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Pflug mit Überlastsicherung Die Erfindung betrifft einen Pflug, bei
dem die Pflugkörper nach 8.berschreiten einer bestimmten Auslösekraft aus ihrer
Arbeitsstellung heraus nach oben verschwenkbar sind, wobei jedem Pflugkörper oder
einigen bzw. allen Pflugkörpern gemeinsam eine Bewegungseinrichtung, z.B. ein Hydrozylinder
zugeordnet ist, die den jeweils ausgertickten Pflugkörper wieder in seine Arbeitsstellung
zurückdrückt.
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Einfache Übertsicherungen, auch Steinsicherungen genannt, da sie häufig
beim Auftreffen von Steinen ausgelöst werden, haben Einrichtungen, die die Pflugkörper
in ihrer Arbeltalage fixieren.
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Erst beim Auftreten einer Kraft, die dem Pflugkörper schaden könnte,
wird die FEsthaltekraft überschritten und der Pflugkörper kann frei, d. h. ohne
daß noch große Kräfte auf ihn auszuüben sind, nach oben schwenken. Dieses im wesentlichen
kraftlose Hochschwenken ist deshalb von Vorteil, da ein Hindernis, z.B. ein Stein,
keine 3eschädigungen des Pflugschares während des Hochschwenkens
verursachen
kann, wie dies der Fall wäre, wenn zum Hochschwenken große Kräfte ausgetibt werden
müßten. Ein Nachteil dieser einfachen Überlastsicherungen besteht darin, daß nach
einem Auslösevorgang der Pflug angehalten werden muß damit der Pflugkörper wieder
in seine Arbeitslage gebracht werden kann.
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Um zu vermeiden, daß nach dem Auslösen der Überlastsicerung angehalten
werden muß, wurden auch schon Pflüge der eingangs genannten Art geschaffen, Bei
bekannten Pflgen dieser Art stehen die it einem Hydrozylinder ausgerüsten Bewegungseinrictungen
in der Arbeitsstellung dauernd unter Druck. Dieser Druck ist so bemessen, daß er
beim Auftreffen eines Pflugkörpers auf ein Hindernis überwunden wird, ao daß der
Pflugkörper hochschwenken kann. Da aber der Kraftheber weiterhin unter Druck steht,
muß während des gesamten Schwenkweges eine Kraft ausgeübt werden, die etwa gleich
der Auslösekraft ist. Nach Passieren des Hindern ses wird der Pflugkörper durch
den Erafthber weder in seine Arbeitslage bewegt. Eine Fahrtunterbrechung ist deshalb
nicht erbrderlich. Wegen der Tatsache, daß zum Rochschwenken eine große Kraft auf
den Pflug ausgeübt werden muß, kann es leicht zu Beschädigungen kommen, wobei insbesondere
die Pflugschare gefährdet sind.
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Das automatische Absenken der Pflugkörper ist deshalb möglich, weil
beim Erreichen der voll ausgeschwenkten Lage, die man ja nur durch Weiterfahren
des Schleppers erreichen kann, der widerstand,
z.B. ein Stein bereite
passiert ist.
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Der Erfindung liegt die rufgabe zugrunde, einen Pflug der eingangs
genannten Gattung eo auszubilden, daß nach Überwindung einer Auslösekraft zum Hochschwenken
der Pflugkörper nur noch geringe, weit unterhalb der Auslösekraft liegende Kräfte
erforderlich sind.
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Der erfindungsgemäße Pflug der eingangs genannten Gattung ist gekennzeichnet
durch mindestens in der hochgeschwenkten Stellung d.s Pflugkörpers betätigbare Schaltmittel,
die die Be.wegungseinrichtung vor dem Hoohschwenken bzw. nach einem Absenken des
Pflugkörpers derart ausschalten, daß der Pflugkörper widerstandslos verschwenkbar
ist und in der hochgeschwenkten Stellung des Pflugkörpers derart einschalten, daß
die Bewegungaeinrichtung den Pflugkörper in eine Arbeitsstellung zurllckdrückt.
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Bei einem so ausgebildeten Pflug genügt eine kurzzeitige Überwindung
der iuslösekraft, bei der der Pflugkörper nur einen sehr kleinen Schwenkweg ausführt.
Schon vor der Auslösung oder nach einem kleinen Schwenkweg ist die Bewegungseinrichtung,
also z.B.
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ein hydraulischer Kraftheber, kraftloe, wodurch diese Bewegungseinrichtung
mit sehr geringen Kräften verschoben werden kann (praktisch sind nur noch Reibungskräfte
zu überwinden), so daß eine Überbeanspruchung des Pflugkörpers durch eine große
Kraft zwischen
Hindernis und Pflugkörper vermieden wird. Der erfindungsgemäße
Pflug hat also die gleichen Vorteile wie die bekannten Pflege mit einer Überlastsicherung,
bei der die Pflugkörper nicht selbsttätigin ihre Arbeitsstellung zurückkehren. Dennoch
ist der Vorteil der selbsttätigen Zurückstellung beibehalten, da die Schaltmittel
die Bewegungseinrichtung einschalten, wenn der Pflugkörper voll ausgeschwenkt ist.
Beim erfindunsgemäßen Pflug sind also die Vorteile der Überlastischerungen ohne
selbsttätige Zurückstellung mit den Vorteilen kombiniert, die Überlastsicherugen
mit selbsttätiger Rlickstellung aufweisen.
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Der Bewegungseinrichtung kann eine von den die Bewegung übertragenden
Gliedern getrente, sich am Pfluggestell abstützende Anslöseeinrichtung zugeordnet
ein. Diese getrennte Auslöseeiurich tung kann in an sich bekannter Weise ein Kniehebelsystom
mit gelenkig verbundenen Hebeln aufweisen, wobei dus Kniehebolsystem mit einer die
Auslösekraft bestimrenden Feder in einer kurz vor der Streckstellung befindlichen
Stellung gehalten wird und des freie Ende eines Hebels an sohwenkbar gelagerten
Pfluggrindel und das freie Ende des anderen Hebels am Pfluggestell angelenkt ist.
In Verbindung mit den erfiudung sgemäß verwendeten Schaltmitteln erhält man dann
bezäglich der Auslösung die gleichen vorteillhaften Eigenschaften, wie bei einer
nicht dauerd unter Druck stehenden Überlastsicherung, insbesendere die Verteile
eines Kniehebelsystems, bei dem sich die Auslösekraft praktisch micht ämdort, Das
Knichebelsystem kann auch zur Detätigung der Schaltmittel verwendet werden.
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Zur Betätigung der Schaltmittel kann eine gelenkig mit dem schwenkbaren
Pflugkörper bzw. dessen Grindel verbundene Sohsltstange dienen, die an einem Schalthebel
o.dgl. angreift. Diese Schaltstange kann mindestens einen Anschlag aufweisen, der
erst am oberen Ende des Schwenkweges de Pflugkörpers mit dem Schalthebel o. dgl.
in Eingriff kommt. Es ist klar daß bei einer Bewegung des Pflugkörpers bzw. des
Grindels die Stange relativ zum Pflugrahmen verschoben wird, wodurch die Schaltvorrichtungen
betätigt werden können. Wenn bei jedem Auslöse-und Einschwenkvorgang zwei Scheltungen
nötig sind, hat die Schaltstange vorteilhafterweise zwei Anschläge.
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Bei einer Ausführungsform mit eines Hydrozylinder als Bewegungsvorrichtung
kann erfindungsgemäß dieser in der Arbeitsstellung des Pflugkörpers mindestens annähernd
drucklos und mit der Zu-und Rücklaufleitung verbunden sein, welche Leitung von Hydraulikflüssigkeit
durchströmt wird und die Schaltmittel können aus einen Ventil bestehen, das den
Rücklauf der Hydraulikflüssigkeit absperrt Wenn bei einer solchen Ausführungsform
der hydraulische Zylinder drucklos ist, kann nach Überschreiten der Auslösekraft,
die durch eine separate Überlastungssicherung bestimmt wird, der Pflugkörper mit
geringem Kraftaufwand nach oben verschoben werden, da ja daß drucklose Öl mit geringem
Kraftaufwand aus dem Zylinder herausgeschoben werden kann. Nach Umstellen des Ventils
bei Beendigung des Schwenkweges ist der Rücklauf abgesperrt und die Hydraulikflässigkeit
drückt den Pflugkörper wieder in seine Arbeitsstellung.
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Eine andere Ausführungsform der Erfindung besicht sich auf einen Pflug,
bei dem als Bewegungsvorrichtung wieder ein Hydrosylinder vorgeschen ist, Dieser
Hydrozylinder überzimmt bei dieser Ausführungsform jedoch gleichzeitig die Funktion
der oben erwähnten Auslösevorrichtung, z.B. eines Kniohobelsystems, die bzw. das
den Grindel in der Arbeitsstellung hält. Man erspart auf diese Weise die zusätzliche
Auslöseeinrichtung. Bei einem solchen Pflung ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß
zwischen Kraftheber und Pflungkörper bzw. Grindel ein bei der Auslösekraft uachgebendes
Element, z.B. eine Druckfeder eingebaut ist und daß die Schaltmittel aus einem hydraulischen
Steuerorgeam, z.B. einem Drehschieber bestchen, der nach Zusaumendrückung des nachgebenden
Elementes die Rücklaufleitung öffnet und sei vollständig hochgeschwenktem Pflugkörper
wieder schließt. Bei dieser Ausführung stützt sich also die normale Arbeitskraft,
die am Pflugkörper abgreift, am Pflugrahmen ab. Nach Überschreites der Auslöse@raft
wird jedoch der Hydrozylinder drucklos und der Pflugkörper konn it geringer Kraft
hochgeschwenkt werden.
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Bei Verwendung von Hydrozylindern können diese in Parallelschaltung
an die Zufluß- und Abflußleitung angeschlossen sein, wobei der Zylinder eines jeden
Hydrozylinders in der Arbeitsstellung des Pflugkörpers dauernd mit der unter Druck
stehenden Zuflußleitung verbunden ist und nach einen begrenzten Schwenkweg des Pflugkörpers
der Hydrozylinder durch die Schaltmittel an die drucklose
Abflußleitung
und ei Ende des Schwenkweges wieder an die unter Druck stehende Zuflußleitung anschließbar
ist. Eine solche Ausftlhrungsfora erfordert zwar die parallele Verlegung von zwei
Leitungen, hat jedoch den Vorteil, daß nur zwei einfache Schaltungen durchzuführen
sind, nämlich eine bei der Auslösung und die andere ei Ende des Ausschwenkweges.
Selbstverständlich kann auch ein einzelner Hydrozylinder wie angegeben gesteuert
werden, wobei dann von einer Parallelschaltung nicht gesprochen werden kann.
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Bei einer alternativen Ausführungsform eines Pfluges, bei den ich
die Pflugkörper über Hydrozylinder abstutzen, wird ein Steuerorgan verwendet, das
in der Arbeitsstellung des Pflugkörpers den hydraulischen Zylinder von der Zu-und
Rücklaufleitung abschließt und diese Leitungen miteinander verbindet, nach Zusamendrücken
des nachgebenden Elementes den hydraulischen Zylinder mit der Rücklaufleitung verbindet
und bei voll ausgeschwenktem Pflugkörper den hydraulischen Zylinder mit der Zuflußleitung
verbindet. Bei einen solchen Pflug kann das Hydrauliköl dauernd drucklos in Zu-
und Rücklaufleitung zirkulieren. Erst dann, wenn der Pflugkörper hochgeschwenkt
wurde, wird bei gleichzeitig abgeschlossenen Rücklmf eine Verbindung zwischen Zylinder
und Zulauf hergestellt, wodurch der Hydrosylinder betätigt wird.
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Bei einem Pflug mit ehreren Pflugkörpern, wobei jedem Pflugkörper
ein Hydrozylinder als Hewegungseinrichtung zugeordnet ist,
sind
gemäß weiterer Erfindung die Hydrozylinder in einer Leitung für die Hydraulikflüssigkeit
hitereinandergeschaltet. Eine solche Hintereinanderschaltung hat den Vorteil, daß
nicht jeder einzelne kraftheber sowohl an die Zulauf- als auch an die Rücklaufleitung
angeschlossen werden muß. Die Leitungsführung ist damit wesentlich vereinfacht.
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kann auch jedem Pflugkörper eine Auslösseinrichtung, z.B. ein Kniehebelsystem
zugeordnet sein, während für mehrere Pflugkörper, z.B. für alle Pflugkörper eines
Pfluges eine gemeinsame Bewegnngseinrichtung zur Rückschwenkung des Pflugkörper
in ihre Arbeitsstellung vorgesehen ist. In diesem Fall werden mechanische Übertragungseinrichtungen,
z.B. Seiüge oder Gestänge verwendet, die von der gemeinsamen Bewegungseinrichtung
zu den einzelmen Pflugkörpern führen.
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Bei Verwendung von Hydrozylindern als Bewegungavorrichtung kann das
Leitungssystem auch zum hydraulischen Anhcben des Pflugrsahmens relativ zu einem
hinteren Stützrad benutzt werden und ist zu diesem Zweck mit einem zwischen Stützrad
und Pflugrahmen amgeordneten Hydrozylinder verbunden. Bei einer Hintereinanderschal
tung ist das Anheben des Pflugrahmens dadurch möglich, daß in die Rücklaufleitung
Druck gegeben wird, der sich in den Hydrozylinder zwischen Stütrad und Pflugrahmen
fortpflanzt. Bei Verwendung einer Parallelschaltung müßte ein Ventil umgestellt
werden, das zwischen Zulaufleitung und Hydrozylinder für das Auhoben des Pflugrahmens
angeordnet ist.
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In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 eine teilweiee Seitenansicht einer ersten Ausführungors, Fig.
2 eine teilweise Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform, Fig. 3 eine Seitenansicht
eines Pfluges gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung und Fig. 4 eine
Draufsicht auf den Pflug nach Fig. 3.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist ein Pflugkörper 1 an einem
gebogenen Grindel 2 befestigt. Der Grindel 2 ist mittels eines Gelenkbolzens 3 gelenkig
am Pflugrahmen befestigt. Fig. 1 zeigt einen Teil eines mehrscharigen Pfluges, wobei
jeder Pflugkörper die in Fig. 1 dargestellte tberlastungsaicherung mit selbsttätiger
Einrichtung zum Zurückstellen des Pflugkörpers in seine Arbeitsstellung aufweist.
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Die Hauptteile der Überlastungs- und Rückstelleinrichtung sind ein
Kniehebelsystem 5, ein Hydrozylinder 6, ein Ventil 7 und eine Betätigungsstange
8 für das Ventil 7. Die Beschaffenheit dieser Hauptteile und ihr Zusammenwirken
werden nachfolgend im einzelnen beschrieben.
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Das Kniehebelsystem 5 hat zwei Hebel 9 und 10, die mittels eines Gelenkbolzens
11 gelenkig miteinander verbunden sind. Das linke Ende des Hebels 9 ist bei 12 gelenkig
am Grindel 2 befestigt, während daß rechte Ende des Hebels 10 mittels eines Bolsens
13 an einer fest mit dem Pflugrahmen 4 verbundenen Konsole 14 angelenkt ist Der
Hebel ist nach rechts über den Gelenkpunkt 11 hinaus durch eine Verlängerung 12
verlängert. An der Verlängerung 12 ist eine Anßchlagachraube 13 mit Kontermutter
14 angebracht.
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Das vordere Ende der Anschlagschraube 13 stützt eich, wie aus der
Zeichnung zu sehen ist, auf der Oberseite des Hebels 10 ab.
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Am Gelenkbolzen 11, der die beiden Hebel 9 und 10 miteinander verbindet,
greift eine Zugieder 15 an, die mit ihrem anderen Endet 16 am Piluggrindel 2 befestigt
ist.
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Der Hydrozylinder 6 hat einen Zylinder 17, der bei 18 gelenkig an
der Konsole 14 befestigt ist. Die aus dem Zylinder 17 heraneragende Kolbenstange
19 ist mittels des Gelenkbolzens 16, an dem auch die Feder 15 angreift, gelenkig
mit dem Grindel 2 verbunden.
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In den Hydraulikzylinder 17 mündet eine Zulaufleitung 20. Vom Zylinder
17 führt eine karte Leitung 21 sum Ventil 7.
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Das Ventil 7, das s.B. als Drehschieber ausgebildet ein kann, hat
einen Ventilkörper 22, in dem der Steuerschiber 23 drehbar gelagert ist. Vom Ventilkörper
22 zweigt die Rücklaufleitung 24 ab. Am Drehschieber 23 ist ein Hebel 25 angebracht,
an dem das obere Ende der Stange 8 angreift. Das untere Ende der Stange 8 ist bei
25' gelenkig am Grindel 2 geführt Auf der Stange befindet sich ein Ansclag 26. der
eine gewisse En@fernung vom Angrif
punkt der Stange 8 ei Hebel
25 hat. Mit dem Ventil wirkt auch noch du rechte Ende der Verlängerung 12 des Hebels
9 dadurch zusammen. daß dieses Hebelende an einem Vorsprung 27 des Hebels 25 in
dessen Verdrehung angreifen kann.
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Anstelle mittels der Verlängerung 12 des Hebels 5 könnte der Hebel
25 des Steuerschiebers 23 bei Ibwärtebewegung des Pfluges auch durch einen am Ende
der Stange 8 befindlichen, vorzugsweise relativ zur Stange einstellbaren Anschlag
nach unten bewegt werden.
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Die beschriebene Einrichtung arbeüet wie folgt.
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In lig. 1 ist die Arbeitsstellung dargestellt, in der sich daß Kniehebelsystem
5 in der Strecklage befindet, in der es durch die Kraft der Peter 15 gehalten wird.
Die maximale Strecklage ist durch Anschlag der verstellbaren Schraube 13 am Hebel
10 gegeben. Der Drehschieber 23 befindet sich in einer solchen Stellung, daß das
in Richtung des Pfeiles 28 über die Leitung 20 zufließende öl durch das Ventil 7
hindurch in die Rücklaufleitung 24 längs des Pfeile 29 weiterströmen kann. Die Leitung
29, die zugleich Zuflußleitung für die nachgeschaltete Einrichtung ist, Sendet in
gleicher Weise in einen Druckmittelzylinder 17, wie die Leitung 20 bei der dargestellten
Einrichtung. Nach dem letzten Pflugkörper wird die Leitung zum Schlepper, von de
die Hydraulikflüssigkeit kommt, zurückgeführt, was durch den oberen Leitungsabschnitt
30
dargestellt ist. Die Bewegungsrichtung der Hydrenlikflüssigkeit ist durch den Pfeil
31 angedeutet. Es handelt sich also um eine Hintereinanderschaltung.
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Bei einem Aufsattelpflug kann die Zulaufleitung 24 hinter dem letzten
Pflugkörper an einen Hydrozylindr angeschlossen werden, mit dem ein hinteres Stützrad
relativ zum Pflugrahmen so verschwenkt oder verschoben werden kann, daß dieses Stützrad
den Pflugrabien hinten anhebt und anschließend als Transprotrad benutzbar ist. Die
Leitung 24 kann in gleicher Weise an den am Stützrad befindlichen Hydrozylinder
angeschlossen werden wie der Zylinder 17. Die das Drucköl aus dem Stützrad-Hebezylinder
abführende Leitung kann direkt mit der Rücklaufleitung 30 verbwden sein.
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Wenn bei einer solchen Zusatzeinrichtung die Rücklaufleitung 30 durch
den Schlepperfahrer vorübergehend gesperrt wird, bant sich in allen Leitungen vor
der Absperrstelle Druck auf. Die ausgefahrenen Kolben 19 aller Pflugkörper werden
dadurch nicht bewegt, da sie sich ohnehin em Ende ihres Bewegungsweges befinden,
so daß der Druck nur an dem Hydrozylinder eine Bewegung bewirken kann, der das hintere
Stützrad bzw. Transportrad betätigt.
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Hach dem Auscheben muß dann, wenn die ausgehobene Stellung beibehelten
werden soll, z.B. während des Tramsportes, entweder die gesamte Leitung unter Druck
bleiben oder es maß eine mechanische
Vörriegelung oder andere Einrichtung
vorgesehen sein, die daa ''Pransportrad in der Stellung hält, bei der der Pflug
ausgehoben ist. In diesem Fall könnten Relativbewegungen zwischen Pflug und unteren
Benkera oder zwischen den Lenkern und dem Schlepper dazu benutzt werden, die Rucklaufleitung
30 wieder an den RUcklaut zum Ölvorratsbehälter anzuschließen. Dieses Anschließen
kann aber auch von Hand vorgenommen werden oder es könnte durch die genannte Riativbewegung
eine mechanische Verriegelung der Transportstellung des Hinterrades gelöst werden.
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Trifft nun auf den Pflugkörper 1 eine Kraft auf, die ausreicht, um
das Kniehebelsystem 5 unter Überwindung der Kraft der Feder 17 nach oben auszuknicken,
so nimmt die Kraft, die zum Hochschwenken des Grindeis 2 um den Gelenkpunkt 3 nötig
ist, infolge der besonderen Kraft-Weg-Charakteristik eines Kniehebelsystems sehr
schnell ab. Da der Zylinder 17 immer noch drucklos ist, bremst er die Aufwärtsbewegung
liktisch nicht, so daß insgesamt nur kleine Kräfte erforderlich sind, um den Pflugkörper
1 hochzu-schwenken, jedenfalls sind die Kräfte so klein, daß Beschädigungen des
Pflugkörpers 1 oder des Schares nicht vorkommen können. Aus der Betrachtung der
Zeichnung ist klar, daß beim Hochschwenken des Grindels 2 die Stange 8 relativ zum
Drehschieberhebel 25 verschoben wird. In der Nähe des vorgesehenen Schwenkweges
für den Pflugkörper 1 trifft der Anschlag 26 auf den Hebel 25 auf, wodurch dieser
Hebel 25 nach oben verschwenkt wird. Hierdurch wird der Drehschieber 23 derart verstellt,
daß er die Verbindung zwischen der Leitung 21 und der Leitung 24 absperrt. Das
über
die Leitung 20 zufließende öl kann nun im Zylinder 17 einen Druck aufbauen und bewegt
dadurch die Kolbenstange 19 nach links unten, wodurch der Grindel 2 wieder in die
Arbeitsstelung verschwenkt wird und das Kniehebelsystem 5 in seine Stecklage zurückkehrt.
Kurz vor Erreichen der Arbeitslage tastet die Verlängerung 12 des Hebels 9 des Kniehebelsystem
5 auf den Vorsprung 27 am Hebel 25 auf und verstellt den Drehschieber 23 wieder
in die in Fig. 1 dargestellte Lage, in der eine Verbindung zwischen den Leitungen
21 und 24 besteht. Der Zylinder 17 ist jetzt wieder drucklos. Beim erneuten Auftreten
einer zu großen Kraft am Pflugkörper 1 läuft der beschriebene Vorgang von neuem
an.
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Das Umschalten des Drehschiebers 23 kann auch dadurch bewirkt werden,
daß am Ende der Stange 8 ein vorzugsweise einstellbarer Anschlag angeordnet ist,
der den Hebel 25 beim Erreichen der Arbeitslage des Grindels umschaltet.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist der Piluggrindel 2 mit seinem
Pflugkörper 1 ebenfalls um einen Bolzen 3 am Pflugrahmen 4 schwenkbar. Das Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 im wesentlichen
dadurch, daß sich die auf den Grindel 2 ausgeübte Kraft nicht einer ein besonderes
System, wie das Kniehebelsystem 5 am Pflugrabmen abstützt, sondern über den in diesem
Fall insgesamt mit 32 bezeichneten Hydrozylinder. Der Hydrozylinder 32 hat einen
Zylinderteil 33, der bei 34 an einer Konsole 35 angelenkt ist und eine Kolbenstange
36. Zwischen de Kolbenstange 36 und den Geindel 2 ist ein
elastisches
Glied in Form einer Schraubendruckfeder 37 eingefügt.
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Diese Feder stützt sich rechts an einem an der Kolbenstange 36 angebrachten
Bund 38 und links an einer Hülse 39 ab, in die das verdere Ende der Kolbenstange
36 eingreift und die in übrigen mittels eines Gelenkbolzens 40 ei Grindel 2 angelenkt
ist.
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Du Ventil 41 enthält einen Drehschieber 42 mit einen Stellhebel 43.
In den Ventilkörper 44 mündet eine Zuflnßleitung 45, eine Leitung 46 zur Verbindung
des Ventils 41 mit dem Hydraulikzylinder 33 und eine weitere Leitung 47, die su
einen nachgeschalteten Pflugkörper fahrt. 11 hintersten Pflugkörper ist die Leitung
47 mit der Rücklaufleitung 52 verbunden. Auch in diesen Fall könnte hiter den letzten
Pflugkörper iwischen die Leitungen 54 und 52 ein Hydrozylinder zum Ausheben des
hinteren Teiles eines Aufsattepfluges mittels eines Transportrades eingebaut werden.
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Als Betätigungsorgan ist eine Stange 48 vorgesehen, die bei 49 ei
Grindel 2 angelenkt ist. Auf dieser Stange befinden sich zwei Anschläge 50 und 51.
Das Ventil 41 ist derart ausgebildet, daß es eine Verbindung zwischen den Leitungen
45, 47 unter gleichseitigen Absperren der Leitung 46 und eine verbindung zwischen
den Leitungen 46 und 47, sowie eine Verbindung zwischen den Leitungen 45, 46 unter
Absperrung der Leitung 47 herstellen kann.
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Die Ausführungsform nach Fig. 2 arbeitet wie folgt.
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Dargestellt ist ist Arbeitsstellung. In dieser Arbeitsstellung befindet
sich de Schieber 42 in einer solchen STelllung, daß die
Leitungen
45 und 47 miteinander verbunden sind, während die Lei tung 46 abgesperrt ist. Das
Öl kann also drucklos durch die Lei tungen 45 und 47 sowie die Rücklaufeitung 52
zirkulieren (Die Bewegungsrichtung ist jeweils durch die Pfeile 53, 54 und 55 dargeellt).
Der Zylinder 33 kann die Arbeitskraft. Bo da über die Kolbenstange 36 abgestützt
werden muß, aufnehmen, da wegen Absperrung der Leitung 46 das im Zylinder enthaltene
Öl nicht entweichen kann, Wird nun die auf den Pflugkörper 1 ein wirkende Kraft
zu groß, so wird die Feder 37 in einen slochen Haß zusammengedrtLckt, daß der Anschlag
50 auf der Stange 48 den Drchschieber 42 so weit verschiebt, daß nun die Leitung
46 mit der Leitung 47 verbunden wird. Das Öl kann nun mit geringem Kraftmmfwand
aus dem Zylinder 33 herausgeschoben werden, so daß ein Hochschwenken des Grindels
2 mit geringen Kraftaufwand möglich ist.
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Bei der Aufwärtsbewegung des Grindels wird der Drchashieber 42 weiter
verdreht und gelungt schließlich am Ende des vergeschenen @@@enkweges in eine Lage,
in der er die Leitung 47 vom Vontil 41 @@@@@@ @edoch die Leitung@@ 43, 46 mitein@@@der
verbindet. @@@ Zy@@@@uer 33 @üllt sich, wo@@@ch dor Grimdel 2 wieder im selme @@@@@ge
@@@@lokt wird. @@@@ womm sich der Gri@@del wisder in @@@@@@@@@ be@@@@, @@@ @ @@ch
@@@ @@@@@@@@@ 42 1 @@ @@@@@@ @@@@@@@ @@@@@@, mrch @@@@@ @@@@ @@@@@@@@ @@@ @@@@ @@@@@@
Fed@@@@@@ @@@ Eine @arietien @@ @usfüh@ung@beispiele mach Fig. 2 @@@@ @@@@ @@@@@@@,
daß in @@@ @@@@@mstellung stämdig @@@ @uflußleitung
45 mit dem
Inneren des Zylinders 33 verbunden ist. Diese verbindung wird erst dann unterbrochen
und gleichzeitig eine Verbindung zur Leitung 47 hergestellt, wenn die Beder 37 infolge
einer großen Kraft auf den Pflugkörper 1 so weit zusanengedrückt wurde, daß der.Grindel
2 so weit schwenken konnte, daß der Schieber 42 entsprechend verstellt wurde. Am
Ende des Schwenkweges wird dann wieder die Zuflußleitung 45 mit dem Zylinder 33
verbunden und bleibt mit dieser auch dauernd in Verbindung. Allerdings erfordert
diese Art der Steuerung eine Parallelschaltung, d.h. jede Vorrichtung muß an die
Leitung 45 und die Leitung 52 angeschlosder sen werden, weil ja andernfalls eine
Druckbeaufschlagung/mit anderen Pflugkörpern zusammenwirkende Kraftheber während
des drucklosen Zustandes eines der Kraftheber nicht mehr möglich wäre.
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Ptfr eine solche Anordnung mit Parallelschaltung könnte der Anachlag
51 an der Stange 48 dazu ausgenutzt werden, einen weiteren Hebelarm zu verschieben,
der mittels einer Feder mit dem Steuerhebel 43 verbunden ist. Während der Mitnahme
dieses zusätzlichen Hebelarmes könnte die Wirkungslinie einer entsprechend angeordneten
Feder kurz vor Erreichung der Arbeitslage des Grindels über eine Totpunktstellung
hinweg gelangen und dann schlagartig den Steuerschieber dadurch umstellen, daß die
Feder jetzt in der anderen Drehrichtung zur Wirkung kommt. Eine solche Einrichtung
wäre auch bei der Ausführung nach Fig. 1 brauchbar.
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In den Fig. 3 und 4 ist eine weitere Ausführungsform der BrSindung
dargestellt. Es handelt sich bei diesem Pflug um einen Aufsattelpflug
mit
einem Vordergestell 61, an dem sich zwei Zapfen 62 zur Verbindung des Vordergestelles
mit den unteren Lenkern eines Dreipunktgestänges eines Schleppers befinden.
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Das Vordergestell 61 trägt eine senkrechte Achse 63, an der der Pflugrahmen
64 seitlich schwenkhar angelenkt ist.
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Am hinteren Ende des Pflugrahmens ist an einer Konsole 65 ein in einer
senkrechten Ebene schwenkbares Transportrad 66 mittels eines Schwenkarmes 67 angelenkt.
Die Konsole 65 erstreckt sich nach oben. Am oberen Ende der Konsole ist die Kolbenstange
68 eines Hydrozylinders angelenkt, die mit einem Kolben verbwiden ist, der im Zylinder
69 gleitbar ist. Der Zylinder 69 ist.
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einer Konsole 70 angelenkt, die ihrerseits am Schwenkarm 67 befestigt
ist. Eine nicht dargestelme Einrichtung begrenzt die Auschwenkung des Armes 67 nach
obenv wodurch die Ackertiefe eingestellt werden kann, da das Rad 66 während des
Pflügens als Stützrad wirkt und dadurch die Arbeitstiefe beztimmt.
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Der Zylinder 69 ist über eine Leitung 72 mit der Rücklaufleitung 73
der Bewegungseinrichtung 6 für die Überlastsicherungen verbunden.
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Wird vom Schlepperfahrer z.B. am Ende einer Furche die Rücklaufleitung
73 abgesperrt, so baut sich in der Zulaufleitung 74 und in der Rücklaufleitung 73
bis zum Absperrventil ein Druck/auf, der durch die Leitung 72 zum Aushubzylinder
69 des Hinterrades geführt wird und den Pflugrahmen hinten anhebt. Ist der Pflug
voll
ausgehoben, so wird auch die Zulaufleitung 74 am Schlepper abgesperrt, so daß das
eingeschlossene Öl das Absinken des Pflugrahmens verhindert. Erst nach dem Einfahren
in eine neue Furche werden die beiden Leitungen wieder geöffnet.
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Beim Pflug nach den Abb. 3 und 4 ist jeder Pflugkörper mit einer Kniehebel-Überlastsichrung
ausgerüstet, wobei diese Überlastsicherung gleich beschaffen ist wie bei der Ausführungsform
nach Fig. 1. Von jedem Gelenkpunkt 11 des Kniehebelgelenkes geht ein Seil 75 aus.
das über Umlenkrollen 76 geführt und mit seinem anderen Ende mit der Kolbenstange
19 der Rückführeinrichtung 6 verbunden ist.
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Es ist klar, daß beim Hochschwenken irgendeines Pflugkörpers die Kolbenstange
19 aus dem ihr augeordneten Zylinder 17 herausgezogen wird.
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Ein Schiebervontil 7 enthält einen Schieber 78, an dem Anschläge 70
und. 71 angeordmet sind. Dieser Schieber 78 wird durch ein Anschlagstück 79 am der
Kolbenstange verschoben. Hierdurch erfolgt bei voll heransgezogener Kolbenstange
79 eine Umstellung derart, daß Dracköl in den Zylinder 17 gelangt und dadurch die
Kolbemstamge wieder in dem Zylinder hineingesogem wird. Hierdurch werden die mit
dem Kolben vorbundenen Seile 75 angesogen und druchgeknickte Kniehebelsysteme wieder
in ihre Strecklege gebracht. Am Emde der Einsichbewegung der Kolbenstange 19 wird
der
Schieber durch Anlage des Anschlages 79 am Anschlag 71 des Schiebers so verstellt,
daß die Zuaufleitung 74 wieder mit der Rücklaufleitung 73 verbunden ist, so daß
bei einer Auelösung eines der Kniehebelsysteme der zugeordnete Pflugkörper widerstandslos
nach oben schwenken kann.
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Die Auslöseeinrichtung kann auch bei der Ausführungsferm nach den
Fig. 3 und 4 beliebig ausgebildet sein, d.h. anstelle eines Kniegelnkeskönnen auch
andere Auslösemittel verwendet werden.
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Auch die Bewegungseinrichtung braucht nicht ein Hydrozylinder zu sein.
Beispiolsweise könnte eine ständig von einer Zapfwelle angetriebene Trommel das
Vorziehen der Seile durch Aufwickeln bewirken. Eine Kupplung könnte die Verbindung
der Seitrommel mit der Zapfwelle lösen, wenn die Seile genägend weit vorgezegen
sind0