DE179154C - - Google Patents
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- DE179154C DE179154C DENDAT179154D DE179154DA DE179154C DE 179154 C DE179154 C DE 179154C DE NDAT179154 D DENDAT179154 D DE NDAT179154D DE 179154D A DE179154D A DE 179154DA DE 179154 C DE179154 C DE 179154C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16N—LUBRICATING
- F16N15/00—Lubrication with substances other than oil or grease; Lubrication characterised by the use of particular lubricants in particular apparatus or conditions
- F16N15/02—Lubrication with substances other than oil or grease; Lubrication characterised by the use of particular lubricants in particular apparatus or conditions with graphite or graphite-containing compositions
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JV^ 179154 —
KLASSE 47e. GRUPPE
Schmiervorrichtung für Öl und Graph.it mit Mischpumpe.
Die Schmiervorrichtung nach vorliegender Erfindung gestattet eine stetige Zuführung
eines aus öl und Graphit bestehenden Gemisches nach den verschiedenen zu schmierenden
Maschinenteilen mittels verschiedener A^erteilungskolben, von denen jeder unabhängig von dem anderen regelbar ist.
Die Schmiervorrichtung unterscheidet sich von anderen ähnlichen dadurch, daß eine Antriebswelle,
welche unregelmäßig abwechselnde Drehbewegung erhält, bei jeder Schwingung einen Mischkplbeh und auch verschiedene Verteilungskolben
antreibt, von denen jeder für sich und nach Wunsch die eine oder die andere unregelmäßige, abwechselnde Bewegung erhalten
kann, die die besondere Bewegungsart der Antriebswelle ihm zu geben vermag.
In beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι einen senkrechten Schnitt nach der
Schnittlinie E-F (Fig. 2), Fig. 2 einen wagerechten Schnitt nach der Schnittlinie A-B-C-D
(Fig. ι) und K-L (Fig. 3), Fig. 3 einen Schnitt
nach G-H (Fig. 2), Fig. 4 einen Schnitt nach /-/ (Fig. 2) ; Fig. 5 zeigt die die verschiedenen
Kolbenbewegungen darstellenden Schaulinien.
Das öl wird auf ein Sieb 1 gegossen, von
wo aus es in den Behälter 2 fällt, der durch einen Deckel 3 abgeschlossen ist; hierauf wird
das Sieb 1 entfernt und in den Behälter die entsprechende Menge Graphit eingeschüttet.
Der Behälter ist mit einem Schauglas 4 versehen. Der trichterförmig angeordnete Boden
des Behälters führt nach einem Kanal 5, der in einen zylindrischen Raum 6 am Ende der
Schmiervorrichtung mündet, in dem- der Kolben 7 spielt. Ein oder zwei Kanäle 8 führen
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das Gemisch vom oberen Teil des Trichters zu einem wagerechten Kanal 60, in welchem die
Saugkanäle des Mischungskolbens 7 und der verschiedenen verteilenden Kolben 11 münden.
Bei jeder Schwingung des die Schmiervorrichtung in Tätigkeit setzenden Hebels saugt der Kolben 7 aus dem Kanal 60 eine
gewisse Menge des im Behälter 2 enthaltenen Gemisches an und drückt es als senkrecht austretenden
Ölstrahl durch den Kanal 5 nach demselben Behälter zurück/ wodurch ein gleichmäßiges Mischen des Öles mit dem
Graphit in diesem Behälter hervorgerufen wird.
11 sind die Verteilkolben. Es sind so viel
verteilende Kolben 11 vorhanden, als die Schmiervorrichtung Maschinenteile schmieren
soll. Jeder Kolben 11 saugt aus dem Kanal 60, indem er die als Saugventil dienende Kugel
10 hebt, eine gewisse Menge des Gemisches an und drückt es über das Ventil 12 nach dem
Rohransatz 13, von wo es durch das Rohr 14 " den zu schmierenden Teilen zugeführt wird.
In dem Fuß der Schmiervorrichtung ist ein Hohlraum 15 vorgesehen, durch welchen
Dampf strömen kann, um die Schmiervorrich-.tung auf der gewünschten Temperatur zu erhalten.
Die Wechselbewegung der Kolben 7 und 11 wird durch Daumen 16 herbeigeführt, die auf
eine Welle 17 aufgekeilt sind und in Nuten 18 und 19 am Ende der Kolben spielen. Die
Länge der Nut 19 des Kolbens 7 ist genau gleich der Dicke des Daumens 16, so daß der
Kolben 7 den Bewegungen des Daumenendes folgt. Bei jeder vollständigen Hin- und Her-
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Schwingung des Daumens 16 führt der Kolben 7 einen vollständigen Hin- und Hergang
aus, wodurch eine gewisse Menge des Gemisches aus dem Behälter 2 durch den Kanal
60 angesaugt und hierauf wieder durch den Kanal 5 in den Behälter zurückgedrückt wird.
Die Länge der Nut 19 wird durch eine Schraube 20 geregelt, die durch eine Gegenmutter
21 gehalten wird. Wenn die Kolben 11 in der gleichen Weise angetrieben würden,
so würde die Schmiervorrichtung zu viel för-. dem, denn in Wirklichkeit ist es nicht möglich,
den Durchmesser dieser Kolben unter einer gewissen Stärke zu halten. Aus diesem Grunde
und um gleichzeitig" einen großen Hub der . Kolben 11 herbeizuführen und des Graphites
ungeachtet eine gute einstellbare Schmierung herbeizuführen, ist die Anordnung so getroffen,
daß die Kolben nicht eine vollständige Hubbewegung, sondern nur eine teilweise, entsprechend
einer gewissen Anzahl Schwingungen des Antriebshebels 22 ausführen. Dies
wird in folgender Weise erreicht: Der Hebel
22, der dadurch in Schwingung versetzt wird, daß das Auge 23 durch eine Stange mit dem
umlaufenden Teil der Maschine verbunden ist, dreht sich nicht wie bei bisher bekannten
Schmiervorrichtungen um einen festen Punkt. Er endigt in einem Ring 24, der das Exzen-
ter 25 umfaßt. Letzteres dreht sich auf der
Büchse 26, die mit einer der Wände der Schmiervorrichtung aus einem Stück besteht
und dadurch feststeht. In dem Exzenter 25 sind drei keilförmige Vertiefungen 27. mit
Keilflächenneigung nach gleichem Sinne vorgesehen. Diese Vertiefungen 27 sind nach
der Innenfläche .des Ringes 24 offen. Ebenso trägt die Außenfläche der Büchse 26 keilförmige
Vertiefungen 28 mit einer Neigung entgegengesetzt der Keilneigung der Ver-■
tiefungen 27. Diese Vertiefungen sind also nach dem Inneren des Exzenters offen. In
jeder dieser Vertiefungen liegt ein kleiner Zylinder 29 bezw. 30. Um diese Zylinder gut
zu führen, werden vorteilhaft an der Breitfläche der Vertiefungen kleine Federn (in den
Zeichnungen weggelassen) angeordnet, über welchen ein Stück 50 liegt, das einen Teil der
Zylinder 29 oder 30 umfaßt. Wenn nun die mit dem Auge 23 verbundene Stange den Hebel
22 nach rechts zieht (s. Fig. 3), so läßt der. Exzenterring 24 die Zylinder 29 nach dem
- engeren Teil der Vertiefungen 27 rollen und die Zylinder erzeugen so genügende Reibung
zwischen dem Exzenterring 24 und dem Exzenter 25, um beide zu kuppeln. Wenn aber
im Gegenteil der Hebel 22 nach links bewegt wird, so entkuppeln sich die Zylinder 29 und
die Klemmrollen 30 kuppeln das Exzenter 25 mit der Büchse 26 und verhindern so das
. Rückwärtsdrehen des Exzenters. Unter den schwingenden Bewegungen des Hebels 22
dreht sich somit das Exzenter in Richtung des Uhrzeigers.
Statt der beschriebenen Einrichtung mit den keilförmigen Vertiefungen 27 und 28, in denen
die Zylinder 29 und 30 liegen, kann man zur Erreichung derselben Wirkung Klinken verwenden,
welche auf Zähne am Umfang des Exzenters einwirken.
Das Exzenter 25 und die Zylinder 29 und 30 sind durch zwei Platten 61 zusammengehalten.
Infolge der Drehung des Exzenters führt der Hebel 22 eine schwingende Bewegung um
einen beweglichen Drehpunkt aus, wenn man die Schmiervorrichtung .als festliegend betrachtet,
d. h. irgendein Punkt des Hebels 22 beschreibt eine Reihe Bogen, deren Entfernung
von der Mitte der Büchse 26 veränderlich ist. . 80 '
Der Hebel 22 wirkt auf die Welle 17 durch Vermittlung eines Ringes .31, der auf diese
Wrelle aufgekeilt ist und der mit einer Öffnung
33 versehen ist, durch welche der Hebel 22 hindurchgeht. Der Hebel 22 ist mit Zylinderflächen
32 versehen, welche sich gegen die, Wandung des Schlitzes 33 legen. Infolge der besonderen Bewegung des Hebels 22 liegt der
Berührungspunkt der Zylinderflächen 32 an den Wänden der Öffnung 33 je nach der Lage
des Exzenters 25 mehr oder weniger entfernt vom Zentrum der Welle, bezw. der Hebelarm,
mit welchem der Hebel auf die Welle einwirkt, ist mehr oder weniger groß. Da nun anderen-;
teils der Weg der Lenkstange, die an dem Auge 23 angreift, stets gleich bleibt, so ergibt
sich, daß der Drehwinkel der Welle 17 verschieden groß ist und daß der Mittelpunkt
jeder Schwingung bei jeder Schwingung verstellt wird.
Oben ist bereits gesagt worden, daß die Nut 19 des Kolbens 7 so lang ist, als die Dicke
des Daumens 16 beträgt; daher wird der Kolben 7 zu derselben Bewegung veranlaßt wie
sein Daumen. Deshalb führt bei jeder Schwingüng des Antriebshebels 22 der Kolben 7 einen
vollständigen Kolbenhub von etwas veränderlicher Länge aus.
Die Nuten 18 der Kolben 11 sind dagegen
viel länger als der Dicke der Daumen 16 entspricht. Diese Länge wird geregelt mittels der
Schrauben 34, die in den Kolben 11 einstellbar und durch Muttern 63 feststellbar sind. Die
hin- und hergehenden Kolben sind in den Stopfbuchsengehäusen 35 geführt. Die Länge
der Nut 18 wird derart eingestellt, daß der Daumen 16 beim Saughub des Kolbens 11 sich
beispielsweise nur am Ende des Kolbenhubes gegen die Schraube 34 legt, so daß der Daumen
16 den Kolben nur um eine Länge vorrückt, die einem, geringen Bruchteil der
Schwingungsbewegung des Daumens 16 ent-
spricht. Da bei der darauffolgenden Schwingung nun der Schwingungsmittelpunkt verstellt
ist, so wird der Kolben auf eine dieser Verstellung entsprechende Länge fortgedrückt
usf., bis die relative Verstellung der Schwingungsmittelpunkte sich umkehrt; von
diesem Augenblick an wirkt der Daumen statt gegen die Schraube 34 in gleicher Weise gegen,
den Boden 36 der Nut 18. Es empfängt also bei jeder Schwingung des Hebels 22 der Kolben
11 eine kleine Bewegung; diese Bewe-. gungen, die erst nach der einen Richtung und
dann nach der anderen Richtung auftreten, veranlassen den Kolben 11 nach einer bestimmten
Anzahl Schwingungen des Hebels 22 zu einem vollständigen Hin- und Hergang.
Wenn die Länge der Nut 18 so eingestellt wird, daß bei jeder Schwingung der Daumen
16 abwechselnd gegen den Boden 36 und die Schraube 34 dieser Nut läuft, so wird jede
Bewegung des Kolbens 11 aus einer Vorwärtsbewegung nach einer Richtung und dann aus
einer geringeren Rückwärtsbewegung nach entgegengesetzter Richtung bestehen. Bei
dieser Einstellungsweise ist es also möglich, nach den zu schmierenden Teilen bei jeder
Schwingung des Hebels 22 eine sehr kleine Masse Öl zu fördern. Diese unterbrochenen
Bewegungen mit teilweiser Rückbewegung sind ein Kennzeichen vorliegender Schmiervorrichtung.
Die verschiedenen Bewegungen der Kolben 7 und 11 sind aus den Schaulinien in
Fig. 5 ersichtlich, welche auf fünf wagerechten Linien a, h, c, d, e die Bewegungen
eines Punktes der Kolben 7 und 11 für fünf hintereinander folgende Schwingungen des
Hebels 22 darstellen. Die senkrechte Spaltet stellt die Bewegungen eines Punktes des KoI-bens
7 dar, und die Spalte B stellt die Bewegungen eines Punktes des Kolbens 11 dar,
wenn die Länge der Nut 18 so eingestellt ist, daß der Daumen 16 bei jeder Schwingung nur
ein Ende dieser Nut 18 berührt.
Die Spalte C stellt die Bewegungen eines Punktes der Kolben 11 dar, wenn die Länge
der Nut 18 so eingestellt ist, daß der Daumen 16 bei. jeder Schwingung beide Enden dieser
Nut berührt
Um die Wirkungsweise dieser Schmiervorrichtung
zu erleichtern und Abnutzungen zu vermeiden, liegen die Welle 17, die Daumen 16
und die Kolben 11 und 7 mit ihrem Zubehör
in einem Ölbad, das in dem Behälter vorge-
sehen ist und durch die Wände 37 und den i Boden 38 geschlossen wird. Ein Deckel 39
deckt diesen Behälter zu.
Diese Schmiervorrichtung kann ebensogut auch für mit Schwefel und anderen Stoffen
gemischtes Öl benutzt werden.
Claims (2)
- Patent-An Sprüche:. i. Schmiervorrichtung für öl und Graphit mit Mischpumpe, dadurch gekennzeichnet, daß eine Antriebswelle (17) bei jeder Schwingung einesteils durch Vermittlung eines Daumens (16) einen'Mischkolben (7) -antreibt, der durch einen am oberen Ende des Ölbehälters (2) mündenden Kanal (8) das Gemisch ansaugt, es durch eine am Boden des Behälters mündende Leitung (5) zurückdrückt und so ein Durchrühren des Gemisches herbeiführt, und anderenteils durch andere Dau- men (16) verschiedene Verteilungskolben (11) antreibt, die das Gemisch aus- der Saugleitung (8) des Mischkolbens, ansaugen, wobei die Kolben derart angetrieben werden, daß sie bei jeder Schwingung des Antriebshebels (22), der die Arbeits- ' welle (17) treibt, entweder einen vollständigen Doppelhub (A, Fig. 5) oder einen Teilhub in dem einen Sinne (Saugen oder Drücken, B, Fig. 5), oder einen Teilhub in dem einen Sinne und einen geringeren Teilhub in dem anderen Sinne (C, Fig. 5) ausführen und die algebraische Summe dieser Teilhübe einen" vollständigen Hub der Kolben nach mehreren Schwingungen des Antriebshebels ergibt, und wobei jeder Kolben unabhängig von den anderen eingestellt werden kann, um die eine oder die andere der Antriebsarten auszuführen.
- 2. Schmiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- daß der Antriebshebel (22), der mit seiner Anschlagfläche (32) gegen einen auf die Welle (17) gekeilten Ring (31) wirkt, mit einem Ringe X24)- ein auf einer die Antriebswelle (17) umgebenden Büchse (26) drehbares Exzenter (25) umschließt, das nach Art eines Klinkenschaltwerkes gedreht wird, und daß die verschiedenen Kolben (7 und 11) Nuten (18) besitzen, deren Länge gleich der Dicke der Antriebsdaumen (16) oder größer ist, um entweder einen vollständigen Hub oder nur einen Teilhub durch die .Schwingung des Antriebshebels zu erhalten, noHierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE179154C true DE179154C (de) |
Family
ID=443491
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT179154D Active DE179154C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE179154C (de) |
-
0
- DE DENDAT179154D patent/DE179154C/de active Active
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