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Einfriedigung aus Beton od.dglO Die Erfindung betrifft eine Einfriedigung
aus Beton odOdgl., welche aus vorgefertigten Bauteilen erstellbar ist und für die
Einfriedigung von Gärten, Höfen, Fabrikgeländen ud.dgl. Verwendung findet.
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Es sind bereits Einfriedigungen aus vorgefertigten Betonteilen bekannt.
Bei einer häufig verwendeten Bauweise werden die vorgefertigten Betonplatten in
Schlitze von vorgefertigten Betonstützen eingesetzt und anschließend verfugt.
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Diese Einfriedigungen werden vorzugsweise für die Abgrenzung von
Fabrikgeländen verwendet. Der Nachteil dieser Bauweise besteht darin, daß zunächst
die Betonpfosten in genauem Abstand und lotrecht, sauber ausgerichtet
aufgestellt
werden müssen, wobei der untere ins Erdreich reichende Teil des Pfostens in Stambeton
eingesetzt werden muß. Zu dieser Arbeit sind mehrere Arbeit kräfte erforderlich0
Zudem müssen die Pfosten bis zum Bestwerden des Fundamentbetons abgestützt sein,
damit sie die Lage unverändert beibehalten0 Erst nach dem Hartwerden des Betons
können die ebenfalls vorgefertigten Betonplatten eingesetzt werden, wobei sich bei
schon geringer Veränderung der Pfostenlage teure Nacharbeiten an den einzulegenden
Platten ergeben. Auch zum Einsetzen der Platten sind mehrere Arbeitskräfte erforderlich,
zumal die Platten großes Gewicht haben. Infolge der dichten Verlegung der Platten
übereinander entsteht eine durchgehend luftdichte Einfriedigung, die auf vollen
Winddruck berechnet und entsprechend ausgebildet sein muß. Für Bepflanzung der Einfriedigung
mit Kletterpflanzen ud.dgl. müssen besondere Leisten oder Drähte angebracht werden,
die besonders in der Winterzeit ein unschönes Bild ergeben, wie der senkrecht abfallende
Beton an sich kein schönes Bild ergibt und daher diese Einfriedigungen zumeist nur
für die Abgrenzung von Fabrikgelände Verwendung findet. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß die Baustelle abgegrenzt und in der Nacht beleuchtet sein muß, Die Erfindung
hat die Aufgabe, eine Einfriedigung aus vorgefertigten Betonteilen zu schaffen,
welche die vorstehend genannten Nachteile vermeidet und zudem eine
solche
Einfriedigung schafft, die dem Bauwerk ein schönes Aussehen verleiht, 80 daß diese
nicht nur für Fabrikgelände, sondern auch für Einfriedigungen in Städten und bewohnten
Gegenden anwendbar ist.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Einfriedigung aus U-förmig ausgebildeten
Stahlbetonbauteilen besteht, die mit den abgewinkelten Enden die Pfosten umfassen
und diese zugleich verblenden.
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In weiterer Entwicklung der Erfindung sind die Sichtflächen der Stahlbetonbauteile
mit einem Vorsatzbeton, beispielsweise Waschbeton-, Terrazzo- u.dgl. -Vorsatzbeton
versehen und nach Abbinden bzwo Erhärten der Bauteile entsprechend bearbeitet0 Als
Erganzungsbauteil für Endpfosten und Eckpfosten dient ein Winkelformteil, das an
Stelle des abgewinkelten Endes eines U-förmig gebogenen Bauteil es eingesetzt ist.
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Vor Errichtung der Einfriedigung wird in an sich bekannter Weise
ein Streifenfunaament hergestellt, das etwa 20 cm als dem Boden nersusragt -md in
das in Abständen die Arinierungseisen far die Pfosten eingesetzt bzw. einsetzbar
sind. Auf aleses Streifenfundament werden nach 3rhqrt2n desselben die Stahibetonforr.telle
mittels ?Mörtel eingesetzt derart, daß dle gegeneinander angeordneten
U-Formteile
mit ihren Enden den Pfostenraum umschließen, der nach Aufmauern der Einfriedigung
mit plastischem Beton ausgefüllt, die Stahlbetonpfosten ergibt.
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Die Krone der Einfriedigung wird anschließend mit Ab deckplatten abgedeckt,
welche seitlich etwa 2 cm überstehen, so daß das Wasser abtropfen kann.
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Die Ecke der Einfriedigung ist in üblicher Weise erstellbar, oder
auch durch Aneinanderstellen zweier Endstücke, wobei diese entweder in einer scharfen
Ecke bilden oder die Ecke freilassen, wobei im letzteren Fall bessere Sicht um die
Ecke gegeben ist.
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Die Erfindung hat den Vorteil, daß zunächst das Streifenfundament
ohne die Pfosten erstellt werden kann, wobei lediglich in Abstand gehaltene Schalbretter
erforderlich sind. Nach Abbinden und Erhärten des Streifenfundaments kann dann die
Einfriedigung mit Hilfe der fertig bearbeiteten Stahlbetonbauteile aufgemauert werden,
wobei lediglich die abgewinelten Enden in Mörtel gelegt werden, während die zwischen
den Pfosten liegenden Teile frei bleiben Die eingemörtelten Enden der Stahlbetonbauteile
ergeben zugleich die Schalung für die Betonpfosten, die nach Aufmauern der Einfriedigung
durch Ausgießen des Hohlraumes mit plastischem Beton erstellt werden, Durch entsprechende
Wahl des Abstandes der abgewinkelten Endstücke läßt die Pfostenstärke beliebig wählen
und
den statischen Bedingungen anpassen, Durch das schöne Bild der plastisch wirkenden
Einfriedigung ist diese Bauart vorwiegend für Abgrenzungen in Städten und bewohnten
Gegenden verwendbar0 Außerdem besteht die Möglichkeit, in den von den U-förmig geformten
Stahlbetonteilen umschlossenen Hohlräumen Pflanzen zu ziehen, die dann für Vögel
die günstigen Brutstätten bilden und zugleich für das Auge des Beschauers angenehm
wirken Durch entsprechende Wahl des Vorsatzbetons lassen sich die mannigfachsten
Wirkungen erzielen.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen in mehreren Ausführungsbeispielen
dargestellt. Es zeigt: Sig. 1 die Vorderansicht einer Einfriedigung aus U-förmig
gestalteten Stahlbetonbauteilen, Fig. 2 einen Schnitt durch die Wand der Fig. 1
nach Linie II - II, Fig0 3 eine schaubildliche Ansicht eines U-förmig gestalteten
Stahlbetonbauteiles, Fig.. 4 eine schaubildliche Darstellung eines Winkelteiles,
Fig0 5 die Vorderansicht eier im Bau befindlichen Einfriedigung mit der ersten Lage
Bauteile, Fig. 6 die Draufsicht auf die erste Lage Bauteile, Fig. 7 die Vorderansicht
einer im Bau befindlichen Einfriedigung mit zwei Lagen Bauteilen,
Fig.
8 die Draufsicht auf die Einfriedigung mit zwei Lagen, Fig0 9 eine Ansicht wie Fig.
5, jedoch mit aneinander gestellten Endstücken als Ecke, Fig.10 die Draufsicht auf
die Einfriedigung nach Fig. 9, Fig.ll eine Ansicht wie Fig0 7, jedoch mit aneinander
gestellten Endstücken als Eckep Fig.12 eine Draufsicht auf die Einfriedigung nach
Fig. 11, Fig.13 eine Ansicht wie Fig. 5, jedoch mit versetzten Endstücken als Eckausbildung,
Fig.14 eine Draufsicht auf die Einfriedigung nach Fig. 13, Fig.15 eine Ansicht wie
Fig. 7, jedoch mit versetzten Endstücken als Eckausbildung und Fig.16 eine Draufsicht
auf die Einfriedigung nach Fig. 15, Auf das Streifenfundament 1 mit den eingesetzten
oder eingegossenen Armierungseisen 2 für die Pfosten 3 und 4 sind die U-förmig gestalteten
Stahlbetonbauteile 5 jeweils gegeneinander gesetzt und versetzt aufgemauert, wobei
die winklig geformten Enden 6 die Pfosten umschliessen und zugleich die Schalung
für diese Pfosten 3 und 4 bilden. In den Ecken 7 und Enden 8 der Einfriedigungen
sind
Winkelstücke 9 als Ergänzungsstücke eingesetzt. In den gebildeten
Hohlräumen 10 zwischen den Außenseiten der Einfriedigung können Pflanzen hochgezogen
werden, was dem Bauwerk ein besonders schönes Aussehen verleiht, Die Einfriedigung
ist mit einer Abdeckung 11 abgedeckt, die bündig abschliessen oder etwa 2 cm überstehen
kann. Die Sichtflächen 12 der Bauteile 5 und 9 sind mit Vorsatzbeton versehen, beispielsweise
mit Waschbeton, Terrazzo od.dgl.
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