DE1795534U - Entluefter fuer rohrleitungen. - Google Patents

Entluefter fuer rohrleitungen.

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DE1795534U
DE1795534U DE1958ST009599 DEST009599U DE1795534U DE 1795534 U DE1795534 U DE 1795534U DE 1958ST009599 DE1958ST009599 DE 1958ST009599 DE ST009599 U DEST009599 U DE ST009599U DE 1795534 U DE1795534 U DE 1795534U
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DE1958ST009599
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Friedrich Stumpf
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  • Self-Closing Valves And Venting Or Aerating Valves (AREA)

Description

  • Entlüfter für Rohrleitungen
    --------------
    Für die Entlüftung von Steigrohrleitungen sind Ventile notendig, die beim Hochsteigen der Flüssigkeit im Steigrohr die über der Flüssigkeit stehende Luftsäule entweichen und beim Entleeren der Leitung Luft wieder eintreten lassen, damit kein Vakuum entsteht. Weiterhin sollen diese Entlüfter das Austreten von Flüssigkeit selbst möglichst verhindern, um Überschwemmungen zu vermeiden. Die bis jetzt bekannten Entlüfter haben diese Forderung nicht restlos erfüllt.
  • Der Entlüfter gemäß der Neuerung vereinigt in einfachster Weise alle notwendigen Sicherheiten, um ein absolutes Ent-und Belüften der Rohrleitung zu gewährleisten und eine sichere Sperrung des Flüssigkeitsdurchtritts zu bewirken. Bei seiner Benutzung auch im Rohruntevbreeher sperrt er unabhängig von den anderen Sieherungsmaßnahmen auch jeden Flüssigkeitsaustritt durch die Luftoffnungen des Rohrunterbreehers ab, wodurch auch die dadurch möglichen Überschwemmungen vermieden werden.
  • Der Entlüfter gemäß der Neuerung besteht aus einem Ventil mit einem in der Betriebsflüssigkeit Auftrieb aufweisenden, zwischen Stegen geführten, kugelförmigen Ventilkörper, das in der Nähe des oberen Endes der Rohrleitung senkrecht und so an diese angebaut ist, daß der Ventilkörper bei infolge Aufsteigens von Flüssigkeit geschlossenem Ventil an dem über ihm angeordneten Ventilsitz anliegt, bei geöffnetem Ventil aber infolge seines Gewichts abgefallen ist, so daß Luft zwischen den Stegen frei durchtreten kann.
  • Ventile mit kugelförmigen Ventilkörpern sind an sich bekannt. Sie besitzen den großen Vorteil der Selbstreinigung des Ventils und der damit verbundenen Sicherheit gegen schlechtes Schließen infolge Einklemmens und Eindrückens von Fremdkörpern in den Ventilkörper. Auch zu Entlüftungszwecken sind solche Ventile bereits benutzt worden-jedoch ohne daß die Kugel dabei zwischen Stegen geführt wurde. Ein solches mit einer frei schwimmenden Kugel versehenes Ventil bietet bei ausreichender Bemessung des Luftdurch
    trittsquerschnitts nicht die ausreichende Gewähr für sichere
    E=f
    Schließen, wie dies bei einem Ventil mit zwischen Stegen geführ-
    ter Kugel der Fall ist. Auch solche Ventile sind bereits bekannte jedoch nicht im Zusammenbau mit Rohrleitungen als Entlüfter für diese. Sie wurden vielmehr als Rückschlagventil oder als Sicherheitsventil oder in anderer Weise benutzt, hatten aber alle nicht die Aufgabe, den Durchtritt von gasförmigen Medien zu gestatten, bei Auftreten von Flüssigkeit dagegen zu schließen. Es war weiter bekannt, ein solches Ventil in der Form zu benutzen, daß es bei normaler Lage geöffnet war und über einem Flüssigkeitsspiegel stehende Luft austreten ließ, daß es aber beim Neigen der gesamten. Anordnung einschließlich des Ventilkörpers schloß und das Austreten von Flüssigkeit verhinderte. Hier wurde das Ventil also nur durch die Schwerkraft und infolge mechanischen Schwenkens der gesamten Anordnung betätigt.
  • Der Entlüfter gemäß der Neuerung löst also demgegenüber eine Aufgabe, die den bekannten Anordnungen entweder gar nicht gestellt worden war, oder die sie nicht in der gleichen sicheren und einwandfreien Weise lösen konnten.
  • In einer bevorzugten Ausbildung des Entlüfter gemäß der Neuerung werden die Stege zweckmäßig aus einem Stück mit der Wandung des Ventilgehäuses gebildet, vorzugsweise damit zusammengegossen. Unterhalb der Stege kann das Ventilgehäuse einen konsolartigen Ab, schluß mit drei Auflagepunkten zur Aufnahme der Kugel bei gen££ netem Ring besitzen oder einen zweckmässig eingeschraubten Ring enthalten, der mit Nasen versehen ist, welche in den von den Stegen umgebenen Raum hineinragen und als Sitz für die Kugel bei geöffnetem Ventil dienen. Im letzteren Fall können auch die Stege selbst am unteren Ende Nasen tragen, auf die sich die Kugel auflegen kann. jedoch muß dann dafür gesorgt werden, daß die Kugel von oben her in den von den Stegen umgebenen Raum eingeführt werden kann.
  • Der Abschluß nach oben erfolgt zweckmässig durch eine Überwurfverschraubung, die auch den Ventilsitz enthalten kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Ventilsitz an dem aufgeschraubten Bauteil selbst sitzt oder in Scheibenform zwischen Überwurfmutter und
    ventilgehäuse mit stegen eingeklemmt wird. Zur Vornahme der Ubf-
    j
    wurfverschraubung selbst kann ein beliebiges Rohrstück verwendet
    werden, zweckmässig ist es, eine glockenförmige mit Luftaustritts-
    schlitzen versehene Abdeckkappe zu verwenden.
  • Es kann vorteilhaft sein, zwei Ventile übereinander anzuordnen.
  • In diesem Fall kann das Uberwurfstüok, das zum oberen Abschluß des ersten Ventils dient, als Gehäuse für ein zweites nach der Erfindung ausgeführtes Ventil ausgebildet sein.
  • In vielen Fällen endet das Entlüftungsrohr nicht auf dem höchsten Punkte sondern wird umgebogen und wieder nach unten geführt, damit die etwa austretende Flüssigkeit an tieferen Stellen der Gesamtanlage aufgefangen und abgeleitet werden kann. Um eine Heberwirkung zu vermeiden, ist dabei. vorgeschrieben, daß das Fallrohr Luftzutrittsoffnungen (Rohrunterbrecher) haben muß, damit die Flüssigkeitssäule abreißt und nicht zurüokgesaugt werden kann.
  • Durch diese Luftschlitze tritt bei Undichtigkeit des Entlüftungaventils im Steigrohr naturgemäß in der Nähe des oberen Steigrohrendes doch Flüssigkeit aus, insbesondere wenn das Fallrohr einmal verstopft ist. Dieses unerwünschte Austreten von Flüssigkeit ließ sich bisher weder bei Anordnungen der Rohrunterbrecher im Steigrohr selbst oberhalb des Entlüftungsventils, noch bei ihrer Anordnung im Fallrohr vermeiden.
  • Durch den Entlüfter gemäß der Neuerung kann auch diese Schwierigkeit beseitigt werden. Zu diesem Zweck wird der Entlüfter an einen seitlichen Abzweig des Fallrohrs in der gleichen vorstehend beschriebenen Weise angebaut, so daß die Luftschlitze über dem Ventilsitz liegen. Bei Stau des Wassers im Fallrohr drückt das in diesem aufsteigende Wasser den Ventilkörper gegen den Ventilsitz.
  • Das Ventil schließt, es tritt auch aus dem Fallrohr kein Wasser aus. Ein Hinübersaugen von im Fallrohr gestautem Wasser in das Steigrohr bei dort sinkendem Druck kann aber nicht erfolgen, weil beim Sinken des Wassers der Entlüfter im Abzweig des Fallrohrs öffnet und der Rohrunterbrecher in Tätigkeit tritt.
  • Auf einen weiteren Vorteil dieser Anordnung muß noch besonders hingewiesen werden. Wenn das Fallrohr verstopft ist und infolge des in ihm gestauten Wassers das im Abzweig angeordnete Ventil
    schließt, wirkt der im Steigrohr herrschende Druck auch auf die
    Z
    Verstopfungsstelle und bewirkt so unter Umständen eine Beseitig gung der Verstopfung.
  • In der Zeichnung sind eine Ausführungsform der Neuerung als Rohrentlüfter und eine Ausführungsform der zuletzt beschriebenen Art (mit Rohrunterbrecher) beispielsweise dargestellt. Sie sind zu einem kompletten Rohrentlüfter mit Rohrunterbrecher zusammengebaut.
  • 1 ist das auf das obere Ende eines Steigrohrs aufschraubbare Gehäuse eines Ventils, in dem die in Rohrlängsrichtung verlaufenden Stege 2 angeordnet sind, zwischen denen sich die Kugel 3 bewegen kann. Im unteren Teil des konsolartigen Gehäuses 1 sind Nasen 4 vorgesehen, auf die sich die Kugel bei geöffnetem Ventil setzen
    kann. Auf das obere Ende des Gehäuses 1 ist das an ein Doppel-
    winkelstück 5 angesetzte Ventilgehäuse 6 als Überwurf teil aufgeschraubt. Zwischen dem Überwurfteil 6 und dem Gehäuse 1 des unteren Ventils ist der Ventilsitz 7 eingeklemmt. Im Gehäuse 6 für das obere Ventil sind die Stege 8 und der Ventilsitz 9 vorgesehen, ferner ist von unten ein Ring 10 eingeschraubt, der mit Nasen 11 in den von den Stegen 8 umgebenen Raum hineinragt. Die Nasen 11 dienen der Kugel 12 des zweiten Ventils in geöffnetem Zustand als Sitz. An das Winkelstück 5 ist auf der rechten Seite ein Fallrohr 13 angeschlossen. Dieses Fallrohr hat eine Abzweigung 14e an deren oberem Ende ein weiteres Ventil gemäß der Erfindung vorgesehen ist.
  • Dieses Ventil enthält die Stege 15 ; die am unteren Ende mit ihnen verbundene Nasen 16 besitzen, und die Kugel 17 ; die in geöffnetem Zustand an den Nasen 16 anliegt. Auf das obere Ende des Ventils ist der Überwurf teil 18 aufgeschraubt. Zwischen ihm und den Stegen 16 ist der ringförmige Ventilsitz 19 eingeklemmt. Der Überwurf teil 18 ist glockenförmig ausgeführt und besitzt Luftschlitze 20.
  • Beim Aufsteigen von Flüssigkeit im Steigrohr unter dem Ventil 1 kann die vor der Flüssigkeitssäule aufsteigende Luft an den beiden Kugeln 3 und 12 der Ventile vorbei zwischen deren Stegen 2 und 8 hindurch nach oben in das Kniestück 5 und von diesem in das Fallrohr 13 gelangen. Beim Eintritt von Wasser in das untere Ventil wird dessen Kugel 3 in die gestrichelt eingezeichnete Lage 21 gehoben, gegen den Ventilsitz 7 gedrückt und so der Durchtritt der Flüssigkeit nach oben verhindert, Eventuell doch durchtretendes
    f !
    Wasser gelangt in das darüberliegende Ventile dessen Kugel 12 in gleicher Weise mit Hilfe des Ventilsitzes 9 einen Ventilschluß und damit eine zusätzliche Abdichtung herbeiführt.
  • Das auf der rechten Seite des Winkelstücks angeordnete dritte Ventil hat die Aufgabe, das Fallrohr 13 mit Luft zu versehen, falls es infolge Undichtigkeit der Steigrohrventile sich mit Flüssigkeit-gefüllt haben sollte und infolgedessen ohne Belüftung eine Hebelwirkung eintreten würde. Sollte der Druck des Wassers so groß werden, daß ein Austreten aus den Schlitzen 20 zu befürchten wäre, so erfolgt in ähnlicher Weise wie bei den Ventilen im Steigrohr ein Schließen des Ventils durch Anheben der Kugel 17 in die gestrichelte Lage 22. Beim Zurückgehen des Druckes wirkt das Ventil
    alsRohrunterbrecher.
    u
    Die beispielsweise in der Zeichnung dargestellte Anlage braucht
    naturgemäß nicht so vollständig ausgeführt zu werden, insbesonde-
    re genügt im Steigrohr unter Umständen bereits ein Ventil und wenn ein Fallrohr nicht vorgesehen ist, vielmehr das Steigrohr oben offen ausgeführt wird, so kann auf das Ventilgehäuse 1 ein Abschlußstuck, wie es auf der rechten Seite der Figur mit 18 bezeichnet ist) aufgesetzt werden. Diese sehr einfache Ausführung stellt eine besonders billige und in manchen Fällen durchaus ausreichende Rohrentlüftung dar.

Claims (9)

  1. Schut z ansp r i h e 1. Entlüfter für Rohrleitungen ? dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einem in der Betriebsflüssigkeit Auftrieb aufweisenden, zwischen Stegen geführten, kugelförmigen Ventilkörper ausgerüstetes Ventil in der Nähe des oberen Endes der Rohrleitung senkrecht und so an diese angebaut ist, daß der Ventilkörper bei infolge Aufsteigens von Flüssigkeit geschlossenem Ventil an dem über ihm angeordneten Ventilsitz anliegt, bei geöffnetem Ventil aber infolge seines Gewichtes vom Ventilsitz abgefallen ist, so daß Luft zwischen den Stegen frei durchtreten kann.
  2. 2. Entlüfter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er an einen Abzweig eines Fallrohrs angebaut ist.
  3. 3. Entlüfter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Ventile übereinander angebaut sind.
  4. 4. Entlüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennseichnet, daß das die Stege aufweisende Ventilgehäuse nach unten von einem konsolartigen, zur Aufnahme der Kugel bei geöffnetem Ventil dienenden Abschnitt abgeschlossen ist.
  5. 5. Entlüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das die Stege aufweisende Ventilgehäuse auf der unteren Seite einen Ring mit in den von den Stegen umgebenen Raum hineinragenden Nasen aufweist.
  6. 6. Entlüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet. daß die Stege selbst an ihrem unteren Ende mit Nasen für das Aufsetzen der Kugel bei geöffnetem Ventil versehen sind.
  7. 7. Entlüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsitz durch eine Überwurfverschraubung auf dem oberen Ende des Ventilgehäuses befestigt ist.
  8. 8. Entlüfter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwurfverschraubung mit Hilfe eines zur Aufnahme eines weiteren Ventils geeigneten Gehäuses vorgenommen ist.
  9. 9. Entlüfter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwurfverschraubung mit Hilfe eines glockenförmigen, Luft austrittsschlitze aufweisenden Abschlußstücks vorgenommen ist.
DE1958ST009599 1958-01-29 1958-01-29 Entluefter fuer rohrleitungen. Expired DE1795534U (de)

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