DE190090C - - Google Patents

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DE190090C
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Germany
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pumice stone
metal
molding powder
lycopodium
powder
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C3/00Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 190090 KLASSE 31 c. GRUPPE
FRITZ RUTISHAUSER und PAUL FRITZSCHE in GRÜNAU, Mark.
Formpulver. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1906 ab.
Messing und Bronzegegenstände sollen die ihnen eigene Metallfarbe zeigen, die dann später unter dem Einflüsse der Luft in bekannter eigenartiger Weise verändert wird.
Die aus der Gußform kommenden Gegenstände zeigen aber diese Farbe nie, sondern sind mit Formsand bedeckt, der ihnen mehr oder weniger fest anhaftet und eine sorgfältige und bei reicherer Modellierung eine
ίο zeitraubende Säuberung verlangt.
Aber auch von Formsand befreit zeigen die Gußstücke nicht die Metallfarbe, sondern sind angelaufen oder mit einer stärkeren Oxydschicht bedeckt, die erst durch Beizen entfernt werden muß; dadurch werden wieder Zeitverlust und Kosten hervorgerufen, und außerdem wird die besonders harte Gußhaut zerstört, die dem Gusse vorteilhaft erhalten bleiben sollte.
Zweck des den Gegenstand der Erfindung bildenden Modellpulvers ist es nun, die vorstehenden Übelstände zu beseitigen, wobei das Pulver aber ein leichtes Abheben der Form, unter Belassung scharfer Umrisse in der Form, ermöglichen muß.
Um die angestrebte Wirkung zu erreichen, ist der bisherige Weg, in der Hauptsache organische Stoffe wie Kohlenstaub, Stärkemehl, Kolophonium usw. zu verwenden, verlassen, dagegen wird hauptsächlich oder allein ein unverbrennlicher Stoff verwendet, der auch in der Schmelzhitze des Metalles unverbrennbar und unveränderlich ist, so daß er auch keine chemische Wirkung auf das Metall auszuüben vermag.
Dieses neue Formpulver besteht aus fein gemahlenem Bimsstein.
Die Verwendung fein gemahlenen Bimssteines bei der Herstellung von Formpulver ist allerdings an sich nicht neu, jedoch wurde dieser Stoff nur als Zusatz zum Formpulver bis zu 30 Prozent verwendet, und dann vermag der Bimsstein die mit der Erfindung angestrebte Wirkung nicht zu erzielen. Das Formpulver muß nur oder doch im wesentliehen aus Bimsstein bestehen. Ein Zusatz von IOO g Lykopodium und 40 g gebranntem Ton zu 860 g gemahlenem Bimsstein haben sich hierbei als eine sehr vorteilhafte Mischung gezeigt.
Der fein gemahlene Bimsstein überzieht das Modell und die Form mit einer wasser-, abstoßenden Schicht, die ein tadelloses Ausheben des Modelles gestattet. Diese feine Bimssteinschicht schmilzt durch die Hitze des in die Form fließenden Metalles, ohne jedoch zu verbrennen oder Verbrennungsprodukte zu erzeugen und bildet eine dünne, und weil geschmolzen, weit glattere Haut, als ein noch so fein gemahlenes Pulver, welche den Formsand gegen das Metall abschließt. Die Folge hiervon ist, daß das erhärtete Metall seine reine Metallfarbe beibehält.
Da die geschmolzene Bimssteinhaut sich nicht mit dem Metall verbindet, so bildet sie nach dem Erkalten der Form einen dünnen.
festen Überzug auf dieser, der zwar beim Herausheben des fertigen Gusses zerstört wird, aber verhindert, daß der Formsand dem Gusse anbackt.
Enthält das Modell sehr feine Umrisse, so ist es vorteilhaft, dem gemahlenen Bimsstein Lykopodium zuzusetzen; geschieht dies ungefähr in dem angegebenen Verhältnisse, so übt das Lykopodium zwar seine bekannte
ίο bindende, aber keine im Sinne der Erfindung nachteilige Wirkung aus.
Der gebrannte Ton, der natürlich auch fein gemahlen sein muß, dient lediglich als Füllmittel, um die Unkosten, die die Benutzung des Formpulvers verursacht, möglichst gering zu machen. Dieses Füllmittel darf, damit es in der Glühhitze keine chemische Wirkung auf das Metall ausübt, nicht in solchen Mengen zugesetzt werden, daß es die Wirkung des Bimssteines abschwächt.

Claims (3)

Pate nt-Ansprüche:
1. Formpulver, im wesentlichen bestehend aus fein gemahlenem Bimsstein.
2. Formpulver nach Anspruch 1, bestehend aus Bimsstein und Lykopodium.
3. Formpulver nach Anspruch 1, bestehend aus Bimsstein, Lykopodium und gebranntem Ton.
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