DE185474C - - Google Patents

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DE185474C
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DE
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torpedo
chamber
water
carbide
rod
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B19/00Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
    • F42B19/12Propulsion specially adapted for torpedoes
    • F42B19/26Propulsion specially adapted for torpedoes by jet propulsion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 65 d. GRUPPE
Selbstbeweglicher Torpedo mit Rückstoßantrieb. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. August 1905 ab.
Selbstbewegliche Torpedos mit Rückstoßantrieb, bei denen zur Erzeugung des den Rückstoß bewirkenden Wasserstrahles im Torpedo mitgeführte Preßluft verwendet wird, sind bereits bekannt. Nach der vorliegenden Erfindung wird zur Erzeugung des Wasserstrahles Acetylengas verwendet, das im Torpedo selbst entwickelt wird.
Für diesen Zweck eignet sich das Acetylen-ίο gas ganz besonders, weil einerseits das zu seiner Erzeugung dienende Kalziumkarbid im trockenen Zustande einen verhältnismäßig geringen Raum in Anspruch nimmt und eine große Energiemenge aufgespeichert enthält und andererseits die Sprengwirkung des Torpedos durch die Sprengkraft des unter Druck stehenden Acetylengases bedeutend erhöht wird.
Auf der Zeichnung ist ein der Erfindung entsprechend eingerichteter Torpedo veranschaulicht. Es zeigt:
- Fig. ι einen Torpedo im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Teil des Torpedos im Längsschnitt in größerem Maßstäbe,
Fig. 3 gleichfalls in größerem Maßstabe einen Querschnitt nach der Linie A-A der Fig. i, " .
Fig. 4 einen Querschnitt nach B-B von Fig. 2, und
Fig. 5 einen Grundriß des in Fig. 3 dargestellten Behälters.
Der Torpedo besteht aus einem mittleren zylindrischen Teili, an den vorn der Kopf 2 und hinten das als Strahlwerfer ausgebildete Schwanzstück 3 angesetzt ist.
Das Schwanzstück wird von einem an seiner Spitze abgeschnittenen Hohlkegel 17 gebildet, an dessen innerer Mantelfläche eine Anzahl von Rohren 18 angeordnet ist, die an der Grundfläche des Kegels mit dem Außenwasser in Verbindung stehen und kurz vor dem hinteren Ende des Kegels 17 endigen. In die Spitze 16 des Kegels mündet ein nach hinten schwach konisch verlaufendes Rohr 15, das den Gasaustritt aus einer Gassammeikammer 4 gestattet. Von der Kammer 4 führen ferner Rohre 19 in die Rohre 18 hinein. Das aus den Rohren 19 austretende Gas saugt Wasser durch die Rohre 18 in die Spitze 16 des Kegels, von wo aus es durch den aus dem Rohr 15 austretenden Gasstrahl nach hinten geschleudert wird und den Antrieb des Torpedos bewirkt. . · ■
Die Verbindung zwischen der Gasentwicklungskammer 7 und der Gassammeikammer 4 wird durch ein Rohr 20 hergestellt, das nach der Kammer 4 hin durch ein Rückschlagventil 21 abgeschlossen ist (Fig. 2) ; das Ventil 21 wird durch die Feder 22 auf seinem Sitz gehalten und sitzt lose, auf einer aus zwei Teilen bestehenden Stange 23, welche durch die Kammer 7 und die darauffolgende Kammer 8 hindurchgeht und in eine Kammer 9 hineinragt. Die .Verbindungsöffnung 26 zwischen den Kammern 7 und 8 wird von der Kammer 7 her durch ein Ventil 25 ver-
schlossen, welches mit der Stange 23 fest verbunden ist und von einer an die Stange angreifenden, an der Stirnwand der Kammer 9 befestigten Feder 24 auf seinen Sitz gezogen wird.
In der Kammer 7 sind die Karbidpatronen 28 untergebracht. Sie bestehen aus ineinander geschobenen Schalen aus durchlochtem Blech, zwischen denen sich das Karbid befindet. Die Karbidpatronen sitzen auf Stangen 29 und werden durch Federn 30 in einem gewissen Abstande voneinander gehalten. Die Reihe der Kalziumkarbidpatronen wird durch Längsvorsprünge 31 des Zylinderkörpers so gehalten, daß ringsum ein Zwischenraum für das Wasser entsteht. Eine horizontale Scheidewand 32 läßt das Wasser von oben her aus der Kammer 8 in die Gaserzeugungskammer übertreten und erschwert sein Zu- rücktreten in die Kammer 8. Eine senkrechte Platte 33 verhindert den unmittelbaren Eintritt des Wassers in das Rohr 20.
In der Zylinderwand 1 ist über der Stange 23 ein Handloch mit Deckel 34 angeordnet, um mittels einer Spannschraube 35 die beiden Teile der Stange 23 in richtiger Lage einzustellen.
Die Kammern 8 und 9 sind mit Wasser gefüllt und stehen durch eine in dem unteren Teil der Trennungswand befindliche Öffnung 50 miteinander in Verbindung. Die Kammer 9 dient zur Aufnahme eines Karbidbehälters 36, der durch eine mittels Deckel 37 verschließbare Öffnung der Torpedohülle in die Kammer 9 eingesetzt werden kann.
Der Behälter besteht aus drei konzentrischen Zylindern 38, 39, 40 (Fig. 3), von denen der äußerste, 38, aus vollem Blech, und die beiden inneren aus gelochtem Blech bestehen und zwischen sich einen Ringraum zur Aufnahme des Kalziumkarbids bilden, das durch den Bodendeckel 41 des Zylinders 38 · eingeführt wird. Der Behälter erhält seine Befestigung an der Torpedowand dadurch, daß er auf einen an der Wand angebrachten Zapfen 43 aufgesetzt und der Handlochdeckel 37 mit einem Zapfen 44 in das vorstehende Innenrohr bei 45 eingeschraubt wird.
Der äußere Zylinder 38 besitzt in seinem oberen Teil eine flache Absetzung 46 (Fig. 3 und s), auf welche ein eine rechteckige Öffnung in ihr verschließendes Plättchen 47 leicht aufgelötet ist; das eine Ende dieses Plättchens ist durch einen Scharnierbolzen 48 mit der auf der Stange 23 sitzenden Hülse 49 verbunden-, so daß das Plättchen mittels der Stange 23 abgerissen werden kann, um den Zutritt des Wassers aus der Kammer 9 zu dem Kalziumkarbid im Behälter 36 zu gestatten. Um die Stange'23 bewegen zu können, ist an ihrem hinteren Ende ein Handgriff 56 angebracht; es ist jedoch zweckmäßiger, wenn die Stange erst beim Ausstoßen des Torpedos zurückgezogen wird, und zwar durch den Druck der Ausstoßgase. Zu diesem Zwecke ist an dem hinteren Ende der Stange 23 ein Kolben 52 angebracht, der in einem Zylinder 51 gleitet. An den beiden Enden des Zylinders sind Rückschlagventile 53, 54 angeordnet, von denen das eine, 53, nach innen, das andere, 54, nach außen öffnet.
Mittels der Spannschraube 35 kann die Spannung der Feder 24 geregelt werden, damit das Ventil 25 stets dicht aufsitzt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Wenn der Torpedo mittels Druckluft oder durch einen Sprengstoff, abgeschossen wird, so dringt das Treibmittel durch das Ventil 53 in den Zylinder 51 ein und verschiebt den Kolben 52 mit der Stange 23 nach hinten. Dieser Rückwärtsstoß des Kolbens hat die Wirkung, daß die mit ihm verbundene Stange 23 das fest auf ihr sitzende Ventil 25 öffnet und mittels der Hülse 49 die Verschlußplatte 47 von der Karbidkartusche 36 abreißt, so daß deren Öffnung freigelegt wird, und vermöge des durch diese eindringenden Wassers in der Kartusche Acetylengas entwickelt wird. Der Druck des entwickelten Gases treibt das Wasser aus der Kammer 9 durch die Öffnung 50 und die Kammer 8 und durch das geöffnete Ventil 25 über die horizontale Schirmwand 32 in den Gaserzeugungsraum 7, so daß hier die Entwicklung der zur Fortbewegung nötigen Gasmenge vor sich gehen kann, indem das in die Kammer 7 eindringende Wasser die Patronen 28 völlig umgibt. Sobald der Druck in der Gaserzeugungskammer 7 hinreichend gestiegen ist, um die Spannung der Feder 22 zu überwinden, wird das Ventil 21 geöffnet und das Gas entweicht in die Kammer 4, von wo es durch das zentrale Rohr 15 und die Rohre 19 des Strahlwerfers verteilt wird, um durch Reaktion auf die Wassersäulen in den Leitrohren 18 zu wirken.
Wird der Torpedo auf andere Weise, nicht durch Druckluft oder Pulvergase, abgefeuert, so kann die Stange 23 mittels des Handgriffes 56 von Hand zurückgezogen werden, wodurch das Plättchen 47 abgerissen und das Ventil 25 geöffnet wird.
Sinkt der Druck des Gases unter denjenigen, welcher von der Feder 22 auf das Ventil 21 ausgeübt wird, so schließt sich letzteres, so daß das nicht ausgeströmte Acetylengas im Körper des Torpedos bis zu dessen Explosion stets unter einem Druck von mehr als zwei Atmosphären bleibt.
■ Trifft der Torpedo das Ziel, so kommt er zur Explosion, die dadurch noch verstärkt
wird, daß das Acetylengas durch die Gewalt des Stoßes gleichfalls explodiert.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ■ i. Selbstbeweglicher Torpedo mit Rückstoßantrieb, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des den Rückstoß bewirkenden Strahles Acetylengas verwendet wird, das im Torpedo selbst entwickelt
    ίο wird, zum Zwecke, die Sprengkraft des unter Druck stehenden Acetylengases zur Erhöhung der Sprengwirkung des Torpedos· bei seiner Explosion benutzen zu können.
  2. 2. Torpedo nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer mit Wasser gefüllten Kammer (9) ein wasserdicht \rerschlossener Karbidbehälter (36) untergebracht ist, der beim Abschießen des.
    Torpedos für den'Zutritt des Wassers zum Karbid geöffnet wird, so daß sich in der Kammer (9) Acetylengas entwickelt, welches das Wasser aus der Kammer (9) durch eine mit Rückschlagventil (25) verschließbare öffnung (26) in eine Kammer (7) treibt, die Karbidpatronen zur Entwicklung des zum Antrieb des Torpedos dienenden Gases enthält.
  3. 3. Torpedo nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß der Wassereinlaßöffnung am Karbidbehälter (36) an einer im Torpedo längsverschiebbaren Stange (23) befestigt ist, die beim Abschießen des Torpedos durch den. Druck des zum Ausstoßen dienenden Druckmittels verschoben wird, das auf einen mit der Stange (23) verbundenen Kolben (52) einwirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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