DE186002C - - Google Patents

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DE186002C
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gas
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q9/00Pilot flame igniters
    • F23Q9/02Pilot flame igniters without interlock with main fuel supply

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Ad. GRUPPE
PAUL HOINKISS in KATTOWITZ.
insbesondere für Treppenbeleuchtung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Oktober 1906 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um Gasflammen für Treppenbeleuchtung selbsttätig nach wenigen Minuten zu löschen. Die Zündung des Gases kann hierbei durch die bekannten Zündflammen oder Zündpillen erfolgen. Die neue Vorrichtung ist ähnlich wie eine Sanduhr eingerichtet und beruht darauf, daß eine Flüssigkeit oder Sand durch eine enge öffnung hindurchtritt, wozu eine ίο gewisse Zeit erforderlich ist, um alsdann den Gasdurchtritt unmittelbar abzuschließen oder, bei Verwendung von Quecksilber als Flüssigkeit, einen elektrischen Kontakt herzustellen, der mittels Elektromagnete den Gashahn schließt.
Die Zeichnung zeigt den Zeitlöscher in drei verschiedenen Ausführungen, und zwar stellen die Fig. 1 bis 3 und 4 bis 6 zwei Einrichtungen mit unmittelbarem Abschluß des Gasweges durch die Flüssigkeit der Uhr dar, während in den Fig. 7 und 8 der Gasbrenner auf elektromagnetischem Wege abgeschlossen wird.
Gemeinsam ist allen Einrichtungen die Veras Wendung des zweiteiligen, nach Art einer Sanduhr gebauten Gefäßes a, in dem sich ein Stoff mit Fließungsvermögen befindet, der aus dem oberen Teil durch eine enge, einstellbare öffnung nach dem unteren Teile des Gefäßes gelangen kann. Von Flüssigkeiten kommen hierbei das nicht gefrierende Glyzerin und Quecksilber in Betracht; es kann aber auch feinkörniger Sand verwendet werden. Das Gefäß a, das gleich einer Sanduhr um seine mittlere Achse drehbar ist, hat Gaseinlasse c1 und c2 sowie Gasauslässe dx und d2. Von den Einlassen und Auslässen mündet je einer in jeden Raum des Gefäßes;, in Wirkung treten aber immer nur der unten befindliche Gaseinlaß und Gasauslaß, also cl und d1 in der Zeichnung, während die oben befindlichen c2 und d'2 abgesperrt sind. Zur Absperrung der Gasauslässe sind in Fig. 1 zwei Kugelventile e verwendet, während die Ausführung nach Fig. 4 und S nur ein einziges Kugelventil e1 benötigt. Zu dem Zweck sind die Gasauslässe zweimal rechtwinklig so umgebogen, daß die Kugel das in den oben befindlichen Raum führende Gasrohr abschließt.
Das Gefäß α muß natürlich immer senkrecht stehen, zu welchem Zweck auf der Grundplatte g eine Feder f angebracht ist, die das Gefäß a in dieser Stellung festhält. Die Umstellung um i8o° erfolgt von Hand mittels des Handgriffes h, der durch das Rohr i mit dem Gefäß α verbunden ist. Der Zutritt des Gases zum Gefäß α erfolgt durch die Rohre Z und m, der Austritt zum Brenner durch das Rohr k. Ein Dreiweghahn η ermöglicht es, den Zeitlöscher auszuschalten und das Gas unmittelbar durch das Rohr ο nach dem Brenner zu führen. Die Zeit, nach welcher das Erlöschen der Flamme erfolgt, kann durch das Nadelventil ρ beliebig eingestellt werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtungen nach den Fig. 1 bis 6 ist folgende: Wünscht
jemand des Nachts das Treppenhaus zu er-. leuchten, so dreht er den Griff h um i8o°, wodurch der untere Teil des Gefäßes a mit der darin befindlichen Absperrflüssigkeit nach 5 oben zu liegen kommt. Die Flüssigkeit sucht nun durch die enge Öffnung b nach dem unteren Teil zu fließen, wozu, wie bei der Sanduhr, eine gewisse Zeit erforderlich ist. Während dieser Zeit strömt das Gas durch
ίο Rohr /, den Dreiweghahn n, die Rohre m und c1 bezw. c2 nach dem Gefäß a. Da von den Rohren d1 und d2 das oben befindliche durch das Kugelventil e verschlossen ist, kann das Gas nur durch das unten befindliche Rohr d1, dann durch die Rohre i und k nach dem Brenner strömen. Dieser Gasweg wird aber gleichfalls abgesperrt, sobald der Flüssigkeitsspiegel im unteren Teile des Gefäßes α so hoch gestiegen ist, daß das Rohr d1 bezw. Rohr d2 darin eintaucht. Die Flamme erlischt. Soll am Abend der Zeitlöscher ausgeschaltet werden und die Gasflamme dauernd brennen, so wird der Dreiweghahn η um 900 gedreht.
Die Fig. 7 und 8 zeigen dasselbe Gefäß a ähnlich einer Sanduhr, doch kommt hierbei als Flüssigkeit nur Quecksilber in Betracht, da der Gasabschluß auf elektromagnetischem Wege erfolgt. .
Die beiden das Quecksilber abwechselnd aufnehmenden Räume des nach Art einer Sanduhr gebauten Gefäßes, das zweckmäßig aus Gußeisen gefertigt ist, sind in zwei voneinander isolierten, symmetrischen Hälften a1 und a2 untergebracht. Die isolierten Kupferdrähte ds und i1 sind mit den Lamellen k1 der Kommutatorscheibe t, die aus Isolationsmaterial besteht, leitend verbunden, q, r, s sind isolierte Klemmen mit Kontaktfedern, U1 und M2 die Elektromagnete zum Öffnen und Schließen des Hahnes und ν die Stromquelle. Soll der Gashahn geöffnet werden, so wird der Griff h um i8o° gedreht. Dadurch kommt das Quecksilber in den oben befindlichen Raum des Gefäßes und fließt durch die enge Öffnung b nach unten, wobei die Gefäßteile αΛ und α2 durch den Quecksilberstrahl miteinander leitend verbunden werden. Der elektrische Strom fließt nun von ν durch den geschlossenen Schalter n> nach s, a1, a2, r, M2 und nach ν zurück. Hierbei wird M2 ein Elektromagnet, zieht den Hebeij-' an und öffnet den Hahn. Ist jedoch nach einer gewissen Zeit das ganze Quecksilber nach unten getreten, und nimmt sein Spiegel die Höhe x-x ein, so taucht der Draht ds in das Quecksilber ein, während nun die Gefäßteile λ1'und α2 wieder gegeneinander isoliert sind, da durch b kein Quecksilber mehr fließt. Jetzt geht der elektrische Strom von ν über w, s, άΆ, i1; k1, q nach U1 und nach ν zurück. Dadurch wird U1 zum Elektromagneten ; dieser zieht den Hebel y an und schließt den Hahn. Soll am Abend die Flamme dauernd brennen, so wird der Schalter w geöffnet und der Hebel y durch den Stöpsel ^1 in der Offenlage gehalten. Am Tage hält Stöpsel ^2 den Hebel y in der Schlußlage.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum öffnen von Gaswegen und zu deren Schließen nach bestimmter Zeit, insbesondere bei Treppenbeleuchtung, dadurch gekennzeichnet, daß eine im unteren Räume eines zweiräumigen, nach Art einer Sanduhr gebauten Gefäßes enthaltene, vom Gasdruck unabhängige Flüssigkeitsmenge bei Umkehrung des Gefäßes den Gasdurchtritt unmittelbar oder mittelbar gestattet, ihn nach ihrem Durchtritt aber wieder unmittelbar oder mittelbar verhindert.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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