DE189372C - - Google Patents

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DE189372C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B5/00Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators
    • B66B5/02Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators responsive to abnormal operating conditions
    • B66B5/16Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well
    • B66B5/18Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well and applying frictional retarding forces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
R PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— te 189372 KLASSE 35 α. GRUPPE
HEINRICH ALTENA in OBERHAUSEN und OTTO EIGEN in DUISBURG.
Zusatz zum Patente 189368 vom 13. Mai 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Dezember 1906 ab. Längste Dauer: 12. Mai 1921.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der in der Patentschrift 189368 beschriebenen bremsend wirkenden Fangvorrichtung für Förder- und Aufzugsanlagen. Bei der Einrichtung des Hauptpatentes ist es wesentlich, daß an einer oder mehreren Rollen, die bei Seilbruch mit der Führung des- Korbes in Eingriff gebracht werden, ein Band oder dergl. sitzt, das sich auf seine Rolle aufwickelt, sobald diese gegen die Korbführung zur Anlage kommt und in Drehung versetzt wird. Durch dieses Aufwickeln des Bandes wird der Durchmesser der Bremsrolle allmählich vergrößert, so daß die Reinigung zwischen Rolle und Korbführung nach und nach zunimmt, bis der Förderkorb oder dergl. zur Ruhe gekommen ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es nun wichtig, daß die Rolle, an der das Bremsband befestigt ist, mit einer besonderen Klemmoder Bremsvorrichtung in solcher Verbindung steht, daß die Klemmvorrichtung bei Seilbruch durch die in Drehung versetzte und dabei ihren Durchmesser vergrößernde Bandrolle gegen die Korbführung zur Wirkung gebracht wird. Durch diese Ausführung der Fangvorrichtung werden in mehrfacher Hinsicht Vorteile -erzielt. Es ergibt sich die Möglichkeit, das Bremsband dadurch zu schonen, daß es nicht unmittelbar gegen die 45
Korbführung, sondern gegen den Antriebsteil der besonderen Klemmvorrichtung zur Wirkung gebracht wird. In diesem Fall würde also die besondere Klemm- oder Bremsvorrichtung zwischen die Korbführung und die Bandrolle geschaltet sein. Bremsvorrichtung und Bandrolle können jedoch auch parallel geschaltet gleichzeitig auf die Führung wirken, so daß sich eine wesentlich gesteigerte Bremswirkung und eine doppelte Sicherheit bei Seilbruch ergibt.
Auf der Zeichnung sind die neuen Ausführungsformen in beispielsweiser Darstellung veranschaulicht.
Fig. ι und 2 zeigen die eine Ausführungsform in Seiten- und Vorderansicht in der Außerbetriebsstellung,
Fig. 3 und 4 in denselben Ansichten mit eingerückter Klemmvorrichtung.
Fig. 5 veranschaulicht die eingerückte Fangvorrichtung von oben gesehen.
Fig. 6 und 7 stellt die zweite Ausführungsform in Seiten- und Oberansicht in eingerückter Stellung dar.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 5 trägt die Achse 1 der gegebenenfalls gerauhten Rolle 2 die beiden Rollen 3, auf die sich bei Seilbruch je ein Band 4 von Rollen 5 aus aufwickelt. Die Rollen 3 dienen losen Hebeln 6 als Stütze, die schwingbar an dem Förderkorbgestell aufgehängt sind. Auf die
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Hebel 6 stützen sich ebenfalls am Förderkorbgestell drehbar gelagerte Hebelarme 7, die nach der Korbführung 8 zu beweglich sind und auf der Eingriffsfläche die Zähne 9 tragen.
Sobald bei Seilbruch infolge Entlastung der Königsstangen feder des Korbes und Ausschwingen des Traghebels 10 der Rollenachse 1 die Antriebsrolle 2 gegen die Korbführung 8 zur Anlage gebracht wird, werden die Rolle 2 und damit die Bandrollen 3 in Drehung versetzt und die Bänder 4 von den Rollen 5 ab- und auf die Rollen 3 aufgewickelt. Der Durchmesser der Rollen 3 vergrößert sich hierdurch allmählich, so daß die Hebel 6 zum Ausschwingen gebracht werden und ihrerseits die Bremshebel 7 anheben können. Diese greifen dabei mit ihren Zähnen 9 in die Holzführung 8 ein und bremsen den Korb fest.
Es ist ersichtlich, daß infolge der allmählichen Vergrößerung des Durchmessers der Bandrollen 3 ein heftiges und ruckweises Festbremsen des Korbes vermieden wird, so daß bei Personenbeförderung Gefahr für die Insassen des Korbes nicht besteht.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 und 7 ist die Anordnung so getroffen, daß die Bandrolle 11 in der im Hauptpatent beschriebenen Art unmittelbar gegen die Schachtführung 8 zur Anlage gebracht wird. Die Bremswirkung des sich allmählich aufwickelnden Bandes 4 wird nun gemäß Fig. 6 und 7 durch die Klemm- oder Bremshebel 7- verstärkt. Zu dem Zweck liegen die Antriebshebel 6 mit einer losen Rolle 12 auf dem Umfang der Bandrolle 11 bezw. auf dem aufgewickelten Band auf, wie insbesondere aus Fig. 7 ersichtlich. Die Wirkungsweise ist dieselbe wie bei dem vorbeschriebenen Beispiel, indem bei Seilbruch durch Drehung der Rolle 11 und Aufwickeln des Bandes 4 die Schwinghebel 6 aufwärts gegen die Klemmhebel 7 geschwungen werden, wobei letztere gegen die Schachtführung 8 zur Wirkung gelangen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Bremsend wirkende Fangvorrichtung für Aufzugs- und Förderanlagen gemäß Patent 189369, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle, auf die bei Seilbruch das die allmähliche Bremsung bewirkende Band aufgewickelt wird, mit einer Klemm- oder Bremsvorrichtung in solcher Verbindung steht, daß diese bei Seilbruch gegen die Korbführung gedrückt wird.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben einer im Fall des Seilbruches mit der Korbführung in Eingriff gelangenden Rolle auf derselben Achse Bandrollen angeordnet sind, die zur Stütze von Schwinghebeln dienen, die mit an der Korbführung angreifenden Brems- oder Klemmbacken in Verbindung stehen, so daß beim Aufwickeln der Bänder auf die Rollen die Schwinghebel ausgeschwungen und die Klemmbacken gegen die Korbführung gepreßt werden.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebshebel für die Klemmbacken durch eine lose Rolle verbunden sind, die auf der unmittelbar mit der Korbführung in Eingriff gelangenden Bandrolle auf ruht," so daß bei Seilbruch Bremsband und Klemmbacken gleichzeitig zur Wirkung kommen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der reiChsdrUckereI,
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