DE17742C - Neuerungen an Kammeröfen zum Brennen von Kalk u. drgl - Google Patents

Neuerungen an Kammeröfen zum Brennen von Kalk u. drgl

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DE17742C
DE17742C DENDAT17742D DE17742DA DE17742C DE 17742 C DE17742 C DE 17742C DE NDAT17742 D DENDAT17742 D DE NDAT17742D DE 17742D A DE17742D A DE 17742DA DE 17742 C DE17742 C DE 17742C
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E. ARNOLD in Fürstenwalde
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B17/00Furnaces of a kind not covered by any of groups F27B1/00 - F27B15/00
    • F27B17/0016Chamber type furnaces
    • F27B17/0041Chamber type furnaces specially adapted for burning bricks or pottery

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegenden Neuerungen beziehen sich auf Kammeröfen zum Brennen von Kalk und anderen Waaren, welche ein schnelles Abkühlen vertragen können, und bestehen in der eigenthümlichen Anordnung von zwei oder vier den Ofen bildenden Kammern und deren Verbindung mit direct unter der Ofensohle liegenden Wärmekammern für die Verbrennungsluft durch abschliefsbare Kanäle, welche Anordnung es gestattet, bei gröfstmöglicher Ausnutzung des Brennmaterials eine gute Waare zu liefern bei continuirlichem oder periodischem Betriebe.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Construction des aus vier Kammern bestehenden Ofens veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen Verticalschnitt durch den Ofen, Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch die Brennkammern in verschiedener Höhe, Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch die unter den Brennkammern liegenden Wärmekammern.
Die vier Kammern ABC und D sind um den Schornstein F symmetrisch gruppirt. Von den beiden nach aufsen hin liegenden Wänden jeder Kammer dient die eine zur Aufnahme der Rostfeuerungen a, während die zweite für die Einkarrthür b bestimmt ist, wie Fig. 2 veranschaulicht. Die beiden anderen Wandungen der Kammer nehmen die Verbindungskanäle und Schieber auf. Diese letzteren sind für je zwei auf einander folgende Kammern identisch, weshalb das nunmehr für die beiden Kammern A und B zu Beschreibende auch für die Verbindung der anderen Kammern, welche stets in dem Sinne A BCDA etc. betrieben werden, gilt.
Von der Kammer A führen in der Nähe des Gewölbes angeordnete Kanäle d nach dem Querkanal, der durch eine mittelst Schiebers f verschliefsbare Oeffnung mit dem nach dem Schornstein F führenden Kanal H und durch mittelst Schiebers h verschliefsbaren Kanal m mit der Kammer B in Verbindung steht. Durch diese Anordnung der Kanäle und Schieber wird ermöglicht, die Verbrennungsproducte aus der Kammer A in den Schornstein oder in die Kammer B zu leiten.
Des weiteren führen von der Kammer A durch Schieber/ verschliefsbare Kanäle ο nach der direct unter der Sohle von Kammer B angeordneten Wärmekammer M, welche mit den nach aufsen hin durch Thüren i fest verschliefsbaren Aschenräumen in Verbindung stehen. Diese Wärmekammer ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, mit kleinen, durchbrochen gemauerten Wänden versehen, kann jedoch auch nach Art der Siemens'sehen Regeneratoren eingerichtet sein. Sie dient dazu, eine Anwärmung der Verbrennungsluft für die Feuerungen α sowie der Ofensohle zu ermöglichen, indem die zum Kühlen der in Kammer A gebrannten Waare dienende Luft durch den Kanal 0 zieht, in die unten angeordnete Wärmekammer B strömt und einen Theil ihrer Wärme zur Erhitzung der Wärmekammer abgiebt, während sie immerhin noch in bedeutend erwärmtem Zustande unter den Rost gelangt.
Der Rost der Feuerungen ist geknickt, die Wölbung der Feuerung getreppt, so dafs eine Ableitung der durch die Feuerthür einströmenden Luft nach unten erzielt wird. Die in dem vorderen Theil der Feuerung entstehenden Gase werden durch diejenige Luft, welche durch die

Claims (3)

Spalten des hinteren, nach aufwärts gerichteten Rostes s strömt, vollständig verbrannt, und erfolgt die Regulirung der Zuströmung der secundären Verbrennungsluft in einfacher Weise durch theilweise Freimachung der hinteren Rostpartie. Nachdem die Abtheilung A ausgekarrt ist, erfolgt die Zuströmung der Verbrennungsluft immer noch durch Kanal ο und Kammer M, wobei die in derselben aufgespeicherte Wärme wieder abgegeben wird, so dafs auf diese Weise eine constante Erwärmung der Verbrennungsluft erzielt wird. Zur Bedienung der Schieber / sind die Gänge r angeordnet. Der Betrieb dieses Ofens geschieht in folgender Weise: Die Kammer A wird unter Schliefsiing der zur Kammer A gehörigen Schieber h und p und Oeffnen von f sowie der Aschfallthür i in Brand gesetzt. Inzwischen wird Kammer B gefüllt. Nachdem dies geschehen, schliefst man Schieber f, öffnet Schieber h der Kammer und schafft durch entsprechendes Oeffnen und Schliefsen der zur Kammer B gehörigen Schieber den Verbrennungsproducten einen Weg zum Schornstein. Die Verbrennungsproducte durchstreichen auf diese Weise Kammer B und wärmen dieselbe vor. Ist A fertig gebrannt, so schliefst man h und öffnet /, sowie die Einkarrthür b der Kammer A. Durch den Schornsteinzug wird alsdann Luft durch die Kammer A gesaugt, welche die eben fertig gebrannte Waare abkühlt, sich erwärmt, durch Kanal ο in Kammer M der Abtheilung B streicht und noch in erhitztem Zustande unter den Rost gelangt, um zur Verbrennung zu dienen. In derselben Weise können alle vier Kammern nach dem angedeuteten Princip continuirlich betrieben werden, während andererseits nichts hindert, nur eine einzige Kammer oder nur zwei zu betreiben. Der Ofen kann auch nur aus zwei Kammern bestellen, wobei man nur nöthig hat, die Kammern doppelt in der Weise mit einander zu verbinden, wie dies für die Kammern A und B beschrieben wurde. Patent-Ansρrüche:
1. In einem Brennofen für Kalk etc. mit zwei oder mehr Kammern die Anordnung der Wärmekammern M, welche direct unter der Sohle der Brennkammern liegen und einestheils direct mit der Rostfeuerung, anderentheils mit der vorhergehenden Kammer in Verbindung stehen.
2. Die Anordnung der Feuerung mit geknicktem Rost, dessen hinterer, nach rückwärts gerichteter Theil zum Durchströmenlassen der secundären Verbrennungsluft bestimmt ist.
3. In dem dargestellten Brennofen mit zwei oder vier Kammern die doppelte Verbindung je zweier auf einander folgender Kammern unter sich durch Kanäle dm einerseits und Kanäle ο sowie die Wärmekammern M und den Rost ί andererseits.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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