DE18474C - Ringspindel, deren Rotationsgeschwindigkeit durch die Spannung des auflaufenden Fadens beeinflufst wird - Google Patents

Ringspindel, deren Rotationsgeschwindigkeit durch die Spannung des auflaufenden Fadens beeinflufst wird

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Publication number
DE18474C
DE18474C DENDAT18474D DE18474DA DE18474C DE 18474 C DE18474 C DE 18474C DE NDAT18474 D DENDAT18474 D DE NDAT18474D DE 18474D A DE18474D A DE 18474DA DE 18474 C DE18474 C DE 18474C
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DE
Germany
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spindle
ring
friction
speed
tension
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Application number
DENDAT18474D
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English (en)
Original Assignee
J. J. BOURCART in Zürich
Publication of DE18474C publication Critical patent/DE18474C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01H—SPINNING OR TWISTING
    • D01H13/00—Other common constructional features, details or accessories
    • D01H13/10—Tension devices
    • D01H13/108—Regulating tension by regulating speed of driving mechanisms of unwinding, paying-out, forwarding, winding or depositing devices, e.g. automatically in response to variations in tension

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
J. J. BOURCART in ZÜRICH.
beeinflußt wird.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. März 1881 ab.
Die Constructionen von Ringspindeln sind für die einzelnen Zwecke ihrer Verwendung sehr zahlreich variirt. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in der grofsen Geschwindigkeit, mit welcher dieselben umlaufen. Die grofse Geschwindigkeit des Umlaufes äufsert auf jede kleine Schwankung in Stärke, Drahtzahl, Faserlänge etc. des Garnes verschiedene Einwirkungen. Von sehr merkbarem Einflufs ist der durch den Faden vom Läufer am Ringe her ausgeübte, oft plötzlich eintretende und starke Seitendruck, gegen welchen sich die bisherigen Spindeln unnachgiebig verhalten, und daher Spannungen entstehen, die für Spindel und Lager gleich unwillkommen sind.
Die in Fig. 1 bis 4 abgebildeten Spindeln, aus der Klasse der durch Frictionsscheiben betriebenen Spindeln, sind mit der Absicht so construirt, diesen Mangel in erster Linie zu beseitigen. Die Spindel, Fig. 1, steht in der Hülse g, welche in die Spindelbank eingeschraubt ist. Das Halslager / der Spindel ist becherförmig obenhin etwas erweitert. Die Spindel steht mit ihrem Fufszapfen unten in dem Fufslager q. Etwas oberhalb desselben sitzt auf dem sechs- oder achteckig geformten Theil s der Spindel die Bremsscheibe α. Unter derselben ist auf selbstständig mit eigener Pfanne m bewegtem Würtel d, der auf dem Ringe ζ dreht, eine Frictionsscheibe t befestigt. Zwischen α und t wird eine Frictionsplatte aus Tuch, Filz, Gummi u. s. w. eingelegt, e ist das ölgefüllte Stehlager. Entsteht nun etwa bei c durch den auflaufenden Faden in der Spindel b ein Seitendruck stärkerer Art, so kann die Spindel b oben und unten, da sie mit ihrem Fufs nicht wie andere Spindeln in einer kleinen und eng umschliefsenden Pfanne läuft, sondern auf dem Boden des Lagers e frei aufsteht, etwas ausweichen. Durch dieses Uebergehen der Spindel aus der verticalen Lage in eine etwas geneigte wird die Berührung der Frictionsflächen α und t aufgehoben, so dafs die Spindel in der Geschwindigkeit ihrer Bewegung etwas nachläfst. Dadurch verliert aber der Faden die Spannung und der Spindeldruck hört auf.
In der Fig. 1 ist eine Ringspindel mit Ringjf nach Bourcart's System gedacht, deren weitere Einrichtung hier kein Interesse oder Bedeutung hat.
Fig. 2 stellt eine Spindel b dar, welche im Fufslager e steht. Die Lagerbohrung ist aber stärker konisch als die Konicität der Spindelspitze, so dafs die Spindel durch dieses Fufslager nicht starr senkrecht gehalten wird, sondern seitlich geneigte Stellung einnehmen kann. Der Würtel d läuft in eigener Pfanne und Ring ζ um g. Er hat oben einen gewölbten ausladenden Rand t, mit dem er die gewölbte Scheibe a, welche an der Spindel b durch Stift oder auf andere Weise befestigt ist, durch Friction mitnimmt. Die Spindel ist unterhalb des ausgekehlten Ringes k durch das Halslager m im Gestell A gehalten. Das Halslager sitzt lose in der Bank, lediglich festgeprefst durch die Feder m'. Wird nun ein Seitendruck auf b ausgeübt, so kann das Lager m nachgeben und die Spindel kann ein wenig aus der normalen
Stellung abgelenkt werden, wobei sich die Frictionsscheibe α auf der Frictionsscheibe t etwas verschiebt. Die Feder m' wirkt dann mit der Centrifugalkraft zusammen dahin, dafs das Lager m bezw. die Spindel b, wenn der Seitenzug aufgehört hat, immer wieder in die richtige Stellung zurückgehen.
Die Fig. 3 zeigt die Spindel b stehend in einer langen konischen Oelbüchse B auf der Fufsplatte e" in dem Oelbehälter e' mit Deckel«'". Der Würtel d mit eigener Pfanne und Ring ζ dreht sich auf der Rohrhülse g der Spindel.
Der Würtel trägt oben die Frictionsplatte t, auf welche sich der mit einem Bremstrichter c vereinte, auf den Theil ί von sechs- bis achteckigem Querschnitt mit gleicher Bohrung auf die Spindel b aufgeschobene Bremskörper a mit seiner Bremsfläche auflegt.
Jeder Seitenzug durch den Faden, vom Reiter auf den Ring / ausgeübt, lenkt die Spindel b etwas aus der Normalen ab. Die Spindel b giebt gleichsam elastisch nach, da die Weite des Gefäfses B dies gestattet, und α sich auf t also verschieben kann.
Fig. 4 giebt eine Ringspindel mit Flügelanordnung c im Ringe /. Die Spindel b steht lose im Fufslager e und im übrigen bis zur Mitte im Oelgefäfs B. Im oberen Oeltrichter e befindet sich auf der Fortsetzung der Hülse g der Würtel d mit seiner Pfanne und Lager z. Auf der Frictionsfläche / des Würtels legt sich die Frictionsfläche α mit dem Flügel c auf. Die Oberfläche der Scheibe α wird von der Kappe a' berührt, welche, an der Spindel befestigt, diese umdreht. Um die Ablenkung, welcher diese Spindel fähig ist, zu begrenzen, ist in die Hülse B der Bremsring i eingesetzt, ein gespaltener Ring, der, durch die Schraube -mehr oder weniger geöffnet, die Spindel b näher oder ferner umschliefsen kann, so dafs dadurch die Ablenkung der Spindel b aus der normalen Stellung mehr oder weniger beschränkt wird.
Alle Frictionsfiächen α ta' dieser Spindeln erhalten Zwischenlager von stark frictionirendem Material. Die Auskehlungen k der Spindeln dienen dazu, das OeI am Höhersteigen zu verhindern.
Die Ringe ζ sind Lager und Frictionsringe für die Würtel, welche sich über den gleichsam als Zapfen dienenden Rohrstücken g drehen.
Alle diese Spindeln wirken starken Fadenspannungen gegenüber, welche die Friction aufheben, regulirend.

Claims (1)

  1. Paten t-An spruch:
    Spindel mit Frictionsscheibe, welche durch die Friction vom lose auf einer Spindelhülse sich im eigenen Lager drehenden Würtel mit Frictionsscheibe umgedreht wird und so aufgestellt ist, dafs sie einem Seitendruck oder Seitenzuge elastisch nachgeben kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT18474D Ringspindel, deren Rotationsgeschwindigkeit durch die Spannung des auflaufenden Fadens beeinflufst wird Active DE18474C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5956791A (en) * 1996-11-30 1999-09-28 International Business Machines Corporation Epicycloidal brushing system

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