DE18920C - Doppelröhriges Optometer - Google Patents
Doppelröhriges OptometerInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B3/00—Apparatus for testing the eyes; Instruments for examining the eyes
- A61B3/02—Subjective types, i.e. testing apparatus requiring the active assistance of the patient
- A61B3/028—Subjective types, i.e. testing apparatus requiring the active assistance of the patient for testing visual acuity; for determination of refraction, e.g. phoropters
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
H. KATSCH in MÜNCHEN. Doppelröhriges Optometer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. November 1881 ab.
Das in Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Optometer besteht aus zwei Röhren a1 a, deren
letztere blind ist, damit / der zu Untersuchende nie weifs, mit welchem Auge er sieht, weshalb
das Instrument vortrefflich zur Entlarvung von Simulation einseitiger Blindheit oder Sehschwäche
dient. Bei der wechselnden Untersuchung der Augen wird das Rohr α mit dem Ring b zwischen
den beiden feststehenden Ringen c c um die Längenachse des festgehaltenen Rohres a1
gedreht, bis der Stift d wieder anschlägt.
Bei der Prüfung ist vorerst die Pupillenmitte abzuschätzen und mit der Triebschraube e der
correspondirende Abstand zu geben, welcher an der Triebstange f abzulesen ist; dadurch ist
Parallelismus der Sehachsen hergestellt.
Man läfst nun den zu Untersuchenden, wie bei einem Opernglase möglichst nahe am Auge,
mit etwas erhobener Visirebene an dem Fenster, gegen den Himmel gerichtet, lesen, nachdem
man die innere, in ganze und halbe Dioptrien getheilte Röhre g durch die Triebschraube h
auf Null eingestellt hat, da in dieser Entfernung die Sehprobe i durch die Ocularlinse k von
Emmetropen (Normalsichtigen) gelesen wird; kann die Röhre g noch weiter herausgeschraubt
werden, ohne dafs die Buchstaben undeutlicher werden, so ist Hypermetropie (Weitsichtigkeit),
mufs weiter hineingeschraubt werden, so ist Myopie (Kurzsichtigkeit) vorhanden.
Das Mafs der Sehschärfe ist gleichzeitig durch die kleinste Schriftreihe der Sehprobe i, Fig. 3,
die noch gelesen werden kann, gegeben.
Eine im drehbaren Ocular /J befindliche einstellbare
Scheibe in, Fig. 1 und 2, mit stenopäischer Spalte gestattet die Refraction der verschiedenen
Meridiane, deren Gradrichtung am Rand des Ocularrohres ll abzulesen ist, um damit
auf Astigmatismus (entweder werden die in jeder einzelnen Meridianebene einfallenden
Strahlen nicht genau in einem Brennpunkt vereinigt oder es ist die Krümmung der brechenden
Flächen des Auges in verschiedenen Meridianen verschieden) zu prüfen und zugleich
dessen Grad bezw. das corrigirende Cylinderglas zu bestimmen.
Die Refraction des verticalen und horizontalen Meridianes prüft man am genauesten
durch abwechselnde Einstellung auf den horizontalen und verticalen Strich q q und r r des
Fadenkreuzes der Sehprobe i, Fig. 3. Aufserdem kann auch die längere verticale Linie in
die Richtung des am stärksten, die kürzere horizontale damit zugleich in die Richtung des
am schwächsten brechenden Meridianes nach Angabe der aufsen angeführten Gradeintheilung
gebracht und nun bestimmt werden, bei welcher schwächsten Refractionsemstellung jede der
beiden Linien scharf gesehen wird. Bei der ersten Prüfungsmethode mittelst der stenopäischen
Spalte m wird das Ocularrohr lx um
die Optometerröhre a1, bei der letzteren Prüfungsmethode
diese um das festgehaltene Ocularrohr I1 gedreht. Sind die Ocularrohre lx und /
ganz eingeschoben, Strich n, so prüft man die Refraction, auf den Knotenpunkt bezogen; wird
um 6 mm ausgezogen, Strich 0, auf den Hauptpunkt; wird um weitere 14,5 mm ausgezogen,
Strich /, auf den vorderen Brennpunkt; im letzteren Falle erhalten ' wir das corrigirende
Brillenglas auch für höhere Ametropiegrade.
Um die Accommodationsbreite zu bestimmen, schraube man nach Feststellung des Fernpunktes
die Röhre g langsam ein, wobei man die Sehprobe i der Optometerlinse k nähert, so
lange noch die kleinste, vorher gelesene Schrift entziffert werden kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Die Anwendung eines Optometers mit Doppelröhre, welches derart angeordnet ist, dafs es gestattet, die Refraction unter Ausschlufs jeglicher Accommodation zu prüfen, da die beiden Röhrenachsen a1 α durch die Triebschraube e von einander entfernt eingestellt werden können und damit bei der optischen Prüfung Parallelismus der Sehachsen gegeben ist.
- 2. Die Anbringung einer beweglichen Scheibe m mit stenopäischer Spalte im Ocularrohr l\Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18920C true DE18920C (de) |
Family
ID=295767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18920D Active DE18920C (de) | Doppelröhriges Optometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18920C (de) |
-
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- DE DENDAT18920D patent/DE18920C/de active Active
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