rahmenfilter und diskontinuierliche, mechanische 3. RotationsWtrommelfilter und diskontinuierliche, mechanische Entleerung; 4. Filter mit beweglichem, endlosem Bänd und kontinuierliche, mechanische Entleerung Die Filter der ersten und der zweiten Gruppe funktionieren diskontinuierlich, d. h. sie haben- eine Filtrierphase und eine Absonderungsphase des während der Filtrierphase sich bildenden Filter- oder Preßkuchens.- Die Filter mit rotierenden Rahmen sind im allgemeinen in einer Metallkammer eingeschlossen und können das Waschen der Filterkuchen sowie die mechanische Entfernung derselben leicht zulassen. Diese Filter eignen sich sehr gut in allen jenen Fällen, wo die vom Lösemittel zu trennende Feststoffmenge nicht sehr groß ist, und wo es-sehr wichtig ist, die von den Kuchen aufgesaugte, flüssige Phase vollkommen zurückzugewinnen (Spezialfall: Entfärbung von Ölen und Fetten mit Bleicherde). Diese Filter weisen jedpch den schwerwiegenden Úbelstand auf, diskontinuierlich zu funktionieren.
  • Die Filter mit rotierender Trommel (klassische Bauart: VALLEZ) ähneln den Filtern mit rotierenden Rahmen, aber auch sie weisen den Nachteil des diskontinuierlichen Betriebes auf.
  • Die Filter der vierten Gruppe, oder auch Filter mit durchlaufendem bzw. endlosem Filtertuch, die sowohl die Filterphase als auch die Spul- bzw. Wasch- u. Absonderungsphase des Kuchens auf kontinuierliche Art durchfuhren, sind diejenigen, die sich am besten elgnen um einen in einem Lösemittel fein verteilten Feststoff auszuscheiden, insbesondere in den Falle, bei denen der Feststoff im Lösemittel in hohem Prozentsatz enthalten ist.
  • Da das den Gegenstand der vorliegenden Erfindungen betreffende Filtervergahren sich auf die Filter der vierten und letzten Gruppe bezieht, werden nachstellend die elgenartigsten dieser Filter kurz beschrieben.
  • Filter OLIVIER: Dieser Filter besteht im wesentlichen aus einer in dichte Sektoren geteilten Trommel mit kreisförmigem Querschnitt. Jeder Sektor steht mit einem mechanischen Verteilungssystem in Verbindung, das das Ansaugen oder Zublasen in die verschiedenen Sektoren gestattet.
  • Auf der rotierenden Trommel ist ein Filtertuch aufgelegt. Diese Trommel ist ungefähr bis zur Halfte ihres Durchmessers in einen Fassungsbehälter der zu filtrierenden Aufschlammung versenkt.
  • Der Betrieb dieses Filters ist nachstehend dargelegt. Die im genannten Behalter enthaltene Suspension wird von den Sektoren der rotierenden Trommel aufgesaugt, wobei nach und nach dieselben infolge der Umdrehung der Trommel in der Aufschwemmung zum Eintauchen kommen. Das in der Aufschwemmung enthaltene Lösungsmittel ist dabei gezwungen, das Filtertuch zu durchfließen, wohingegen der suspendierte Feststoff an dem Filtertuch selbst sich in Schichten ablagert. Ihrer Rotationsbewegung folgend, treten dann die filtrierenden Sektoren wieder aus der Suspension heraus, und da immer Väkuum herrscht, wird dabei ein Auftrocknen des Kuchens hervorgerufen. Nach Wunsch kann der Kuchen während der Auftro-cknungsphase auch mit einem weiteren Lösemittel gespült werden. Nach Beendigung der Auftrocknungs- und Spülungsperiode wird der Kuchen mittels geeigneter Schaber vom Filtertuch abgetrennt.
  • Diese Filterart hat sich sehr vorteilhaft erwiesen, insbesondere in der Zucker- und Papierindustrie, wo der auszuscheidende. Fesi stoff keine besonderen Filtrierungspröbleme hat, da er ein dichtes bzw. festes Produkt mit nicht allzukleinen Abmessungen ist, und wo das Lösemittel Wasser ist. Dieser Filtertyp eignet sich jedoch nicht in allen jenen Fällen, wo der auszuscheidende Feststoff in kleinster Stückgröße und in Kristallform teigigen Aussehens auftritt. Die Ursache, weshalb sich der genannte Filter für diese Filtrierungen nicht eignet, ist darin zu sehen, daß das auf rotierenden Trommel fest montierte Filtertuch nicht leicht greinigt werden kann, selbst wenn dieses Tuch im Gegenstrom ,ange-, blasen wird. Außerdem kann dieser Filter in allen jenen Fällen nicht zur Anwendung gebracht werdern wo das Lösemittel flüchtig und entzündbar ist.
  • Filter EIMCOBELT- COILFILTER: Wie der>Filter OLIVER besteht auch dieser Filter aus einer bis zur Hälfte in einem Fassungsbehälter der zu filtrierenden Suspension eingetauchten, - rotierenden Trommel.
  • Auch diese Trommel ist in Sektoren bzw. Segmente unterteilt, und diese sind durch geeignete Rohrleitungen mit einem mechanischen Verteilungssystem verbunden, womit wieder das Ansaugen oder Zublasen in die verschiedenen Sektoren ermöglicht ist. Das Filtertuch ist-hier nicht standfest auf der Trommel wie beim Filter OLIVER, sondern es ist als geschlossener Ring auf der Trommel und auf einem Ablenkrollensystem angebracht, wobei die Ablenkrollen demFilteTtuch einen;-besonderen Weg beschreiben lassen. Mit der Halterung des Filtertuches wird die Trommel von diesem ungefähr bis zu 3/4 der Abwicklung ihrer Kreislinie bzw. ihres Umfanges bedeckt. Die immerfort weitere Sektoren einschließende, bedeckte Oberfläche der Trommel ist mittels des mechanischen Verteilungssystemes unter Ansaugen oder Druck gehalten. Auch bei diesem Filter sind die in der Aufschwemmung versenkten Sektoren in der Filterphase, während sich die außerhalb der von der Aufschwemmung eingenommenen Zone befindlichen Sektoren in der Trocknungs- oder Blasenphase befinden. Der sich in Schichten an dem Filtertuch ablagernde Kuchen wird mittels geeigneter Kratzer bzw. Schaber entfernt, nachdem er aufgetrocknet und unter Umständen gespült worden ist. Diese Filterbauart weist gegenüber dem Filter OLIVER den Vorteil auf, daß hier das Filtertuch im Gegenstrom gewaschen werden kann, und zwar in der Zone, die zwischen den Ablenkrollen zu liegen kommt. Auch dieser Filter ist jedoch nicht geeignet, die Filtrierung von Aufschwemmungen durchzuführen, bei denen die feste Phase mikrokristalline bzw. kolloidale Form hat. Ebenso kann dieser Filtertyp in allen jenen Fällen nicht verwendet werden, bei denen sich das Lösemittel aus einem flüchtigen und entzündbaren Erzeugnis zusammensetzt.
  • Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Dauerfiltrierverfahren anzugeben, dasv besonders geeignet ist, solche Aufschwemmungen schwieriger Filtrierung zu filtern, bei denen das Lösemittel, in dem der auszuscheidende Feststoff fein verteilt ist, ein leicht flüchtiges und entzündbares Erzeugnis ist.
  • Demgemäß besteht das erfindungsgemäße Verfahren im wesentlichen in einer solchen Führung des Filtertuches, daß dieses nach dem Loslösen des Filterkuchens in ein Lösemittel des Filtrates eintaucht. Vorzugsweise wird hierbei däs Spülmittel des Filter tuches auf gleicher oder höherer Temperatur als die Schmelztemperatur des Filtrates gehalten. Alle Apparate sollen hierbei möglichst im Såttigungszustand wirken.
  • Durch die erhöhte Temperatur soll der vom Tuch aufgesaugte Feststoff geschmolzen-werden und sich selbst aus den Poren des Tuches herauslösen, so daß der Filterkuchen kbntinuierlich abgetragen wird.
  • Nach dem Herauslösen wird die filtrierte flüssige Phase zweckmäßig getrennt in Vakuum gesammelt und anschließend, z. B. mittels Pumpe, herausgesaugt, während die z. B. in einem Ausgleichbehälter gesammelten Lösemittelga se zur Filterkammer rückgeführt werden.
  • Die Erfindung bezieht sich des weiteren auf eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Eine solche Anlage wird nachstehend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert, wobei der untere Teil der Fig. 1 eine rechte Fortsetzung des oberen Teils der Fig. 1 bildet.
  • Die Anlage nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist im wesentlichen folgende Bestandteile auf: a) einen kontinuierlichen Filter, bestehend aus: - einer in mehrere Sektoren A unterteilten, rotierenden Trommel 1, deren äußere Oberfläche durch ein perforiertes Blech gebildet wird; - einer dichten Fassungskammer 2 der Trommel 1, die im unteren Teil einen nicht näher bezeichneten Rührapparat aufweist; - einem wenigstens aus drei Leitrollen 3 bestehenden' Umlenksystem für das Tuch; - einem durchlaufenden bzw. endlosen, beweglichen Filtertuch 9; - einem Verteilventil 4; - einer Spülvorrichtung 5 für den Filterkuchen; - einer Tuchwaschvorrichtung 6, in der das Filtertuch 9 in ein Lösemittel eintaucht, das auf thermogeregelter Temperatur gehalten wird; - einem mechanischen Ablösesystem 7 des Filterkuchens; - einem kontinuierlichen, mechanischen Abführsystem 8 für den Filterkuchen; b) einen Sammelbehälter B für die unter Vakuum filtrierte Phase; c) einen Ausgleichbehälter C, der eine Sperrflüssigkeit für eine Vakuumpumpe D enthält; d) die Vakuumpumpe D mit Flüssigkeitsring; e) ein Rezirkulations- oder Rückleitungssystem E für die Rückführung der Lösemittelgase vom Ausgleichbehälter C zur Kammer 2 des Filters; f) eine Vakuumabzugspumpe F für die gefilterte Phase.
  • Der Betrieb der Filtergruppe ist folgender: Die zu filtrierende Aufschwemmung fließt in die luftdicht abgeschlossene Kammer 2 ein und wird dort mittels eines- in der Zeichnung nicht dargestellten Überlaufes auf gleichbleibendem Stand gehalten. Die Aufschwemmung wird hierbei durch einen im unteren Teil der Kammer 2 vorgesehenen mechanischen Rührapparat in Bewegung gehalten.
  • Die Trommel 1 ist in der Kammer 2 derart gelagert, daß sie gemäß einer vorbestimmten und in jedem Augenblick veränderlichen Geschwindigkeit in Umdrehung gehalten werden kann.
  • Dementsprechend werden einige der Sektoren der Trommel 1 in der zu filtrierenden Aufschwemmung zu liegen kommen, während andere sich außerhalb dieser Aufschwemmung befinden. Die außerhalb der Aufschwemmung befindlichen Sektoren sind zum Teil vom Filtertuch 9 abgedeckt, während andere vom Tuch nicht abgedeckt sind. Da die verschiedenen Sektoren A mit einem Verteilventil in Verbindung stehen, das es ermöglicht, alle vom Filtertuch 9 bedeckten Sektoren unter Vakuum zu halten, werden einige Sektoren sich unter Vakuum befinden und in die Suspension eingetaucht sein, einige Sektoren sich unter Vakuum und außerhalb dieser Suspension befinden, und diejenigen Sektoren, die vom Tuch 9 nicht bedeckt sind, unter Umgebungsdruck stehen.
  • Unter diesen Umständen wird nun bei in das Lösemittel getauchten, unter Vakuum befindlichen Sektoren die in der Aufschwemmung enthaltene flüssige Phase gezwungen, das Filtertuch 9 zu durchqueren und sich alsdann im Raum des betreffenden Sektors zu sammeln, worauf sie von diesem in den Sammelbehälter B mittels Leitungen gebracht wird, die den Sektor mit dem Verteilventil und folglich mit dem Sammelbehälter B verbinden.
  • Nachdem die am Filtertuch abgesetzte feste Phase bei ihrer Rotationsbewegung sich außerhalb der Aufschwemmung befindet, wird sie einem Trocknungsprozess unterzogen, sobald sie in den Bereich der unter Vakuum gehaltenen Sektoren gelangt.
  • Gegebenenfalls kann im Verlaufe der weiteren Rotationsbewegung der Trommel 1 der ausgetrocknete Filter- oder Preßkuchen auch einer Spülung mittels des Systemes 5 unterworfen werden.
  • Auf seiner Weiterbewegung wird das Filtertuch 9 die'Oberfläche. der Trommel 1 verlassen, da es von den Ablenkrollen 3 geführt und dabei gezwungen ist, einen vorgeschriebenen Weg zu »nehmen, bevor es sich von neuem auf der Trommel 1 abwickelt. Auf diesem vorgeschriebenen Weg sind zwei Bereiche zu unterscheiden. Tm ersten Bereich ist ein mechanischer Schaber 7 vorgesehen, der die Aufgabe hat, den am Filtertuch 9 abgesetzten Kuchen abzulösen. und denselben in den eigens dazu bestimmten Auslaßsa;mmler 8 zu leiten. Im zweiten, vorzugsweise V-Form aufweisenden Bereich wird das von dem Kuchen befreite Filtertuch 9 gezwungen, ein thermogereg&ltes Lösemittelbad 6 zu durchlaufen. Dieses Bad ist von einem eigenen System auf gleichbleibenden Stand und einstellbare Temperatur geregelt.
  • Die beschriebene Anlage und Arbeitsweise bietet den großen Vorteil, daß'Aufschwemmungen (Suspensionen) mühelos filtriert werden können, die sich aus einem flüchtigen, auch entzündbaren Lösemittel zusammensetzen, in dem ein Feststoff auch in mikrokristalliner und kolloidaler Form fein verteilt enthalten ist. Diese Möglichkeit ist dadurch gegeben, daß das Filtertuch 9 in die Filterzone vollkommen gewaschen zurückgebracht wird. Außerdem kann die am Filtertuch 9 abgesetzte feste Phase auf der Strecke ausgetrocknet und mit dem in der Suspension enthaltenen Lösemittel gespült werden.
  • Um in den Sektoren A der Trommel 1 ein Vakuum zu erzeugen, ist der Filter mit einem Sammelbehälter B versehen, der von der Rotationspumpe D mit Flüssigkeitsring unter Vakuum gehalten ist.
  • Diese Pumpe ist mit einem mit geeigneter Flüssigkeit auf gleichbleibenden Stand gespeisten Ausgleichbehälter C verbunden, der die Aufgabe hat, den oder die Ringe der Pumpe zu versorgen, wie dies in der Figur angedeutet ist. Das Gebläserohr der Pumpe D ist über eine Gleichgewichtsleitung E mit der Kammer 2 des Filters verbunden. Eine Vakuumabzugspumpe F dient dazu, die Filtratsflüssigkeit vom Sammelbehälter B abzuziehen.
  • Dieser Kreislauf gestattes es, die Sektoren der Trommel stets und ununterbrochen unter Vakuum zu halten und gleichzeitig zu verhindern, daß Lösemittelverluste, insbesondere in ga sförmigem Zustand, eintreten. Beim Gebrauch von entzündbarem Lösemittel verhindert dieses System auch mit größter Gewähr, daß im erfindungsgemäßen Filterpumpen-System Brände -oder Explosionen stattfinden, insofern alle Apparaturen der Einrichtung im Sättigungszustand wirken.
  • Aus Vorstehendem sind die Vorteile der Erfindung klar erkenntlich, indem sie vor allem folgende Möglichkeiten bietet: 1) die Möglichkeit, kontinuierlich Aufschwemmungen (Suspensionen) zu filtrieren, die sich aus einem flüchtigen, auch entzündbaren Lösemittel und aus einem darin fein verteilten Feststoff zusammensetzen, insofern, als der Filter dicht ist und sich im gesättigten Bereich des Lösemittels befindet; 2) die Möglichkeit, kontinuierlich Aufschwemmungen zu filtern, die aus einem flüchtigen Lösungsmittel und anderen, auch entzündbaren Lösungsmitteln und a-us einem darin-fein verteilten Feststoff bestehen; auch wenn dieser Feststoff in hohem Prozentsatz vorhanden ist, insofern, als das Filtertuch vor der Rückkehr in die Filtrierzone auf kontinuierliche Weise intensiv und möglichst vollkommen gewaschen wird; 3) die Möglichkeit, kontinuierlich Suspensionen zu filtrieren, die sich aus einem flüchtigen, auch entzündbaren Lösungsmittel und aus einem darin fein verteilten Feststoff zusammensetzen, auch wenn dieser Feststoff unter mikrokristalliner Kristallform niedriger Schmelztemperatur vorhanden ist, insofern, als das Filtertuch vor der Rückkehr in die Filterzone kontinuierlich, intensiv und möglichst vollkommen durch Eintauchen in ein Lösemittel gespült wird, das auf einer höheren Temperatur als die Schlenelztemperatur des Feststoffes gehalten ist, wodurch ein Schmelzen des vom Filtertuch aufgesaugten oder in den Poren desselben festgehaltenen Feststoffes bewirkt wird; 4) die Möglichkeit, kontinuierlich Aufschwemmungen filtrieren zu können, die aus einem flüchtigen, auch entzündbaren Lösemittel und aus einem Erzeugnis kolloidaler Natur bestehen, insofern, als auch mit einer äußerst dünnen Filter- oder Preßkuchenschic ht gearbeitet? hierbei auf die Durchlaufgeschwindigkeiten des Filtertuches eingewirkt und das Filtertuch mit der Spülung durch Eintauchen in ein geeignetes, auf eine bestimmte Temperatur regelbares Lösemittel vollkommen rückgewonnen bzw. erneuert werden kann; 5) die Möglichkeit, den kontinuierlich am Filtertuch abgesetzten Kuchen zu trocknen und zu spülen, auch mit entzündbaren, flüchtigen Lösemitteln; 6) die Möglichkeit, wie vorangehend beschrieben vorgehen zu können, auch wenn die flüssige Phase aus einem flüchtigen Lösemittel und aus einem nichtflüchtigen Lösemittel besteht, in dem eine feste Phase fein verteilt ist.
  • Das Dauerfiltrierverfahren und die dazu gehörige Anlage ist nicht auf das dargestellte und beschriebene-Ausführungsbeispiel beschränkt. Es können natürlich Abänderungen bzw. Verbesserungen vorgenommen werden die sich bei der praktischen Anwendung als vorteilhaft oder notwendig erweisen sollten, ohne daß dabei vom Erfindungsgedanken selbst abgewichen wird.

Claims (13)

  1. Ansprüche: Verfahren zum Vakuumdauerfiltrieren in geschlossenem Kreislauf unter Verwendung eines Rotationsfilters mit durchlaufendem bzw. endlosem, besonders geführtem und gewaschenem Filtertuch, gekennzeichnet durch eine derartige Führung des Filtertuches, daß es nach dem Loslösen des Filterkuchens in ein Lösemittel des Filtrates eintaucht.
  2. 2. Vakuumdauerfiltrierverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spülmittel des Filtertuches auf gleicher oder höherer Temperatur als die Schmelztemperatur des Filtrates gehalten wird.
  3. 3. Vakuumdauerfiltrierverfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Apparate im Sättigungszustand wirken.
  4. 4. Vakuumdauerfiltrierverfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die filtrierte flüssige Phase im Vakuum gesammelt und abgesogen und die Lösemittelgase zum Filter rückgeführt werden.
  5. 5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe folgende'Bestandteile aufweist: eine in mehrere Sektoren unterteilte, rotierende Trommel (1) mit einer z B. aus perforiertem Blech bestehenden flüs sigkeitsdurchlässigen Oberfläche, eine die Trommel enthaltende dichte Filterkammer (2), ein durchlaufendes bzw. endloses bewegliches Filtertuch (9), ein Umlenksystem für das Tuch (9), eine Tuchwaschvorrichtung (6) zum Eintauchen des Filtertuches (9);in ein Lösemittel.
  6. 6. Anlage nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Mittel zur Haltung des Lösemittels auf einer thermo-geregelten Temperatur.
  7. 7. Anlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe des weiteren ein mechanisches Ablösesystem (7) für den am Tuch (9) abgesetzten Filterkuchen und ein mechanischen, kontinuierliches Abfuhrsystem - (8) für diesen aufweist.
  8. 8. Anlage nach Anspruch 5 bis 7, dadurch gekennz-eichnet> daß dieselbe des weiteren eine Spülvorrichtung (5) für den am Tuch (9) abgesetzten Filterkuchen aufweist.
  9. 9. Anlage nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlenksystem aus mindestens drei Leitrollen (3) besteht.
  10. 10. Anlagehach Anspruch 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Teil der Filterkammer (2) eine Rührvorrichtung angeordnet ist.
  11. 11. Anlage nach Anspruch 5 bis 10 dadurch gekennzeichnet, daß die Sektoren der Trommel (1) über ein Verteilerventil (4) mit einem Sammelbehälter (B) zum Sammeln der unter Vakuum filtrierten Phase verbunden ist.
  12. 12. Anlage zur Durchführung des -Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4 und insbesondere nach Anspruch 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe im wesentlichen folgende Bestandteile auf weist: einen kontinuierlichen Filter (9), einen Sammelbehälter (B) für die unter Vakuum gefilterte Phase und eine Vakuumabzugspumpe (F) für die gefilterte Phase.
  13. 13. Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe des weiteren aufweist: eine Vakuumpumpe (D) mit Flüssigkeitsring, einen die Sperrflüssigkeit der Pumpe enthaltenden Ausgleichbehälter (C) und ein Rezirkulationssystem <E) für die Rückleitung der Lösemittelgase vom Ausgleichbehälter (C) zur Filterkammer (2).
    L e e r s e i t e
DE19691908692 1968-05-08 1969-02-21 Verfahren und Vorrichtung zum Vakuumdauerfiltrieren in geschlossenem Kreislauf Pending DE1908692A1 (de)

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WO2010097233A2 (de) 2009-02-27 2010-09-02 Gneuss Kunststofftechnik Gmbh Flüssigkeitsring-vakuumpumpe zum entgasen von kunststoffschmelzen

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WO2010097233A2 (de) 2009-02-27 2010-09-02 Gneuss Kunststofftechnik Gmbh Flüssigkeitsring-vakuumpumpe zum entgasen von kunststoffschmelzen
WO2010097233A3 (de) * 2009-02-27 2011-04-28 Gneuss Kunststofftechnik Gmbh Flüssigkeitsring - vakuumpumpe
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