DE1908224U - Drahtvorziehgeraet. - Google Patents

Drahtvorziehgeraet.

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DE1908224U
DE1908224U DESCH37118U DESC037118U DE1908224U DE 1908224 U DE1908224 U DE 1908224U DE SCH37118 U DESCH37118 U DE SCH37118U DE SC037118 U DESC037118 U DE SC037118U DE 1908224 U DE1908224 U DE 1908224U
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F23/00Feeding wire in wire-working machines or apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

P.A.809 06H7.1164 Xi
Dr.-Ing Heinrich Scheller Aachen, den 16.11.1964
Patentanwalt
A A CH H N, Zoilernstr. I Mein Zeichen Gm J657 Telefon: 3 2192 und 25182
Sclmmag Schumacher Metallwerke GmbH., Aachen
Drahtvorzieheerät
Die Heuerung betrifft ein Drahtvorziehgerät zum gleichachsigen Vorschalten vor eine Terarbeitungsmaschine, die "ferkstücke in !Form von Stangen, Draht od.dgl. verarbeitet, mit einer horizontalen Schlittenbahn für einen ersten Schlitten mit einer Reduzierdüse und einen zweiten Schlitten mit einem ?iferkstückgreifer, bei dessen relativen Hubbewegungen gegenüber der Düse das Yierkstück in Teillängen nacheinander reduziert wird.
Solche Drahtvorziehgeräte sind beispielsweise besonders vorteilhaft bei ihrer Torschaltung vor Kaltstauchpressen, da der Pertigungsvorgang insbesondere durch die Tenne idung einer Zwischenlagerhaltung vereinfacht werden kann.
Es sind Torziehgeräte bekannt, die unmittelbar von der betreffenden Kaltstauchpresse angetrieben werden· Dies hat aber den Nachteil, daß beide Maschinen in ihrer Arbeitsfunktion genau übereinstimmen müssen, da sonst Störungen auftreten können. Zum Antrieb dieser bekannten Torziehgeräte muß eine Antriebsverbindung von der Kaltstauchpresse zum Torziehgerät hergestellt werden. Y/enn bei der Aufstellung einer neuen Maschine ein Torziehgerät gleichzeitig vorgebaut wird, kann eine solche Antriebsverbindung mit vorgesehen werden. Tritt aber der Pail ein, daß das Drahtvorziehgerät einer bereits in Betrieb befindlichen Kaltstauchpresse vorgeordnet werden soll, so sind sehr umfangreiche Arbeiten notwendig, wobei die Kaltstauchpresse dann längere Zeit nicht arbeiten kann. Außerdem müssen bei verschiedenen Fabrikaten von Kaltstauchpressen jeweils verschiedenartige Antriebsverbindungen, die den verschiedenen Terhältnissen angepaßt sind, gewählt werden. Zur Termeidung dieser Nachteile hat man schon Drahtvorziehgeräte mit Eigenantrieb ausgebildet, die unabhängig von der Ausführungsart der zugeordneten Kaltstauchpresse arbeiten können. Hierbei war jedoch die Schwierigkeit gegeben, daß der Eeduziervor-
gang einerseits und die Materialentnahme durch die Kaltstauchpresse andererseits vollkommen unabhängig voneinander verlaufen müssen.
Grundsätzlich, könnte man eine solche unabhängige Arbeitsweise dadurch bewirken, daß man zur Erzeugung der Bewegungen voneinander unabhängige Einzelantriebsmotoren (beispielsweise Elektromotoren) verwendet, die auf den Schlitten montiert sind und deren Bewegungen mitmachen. Hierdurch ergeben sich aber verhältnismäßig große bewegte Massen, was einer raschen und möglichst kräftefreien Folgebewegung der beiden Schlitten beim Arbeiten des Gerätes abträglich ist. Bei einem bekannten Gerät hat man diesen lachteil zu vermeiden versucht durch Einleitung der für die Bewegung der verschiedenen Teile notwendigen Kräfte über bewegliche Druckleitungen, deren eines Ende stationär an den Druckerzeugungsorganen und deren anderes Ende an den bewegbaren Schlitten bzw. an mit diesen verbundenen Druckzylindern sitzt. Auf diese Weise können die bewegten Massen verkleinert werden. Es hat sich Jedoch herausgestellt, daß diese bekannten Geräte den Nachteil haben, daß die biegsamen Druckleitungen den dauernden und raschen Bewegungen auf die Länge der Zeit nur schwer gewachsen sind und an ihren Anschlußstellen zu Undichtigkeiten neigen. Auch sind diese bekannten Geräte konstruktiv
aufwendig und kompliziert. Bei etwaigen Störungen erfordern sie einen Elektrotechniker bzw. Bjydraulikfachmann.
Die Neuerung "bezieht sich, insbesondere auf ein Drahtvorziehgerät mit nur mechanischen Gliedern, die zusammen mit den beiden Schlitten eine etwa kräftegeschlossene Einheit bilden, deren Schlittenteile bei etwa gleichbleibendem Abstand voneinander in beiden Richtungen der Werkstückachse frei verschiebbar sind, und die unabhängig von dieser Verschiebung die die relative Hubbewegung zwischen Düse und Greifer bewirkende Antriebskraft in diese Einheit einleiten.
Ein bekanntes Gerät weist zwei im großen und ganzen etwa vertikal gerichtete Hebel auf, und das obere Ende des einen Hebels ist mit dem einen Schlitten und das obere Ende des anderen Hebels mit dem anderen Schlitten in gelenkiger, kraftschlüssiger Verbindung. Die Hebel überkreuzen sich in einer gewissen Entfernung von ihren oberen Enden und sind an dem Kreuzungspunkt durch ein Gelenk miteinander verbunden, so daß sie sich nach Art einer Schere in bezug zueinander bewegen können. Die Gelenkverbindung ist durch eine schwimmende Welle gebildet. An den unteren Enden der Hebel, die sich unterhalb der schwimmenden Welle befinden, sind etwa waagerecht verlaufende Stangen angelenkt. Das
freie Ende der einen dieser Stangen ist unter Zwischenschaltung einer Sicherungsfederung am Hahmen des Gerätes angelenkt. Das freie Ende der anderen dieser Stangen ist an einem Kurbeltrieb angelenkt. Bei der Einleitung der die relative Hubbewegung zwischen Düse und Greifer bewirkenden Antriebskraft in die auch die beiden Schlitten umfassende, etwa kräftegeschlossene Einheit wird die von den genannten Hebeln gebildete Schere durch die Bewegung des Iiurbeltriebes geöffnet, geschlossen, im umgekehrten Sinne geöffnet, wieder geschlossen usw. Dieses bekannte Gerät hat vor allem folgenden Nachteil. Es sind die in die genannte Einheit einzuleitenden Kräfte vielfach recht beträchtlich, besonders wenn die zu reduzierenden Werkstücke größeren Durchmesser haben. Diese beträchtlichen Kräfte beanspruchen die die Schere bildenden Hebelyduf Biegung, und diese Hebel sind daher sehr kräftig zu dimensionieren, da bekanntlich Biegebeanspruchungen einen größeren Querschnitt der betreffenden Maschinenteile erfordern als einfache Zug- oder Druckbeanspruchungen. Die kräftige Dimensionierung der genannten Hebel bedingt nicht nur höhere Kosten bei der Herstellung des Gerätes, sondern hat auch den Nachteil, daß die bewegten Massen verhältnismäßig recht groß sind, was einer raschen und möglichst kräftefreien 3?olgebewegung der beiden Schlitten beim Arbeiten des Gerätes abträglich ist.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, das beschriebene Drahtvorziehgerät mit nur mechanischen Gliedern so auszubilden, daß die genannten Nachteile vermieden werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das Drahtvorziehgerät neuerungsgemäß gekennzeichnet durch eine Ausbildung der mechanischen Glieder als nur Zug- und Druckkräfte übertragende und an ihren Enden angelenkte Stangen.
Durch Versuche wurde festgestellt, daß man auf diese Weise alle gewünschten Funktionen erfüllen kann und daß die bewegten Massen ausreichend klein sein können. Ferner ist das neuerungsgemäße Gerät konstruktiv sehr einfach und gleichzeitig robust und wenig störanfällig. Etwaige Reparaturen können von einem Schlosser durchgeführt werden, ohne daß ein Elektrotechniker bzw. Hydraul ikfachinann erforderlich ist* Ein weiterer Vorteil besteht in den geringen Herstellungskosten aller Teile sowie auch etwaiger Ersatzteile.
Eine zweckmäßige Ausführungsart des neuerungsgemäßen Gerätes ist gekennzeichnet durch zwei ein Kniehebelsystem bildende gelenkig miteinander verbundene Kniehebelstangen, deren äußere Enden an Teilen der Schlitten angelenkt sind.
Ein Kniehebelsystem vermittelt auf einfache Weise die Transformation von verhältnismäßig kleinen zugeführten Kräften in verhältnismäßig sehr große abgegebene Kräfte, wobei gleichzeitig die zugeführten Kräfte und die abgegebenen Kräfte eine andere Richtung, vorzugsweise zueinander senkrechte Richtungen haben. Grundsätzlich kann das Kniehebelsystem je nach Arbeitsweise in die Einheit, zu der auch die Schlitten gehören, Druckkräfte oder Zugkräfte einleiten.
Hierzu kann das neuerungsgemäße Gerät gekennzeichnet sein durch ein Organ zur Einleitung einer die freie horizontale YerscMebbarkeit der beiden Schlitten nicht beeinflussende, beim Reduzieren jeweils etwa vertikal gerichteten Kraft in das Kniegelenk der beiden Kniehebelstangen.
Das genannte Organ kann beispielsweise eine am Kniegelenk angebrachte Rolle sein, die mit einer horizontalen Kulisse, die ihrerseits auf und ab bewegbar ist, zusammenarbeitet# Dabei soll die Kulisse eine oberhalb der Rolle und eine unterhalb der Rolle liegende Bahn haben, so daß die Rolle sowohl einer Aufwärtsbewegung wie auch einer Abwärtsbewegung der Kulisse folgt. In jeder Höhenlage der Kulisse ist die freie horizontale Verschiebbarkeit der beiden Schlitten, ohne daß deren Stellung zueinander geändert wird, gewährleistet. Es rollt bei dieser Verschiebung die Solle entlang der genannten Kulisse. Bei der Veränderung der
Hölienlage der Kulisse ändert sich. auch, der Abstand der "beiden Schlitten voneinander, und zwar unabhängig davon, welche horizontale Verschiebung die Rolle auf der Kulisse gerade gehabt hat. Beim Auf- und Abbewegen der Kulisse auf die Kniehebelstangen übertragene vertikale Kraftkomponenten müssen bei dieser Ausführungsart des Gerätes von der Schlittenbahn aufgenommen werden.
Eine etwas andere Ausführungsart des neuerungsgemäßen Gerätes ist gekennzeichnet durch vertikal verschiebbare Gleitsteine, deren Gleitführungen an den Schlitten sitzen, durch eine Anlenkung der äußeren Enden der Kniehebelstangen an den Gleitsteinen und durch an den Gleitsteinen im Anlenkungspunkt der Kniehebelstangen zusätzlich angelenkte nach unten gerichtete Ausgleichstangen, deren Länge im Eahmen des im Gerät zur Verfügung stehenden Platzes zweckmäßig möglichst groß gewählt ist, und deren untere Enden am Rahmen des Gerätes angelenkt sind.
Bei dieser Ausführungsart sind die Schlitten und die Schlittenbahn von vertikalen Kräften entlastet. Vertikale Kraftkomponenten in den Kniehebelstangen werden über die betreffenden Anlenkungen von den Ausgleichstangen aufgenommen. Die verhältnismäßig große Länge der Ausgleichstangen bewirkt, daß deren Schrägstellung bei einer horizontalen Verschiebung der beiden Schlitten sich in
geringen Grenzen hält. Arbeiten die Kniehebelstangen in der Arbeitsphase mit Druckkräften, wirken die Ausgleichstangen als Zugstangen. Arbeiten die Kniehebelstangen in der Arbeitsphase dagegen mit Zugkräften, wirken die Ausgleichstangen als Druckstangen. Wie weiter unten noch • beschrieben wird, ist die zuletzt genannte Arbeitsweise die bevorzugte*
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsart des neuerungsgemäßen Gerätes ist gekennzeichnet durch eine Ausbildung des Organs zur Einleitung der etwa vertikal gerichteten Kraft in das Kniegelenk als am Kniegelenk zusätzlich angelenkte, nach unten gerichtete Zugstange, deren Länge im Rahmen des im Gerät zur Verfügung stehenden Platzes zweckmäßig möglichst groß gewählt ist, und deren unteres Ende an einem Kurbeltrieb angelenkt ist.
Diese Ausbildung des Organs ist konstruktiv besonders einfach. Zudem hat sie den Vorteil, daß bei im großen und ganzen annähernd gegebener Parallelität von Zugstange und Ausgleichstangen die von der Zugstange eingeleiteten Kräfte im wesentlichen nur auf die Schlitten einwirken,
und daß eine nach außen wirksam werdende Kraftkompound der VeiBarbeitungsmaschine nente, die zwischen dem Drahtvorziehgeräv zur Wirkung kommen würde, in Jedem Falle nur sehr klein ist, so daß sie vernachlässigt werden kann. Weiter unten wird ge-
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zeigt vfer&en, daß "bei einer Arbeitsweise, "bei der in der Arbeitsphase die Kniehebelstangen Zugkräfte übertragen, diese Kraftkomponente vorteilhafter ist, als wenn ein völliger Kräfteausgleich gegeben xiräre. Die Kraftkomponente hält nämlich das Werkstück zwischen dem Drahtvorziehgerät und der nachgeschalteten Verarbeitungsmaschine unter einem gewissen kleinen Zug. Damit ist mit Sicherheit das etwaige Auftreten einer schädlichen Schubkraft an dieser Stelle vermieden.
Wenn das Gerät in der Arbeitsphase mit Zugkräften in den Kniehebelstangen arbeitet, erfolgt während der Arbeitsphase eine Abstandsverringerung zwischen den beiden Schlitten. Dies würde ohne besondere Maßnahmen dazu führen, daß das Werkstück beim Reduziervorgang nicht durch die Reduzierdüse gezogen, sondern gedrückt würde. Eine solche Arbeitsweise ist bei dem oben beschriebenen bekannten Gerät mit den zwei eine Schere bildenden Hebeln gegeben. Die heutige Auffassung geht aber dahin, daß ein Eeduziervorgang, bei dem das Werkstück durch die Reduzierdüse gezogen wird, vorzuziehen ist. Um während des Seduziervorganges sowohl mit Zugkräften in den Kniehebelstangen wie auch mit einem Ziehvorgang in der Reduzierdüse arbeiten zu können, ist das neuerungsgemäße Gerät so ausgebildet, daß der eine Schlitten (vorzugsweise der Schlitten mit der Reduzierdüse) seinen Werkzeughalter vor und seine Gleitführung
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für den Gleitstein hinter dem anderen Schlitten hat, beides in Drahtlaufrichtung gesehen, und daß eine starre Verbindung zwischen dem genannten Iferkzeughalter und der genannten Gleitführung vorhanden ist.
Bei dieser Ausführungsart führt eine Annäherungsbewegung der "beiden Schlitten zu einer Vergrößerung des Abstandes zwischen Tierkstückgreifer und Reduzierdüse.
Zweermäßig ist das neuerungsgemäße Gerät gekennzeichnet durch eine jeweils gestreckte Lage der beiden Kniehebelstangen bei Jedem Reduzierbeginn.
Diese Einstellung hat den Vorteil, daß das Reduzieren zunächst mit einer sehr geringen gegenseitigen Bewegung zwischen Werkstückgreifer und Reduziergerät beginnt, Wenn dann im weiteren Verlauf dieser Bewegungen das Kniegelenk etwas nach unten bewegt ist und die beiden Kniehebelstangen einen gewissen Winkel miteinander bilden, beschleunigt sich die Annäherungsbewegung zwischen den beiden Schlitten bzw. die Entfernungsbewegung zwischen Werkstückgreifer und Eeduzierdüse immer mehr und mehr. Man erhält auf diese Weise einen angemessen raschen Heduziervorgang, der jedoch jedesmal weich einsetzt. Dies ist für ein stoßfreies Arbeiten des neuerungsgemäßen Gerätes von besonderem Vorteil.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Neuerung dargestellt. Die nachstehende Beschreibung bezieht sich auf dieses Ausführungsbeispiel und dient zugleich ganz allgemein der weiteren Erläuterung der Neuerung. In der Zeichnung zeigen
ffig» 1 und 2 schematisch in Seitenansicht die Hauptteile des neuerungsgemäßen Gerätes in zwei ψ verschiedenen Arbeitsstellungen und
S1Ig. 3 und 4 Kräftediagramme, die auf diese Arbeitsstellungen bezogen sind.
Hechts von dem in den Pig. 1 und 2 dargestellten Gerät hat man sich die nicht gezeichnete nachgeschaltete Verarbeitungsmaschine zu denken. Das Werkstück, das Tor seinem Durchlauf durch die Reduzierdüse 2 mit 1' und nach diesem Durchlauf mit 1 bezeichnet ist, möge
eine Laufrichtung gemäß dem Pfeil 3 haben. Bei der Arbeitsstellung gemäß JFig. 1 hat sich zwischen dem Drahtvorziehgerät und der rechts zu denkenden nachgeschalteten Verarbeitungsmaschine der größtmögliche Werkstückvorrat gebildet. Bei der Arbeitsstellung gemäß 3?ig. 2 ist dieser Werkstückvorrat der kleinstmögliche. Um den Werkstückvorrat über denjenigen der Arbeitsstellung der !E1Xg. 1 hinaus nicht noch zu vergrößern, was zu Stauchungen des Werkstückes zwischen dem Gerät und der Verarbeitungsmaschine führen würde, ist in an sich
bekannter Weise ein nicht gezeichneter Endanschlag vorgesehen, bei dessen Betätigung die Greifbacken des Werkstückgreifers 4- in eine Daueröffnungsstellung kommen, so daß der weiterlaufende Kurbeltrieb 5 ohne Wirkung bleibt. Nachdem die Verarbeitungsmaschine den Werkstückvorrat abgearbeitet hat, ist die Arbeitsstellung gemäß Fig. 2 erreicht. Bei dieser wird ein anderer Endanschlag betätigt, der die rhythmische Greifbewegung des Werkstückgreifers 4 wieder in Gang setzt, bis nach einiger Zeit wieder die Arbeitsstellung gemäß 1 erreicht ist.
Die Werkstückentnahme durch die Verarbeitungsmaschine kann praktisch kräftefrei erfolgen, und zwar unabhängig davon, ob die eine oder die andere der genannten Arbeitssteilungen oder eine Zwischenstellung gegeben sind, und auch unabhängig davon, ob bei arbeitendem Werkstückgreifer 4 währenddessen Reduziervorgänge erfolgen oder ob bei nichtarbeitendem Werkstückgreifer währenddessen keine Reduziervorgänge erfolgen.
Die Reduziervorgänge erfolgen bei arbeitendem Werkstückgreifer praktisch unabhängig davon, ob die Arbeitsstellung gemäß !ig. 1 oder gemäß Fig. 2 oder ob eine Zwischenstellung gegeben ist.
Die Einleitung der Eeduzierkräfte in das System erfolgt folgendermaßen. Der Kurbeltrieb 5 möge in den in
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und !Fig. 2 dargestellten Stellungen jeweils seine Arbeitsphase haben. Auf die im Punkte 7 angelenkte Zugstange 6 wird dann eine Zugkraft ausgeübt, die sich über das Gelenk 8 als Zugkraft auf die Kniehebelstangen und 10 überträgt. Das Gelenk 8 wird dabei nach unten bewegt. Die Zugkräfte in den Iüiiehebelstangen 9 und 10 wirken auf die Gelenke 11 und 12, auf die Gleitsteine 13 und 14 und auf die Ausgleichstangen 15 und 16, weichletztere oben über die Gelenke 11 und 12 an den äußeren Enden der Kniehebelstangen 9 und 10 und unten über die Gelenke 17 und 18 am Geräterahmen angelenkt sind. Die Gleitsteine 13 und 14 übertragen auf die Gleitführungen 19 und 20, die an den Schlitten und 22 sitzen, nur horizontal gerichtete Kräfte. Alle Tertikaikomponenten werden von den Ausgleichstangen und 16 aufgenommen. Der Kreis der Tertikaikräfte schließt sich über die Gelenkstellen 17 und 18 und die ebenfalls am Geräterahmen befindliche Lagerstelle 23 für den Kurbeltrieb 5·
Je nach Arbeitsstellung (iTig. 1 oder Fig. 2) sind die Horizontalkomponenten der Kräfte in den Kniehebelstangen 9 und 10 etwas unterschiedlich groß. Dieser Unterschied wird bereits weitgehend ausgeglichen dadurch, daß auch die Ausgleichstangen 15 und 16 in den betreffenden Scnrägstellungen Horizontalkomponenten aufnehmen. Im einzelnen sind diese Kräfteverhältnisse er-
sichtlich aus den Diagrammen in !ig. 3 und 4·. Das Diagramm in Pig. 3 gehört zur Arbeitsstellung in Fig. 1. Das Diagramm in Pig. 4 gehört zur Arbeitsstellung in Fig. 2.
Fig. 5 und Pig. 4 zeigen die Kraftkomponenten in ihrer Richtung und Größe. Die eingeleitete Zugkraft als Komponente 36 in Fig. 1 bewirkt Zugkräfte in den Kniehebelstangen 9 und 10, die in Iig. 1 und 3 als Komponenten 27 und 28 dargestellt sind. Die Komponente 27 wird wiederum in zwei Komponenten 25 und 26 aufgeteilt. Die Komponente wird in den beiden Komponenten 24 und 29 aufgeteilt. Die horizontalen Komponenten 24 und 25 werden für den Redu— ziervorgang benötigt. Dagegen müssen die Komponenten 26 und 29 unwirksam gemacht werden durch die Ausgleichstangen 15 und 16.
Das Diagramm Fig. 3 zeigt, daß die horizontalen Komponenten 24 und 25 verschieden groß sind. Die Komponente ist geringfügig größer als die Komponente 25. Die Komponente 24 ist entgegengesetzt der Durchlaufrichtung 3 des Drahtes 1 gerichtet. Die Kraftdifferenz wirkt sich also entgegengesetzt der Drahtdurchlaufrichtung 3 aus. Da diese sehr klein ist, wird sie größtenteils vom Gleit— widerstand in den Führungen verbraucht. Sie gibt aber die Gewähr, daß niemals ein Schub in Drahtdurchlaufrichtung 3 durch das Antriebssystem eintritt.
Zum Folgenden siehe Fig. 2 -und 4. Die eingeleitete Zugkraft als Komponente 37 be?ri.rkt Zugkräfte in den Kniehebelstangen 9 und 10, die als Komponenten 33 und 34 dargestellt sind. Die Komponente 33 wird wiederum in zwei Komponenten 31 und 32 aufgeteilt. Die Komponente wird ebenfalls in zwei Komponenten 30 und 35 aufgeteilt. Die horizontalen Komponenten 30 und 31 werden für den Reduziervorgang benötigt. Dagegen werden die Komponenten 32 und 35 unwirksam gemacht durch die Ausgleichstangen 15 und 16.
Das zur Fig. 2 gehörende Diagramm Fig. 4 zeigt in gleicher Weise wie Fig. 3» daß die Horizontalkomponenten 30 und 31 verschieden groß sind. Die Sichtung der Kraft—, differenz ist ebenfalls entgegengesetzt der Durchlaufrichtung 3 · Das Diagramm zeigt, daß die Kraftdifferenz in Fig. 4 etwas größer ist als in S1Xg. 3· Das ist eine Folge der Stellung des gesamten Antriebssystems wie in Fig. 2 dargestellt. Der Unterschied der beiden Kraftdifferenzen in Fig. 3 und 4 ist sehr gering und unbedeutend für die sichere Arbeitsweise, jedoch ist die Beibehaltung der Richtung entgegengesetzt der Durchlaufrichtung 3 des Drahtes 1 von großer Wichtigkeit.
Alle Merkmale, die in der vorstehenden Beschreibung erwähnt und/oder in der Zeichnung dargestellt sind, sollen, sofern der bekannte Stand der Technik dies zuläßt, für
sich, allein oder auch, in beliebigen Kombinationen oder 'Teilkombinationen als erfindungswesentlich angesehen werden, auch, wenn sie in den Ansprüchen nicht enthalten sind.

Claims (1)

  1. RA. 809 064*17.11.64*
    Schutzansprüche
    1) Drahtvorziehgerät zum gleichachsigen Vorschalten vor
    eine Yerarbeitungsmaschine, die Werkstücke in Form von Stangen, Draht od.dgl. verarbeitet, mit einer horizontalen Schlittenbahn für einen ersten Schlitten mit einer Reduzierdüse und einen zweiten Schlitten mit einem Werkstückgreifer, bei dessen relativen Hubbewe- w gungen gegenüber der Düse das Werkstück in Teillängen nacheinander reduziert wird, und mit mechanischen Gliedern, die zusammen mit den beiden Schlitten eine etwa kraftegeschlossene Einheit bilden, deren Sehlittenteile bei etwa gleichbleibendem Abstand voneinander in beiden Eichtungen der Werkstückachse frei verschieb bar sind, und die unabhängig von dieser Verschiebung die die relative Hubbewegung zwischen Düse und Greifer bewirkende Antriebskraft in diese Einheit einleiten, gekennzeichnet durch eine Ausbildung der mechanischen Glieder als nur Zug- und Druckkräfte übertragende und an ihren Enden angelenkte Stangen.
    2) Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei ein Eniehebelsystem bildende gelenkig miteinander verbundene Kniehebelstangen, deren äußere Enden an Teilen der Schlitten angelenkt sind.
    , 5) Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch ein Organ zur Einleitung einer die freie hori-
    b zontale Yerschiebbarkeit der beiden Schlitten nicht
    beeinflussende, beim Reduzieren jeweils etwa vertikal gerichteten Kraft in das Kniegelenk der beiden Kniehebelstangen.
    4-) Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 35 gekennzeichnet durch vertikal verschiebbare Gleitsteine, deren Gleitführungen an den Schlitten sitzen, durch eine Anlenkung der äußeren Enden der Kniehebeistangen an den Gleitsteinen und durch an den Gleitsteinen im Anlenkungspunkt der Kniehebelstangen zusätzlich angelenkte nach unten gerichtete Ausgleichstangen, deren Länge im Rahmen des im Gerät zur Verfügung stehenden Platzes zweckmäßig möglichst groß gewählt ist, und deren untere Enden am Rahmen des Gerätes ^ angelenkt sind.
    5) Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet k durch eine Ausbildung des Organs als am Kniegelenk
    zusätzlich angelenkte, nach unten gerichtete Zugstange, deren Länge im Rahmen des im Gerät zur Yerfügung stehenden Platzes zweckmäßig möglichst groß gex'/ählt ist, und deren unteres Ende an einem Kurbeltrieb angelenkt ist.
    6) Gerät nach, mindestens einem der Ansprüche Ί bis 5? gekennzeichnet durch eine Ausbildung des einen Schlittens (vorzugsweise des Schlittens mit der Reduzierdüse) mit seinem Werkzeughalter vor und mit seiner Gleitführung für den Gleitstein hinter dem anderen Schlitten, beides in Drahtlaufrichtung gesehen, und durch eine starre Verbindung zwischen dem genannten Werkzeughalter und der genannten Gleitführung,
    7) Gerät nach mindestens einem der Ansprüche 2 und 6, gekennzeichnet durch eine je?reils gestreckte Lage der beiden Knieheb eis tangen bei jedem. Reduzierbeginn.
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