DE1908387A1 - Dragiervorrichtung - Google Patents
DragiervorrichtungInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23G—COCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
- A23G3/00—Sweetmeats; Confectionery; Marzipan; Coated or filled products
- A23G3/02—Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of sweetmeats or confectionery; Accessories therefor
- A23G3/20—Apparatus for coating or filling sweetmeats or confectionery
- A23G3/26—Apparatus for coating by tumbling with a liquid or powder, spraying device-associated, drum, rotating pan
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Description
- Dragiervorrichtung Die Erfindung betrifft eine Dragiervorrichtung, welche es ermöglicht, den Dragierprozess mittels eines elektronischen Gerätes zu steuern.
- Allgemeines über das Dragieren Definition des Dragees: Sin Dragee besteht aus einem auf irgend eine Art gewonnenen Kern, und aus einer in lückenlos umhüllenden Schicht.
- Dragiervorgang: Das Dragieren von Kernen wird auch heute in der pharmazeutischen Industrie immer noch durch mühsame Handarbeit geleistet, besonders lästig wirkt in den Großbetrieben der Lärm, der beim Dragieren entsteht. Im Iturzen möchte ich den Arbeitsgang schildern, der im drehenden Dragierkessel stattfindet, und sich meistens aus vier :Phasen zusammensetzt.
- 10 - Der Dragierkessel wird mit den zu dragierenden Lernen gefüllt. Als erste Schicht bedient man sich meistens eines Lackes natürlicher oder synthetischer Art; Das Auftragen geschieht in dem man die Flüssigkeit auf die im Kessel rotierenden Kerne gießt, und dabei gut von Hand durchrührt. Um ein etwaiges Zusammenkleben der Kerne zu verhindern, streut man etwas Talkum oder ähnliches Pulver ein, schließlich bläst man etwas Warmluft auf die Kerne. Dieser Vorgang bedeutet die erste Phase des Dragierprozesses und dauert ca. 1/2 Std. Nach dieser Operation werden die so lackierten Kenne im Trockenschrank weiter ausgetrocknet.
- 2° - Diese besteht im Auftragen einer weißen Zuckerlösung d.h. man bereitet einen Sirup und-füllt dentenigen mit Füllstoffen wie Talkum, Stärke oder Titanoxyd.
- Dieser gefüllte Sirup wird im warmen Zustand in kleinen Quantitäten auf die rotierenden Kerne gegossen Dabei wird während der wanzen Dauer des auftragens Warmluft eingeblasen, um das Verdunsten der Zuckerlösung zu beschleunigen, und um somit eine möglichst trockene Zuckerschicht zu erkalten. Auf diese W-ise-, werden während 3 Std.
- ungefahr 50 bis 6G Schichten aufgetragen, wobei jeweils von Hand die Dragees gerührt werden müssen. Dies bedeutet ein ziemlich großer körperlicher Aufwand, wenn man bedenkt daß eine Arbeitskraft in der Regel drei Kessel führt. llach diesem lan£en und mühsamen Auftragen dieser weißen Hülle, muß man die Dragees wieder im Trockenschrank weiter austrock@en. Nach ca. 12 Std. Trocknungsdauer beginnt dann die dritte und letzte Phase der eigentlichen Dragierung.
- 3° - Diese beruht darin daß man einen Sirup 50°C je nach Drageesorte gefärbt mit einem Zusatz von Gummiarabikum oder Gelatine auf die rotierenden weißgedeckten Kerne aufträgt. Auch hier besteht ier Vorgang darin, daß man in kleinen Quantitäten und vlelen Abständen, immer unter Anwendung von Warmluft, ca. 60 Schichten aufträgt. Der geübte Drageur muß den Dragierprozess genau verfolgen in dem er alle 4-5 Minuten das richtige Quantum warme Zuckerlösung aufgießt, und wiederum im richtigen Moment die Dragees nachrührt. Diese auch hier nicht nur mühsame aber auch heikle Handarbeit dauert beim schnellsten Verfaiiren 4 Std. Von großer Wichtigkeit ist oei dieser dritten Phase das genaue Betrachten des Zustandes der Dragees in Bezug auf Feuchtigkeit wczu sich der geübte Arbeiter des Auges, der Gefühl der Hände und des Gehörs bedient.
- 40 - Nach einigen Stunden Lagerzeit werden dann die so fertigen Dragees mit etwas Bienenwachs oder-Paraffin geglänzt. Was in kurzer Zeit und ohne Mühe geschieht, wenn der vorhergehende Dragierprozess genau ausgeführt worden ist.
- Bekannt ist, daß die Dragierautomaten, die gegenwärtig im Handel sind, die eigentlich schon alte Handdragiermethode in der Industrie nicht ersetzen konnten.
- Der Grund hierzu ist wahrscheinlich darin zu suchen, daß diese mit einer gewöhnlichen elektronischen Zeitautomatik gesteuert werden, und auf dem ziemlich störanfälligen Prinzip des Auf sprühens des Dragiermaterials beruhen.
- Da aber der Dragierprozess aus vielen sich wiederholenden gleichen Operationen besteht, die aber nur scheinbar in regelmäßigen Abständen stattfinden, ist eine elektronische Zeitschaltaütomatik nicht im Stande selbständig zu arbeiten. Die Trocknungsdauer zwischen dem Auftragen hängt von einer wanzen hIlzrJhl von Factoren ab. Unter anderem Temperatur der Warmluft und Intensivität-derselben, Reibungswärme je nach Tourenzahl, Farbe des Sirups, Raumtemperatur und Feuchtigkeit, Kernentemperatur, Kernengröße, Dragierschichtdicke und unregelmäßige Inversionen bei der Sirupherstellung und die praktische Unmöglichkeit diese zu beheben.
- So ändern sich die Bedingungen während des Dragierens z.B.
- Lernenschichtgröße, Kernentemperatur andauernd.
- Zweck meiner Erfindung ist, ein selbständigeres und sicheres Funktionieren der Vorrichtung.
- Die erfindungsgemäße Draiervorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Detektor in den Drageekessel tauscht und mit einem elektronischen Steuergerät verbunden ist, welches dazu dient, Vibrationsänderungen zum Steuern des Dragierrhythmus auszuwerten. Damit werden die laufend wechselnden Bedingungen während des Dragierens automatisch berücksichtigt und somit sicheres und regelmäßiges Arbeiten gewährleistet.
- Funktionsprinzip der Steuervorrichtung: Der Detektor 1 erhält durch trocknen rollende Kerne ein Trockensignal und übermittelt dieses dem elektronischen Gerät 2. Dieses betätigt nun eine Dosierpumpe n die das Dragiermaterial auf die rollenden Kerne befördert. Nun wird das Feuchtsignal VIa Detektor im elektronischen Gerät aufgenommen. Dieses schaltet die Dosierpumpe erst dann immer wieder ein, wenn die nötigen Trockensignale eintreffen. Auf diese Weise wiederholt die Vorrichtung die Zugaben, d.h. das Auftragen der zweiten unrYdritten Phase, (wie im Allgemeinen über das Dragieren beschrieben) praktisch vollautomatisch.
- Maschinelle Mischung Die Drageemasse word zweckmäßig am kritischen Punkt, (vorn an der Kesselwandung) durch einen Spiralrührer gemisch. Motor 4 treibt diesen Spiralrührer mit ca.
- 30 T/m an. Auf diese Weise wird die Knotenbildung nach dem Auf tragen verhindert.
Claims (5)
1. Dragiervorrichgtung, d a d u r c h g e-K e,n n z e i c h n e t
, daß ein Detektor in den Drageekessel taucht und mit einem elektro-nischen Steuergerät
verbunden ist, welches dazu dient, Vibrationsänderungen zum Steuern des Dragie@rhythmus
auszuwerten.
2. Dragiervorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Detektor geeignet ist, Reibungsgeräusche in elektronische Signale umzuwandeln.
3. Dragiervorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Detektor ein in den Drageekessel tauchende Mikrophon (1) ist.
4. Dragiervorrichtung nach den Patentansprüchen 1 und @, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuergerät mit der Dosierpumpe (3) verbunden ist.
5. Dragiervorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuergerät mit dem Werk (4) eines Spiralrührers verbunden ist.
L e e r s e i t e
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908387 DE1908387A1 (de) | 1969-02-20 | 1969-02-20 | Dragiervorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908387 DE1908387A1 (de) | 1969-02-20 | 1969-02-20 | Dragiervorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908387A1 true DE1908387A1 (de) | 1970-10-08 |
Family
ID=5725755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691908387 Pending DE1908387A1 (de) | 1969-02-20 | 1969-02-20 | Dragiervorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1908387A1 (de) |
-
1969
- 1969-02-20 DE DE19691908387 patent/DE1908387A1/de active Pending
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