DE1797558B2 - Vorrichtung zur Entfernung restlicher Tonerteilchen von einer Oberfläche eines wiederholt verwendbaren Aufzeichnungsträgers bei einem Elektrophotographiegerät - Google Patents

Vorrichtung zur Entfernung restlicher Tonerteilchen von einer Oberfläche eines wiederholt verwendbaren Aufzeichnungsträgers bei einem Elektrophotographiegerät

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entfernung von restlichen Tonerteilchen von einer Oberfläche eines wiederholt verwendbaren Aufzeichnungsträgers, nachdem auf dem Aufzeichnungsträger elektrophotographisch ein Ladungsbild erzeugt, dieses mit Tonerteilchen entwickelt, und das erhaltene Tonerbild auf ein B \!.iufnahmematerial übertragen worden ist, mit zumindest einem die Oberfläche abreibenden plattenförmigen Reinigungselement aus elastischem Material.
Eine Vorrichtung dieser Art ist mit der älteren, nicht vorveröffentlichen Patentanmeldung P 17 97 598.3-51 vorgeschlagen. Nach jenem älteren Vorschlag ist das Reinigungselement zumindest eine mit einer Stirnseite gegen die Oberfläche des Aufzeichnungsträgers gerichtete Platte aus elastischem Material, welche diese Oberfläche mechanisch berührt und abreibt. Die Ausbildung des abreibenden Abschnittes der Reinigungsplatte ist nicht im einzelnen angegeben.
Die Aufgabe dieser Erfindung besteht darin, jene ältere Vorrichtung zur Entfernung restlicher Tonerteilchen von einer Oberfläche eines wiederholt verwendbaren Aufzeichnungsträgers weiterzubilden, insbesondere durch eine gezielte Ausgestaltung des abreibenden Abschnittes des Reinigungselementes.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Vorrichtung der angegebenen Art das plattenförmige Reinigungselement ein Wischerblatt mit einer Schabekante ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Nach solchen vorteilhaften Ausgestaltungen ist insbesondere vorgesehen, die mittels der Schabekante am ä Wischerblatt vom Aufzeichnungsträger abgelösten Tonerteilchen abzusaugen und/oder die Trennung der Tonerteilchen vom Aufzeichnungsträger durch Anlegen eines elektrischen Feldes zu unterstützen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsformen mit Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 im einzelnen erläutert; es zeigt
F i g. 1 in schematischer Darstellung eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; und
ι5 Fig.2 in schematischer Darstellung eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist zur Entfernung restlicher Tonerteilchen von einem Aufzeichnungsträger bestimmt, nachdem auf diesem Aufzeichnungsträger elektrophotographisch ein Ladungsbild erzeugt ist. Geeignete Verfahren und/oder Vorrichtungen zur Erzeugung des Ladungsbildes sind beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung P 15 22 570.4-51 angegeben, aus welcher der Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ausgeschieden worden ist Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zur elektrophotographischen Erzeugung des Ladungsbildes wird auf jene Stammanmeldung verwiesen.
Als Aufzeichnungsträger dient beispielsweise eine ebene dreischichtige Platte mit einem elektrisch leitenden Träger, auf dem sich die photoleitende Schicht befindet, die ihrerseits von einer isolierenden Deckschicht abgedeckt ist. Diese Deckschicht kann beispielsweise eine Dicke zwischen 10 und 50 μπι aufweisen und schützt die photoleitende Schicht ausreichend, so daß ein solcher Aufzeichnungsträger über lange Zeiträume hinweg immer wieder benutzt werden kann. Das Ladungsbild wird auf der glatten Oberfläche der
to hochisolierenden Deckschicht erzeugt. Diese Deckschicht ist weiterhin mechanisch hochbeständig, so daß nicht zu befürchten ist, daß die Oberfläche des Aufzeichnungsträgers beschädigt wird, selbst dann nicht, wenn diese Oberfläche unter vergleichsweise
■t5 starkem mechanischem Druck abgerieben wird. Die erfindungsgemäßen dieser Deckschicht kann somit mittels eines elastischen Reinigungselementes abgerieben werden, das urrter geeignetem Druck am Aufzeichnungsträger anliegt.
Die erfindunsgemäße Vorrichtung ist jedoch nicht auf die Entfernung von Tonerteilchen von diesem speziellen Aufzeichnungsträger beschränkt. Vielmehr kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch zur Reinigung eines Aufzeichnungsträgers dienen, welcher als entsprechender Belag auf der Mantelfläche einer rotierenden Trommel aufgebracht ist.
Eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung soll nachstehend anhand der F i g. 1 erläutert werden. Das erfindungsgemäß vorgesehene
6ö Wischerblatt besteht hier aus einem langen, relativ schmalen, im Querschnitt trapezförmigen Körper 96, der wie dargestellt, mit der Längskante einer spitzwinkligen Ecke des trapezförmigen Körpers an der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 1 anliegt. Diese
b5 Längskante stellt die Schabekante des Wischerblattes 96 dar. Dieses Wischerblatt bzw. dieser Reinigungsschaber 96 besteht aus elastischem Material, beispielsweise aus Hartgummi oder aus synthetischem Gummi. Das
Wischerblatt 96 wird von einem U-förmigen Halter 97 umfaßt und gehalten.
Dieser ortsfeste Schaber 96 gleitet auf der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 1 und nimmt dabei die nach der Übertragung des Tonerbildes auf das Bildempfangsmaterial noch haften gebliebenen Tonerteilchen ab. Durch Ausüben eines entsprechend starken Anlagedrucks ist eine vollständige Reinigung der Oberfläche des Aufzeichnungsträger 1 möglich.
Bei dieser Ausgestaltung der gesamten Reinigungs- to einrichtung wird der p'attenförmige Aufzeichnungsträger 13 in der dargestellten Figur von rechts nach links verschoben. Die Schabekante des Wicherblattes 96 liegt an der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 1 an und sammelt bei einer Verschiebung des Aufzeichnungsträgers die abgelösten Tonerteilchen rechts vom Wischerblatt an. Nach Beendigung der Verschiebebewegung des plattenförmigen Aufzeichnungsträgers fallen die angesammelten Tonerteilchen am Aufzeichnungsträger-Rand vorbei nach unten in einen darunter befindlichen (nicht dargestellten) Sammelbehälter und wurden dort für eine erneute Verwendung gesammelt Sofern nun von der Schabekante des Schabers 96 eine größere Menge Tonerteilchen zurückgehalten wird, besteht die Gefahr, daß sich ein Teil dieser Tonerteilchen zwischen den Schaber % und den Aufzeichnungsträger 1 zwängen würde, das wiederum die Reinigungswirkung beeinträchtigen würde. Um dieser Gefahr zu begegnen, ist es zweckmäßig, die abgeschabten Tonerteilchen so schnell wie möglich vom Schaber 96 zu entfernen.
Zur schnellen Entfernung der Tonerteilchen vom Schaber 96 kann, wie dargestellt, zwischen dem Halter 97 und dem Schaber 96 ein Absaug-Luftspalt 98 vorgesehen werden, der über eine Saugleitung 100 an eine Pumpe 99 angeschlossen ist. Mittels dieser Pumpe 99 werden die abgeschabten Tonerteilchen 80' abgesaugt und gelangen in einen (nicht dargestellten) Rückgewinnungsbehälter, der in der Saugleitung 100 vor der Pumpe 99 vorgesehen ist; aus diesem Rückgewinnungsbehälter werden die Tonerteilchen wiederum dem Entwicklungsbehälter in der Entwicklungsstation zugeführt. Wie dargestellt, ist die Pumpe 99 mittels Befestigungsschrauben 101 an einem Rahmen 102 des Elektrophotographiegerätes befestigt.
Mit Fig.2 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Das Wischerblatt 96 besteht aus einem länglichen, plattenförmigen Körper, dessen eine Schmalseite verjüngt ist und in einer Schabekante ausläuft; mit dieser Schabekante liegt das Wischerblatt % an der Oberfläche 1 des ebenen, plattenförmigen Aufzeichnungsträgers 50 an. Es ist gut zu erkennen, daß das Wischerblatt 96 unter einem gewissen mechanischen Druck an der Oberfläche 1 anliegt, so daß sich der vordere Bereich des Wischerblattes mit der Schabekante elastisch verformt. Das Wischerblatt 96 wird von einer Halterung 97 teilweise umfaßt und gehalten.
In der dargestellten Ausführungsform wird der Aufzeichnungsträger 50 in Pfeilrichtung von rechts nach links bewegt und dabei die an der Oberfläche 1 f>o anhaftenden Tonerteilchen abgelöst und rechts hinter der Schabekante aufgewirbelt. Bekanntlich kann die Auflagespannung des Ladungsbildes recht hoch sein, so daß die Tonerteilchen elektrostatisch an der Oberfläche I haften. Zur Überwindung dieser elektrostatischen t5 Haftung kann das W,'x:herblatt mit einer Ladung entgegengesetzter Polarität zur Ladung der Tonerteilchen aufgeladen werden. Hierzu kann das Wischerblatt bzw. der Schaber 96 selbst aus elektrisch leitendem Material wie leitendem Gummi bestehen, oder der Schaber 96 ist mit einem leitenden Überzug versehen. Der Halter 97 ist dann gegenüber dem Schaber 96 durch ein lsolierstück 103 elektrisch isoliert, und es wird an den Schaber eine Gleichspannung in der Größenordnung von etwa 300 bis 500 V angelegt, deren Vorzeichen der Aufladung der Tonerteilchen entgegengesetzt ist. Mit 104 ist schematisch die hierfür erforderliche Spannungsquelle bezeichnet; mittels dem Schalter 105 kann die Polarität umgeschaltet werden. Die Tonerteilchen werden somit vom Schaber 96 elektrostatisch angezogen und lassen sich leichter von der lichtempfindlichen Platte 1 entfernen.
Zur weiteren Entfernung der von der Platte 1 abgelösten Tonerteilchen kann beispielsweise die mit Fig. 1 dargestellte Absaugvorrichtung vorgesehen werden.
Der wesentliche Bestandteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein Wischerblatt mit Schabekante, das unter mechanischem Druck mit dieser Schabekante elastisch federnd an der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers anliegt Hierzu besteht das Wischerblatt aus elastischem Material, vorzugsweise Gummi, Hartgummi oder Kunststoff. Dieses elastische Material ist weitgehend abriebbeständig, so daß die Tone-teilchen bei ihrer Entfernung vom Aufzeichnungsträger praktisch nicht mit Fremdstoffen verunreinigt werden. Auch eine Verklumpung der Tonerteilchen wegen zu starker Erwärmung infolge örtlicher Reibungshitze ist vermieden. Daher können diese restlichen Tonerteilchen nach ihrer Entfernung erneut verwendet werden und werden zu diesem Zweck in die Entwicklungseinrichtung zurückbefördert. Das erfindungsgemäß vorgesehene Wischerblatt mit Schabekante kann daher a\ich als Bestandteil einer solchen Tonerrückfördereinrichtung angesehen werden.
Hie Tonerrückbeförderung kann im einfachsten Falle in der Form durchgeführt werden, daß an einem ortsfesten Wischerblatt der ebene, plattenförmige Aufzeichnungsträger vorbeibewegt wird, das Wischerblatt die restlichen Tonerteilchen ablöst und an seiner Flanke zurückbehält, so daß nach vollständigem Durchgang des Aufzeichnungsträgers die Tonerteilchen in einen unterhalb angeordneten Sammelbehälter fallen können, der beispielsweise selbst das Tonervorratsgefäß der Entwicklungseinrichtung darstellt, oder aus welchem Sammelbehälter die Tonerteilchen zur Entwicklungseinrichtung weiterbefördert werden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung kann der Aufzeichnungsträger als Mantelschicht auf einer rotierenden Trommel abfliegen, und das Wischerblatt ist mit seiner Schabekante gegen diese Mantelschicht gerichtet. Bei dieser Anordnung kann bei einer Relativbewegung der Mantelschicht gegenüber dem ortsfester Wischerblatt beständig das restliche Tonermaterial abgelöst werden und von der Wischerblattflanke in ein geeignet angeordnetes Sammelgefäß weitergeleitet werden.
Schließlich können in jedem dieser Fälle die vom Aufzeichnungsträger gelösten Tonerteilchen abgesaugt werden (vergl. Fig. 1) und/oder zusätzlich mittels elektrostatischer Abstoßung weiter in den Sammelbehälter befördert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Entfernung von restlichen Tonerteilchen von einer Oberfläche eines wiederholt verwendbaren Aufzeichnungsträgers, nachdem auf dem Aufzeichnungsträger elektrophotographisch ein Ladungsbild erzeugt, dieses mit Tonerteilchen entwickelt, und das erhaltene Tonerbild auf ein Bildaufnahmematerial übertragen worden ist, mit zumindest einem, die Oberfläche mechanisch abreibenden plattenförmigen Reinigungselement aus elastischem Material, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungselement ein Wischerblatt (96) mit einer Schabekante ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wischerblatt (96) Hartgummi enthält
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, Jaß das Wischerblatt (96) Kunststoff enthält.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Wischerblatt einen leitenden Abschnitt aufweist, der von einer Spannungsquelle (104) mit solcher Polarität elektrisch aufgeladen ist, die der Polarität der aufgeladenen Tonerteilchen entgegengesetzt ist
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Wischerblatt (96) Bestandteil einer Tonerrückfördereinrichtung ist, welche die von der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers (1) abgestreiften restlichen Tonerteilchen zu deren erneuter Verwendung i.u einer Entwicklungseinrichtung zurückbeföi devt.
6. Vorrichtung nach Ansprucs. 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tonerrückfördereinrichtung eine Absaugvorrichtung (98,99,100) aufweist.
DE19661797558 1966-10-10 1966-10-10 Vorrichtung zur Entfernung restlicher Tonerteilchen von einer Oberfläche eines wiederholt verwendbaren Aufzeichnungsträgers bei einem Elektrophotographiegerät Withdrawn DE1797558B2 (de)

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