DE17644C - Apparate zum Schleifen hohlcylindrischer Flächen an Maschinentheilen - Google Patents

Apparate zum Schleifen hohlcylindrischer Flächen an Maschinentheilen

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DE17644C
DE17644C DENDAT17644D DE17644DA DE17644C DE 17644 C DE17644 C DE 17644C DE NDAT17644 D DENDAT17644 D DE NDAT17644D DE 17644D A DE17644D A DE 17644DA DE 17644 C DE17644 C DE 17644C
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DE
Germany
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grinding
spindle
hollow cylindrical
machine parts
cylindrical surfaces
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Active
Application number
DENDAT17644D
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English (en)
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A. RÖSSLER in Wien IV., Goldeggasse 1
Publication of DE17644C publication Critical patent/DE17644C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B41/00Component parts such as frames, beds, carriages, headstocks
    • B24B41/002Grinding heads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gehärtete Spindeln, Bolzen u. s. w. mittelst der Schmirgelscheibe exact rund zu schleifen, ist eine seit längerer Zeit zur vollsten Zufriedenheit gelöste Aufgabe.
Weit schwieriger ist es, die gleiche Arbeit an gehärteten Büchsen bezw. an den Innenwänden von Cylindern in1 kurzer Zeit und in vollkommener Weise herzustellen, und zwar besonders dann, wenn die Arbeitsstücke infolge ihrer Form, ihres Gewichtes u. s. w. nicht mehr mit der Planscheibe, auf welche sie gespannt werden sollen, rundlaufen können.
Eine neue Schleifmethode, welche sowohl in Rücksicht auf die nöthige Arbeitszeit, wie nicht minder auf die Vollkommenheit der geleisteten Arbeit den strengsten Ansprüchen nachkommt, beruht auf folgendem Princip:
Die gehärtete und in dem betreffenden Maschinentheil festgemachte Büchse bezw. der zu schleifende Hohlcylinder wird fest gelagert, so zwar, dafs der letztere weder nach der Länge seiner Achse noch sonstwie verschoben oder gedreht werden kann.
Wenn man nun eine Schmirgelscheibe derart auf die Innenseite des zu schleifenden Cylinders einwirken läfst, dafs deren Achse stets parallel und im gleichen Abstand von der Achse des Cylinders bleibt, dabei aber sowohl um ihre eigene Achse wie auch um die Achse des Cylinders selbst rotirt und gleichzeitig langsam axial verschoben, wird, so wird dadurch jeder Punkt der Peripherie des Cylinders bezw. die Innenwand desselben genau cylindrisch geschliffen werden.
Dieses Princip wird durch die in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellten Apparate erreicht.
Das Wesen derselben ist eine Hauptspindel A und eine Schleifspindel K. Auf letzterer steckt eine Spule Q, welche die Schmirgelscheibe S trägt. Hauptspindel und Schleifspindel lassen sich gegenseitig, aber nur parallel zu einander verstellen, so zwar, dafs die letztere um die erstere wie ein Kurbelzapfen rotirt, sobald die Hauptspindel angetrieben wird. Setzt man ferner gleichzeitig die Spule auf der Schleifspindel durch einen Riemen in Bewegung, so rotirt jeder Punkt der daraufsitzenden Schmirgelscheibe in einer der relativen Geschwindigkeit der Schleifspindel und der Schleifspule entsprechenden Hypocycloide.
Die vollkommenste Ausführung für dieses
Princip bietet der nachstehend beschriebene
und in Fig. 1 der Zeichnung dargestellte Apparat.
Die Hauptspindel A ist in einem Ständer B gelagert, welcher so gestaltet ist, dafs er leicht im Support einer Drehbank festgespannt werden kann. Mit der Spindel A in irgend einer Weise fest verbunden (in beiliegender Zeichnung mit ihr aus einem Stück geschmiedet) ist der Arm C, an welchem sich ein zweiter Arm D einerseits mittelst eines Scharniers E, andererseits mittelst einer prismatischen Führung F und einer in zwei kleinen Docken G und H gelagerten
Schraube J bewegen läfst. Dieser bewegliche Arm D trägt die Schleifspindel K1 welche, um sie leicht wechseln zu können, in den Arm D eingeschraubt ist.
Am Arme C ist ferner eine hohle Spindel L befestigt, welche die doppelte Riemscheibe MM1 trägt. Das Scharnier E ist central durchbohrt, und dient diese Bohrung als Lager für eine Achse N, welche einerseits die Riemscheibe O, andererseits jene P trägt, wovon die erstere mit der Scheibe M1, die zweite mit der Schleifspulenscheibe Q correspondirt. Treibt man nun mittelst eines Riemens die Scheibe M an, so wird auch die Scheibe M1 mitlaufen, und ist diese mittelst eines Riemens mit der Scheibe O, ferner ebenso die Scheiben P und Q mit einander verbunden, so wird, wenn man sich die Hauptspindel festgehalten denkt, die Schleifspule zu rotiren beginnen, gleichgültig, in welchem Abstand die Hauptspindel und die Schleifspindel sich gegenseitig befinden, da durch eine solche Verstellung die Distancen der betreffenden Achsen, also auch die Riemenlängen, nicht geändert werden.
Wird aber gleichzeitig die Hauptspindel A mittelst eines um die Riemscheibe R gelegten Riemens angetrieben, so wird die Schleifspindel um die Hauptspindel rotiren und gleichzeitig die Schleifspule mit der Schmirgelscheibe .S bewegt werden. Wird endlich der ganze Apparat, welcher, wie bereits bemerkt, im Support einer Drehbank festgespannt gedacht ist, mittelst der Handsteuerung des Supports oder der Egalisirvorrichtung der Drehbank der Länge nach hin- und herbewegt, so wird dadurch eine auf der festgestellten Planscheibe oder auf einem beliebigen Spannwinkel befestigte Büchse, ein Stangenauge oder dergleichen geschliffen werden.
Nöthig ist nur, dafs die Achse des zu schleifenden Hohlcylinders mit der Achse des Schleifapparats zusammenfällt, was praktisch leicht zu erreichen ist, wie später unter »Centriren der Büchsen« kurz angedeutet werden wird.
Einige der Variationen dieses Schleifapparats, von welchen übrigens noch eine ganze Reihe anderer möglich sind, erscheinen in Fig. 2 und 3 dargestellt. Die gleichen Theile sind mit denselben Buchstaben bezeichnet, wie beim erstbeschriebenen Apparat.
Bei jenem, Fig. 2, wird die Verstellung der Schleifspindel durch eine excentrisch gelagerte Scheibe D mittelst Schneckenrades und Schnecken b und c, beim Apparat Fig. 3 mittelst einer Schraubenspindel und Prismenführung nach Art einer sogenannten Kurbelscheibe vermittelt.
Als Nachtheile dieser Apparate gegen den. weit vortheilhafteren nach Fig. 1 können angeführt werden: Infolge des Umstandes, dafs eine ordentlich arbeitende Schmirgelscheibe eine Peripheriegeschwindigkeit von 1000 bis 1200 m pro Minute besitzen mufs, sonach beispielsweise eine Schmirgelscheibe von 40 mm Durchmesser, wie sie bei kleinen Büchsen in Anwendung kommen, ca. 8000 bis 9000 Touren pro Minute machen mufs, kommt der Riemen bei den Apparaten 2 und 3 vom Vorgelege bereits mit grofser Geschwindigkeit herab, und laufen die meistens an der Decke gelagerten und der Beaufsichtigung nicht so zugänglichen Vorgelege leicht warm und geben zu Unfällen Veranlassung. Ueberdies müssen diese Vorgelege, den verschiedenen Riemenlängen entsprechend, welche durch die kurbelartige Bewegung der Schleifspindel bedingt wird, beweglich sein. Ferner erfolgt durch den constanten Zug des Antriebriemens der Schleifspule während je einer Umdrehung der Hauptspindel abwechselnd eine Verzögerung und eine Beschleunigung der Bewegung der letzteren, wodurch ein vollkommen gleichmäfsiges Schleifen nicht stattfinden kann.
Die Hauptspindeln sollen nur langsam rotiren und höchstens 20 bis 25 Umdrehungen pro Minute machen, damit der Arbeiter namentlich während des Schleifens den Apparat nachstellen bezw. die excentrische Stellung der Schleifspindel verändern kann.
Das bereits erwähnte »Centriren der Büchsen« wird auf folgende einfache Weise vorgenommen: Die Excentricität der Schleifspindel wird aufgehoben, d. h. auf Null gestellt, für welche Stellung zwei Marken angebracht sind, bei deren Zusammentreffen die Achsen der Schleifspindel und der Hauptspindel zusammenfallen. Hierauf wird die in Fig. 4 dargestellte kleine, abgebogene Reifsnadel in das Auge T der Schleifspule (in Fig. ι am deutlichsten sichtbar) eingesteckt und diese gedreht. Die Spitze der Reifsnadel beschreibt nun einen Kreis, dessen Mittelpunkt in der Achse der Hauptspindel liegt. Ist nun auf dem zu schleifenden Auge oder auf der Büchse, Fig. 5, ein Kreis mn 0 p aufgerissen, dessen Mittelpunkt der Achse des zu schleifenden Auges entspricht, so wird die Hauptachse des Apparats mit der Achse des Auges zusammenfallen, sobald die Spitze der Reifsnadel, welche zu diesem Behuf im Auge 5 der Schleifspule leicht verschiebbar ist, beim Drehen derselben genau denselben Kreis mnop beschreibt, der am Auge vorgerissen ist. Durch entsprechendes Nachspannen des Auges mittelst der Spannbacken der Drehbankplanscheibe oder durch entsprechendes Richten an einem Aufspannwinkel etc. wird der Arbeiter die richtige centrische Stellung jederzeit leicht zu finden im Stande sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die aus Zeichnung ersichtliche Anordnung einer rotirenden Spindel A in einem im Support einer Drehbank zu befestigenden Ständer B, welche sich langsam dreht, und einer schnell rotirenden Schleifscheibe S auf dem Dorn K, welcher, unter Beibehaltung der Parallelität der Achsen, excentrisch gegen die Spindel A gestellt werden kann, und zwar durch Drehung des ihn tragenden Stückes D um einen aufserhalb der Spindelmitte liegenden Punkt, Fig. i, oder durch Verschiebung des Stückes D im excentrischen Kreise, wie in Fig. 2, oder in gerader Richtung, wie in Fig. 3.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT17644D Apparate zum Schleifen hohlcylindrischer Flächen an Maschinentheilen Active DE17644C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2715806A (en) * 1952-05-23 1955-08-23 Jr Albert S Hancock Independent jig grinder

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2715806A (en) * 1952-05-23 1955-08-23 Jr Albert S Hancock Independent jig grinder

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