DE189799C - - Google Patents

Info

Publication number
DE189799C
DE189799C DENDAT189799D DE189799DA DE189799C DE 189799 C DE189799 C DE 189799C DE NDAT189799 D DENDAT189799 D DE NDAT189799D DE 189799D A DE189799D A DE 189799DA DE 189799 C DE189799 C DE 189799C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
caliber
rolling stock
channel
rolling
switch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT189799D
Other languages
English (en)
Publication of DE189799C publication Critical patent/DE189799C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B39/00Arrangements for moving, supporting, or positioning work, or controlling its movement, combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, metal-rolling mills
    • B21B39/02Feeding or supporting work; Braking or tensioning arrangements, e.g. threading arrangements
    • B21B39/04Lifting or lowering work for conveying purposes, e.g. tilting tables arranged immediately in front of or behind the pass

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 189799 KLASSE 7a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Dezember 1905 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur selbsttätigen Führung des Walzgutes aus einem Kaliber in ein benachbartes (daneben- oder darüberliegendes), ohne daß hierfür ein Arbeiter 5 oder eine von Arbeitern eingestellte maschinelle Vorrichtung notwendig ist.. ' Vorrichtungen dieser Art sind an und für sich bekannt, und zwar in Form von Rundführungen oder auch Rinnen mit selbsttätigen Weichen. Die Rundbogenführungen bedingen jedoch stets einen gewissen, durch den Querschnitt oder das Widerstandsmoment der Walzstäbe gegebenen Minimalabstand der beiden in Frage kommenden Kaliber derart, daß es meist nur möglich ist, das Walzgut von einem Gerüst zu einem zweiten zu führen. Bei den Rinnen mit Weichen sind besondere maschinelle Vorrichtungen nötig, um das durch die Weiche hindurchgegangene Walzgut der Walze wieder zuzuführen.
Die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung ermöglicht nun das selbsttätige Umstecken des Walzstabes in unmittelbar' neben- oder übereinanderliegende Kaliber ohne Rücksicht auf Querschnitt und Widerstandsmoment und ohne Zuhilfenahme von maschinellen Einrichtungen zum Fortbewegen des Walzgutes.
Zu diesem Zweck ist die mit der selbsttätigen Weiche versehene Rinne schräg nach oben steigend angeordnet. Die Schrägstellung derselben ist so bemessen, daß das aus der Walze austretende Walzgut zufolge der ihm innewohnenden lebendigen Kraft durch die Weiche in der Rinne in die Höhe steigt und dann infolge der eigenen Schwere zurückgleitet, wobei die Weiche derart abgelenkt wird, daß das Walzgut in ein benachbartes Kaliber eingeführt wird.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 bis 4 die neue Vorrichtung zum Führen des Walzgutes in ein darüberliegendes Kaliber in einem Ausführungsbeispiel in Verbindung mit einem Triogerüst dargestellt.
α ist der Walzenständer, b sind die Walzen und c die schräg ansteigende Rinne oder Rutsche. In derselben befindet sich um e drehbar eine Klappe d, welche sich gewöhnlich gegen den Boden der Rutsche legt.
Der aus dem unteren Kaliber austretende Stab (Fig. 1) hebt die Klappe d in die Höhe und schießt infolge seiner lebendigen Kraft die Rutsche hinauf (Fig. 2), gleitet dann zurück und wird durch die inzwischen infolge ihres Eigengewichtes nach unten gefallene Klappe d (Fig. 3) gezwungen, über die Klappe hinweg in das obere Kaliber einzutreten (Fig. 4).
Die Rutsche ist so auf einem Bock f verstellbar gelagert, daß ihr Neigungswinkel entsprechend der lebendigen Kraft des aus der Walze tretenden Walzgutes geändert werden kann. Die Verstellung des Neigungswinkels ist also nur nötig bei eintretenden Änderungen des Blockgewichtes und der Walzgeschwindigkeit oder beim Umstellen von einem Profil auf ein anderes. Die Rutsche selbst sowie die Klappe können mit Rollen g versehen sein, welche entweder lose sind oder angetrieben werden. Es
(z. Auflage, ausgegeben am 30. Dezember rgo8.)
kann auch genügen, wenn nur einige Rollen angetrieben werden.
Außer den bereits erwähnten Vorzügen, nämlich dem Wegfall jeder maschinellen Vorrichtung und menschlicher Arbeitskraft, hat die neue Vorrichtung insbesondere gegenüber der Rundführung noch den Vorteil, daß der Stab anstatt mit dem vorderen offen gespaltenen Ende mit dem hinteren gut geformten Ende
ίο in das zweite Kaliber eintritt, wodurch ein schnelles und sicheres Erfassen durch die Walzen gesichert wird.
Fig. 5 und 6 zeigen die Vorrichtung, wenn der Stab auch in ein seitwärts liegendes Kaliber geführt werden soll.
Die Klappe d besitzt hier einen Ansatz h, der so geformt ist, daß er den zurückkommenden Stab ablenkt und in das zweite danebenliegende Kaliber führt.
In Fig. 7 bis 9 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, welche sich von der nach Fig. 5 und 6 dadurch unterscheidet, daß die Klappe d um eine senkrechte Achse drehbar gelagert ist. Sie wird durch ein Gewiqht i, eine Feder oder dergl. in der normalen Lage (in Fig. 8 punktiert dargestellt) gehalten, durch den aus dem ersten Kaliber tretenden Stab umgelegt und lenkt ihn beim Zurückgleiten desselben, nachdem sie wieder ihre Normalstellung eingenommen hat, in das danebenliegende Kaliber.
Die Achse der. Weichenzunge könnte auch den verschiedenen Verwendungszwecken entsprechend schräg angeordnet sein.
In den Fig. 1 bis 9 ist die Verwendung der Rutsche bei Trio- oder Duowalzwerken dargestellt. Die Fig. 10 und 11 zeigen die Anwendung derselben bei einem Duowalzwerk zum Überheben des Walzgutes über die Oberwalze, wie dies bei Blechwalzwerken vielfach üblich, während die Fig. 12 bis 14 die Rutsche in Verbindung mit einem Doppelduowalzwerk zum Umstecken des Stabes aus einem Kaliber in ein unmittelbar oder seitlich darüberliegendes darstellen.
Das Verwendungsgebiet der neuen Vorrichtung ist nicht nur auf Profil- und Stabeisenwalzwerke beschränkt, sondern kann, wie gezeigt, auch auf Brammen- und Blechwalzwerke ausgedehnt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Führung des Walzgutes durch verschiedene Kaliber, bei weleher in einer Rinne eine selbsttätige Weiche derart angeordnet ist, daß das aus dem ersten Kaliber kommende Walzgut durch die Weiche hindurchtritt und bei seiner Zurückbewegung durch dieselbe.in ein seitlieh oder höher gelegenes Kaliber eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinne schräg nach oben ansteigend angeordnet ist, so daß das Walzgut, nachdem es das erste Kaliber passiert hat, zwecks Einführung in ein anderes Kaliber infolge seiner eigenen Schwere zurückgleitet.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der schrägen Führungsrinne (c) durch Verstellung derselben in der Höhenrichtung entsprechend der lebendigen Kraft des aus dem ersten Kaliber tretenden Walzgutes geändert werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT189799D Active DE189799C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE189799C true DE189799C (de)

Family

ID=453314

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT189799D Active DE189799C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE189799C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2936811A (en) * 1956-10-30 1960-05-17 Sutton Eng Co Straightening machine table

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2936811A (en) * 1956-10-30 1960-05-17 Sutton Eng Co Straightening machine table

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3715098C2 (de)
DE189799C (de)
DE2334485B2 (de) Stanzeinheit
DE2413845C3 (de) Auflaufrollgang für Walzstäbe, insbesondere Flach- oder Profilstäbe, mit anschließender Querförderung
DE2832875C2 (de) Hydraulische Steuerung für eine an der Kappe oder am Bruchschild eines Ausbaugliedes einseitig angeordnete Spaltabdeck- und Ausrichtvorrichtung
DE1427882C3 (de) Einrichtung zum Geradeführen von Blechband zwischen den Gerüsten eines Walzwerkes
DE3117896C2 (de)
DE2034460A1 (de) Vorrichtung für ungleich parallel zu falzende Bogen an Stauchfalzmaschinen
DE202016104234U1 (de) Höheneinrichtbares Seitenteil für ein Pflegebett
DE1527630A1 (de) Kaliberwalzwerk
DE851787C (de) Grubenstempel aus Metall
DE289772C (de)
DE1602083C (de) Rinnenkanter an Trio Walzgerusten
DE3101944A1 (de) Schiebedach fuer gebaeude
DE826737C (de) Schloss fuer eiserne Grubenstempel
DE19734333A1 (de) Schiebeleiter
DE220057C (de)
DE2927920A1 (de) Fangvorrichtung an einem hubelement, insbesondere hubtor oder kulisse
DE254903C (de)
DE932005C (de) Setzvorrichtung fuer mehrteilige Grubenstempel
DE1811214C3 (de) Vorrichtung zum Abheben der Walzen eines Kalanders voneinander
DE92387C (de)
DE463969C (de) Wippkran
DE640462C (de) Drahtbruchsicherung, insbesondere fuer Schrankenanlagen
DE925707C (de) Mehrteiliger Grubenstempel mit zwischen Ober- und Unterstempel vorgesehenen Abscherelementen