DE1797184C - Faltkamera - Google Patents

Faltkamera

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DE1797184C
DE1797184C DE19681797184 DE1797184A DE1797184C DE 1797184 C DE1797184 C DE 1797184C DE 19681797184 DE19681797184 DE 19681797184 DE 1797184 A DE1797184 A DE 1797184A DE 1797184 C DE1797184 C DE 1797184C
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DE
Germany
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folding camera
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folding
camera
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DE19681797184
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English (en)
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DE1797184A1 (de
Inventor
Natick Mass Erlichman. Irving (V St A)
Original Assignee
International Polaroid Corp Jersey City, N J (VStA)
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Description

25 Die Erfindung betrifft eine Faitkamera mit einem Objektivträger, der mit dem Filmhalter-Gehäuseteil flach zusammenklappbar ist und in Bereitschaftsstcllung durch Spreizglieder in einer vorbestimmten Rein
tivstellung gegenüber dem Filmhaltergehäuse unter Bildung eines Lichtschachtes getragen ist.
Bei den herkömmlichen Faltkameras ist das Objektivbrett, das gleichzeitig den Verschluß aufnimmt, über einen Faltenbalg mit dem Rückteil der Kamera verbunden und es wird über ein Spreizengestänge parallel zu dem Rückteil der Kamera geführt. Diesen bekannten Faltkameras ist das Merkmal gemeinsam, daß das Objektiv in Richtung der optischen Achse zwischen einer Faltstellung und einer gestreckten Stellung verschoben wird, und zwar jeweils so weit, wie es die jeweilige Entfernungseinstellung erfordert. Hierbei wird auch der Faltenbalg, der an vier Seiten, die einen Pyramidenstumpf begrenzen, den Lichtschacht umschließt, überall gleichmäßig gestreckt und zusammengefaltet, wenn die Entfernungseinstellung vorgenommen oder die Kamera aus der Bcreitschaftsstcllung in die Verstaustellung oder umgekehrt überführt wird.
Derartige Faltenbalge sind jedoch dann nichi zweckmäßig, wenn der Lichtschacht nicht in Richtung der optischen Achse komprimiert bzw. gedehnt wird sondern unsymmetrisch schräg hierzu in der Weise daß die seitlichen Begrenzungen des Lichtschachte: ungleichmäßig gedehnt bzw. zusammengedrückt wer den. Die Herstellung eines unsymmetrisch ausgebildc ten Faltenbalges bereitet Schwierigkeiten und is teuer.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde bei einer Faltkamera mit unsymmetrisch ein- und aus fahrbarem Lichtschacht eine einfach herzustellend Lichtabdichtung zu schaffen, die auch nach längerer Gebrauch ihre Dichtungswirkung nicht einbüßt.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgebe dadure gelöst, daß der Lichtschacht von einer dünnwandige flexiblen lichtdichten Hülle umschlossen ist, deren a den Objektivträger bzw. den Filmhaltergehäusetc angrenzende Anschlußöffnungcn in Bercitschaflsste him* in /Wei 'H einciv stumpfen W>nle! dcrnrt rivi!
ander angestellten Ebenen Hegen, daß die das Objektiv durchsetzende optische Achse von der Ebene der Anschlußöffnung am Filmhaltergehäuseteil wegführt und einen Reflektor trifft, der die optische Achse nach der Bildebene richtet.
Die Erfindung schafft damit einen lichtdichten Lichtschacht für eine völlig neuartige Bauart von Kameras, bei der die Gehäuseabmessungen sowohl im zusammengeklappten Zustand als auch in Bereitschaftsstellung dadurch verkleinert werden, daß die optische Achse zwischen Objektiv und Filmbühne über einen Reflektor geknickt wird, so daß auch bei relativ großer Brennweite, die beispielsweise bei Selbstentwicklerkameras das große Bildformat erforderlich macht, die Abmessungen des Kameragehäuses in jeder Richtung kleiner sind als diese Brennweite. Es wird auf diese Weise möglich, ein flaches rechteckiges Kameragehäuse zu schaffen, das im zusammengeklappten Zustand Längen- und Breitenabmessungen besitzt, die nur unwesentlich über die Längen- und Breitenabmessungen des in der Filmbühne liegenden Filmes bzw. Filmverbandes hinausgehen. Dadurch, daß erfindungsgemäß Teile des Lichtschachtes von sturren Gchäuseabschnitten gebildet werden und die flexible Hülle nur auf die übrigen Teile beschränkt ist, sind die zu dehnenden bzw. zusammenzulegenden Flächen relativ klein. Im gestreckten Zustand sind diese flexiblen Lichtdichtungswände etwas gestreckt, sii daß gewährleistet wird, daß sie nicht in den Bereich der Bildübertragungsstrahlen gelangen. Gleichzeitig wird aber der Vorteil erreicht, daß beim Zusammenklappen der Kamera zunächst eine Rückverformung innerhalb der flexiblen Wände auftritt, bis die Vorspannung aufgehoben ist, so daß dann nur noch verhältnismäßig kleine Flächenabschnitte in das Innere geklappt zu werden brauchen und die Bewegung der einzelnen Teile beim Zusammenklappen der Kamera nicht behindern.
Es ist /war bereits vorgeschlagen worden, bei Kameras der in Rede stehenden Bauart zwei fächerförmige Balgen zu benutzen, die zwischen den Gehäuseteilen seitlich angeordnet sind und mit den Gchäuscleilen zusammenwirken, um eine lichtdichte Kammer zu schaffen. Hierbei muß jeder Balgen aus mehreren zusammenwirkenden Elementen derart zusammengesetzt sein, daß ein lichtdichter Abschluß gewährleistet ist. Eine solche Lichtschaclitausbildung hat sich jedoch als sehr aufwendig erwiesen und infolge der hohen auftretenden Verformimgskrafte ist die Lichtdichtheit nach gewisser Zeit nicht mehr gewährleistet. Demgegenüber sieht die Erfindung für die eigentliche Lichtdichtung die Anwendung der flexiblen Hülle vor, die zum Schutz gegen mechanische Beschädigungen zweckmäßigerweise noch durch eine äußere Lamellenanordnung zwischen den schwenkbar miteinander verbundenen Gehäuseteilen geschützt ist, welch letztere nicht lichtdicht zu sein brauchen, sondern nur als mechanischer Schild gegen Beschädigungen der re lativ empfindlichen Hülle vorgesehen sind.
Nachstehend werden Ausfiilmingsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. Ip der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer mit den' erfindungsgemäßen Lichtschacht ausgerüsteten Ka mcra,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Kamer.ι nach F i g. 1 in Faltsieilung,
Pi" ~i "iriMi Schritt (Irr Κμπη'πι nach l-'iit. ? w bei die Schnittebene etwa in der Mitte zwischen den Seiten der Kamera verläuft,
Fig.4 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Lichtschachts bzw. der ihn bildenden Hülle,
F i g. 5 eine der F i g. 3 ähnliche Ansicht, wobei die Kamera in Faltstellung dargestellt ist,
Fig.6 einen Teilschnitt einer Kamera in einer anderen Ausführungsform.
ίο Im folgenden wird auf die F i g. 1 bis 3 und 5 bezuggenommen. Die darin dargestellte Kamera ist insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Sie weist ein Gehäuse mit einem ersten rückwärtigen Gehäuseteil 12, einem zweiten Gehäuseteil 14, einem
dritten Gehäuseteil 16 und einem vierten Gehäuseteil 18 auf. Der erste Gehäuseteil 12 kann als rückwärtiger Gehäuseteil bezeichnet werden, und er dient dazu, einen Filmpack 20, bestehend aus Filmverbänden zu haltern, welch letztere innerhalb des Filmpacks belichtet werden und dann durch die Kamera vorgeschoben werden. Der erste Gehäuseteil ist schwenkbar an einem Ende mit dem zweiten Gehäuseteil 14 über Gelenke 22 verbunden und am gegenüberliegenden Ende ist er über ein Scharnier 24 mit dem dritten Gehäusetcil 16 verbunden. Die Gehäuseteile 14 und 16 sind mit dem vierten Gehäuseteil 18 über Scharniere 26 und 28 verbunden, deren Achsen im wesentlichen parallel zu der Achse der Scharniere 22 und 24 sind Die Gehäuseteile bilden zusammen ein Gelenkviereck, das zwischen einer Gebrauchsstellung gemäß F i g. I und 3 und einer FaIt- oder Transportstellung gemäß F i g. 2 und 5 beweglich ist. In der Gebrauchsstellung liegen die Gehäuseteile in einem Abstand zueinander und bilden die vier Seiten einer Kammer In der Transportstellung liegen die ersten und zweiter Gehiiuseteile stirnseitig aneinander und im wesentlichen auf einer Geraden, während dritter und vierter Gehäuseteil ebenfalls hintereinander auf einer Gerade liegend dem ersten und zweiten Gehäuseteil anliegen Der erste Gehäuseteil 12 besteht aus einer rechteckigen Rückwand 30, von dieser vorstehenden Scitenwänden 32 und einer um ein Scharnier 24 schwenkbaren Klappe 34, die in Schließstellung durch eine Klinke 36 verriegelt wird und durch die ein FiImpack 20 in die Kamera eingelegt werden kann.
Die Kamera ist in Verbindung mit einem Filmpack 20 jene Bauart benutzbar, wie sie in der erwähnten deutschen Patentanmeldung P 17 72 936.1 beschrieben ist. Dieser Filmpack weist Filmverbande auf, wie
sie in den deutschen Patentanmeldungen J 35 878IXa' 57a und J 35 876 IXa/57a beschrieben sind. Der Filmpack 20 weist mehrere Filmverbände hinterein andergestapelt auf, wobei der der Vorderwand des Packs am nächsten liegende Filmverband in Beiich
tungsstellung liegt und jeder Filmverband kann nach der Belichtung aus dem Filmpack herausgezogen und zwecks Erzeugung eines sichtbaren Bildes durch eine Behandlungsvorrichtung innerhalb der Kamera verarbeitet werden. Um den Filmpack und die Filmverbände in Bclichtungsstellung zu halten, weist der erste Gehäuseteil eine Innenwand oder eine Brennebenenplatte 38 auf, die von der Rückwand 30 im Abstand liegt, um den vordersten Filmverband in Belichtung·*- stellung zu hallen, wobei durch eine rechteckige Bees lichtimgsöffnimg 40 Licht auf den vordersten Film verband de« Filmpacks übertragen werden kann.
Dm der Filmpack 20, wie aus der Zeichnimi· ersichi ■ Ii.-h. HiK'1' "-'.!.'inrPi H'nii.Mvnde sirh νι·ηί'"ΐ?(*η(! "nispi*-
bildet ist, kann die Innenwand 38 schwenkbar von der Rückwand 30 derart gelagert sein, wie dies in der erwähnten deutschen Patentanmeldung P 17 72 936.1 beschrieben ist, damit das Einlegen eines Filmpacks in die Kamera erleichtert wird, wenn die Klappe 34 zu diesem Zweck geöffnet wird.
Die Behandlungsvorrichtung der Kamera weist zwei Quetschwalzen 42 und 44 auf, die benachbart zueinander in der Nähe des Vorderendes des Filmpacks gelagert sind, und es sind Zuführungsmittel, wie in der deutschen Patentanmeldung P 17 72936.1 beschrieben, vorgesehen, um die belichteten Filmverbände in den Einlauf der Quetschwalzen zu überführen und diese Quetschwalzen zu drehen, um eine Bchandlungsflüssigkeit innerhalb des belichteten Filmverbandes zu verteilen und auszubreiten, während letz terer aus dem Filmpack und durch die Quetschwalzen aus der Kamera vorgeschoben wird. Die Quetschwalzen 42 und 44 können am ersten oder zweiten Gehäuseteil gelagert sein, oder es kann, wie aus F i g. 3 ersichtlich, die Quetschwalze 42 um die Achse der Scharniere 22 gelagert sein, so daß die Quetschwalze 42 koaxial zu diesem Scharnier liegt. Im zweiten Gehäuseteil ist eine öffnung 46 vorgesehen, um während der Behandlung den Vorschub eines Filmverbandes zwirnen de» Quetschwalzen 42 und 44 hindurch und aus dem Kameragehäuse heraus zu ermöglichen.
Der zweite Gehäuseteil 14, der rechteckig ausgebildet ist, liegt zwischen den Seitenwänden 32 des ersten Gchäuseteils und ist gegenüber dem ersten Gehäuseteil um die Achse der Quetschwalze 42 herum schwenkbar. Der zweite Gehäuseteil weist eine Außenwand 48 auf, die in Faltstellung des Kameragehäuses im wesentlichen in der gleichen Ebene liegt wie die Rückwand 30. In der Gebrauchsstellung dient die Außenwand 48 als Vorderwand der Kamera. Es sind geeignete öffnungen vorgesehen, um einen Lichtzutritt zum Kameraobjektiv zu ermöglichen, und der zweite Gehäuseteil weist eine Außenwand 50 auf, die in Faltstellung der Kamera eine Stirnwand der Kamera bildet und in Gebrauchsslellung der Kamera als eine der oberen Wände des Kameragehäuses wirkt. Seitenwände 52 kommen zwischen den Seitenwänden 32 des rückwärtigen Gehäuseteils zu liegen. Ein herkömmliches Objektiv 54 liegt innerhalb des zweiten Gehäuseteils, wobei die Objektivachse senkrecht zur äußeren Vorderwand 48 derart liegt, daß Licht durch das Objektiv in Gebrauchsstellung der Kamera in einem spitzen Winkel bezüglich der Brennebenenplatte gerichtet wird. In Faltenstellung des Kameragehäuses erstreckt sich' die Achse des Objektivs 54 im wesentlichen senkrecht zur Brennebenenplatte. Der zweite Gehäuseteil weist außerdem eine innere oder eine Rückwand 56 auf, die im wesentlichen parallel zur Außenwand 48 liegt und mit einer öffnung 58 ausgestattet ist, um Licht vom Objektiv 54 durchzulassen.
Der dritte Gehäuseteil 16 besteht aus einer Außenwand 60, die schwenkbar an einem Ende des rückwärtigen Gehäuseteils 12 über ein Gelenk 24 gelagert ist. Von dieser Außenwand 60 stehen Seitenwände 62 vor, die zwischen die Seitenwände 32 des rückwärtigen Gehäuseteils zu liegen kommen. Ein im wesentlichen ebener Spiegel 64 mit vorzugsweise vorn angebrachter Verspiegelung ist auf der Innenseite der "Wandung 60 gelagert, um Licht von den Linsen 54 nach einem Filmverband zu reflektieren, der in Belichtungsstellung hinter der öffnung 40 in der Brenn- ebenenplatlc48 liegt. Der Winkel, unter dem die Achse des Objektivs 54 den Spiegel 64 in Gebrauchsstelluuj; des Kameragehäuses schneidet, ist vorzugsweise größer als 45°, um eine kompakte Kamera zu schaffen.
und der Spiegel 64 weist eine trapezförmige Gestall auf, wobei das Ende des Spiegels, das dem Gelenk 28 und dem Objektiv 54 am nächsten liegt, schmaler isl als das gegenüberliegende des Spiegels.
Ein herkömmlicher Sucher, der insgesamt mit dem
ίο Bczugszcichen 66 bezeichnet ist, wird von dem dritten Gehäuseteil in der Nähe einer Seite des Spiegels 64 getragen, und erweist eine Lichleintrittsöffnung und eine -auslriltsöffnung auf, die mit Spiegeln an gegenüberliegenden Enden des dritten Gehäuseteils ausgestattetsind.
Der vierte Gehäuseteil i8 besteht aus einer Außenwand 68, die schwenkbar mit einem Ende an dem Scharnier 28 mit der Außenwand 60 des driiten Gehäusctcils 16 verbunden ist und an seinem gegenüber-
liegenden Ende in einem Scharnier 26 an dem zweiten Gehäuseteil 14 angelenkt ist. Die Außenwand 68 weist vorstehende Scitenwände 70 auf, die zwischen die Seitenwände 62 des dritten Gchäuseteils 16 und außerhalb der Enden des zweiten Gehäuseteils 14 zu liegen kommen, so daß in der Faltstellung des Kameragehäuses die dritten und vierten Gehauseteile zwischen den Seitenwänden 32 des ersten Gehäusetciles liegen und die Seitenwändc des vierten Gehäuseteils zwischen den Seitenwanden des dritten Gehäuseleils liegen. Der vierte Gehäuseteil wirkt im wesentlichen als eine Verbindung oder ein Gelenk zwischen dem zweiten und dritten Gehäuseteil. Ein starrer Lenker 72 ist an einem Ende am dritten Gehäuseteil 16 angelenkl und steht an seinem anderen Ende in Schwenk- und Gleitbewegung mit dem ersten Gehäuseteil 12. Hierdurch wird das Kameragehäuse in der Gebrauchsstellung gemäß Fi g. 3 gehalten. Diese Spreizmittel enthalten einen manuell betä'tigbaren Knopf 74 und eine in der Zeichnung nicht dargestellte Verklinkung am ersten Gehäuseteil, um den Lenker 72 gegen eine Bewegung zu sichern und dadurch die Gehäuseteile in der Gebrauchsstellung zu fixieren.
Ein fächerartiger Balgen, der insgesamt mit dem Bezugszeichen 76 bezeichnet ist, weist mehrere Lamellen 78 auf, die um eine einzige Achse am zweiten Gehäuseteil 14 schwenkbar angelenkt und an ihren Enden und längs der Seiten der zwei äußersten Lamellen von Seitenwänden 32, 62 und 70 bedeckt sind, die auf gegenüberliegenden Seiten des Kameragehäuses vorgesehen sind, um ein äußeres Schutzgehäuse für die Kamera zu bilden. Die Lamellen 78 können eben oder etwas gekrümmt sein, um eine erhöhte Steifigkeit zu erreichen, sie können jedoch andererseits von sehr einfacher Konstruktion sein, insofern, als die Balgen oder Gehäusewände, die von den Lamellen gebildet werden, nicht lichtdicht zu sein brauchen und nur die zusammenlegbaren Außenwände des Kameragehäuses zu bilden brauchen.
Gemäß der Erfindung weist die Kamera eine sehr
einfache und billige Anordnung zur Lichtabdichtung des Kameragehäuses auf, um einen lichtdichten optischen Pfad zwischen Objektiv, Spiegel und Brennebenenplatte zu erzeugen. Diese Mittel tragen zu dem allgemeinen einfachen und billigen Kameraaufbau bei, weil es überflüssig wird, spezielle Vorsorge für die Bauteile des Kameragehäuses einschließlich Scharnieren, Balgen und Sucher zu feffen, um diese Bauteile lichtdicht zu machen. Gemäß dem Ausführungsbei-
7 8
spiel nach Fig. 3 bis 5 bestehen diese Mittel aus einer ter dieser Öffnung liegende lichtempfindliche Mate-
Umhüilung 80, die aus dünnem lichtdichtem lilasto- rial.
mer-Malerial, z. Ii. Gummi, Neopren, Silikongummi Die Abmessungen der Wände der Umhüllung 80 od. dgl., besteht. Für diesen Zweck geeignete lilasto- sind derart, daß sie gespannt sind und eine im wesentmcrc sind bekannt, und sie eignen sich zur Herstellung 5 liehen ebene Ausbildung zeigen wenn das Kamerage in bekannten Massenfabrikationsveifahien. Die Wan- häuse in Gcbiauehsstellung befindlich ist. Die meisten düngen der Umhüllung sind relativ dünn und besitzen der Wände der Umhüllung sind im wesentlichen enteine Stärke in der Größenordnung von 0,005 Zoll bis spannt, wenn die Kamera zusammengefaltet ist. Die 0,02ZoIl, und sie können z. Ii. dadurch lichliindurch- Flexibilität, lilaslizilät und Dicke des Materials, aus lässig gemacht weiden, daß das Material mit Ruß oder io dem die Umhüllung besteht, schafft die Möglichkeit, ähnliehen lichtabsoi bierenden Substanzen angefüllt daß die Kamera wiedeiholt zusammengefaltet und wird. Bevorzugte Materialien für die Umhüllung 80 auseinandergespreizt werden kann und sehr wenig sind F.laslomcre mit bestimmten physikalischen Raum für die Umhüllung erforderlich ist, wenn die Eigenschaften, worunter als wichtigste Eigenschaften Kamera in Faltslellung befindlich ist, was im hohen zu nennen sind Die Möglichkeil einer Streckung um 15 Maße /u der Kompaktheit der Kamera beiträgt, wobei einen Faktor von drei; eine Widerstandsfähigkeit gc- die I.ichtdichlheit gewährleiste! ist.
gcnüber einer dauerhaften Verformung; die Möglich- Die Rückwand 92 und die Stirnwand 86 der Um keil, eine große Zahl von Dehnungs- und lallbewe- hüllung 80 sind an einer Linie oder Ecke mit der gütigen ohne Rißbildiing oder Auftreten lichtdurch- Rückwand verbunden, die als Schirm wirkt und eine lässiger Stellen. 20 Belichtung des lichtempfindlichen Mediums durch Die Umhüllung 80 weist einen Ilaupikörper, he- Randstrahlen verhindert, die durch das Objektiv hinstellend aus Scitenwänden 82und Stirnwänden 84 und durchtreten, so daß die Verbindung der beiden Wan-86, auf, die miteinander derart verbunden sind, daß düngen wichtig ist, um eine unerwünschte Belichtung sie eine Pyramide oder ein sich verjüngendes Rohr bil- des lichtempfindlichen Materials zu verhindern. P.s den, das an beiden linden öffnungen aufweist. Außer- 25 sind Mittel vorgesehen, um eine ordnungsgemäße dem ist ein Fortsatz mit Seitenwänden 88, einer Vor- Ausrichtung der Rückwand 92 und ein ordnungsgederwand 90 und einer Rückwand 92 vorgesehen, die mäßes Zusammenwirken mit der Wand 86 in der Gcmitcinander so verbunden sind, daß ein weiteres sich biauehsslellung der Kamera zu gewährleisten. Gemäß verjüngendes Rohr gebildet wird, das an einem Fnde dem Alisführungsbeispiel nach Fig. 3 bis 5 bestehen offen ist und am anderen linde mit der Stirnwand 86 30 diese Mittel aus einem Vcrsteifungsclcment 102. das verbunden ist und eine dann befindliche Öffnung 94 an der Rückwand 96 in einer solchen Lage befestigt umschließt. Die Umhüllung 80 bildet in der in Fig. 4 ist, daß es an gegenüberliegenden Rändern zwischen dargestellten gestreckten Lage eine Kammer oder dem Rahmen 100 und der Stirnwand 86 in der G«.-einen Behälter, bestehend aus einem sich \ ei jungen- brauchsstellung der Kamera erfaßt wird. Das Versleiden Hauptabschnitt, der auf beiden gegenüberliegen- 35 fungscleinent 102 kann aus relativ starrem Material, den Seiten offen ist, und einem zweiten sieh verjiin- z. B. Metallblech oder einem organischen Plastikgenden Abschnitt, der auf einer Seile mit dem Haupt- werkstoff, hergestellt sein und im Mittelabsehnitl an abschnitt verbunden ist und am anderen linde offen der Rückwand 92 der Umhüllung befestigt sein, so ist. Starre Rahmen 96, 98 und 100 sind an den öff- daß sich die Wand 92 strecken kann, wenn das Kamcnungen der Umhüllung 80 vorgesehen. Die Wandun- 40 ragchäuse aufgefaltet wird, und daß auch das Kamelien 82, 84 und 86 sind lichtdicht längs ihrer Ränder ragehäuse zusammengefaltet werden kann.
am Rahmen 96 festgelegt und längs ihrer gegenüber- Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfinliegenden Ränder mit dem Rahmen 98. Die Wandun- dung, die in F i g. 6 dargestellt ist, ist ein Vcrstcifungsgen 88, 90 und 92 sind mit ihren Rändern am Rahmen clement 104 schwenkbar an der Rrcnncbcncnplultc 38 100 festgelegt. Die Rahmen 96 und 100 können recht- 45 so gelagert, daß es sich nach der benachbarten Stirneckig sein, wobei die Öffnung des Rahmens 96 in wand 86 der Umhüllung nach der Verbindung der Größe und Gestalt der Bclichlungsöffnung 40 in der letzteren mit der Rückwand 92 erstreckt und dadurch Brenncbenenplalte 38 entspricht und die Öffnung im letztere und die Verbindung in der Gebrauchsslcllung Rahmen 100 so groß ist, daß eine Vignettierung oder der Kamera genau und ordnungsgemäß ausrichtet, eine Abschirmung des Objektivs 54 verhindert wird. 50 Das Vcrsteifungselement 104 ist schwenkbar ange-Der Rahmen 98 weist vorzugsweise eine Trapezgcstalt lenkt, so daß es nach hinten im Gegenuhrzeigersinn auf und besitzt eine Öffnung entsprechend der Gestalt gemäß F i g. 6 verschwenkt werden kann, wenn die des Spiegels 64. Die Rahmen 96 und 98 sowie 100 bil- Kamera zusammengefaltet wird, so daß dann das Verden Mittel zur Befestigung der Umhüllung 80 in licht- steifungselement in der Nähe der Vorderwand des dichter Weise an der Brennebenenplatte 38 rings um 55 Filmpacks liegt. Eine nicht-dargcstellte Feder kann die öffnung 40, an der Wandung 60 rings um den vorgesehen werden, um das Versteifungselement 104 Spiegel 64 und der Innenwand 56 rings um die öff- im Uhrzeigersinn in die in F i g. 6 dargestellte Arbeitsnung 58, um eine lichtdichte Kammer zu bilden, durch stellung vorzuspannen oder stattdessen kann das Verdie Licht vom Objektiv 54 nach dem Spiegel 64 gelan- steifungselement an der Stirnwand 86 der Umhüllung gen kann und dann durch die Öffnung 40 auf das hin- 60 80 befestigt sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (16)

  1. Patentansprüche:
    I. Faltkamera mit einem Objektivträger, der mit dem Filmhaltergehäuseteil flach zusammenklappbar ist und in Bereitschaftsstellung durch Spreizglieder in einer vorbestimmten Relativstellung gegenüber dem Filmhaltergehäuse unter Bildung eines Lichtschachtes getragen ist, d a durch gekennzeichnet, daß der Lichtschacht von einer dünnwandigen flexiblen lichtdichten Hülle (80) umschlossen ist, deren an den Objektivträger (14) bzw. den Filmhaltergehäuseteil (12) angrenzende Anschlußöffnungen in Bereitschaftsstellung in zwei in einem stumpfen Winkel derart zueinander angestellten Ebenen liegen, daß die das Objektiv (54) durchsetzende optische Achse von der Ebene der Anschlußöffnung am Filmhaltergehauseteil wegführt und einen Reflektor (64) trifft, der die optische Achse nach der Bildebene richtet.
  2. 2. Faltkamera nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet, daß eine Lichtabschirmung (86,92) zwischen den beiden Anschlußöffnungen vorgesehen ist.
  3. 3. Faltkamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtabschirmung von Wandabschnitten (92, 96) der Hülle gebildet wird.
  4. 4. Faltkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (80) eine weitere Anschlußöffnung in einer Ebene aufweist, die in Bereitschaftssullung die Ebene der Filmhaltergehäuseanschlußöffnung in einem spitzen Winkel schneidet und den Reflektor (64) umschließt.
  5. 5. Faltkamera nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (80) aus einem Elastomer besteht.
  6. 6. Faltkamcra nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände der Hülle (80) in Bereitschaftsstellung straff ausgespannt sind.
  7. 7. Faltkamera nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußöffnungen von an den Wänden der Hülle (80) ansetzenden starrem Anschlußrahmen (100,98,96) umgrenzt sind.
  8. 8. Faltkamcra nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen (100, 98, 96) rechteckig ausgebildet sind und die Wände der Hülle (80) in Bereitschaftsstellung in ebenen Flächen ausspannen.
  9. 9. Faltkamara nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in Faltstellung wenigstens eine Wand der Hülle (80) entspannt ist.
  10. 10. Faltkamera nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in Faltstellung wenigstens eine weitere Wand der Hülle unter Spannung steht.
  11. II. Faltkamera nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,· daß die Hülle (80) von einem Schutzbalgen (78) umschlossen ist.
  12. 12. Faltkarnera nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzbalgen (78) als Faltenbalg ausgebildet ist.
  13. 13. Faltkamera nach desi Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (64) von einem Gehäuseteil (16) getragen ist, der mit dem Filmhaliergehäuseteil (12) schwenkbar (24) verbunden is1:.
  14. 14. Faltkamera nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Gehäuseteil (18) an dem Objektivträger (14) einerseits und an dem Reflektorträger (16) andererseits angeknkt ist.
  15. 15. Faltkamera nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (80) einen ersten pyramidenstumpfförmigen Hohlkörper (82, 84, 86) aufweist, der an seinen beiden Stirnflächen die Anschlußöffnungen für Filmhaltegehäuseteil bzw. Reflektor bildet und von einem zweiten pyramidenstumpfförmigen Hohlkörper (88, 90, 92) durchsetzt ist, der die Objektivträger-Anschlußöffnung aufweist.
  16. 16. Faltkamera nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Lichtabschirmung bildenden Wandteile (92) oder (86) der Hülle (80) in Bereitschaftsstellung durch Stützwände (102) oder (104) in ihrer Abschirmstellung gehalten sind.
DE19681797184 1967-08-28 1968-08-27 Faltkamera Expired DE1797184C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US66371967A 1967-08-28 1967-08-28
US66371967 1967-08-28

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1797184A1 DE1797184A1 (de) 1971-01-14
DE1797184C true DE1797184C (de) 1973-04-12

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