DE186644C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/38—Separately-loaded propellant charges, e.g. cartridge bags
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Containers And Packaging Bodies Having A Special Means To Remove Contents (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JYH 86644 -
KLASSE 72 d. GRUPPE
FRIED. KRUPP AKT-GES. in ESSEN, Ruhr.
Kartuschladung für Geschütze. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. März 1906 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eiiie
Kartuschladung, die in erster Linie für großkalibrige Geschütze bestimmt ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht,
und zwar zeigt
Fig. ι eine zum Teil im Schnitt gehaltene
Seitenansicht der Kartuschladung mit in Schnittdarstellung angedeutetem Geschützrohr,
ίο Fig. 2 in größerem Maßstabe eine Einzelheit
im Schnitt nach 2-2 der Fig. 1, von links gesehen, und
Fig. 3 den Schnitt nach 3-3 der Fig. 2.
Die dargestellte Kartuschladung besteht aus zwei voneinander getrennten Kartuschen mit einer Treibladung G bezw. H aus Röhrenpulver. Die, eine (in Fig. 1 links gelegene) Kartusche besitzt eine lidernde Metallhülse A, deren Boden a1 eine Zündschraube B aufnimmt und einen für den Angriff des Auswerfers bestimmten Flansch az trägt. Die Hülse A wird durch einen metallenen Deckel abgeschlossen, der aus einem in die Hülse A eingreifenden kappenförmigen Teile C und einer Blechscheibe C1 besteht (s. auch Fig. 2 und 3). Die Stirnwandung der Kappe C. besitzt mehrere Löcher c2, welche durch die an der Kappe C ringsum durch Lot befestigte Scheibe C1 abgedeckt sind. Die Kappe C und die Scheibe C1 werden zweckmäßig aus Messing hergestellt; ersterer wird man, um ihr eine hinreichende Steifigkeit zu verleihen, eine Wandstärke von etwa 0,5 bis ι mm geben, während die Scheibe C1 zweckmäßig eine Dicke von nur 0,1 mm erhält. Der Zweck dieser Ausbildung des Deckels für die Hülse A ist weiter unten erläutert.
Die dargestellte Kartuschladung besteht aus zwei voneinander getrennten Kartuschen mit einer Treibladung G bezw. H aus Röhrenpulver. Die, eine (in Fig. 1 links gelegene) Kartusche besitzt eine lidernde Metallhülse A, deren Boden a1 eine Zündschraube B aufnimmt und einen für den Angriff des Auswerfers bestimmten Flansch az trägt. Die Hülse A wird durch einen metallenen Deckel abgeschlossen, der aus einem in die Hülse A eingreifenden kappenförmigen Teile C und einer Blechscheibe C1 besteht (s. auch Fig. 2 und 3). Die Stirnwandung der Kappe C. besitzt mehrere Löcher c2, welche durch die an der Kappe C ringsum durch Lot befestigte Scheibe C1 abgedeckt sind. Die Kappe C und die Scheibe C1 werden zweckmäßig aus Messing hergestellt; ersterer wird man, um ihr eine hinreichende Steifigkeit zu verleihen, eine Wandstärke von etwa 0,5 bis ι mm geben, während die Scheibe C1 zweckmäßig eine Dicke von nur 0,1 mm erhält. Der Zweck dieser Ausbildung des Deckels für die Hülse A ist weiter unten erläutert.
Die andere Kartusche, die als Vorkartusche bezeichnet werden mag, besitzt eine ebenfalls
metallene Hülle, deren Mantelteil D zweckmäßig aus Weißblech o. dgl. von etwa 0,1 bis
0,3 mm Dicke hergestellt wird. Die Böden E E1 und F F1 der Vorkartusche sind im wesentlichen
in derselben Weise ausgebildet wie der Deckel CC1 der Hülse A.
Dichtet man noch die Fuge zwischen der Hülse A und dem Deckel CC1 und die Fugen
zwischen dem Mantel D und den Böden EE1,
F F1 durch Lot, Schellack o. dgl. ab, so sind die Treibladungen G H gegen Feuchtigkeit geschützt.
Andererseits wird dadurch, daß die Treibladungen in geschlossenen Metallhüllen untergebracht sind, verhindert, daß die Treibladungen
beim Laden des Geschützes durch vom vorhergehenden Schusse herrührende Pulvergase
(sogenannte Rückbläser) oder glimmende Rückstände entzündet werden. Zu diesen Vorteilen,
welche der Erfindungsgegenstand gegenüber den aus Beutelkartuschen bestehenden Kartuschladungen bietet, kommt noch, daß die
Erfindung ein Mittel an die Hand gibt, für jedes in Frage kommende Geschützkaliber eine Munition
zu schaffen, welche die Verschlußliderung (plastische Liderung) entbehrlich macht und
dabei leicht und billig herzustellen ist.
Beim Abziehen der Abfeuerungsvorrichtung des Geschützes wird die Treibladung G durch
die Zündschraube B entzündet. Ihre Flamme durchschlägt die Scheiben C1 E1, so daß die
Treibladung H zur Zündung gelangt, ohne daß sie vorher unter der Wirkung des Druckes,
welchen die Gase der Treibladung G ausüben, deformiert wird. Eine solche Deformation, die
(2. Auflage, ausgegeben am 27. Mär\ tgiij
u. a. eine zu schnelle Verbrennung oder unter Umständen gar eine Detonation der Treibladung
H zur Folge hätte, würde dann eintreten, können, wenn dem Druck der Pulvergase durch
den Deckel der Hülse A und den Boden der Vorkartusche ein größerer Widerstand geboten
würde, als er infolge der durch die Löcher c2 e2
geschaffenen Schwächung der betreffenden Teile vorhanden ist.
ίο Bei der Verbrennung der Treibladungen tritt
eine Zerstückelung und teilweise Verbrennung, der Deckel CC1 sowie des Mantels und der
Böden der Vorkartusche ein. Die auf diese Weise entstehenden Teile werden beim Schuß aus dem
Geschützrohr hinausgeblasen.
Dadurch, daß auch der Boden F F1 der Vorkartusche
die dargestellte Ausbildung erhalten hat, wird erreicht, daß beim Laden des Geschützes
nicht Obacht darauf gegeben werden muß, in welcher Lage die Vorkartusche anzusetzen
ist.
Ohne das Wesen der Erfindung zu ändern, könnte man, wenn es das zur Verwendung gelangende
Treibladungsgewicht erfordert, an Stelle einer Vorkartusche deren zwei oder mehrere verwenden. Auch könnte man die
Hülse A im Verhältnis zur Länge der Gesamtladung kürzer oder länger halten als bei der
dargestellten Ausführungsform. So könnte man z. B. die Hülse A nur so groß herstellen,
daß sie wohl lidert, aber nur eine Ladung von der Größe aufnehmen kann, wie sie zur sicheren
Zündung des übrigen Teiles der Treibladung erforderlich ist.
Claims (5)
1. Kartuschladung für Geschütze, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer mit
lidernder Metallhülse (A) ausgerüsteten Kartusche und mindestens einer von dieser
getrennten weiteren Kartusche (Vorkartusche) mit ebenfalls metallener Hülle besteht.
2. Ausführungsform der Kartuschladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mantel (D) der Hülle der Vorkartusche bezw. Vorkartuschen aus Weißblech
o. dgl. von so geringer Wandstärke besteht, daß er mit der Treibladung verbrennt.
3. Ausführungsform der Kartuschladung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß diejenigen Wandungen (C C1 und E E1)
der Kartuschen, welche bei in das Geschützrohr eingebrachter Ladung einander zugekehrt
sind, stellenweise geschwächt sind.
4. Ausführungsform der Kartuschladung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß beide Stirn wandungen (EE1 und FF1)
der Vorkartusche bezw. Vorkartuschen stellenweise geschwächt sind.
5. Ausführungsform der Kartuschladung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die stellenweise geschwächten Wandungen der Kartuschen aus einer mit Löchern
(c2 bezw. e2 bezw. f2) versehenen Kappe
(C bezw. E bezw. F) und einer diese Löcher abdeckenden Scheibe (C1 bezw. E1 bezw.
bestehen.
bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1906186644D DE186644C (de) | 1906-03-10 | 1906-03-10 | |
| FR373760D FR373760A (fr) | 1906-03-10 | 1907-01-19 | Système de gargousse pour pièces d'artillerie |
| AT29715D AT29715B (de) | 1906-03-10 | 1907-01-21 | Kartuschladung für Geschütze. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1906186644D DE186644C (de) | 1906-03-10 | 1906-03-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE186644C true DE186644C (de) |
Family
ID=5720026
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906186644D Expired - Lifetime DE186644C (de) | 1906-03-10 | 1906-03-10 |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT29715B (de) |
| DE (1) | DE186644C (de) |
| FR (1) | FR373760A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082834B (de) * | 1955-08-19 | 1960-06-02 | Boelkow Entwicklungen Kg | Treibladung zur Beschleunigung eines Geschosses |
| DE1098855B (de) * | 1956-02-22 | 1961-02-02 | Boelkow Entwicklungen Kg | Mit dem Geschoss mitbeschleunigte Zusatzkartuschhuelse |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2045265A5 (en) * | 1969-06-27 | 1971-02-26 | Arama Sa | Firing bullets from tubes and gun barrels |
| FR2714168B1 (fr) * | 1993-12-22 | 1996-02-09 | Giat Ind Sa | Procédé de fabrication de conteneur pour charge propulsive et conteneur ainsi obtenu. |
-
1906
- 1906-03-10 DE DE1906186644D patent/DE186644C/de not_active Expired - Lifetime
-
1907
- 1907-01-19 FR FR373760D patent/FR373760A/fr not_active Expired
- 1907-01-21 AT AT29715D patent/AT29715B/de active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1082834B (de) * | 1955-08-19 | 1960-06-02 | Boelkow Entwicklungen Kg | Treibladung zur Beschleunigung eines Geschosses |
| DE1098855B (de) * | 1956-02-22 | 1961-02-02 | Boelkow Entwicklungen Kg | Mit dem Geschoss mitbeschleunigte Zusatzkartuschhuelse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR373760A (fr) | 1907-05-27 |
| AT29715B (de) | 1907-08-26 |
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