DE17970C - Neuerungen in dem Verfahren zum Konserviren von organischen Substanzsn und den dazu verwendeten Apparaten - Google Patents
Neuerungen in dem Verfahren zum Konserviren von organischen Substanzsn und den dazu verwendeten ApparatenInfo
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- DE17970C DE17970C DENDAT17970D DE17970DA DE17970C DE 17970 C DE17970 C DE 17970C DE NDAT17970 D DENDAT17970 D DE NDAT17970D DE 17970D A DE17970D A DE 17970DA DE 17970 C DE17970 C DE 17970C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
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Description
t 14 π>
KAISERLICHES
PATENTAMT.
F. A. HAASE in WEIDA.
verwendeten Apparaten.
Die Neuerungen im Conservirungsverfahren beziehen sich auf eine durchaus gleichmäfsige
Erwärmung der in Gefäfsen aus Glas oder ähnlichem zerbrechlichen Material eingeschlossenen
organischen Stoffe (eingemachte Früchte, Fleisch, Bier, Wein etc.), um sowohl das Zerspringen
der Gefäfse zu vermeiden als auch in den Conserven durch einen oben wie unten übereinstimmenden
Hitzegrad die eingeschlossenen Pilzsporen zu vernichten.
Hierzu dient die Anwendung einer Wasserschicht, welche durch irgend ein äufseres Medium
(Dampf, heifses Wasser, Kohlenfeuerung u. s. w.) in einem geschlossenen Behälter zum
Sieden gebracht wird und dabei directe Hitze genug ausstrahlt, um den im oberen Theil
durch den emporsteigenden Dampf erzeugten Temperaturgrad auch im unteren Theil des
Behälters zu erzielen. Mittelst Zerstäubens von kaltem Wasser innerhalb des Behälters wird
nach dem Erhitzen eine allmälige Abkühlung im Apparat selbst hervorgerufen, welche für die
Haltbarkeit der Conserven von grofser Bedeutung ist.
Der auf der beiliegenden Zeichnung dargestellte Apparat besteht aus einem Kasten a,
welcher durch die Thür b luft- und dampfdicht verschlossen werden kann. Die Scharnierbänder
d der Thür sind mit länglichen Schlitzen versehen, durch welche der in den Lagern /
befestigte Drehbolzen c geht (s. Fig. 7 und 8); da, wo Lager f und Scharnierband d zusammenliegen,
ist über den Bolzen c (und über Lager und Scharnier) ein Bügel e geschoben, der mit
einer Druckschraube g versehen ist. Wird die Thür b zugeschlagen und zunächst an ihrer
freien Seite durch Vorlegen der Klappschrauben h und Anziehen der auf denselben befindlichen
Muttern befestigt, so kann auch der hintere Theil der Thür fest an den Kasten α dadurch
angeprefst werden, dafs man das Scharnierband d mittelst der Schraube g zurückdrängt.
Am Boden des Kastens befindet sich eine Heizschlange k, welche beim Oeffnen des
Ventils / mit Dampf oder heifsem Wasser gespeist wird. Etwas über der Heizschlange k
liegt ein Schienengeleise i, auf welches der Wagen m, Fig. 6, oder eine ähnliche, zur Aufnahme
der Glasgefäfse dienende Vorrichtung geschoben wird. Zum Einfahren des Wagens dient die mittelst Scharniers an i befestigte
Brücke, welche beim Verschliefsen des Kastens a in die Höhe geklappt wird (s. Fig. 3); die
punktirten Linien zeigen die niedergeklappte Brücke zum Einfahren der Wagen.
Beim Gebrauch des Apparats läfst man durch das Rohr ο und dessen durchlochte horizontale
Fortsetzung ol Wasser in den Kasten α laufen,
welches das Schlangenrohr k in einer entsprechend hohen Schicht bedeckt; die Höhe
des Wasserstandes wird durch den Ueberfalltrichter r, welcher mit dem Wassersack rl verbunden
ist, regulirt. Sobald sich genügend Wasser im Kasten befindet, fährt man den Wagen m hinein und schliefst die Thür b.
Das beim Oeffnen des Ventils / in die Schlangen k einströmende Erhitzungsmaterial
. erwärmt langsam die Wasserschicht; der sich
dadurch entwickelnde Dampf steigt in die Höhe, condensirt sich an den in m befindlichen Glasgefäfsen,
und die dabei freiwerdende Hitze erwärmt deren Inhalt genügend, um alle Pilzsporen
zu vernichten.Γ
Mittelst des Thermometers p läfst sich die Temperatur im Innern des Kastens genau controliren;
sollte dieselbe zu hoch steigen, dann läfst man durch Oeffnen des in die Rohrleitung
ο eingeschalteten Wasserhahnes einen feinen Regen von kaltem Wasser durch das
Rohr ο1 über die erhitzte Wasserschicht spritzen, wodurch die gewünschte Abkühlung leicht und
sicher herbeigeführt wird; ebenso wird dieses Zerstäuben von kaltem Wasser nach beendigter
Erhitzung der Gefäfse angewendet, um dieselben noch innerhalb des Rostes α abkühlen zu lassen.
Um die schädliche Wirkung des durch die Condensation herbeigeführten Vacuums aufzuheben,
ist neben dem Thermometer p ein sich nur nach dem Innern des Kastens α öffnendes
Luftzuführungsventil q angebracht, welches auch in dem Falle in Wirkung tritt, wenn nach genügender
Erwärmung der Glasgefäfse durch Oeffnen des Ventils s der entwickelte Dampf
abgelassen wird.
Claims (4)
- Patent-AnSprüche:ι. Die Anwendung einer unterhalb der Conservegefäfse befindlichen Wasserschicht, welche auf beliebige Weise erwärmt wird, zur Erzielung eines in allen Theilen des geschlossenen Kastens gleichmäfsigen Hitzegrades.
- 2. Die Anwendung des Rohrsystems ο ο1 zum Zerstäuben von kaltem Wasser innerhalb des Kastens α behufs schneller Abkühlung der Temperatur in demselben;
- 3. Die Vorrichtung zum Anpressen der TMr b an die Scharnierseite, bestehend aus dem mit länglichem Schlitz versehenen Scharnierband d, dem Bügel e und der Druckschraube g.
- 4. Die Anordnung der mittelst Scharniers am Geleise i befestigten Schienenbrücke n.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17970C true DE17970C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17970D Active DE17970C (de) | Neuerungen in dem Verfahren zum Konserviren von organischen Substanzsn und den dazu verwendeten Apparaten |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE17970C (de) |
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