DE175901C - - Google Patents

Info

Publication number
DE175901C
DE175901C DENDAT175901D DE175901DA DE175901C DE 175901 C DE175901 C DE 175901C DE NDAT175901 D DENDAT175901 D DE NDAT175901D DE 175901D A DE175901D A DE 175901DA DE 175901 C DE175901 C DE 175901C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flywheel
axis
rotation
inertia
mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT175901D
Other languages
English (en)
Publication of DE175901C publication Critical patent/DE175901C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/02Rotary gyroscopes
    • G01C19/04Details
    • G01C19/16Suspensions; Bearings
    • G01C19/18Suspensions; Bearings providing movement of rotor with respect to its rotational axes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Electrophotography Configuration And Component (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 175901 KLASSE 42 c. GRUPPE
Dr. HERMANN ANSCHUTZ-KAEMPFE in KIEL.
Kreiselapparat. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1905 ab.
Bei Apparaten, in welchen sehr schnell rotierende Schwungmassen vorhanden sind, wie z. B. bei Kreiselapparaten, ist es wichtig, daß diese Teile mit der Rotationsachse so verbunden sind, daß bei der" Rotation ihre Hauptträgheitsachse mit der Drehungsachse zusammenfällt.
Wenn diese Bedingung nämlich nicht erfüllt ist, tritt dadurch, daß der Schwungkörper sich unter dem Einfluß der Schwungkraft in die Hauptträgheitsachse einzustellen strebt, ein starkes, die Lagerung der Rotationsachse sehr ungünstig beanspruchendes Drehmoment auf.
Diese Bedingung ist indes durch die Art der Herstellung der Schwungmasse von vornherein nur in den seltensten Fällen gewährleistet, da schon die natürlichen Ungleichmäßigkeiten des Materials, das Vorhandensein etwaiger Gußblasen usw. es in der Regel mit sich bringen, daß die Hauptträgheitsachse keineswegs mit der Rotationsachse zusammenfällt. Demgemäß soll nach der vorliegenden Erfindung der Schwungkörper so mit der Achse verbunden werden, daß er zwar in der Rotationsrichtung selbst sich gegen diese nicht verdrehen kann, von der Achse also mitgenommen wird, im übrigen aber frei ist. Es wird hierdurch erreicht, daß der rotierende Körper ebenso wie die Achse gezwunden sind, stets gleiche Tourenzahl zu machen, ger Körper aber sich selbst in die Lage einstellen kann, welche dem Maximum des Trägheitsmomentes in bezug auf die Rotations-?
achse entspricht. Die erwähnte schädliche Lagerbeanspruchung und die daraus resul-
tierenden Reibungswiderstände und sonstigen Störungen werden durch diese Anordnung vollkommen aufgehoben.
Bei Ausführung der Erfindung wird von einem jener bekannten Mittel Gebrauch gemacht, mit Hilfe derer schon früher die Verbindung zwischen einer Welle und einem auf dieser sitzenden Rade so angeordnet wurde, daß Rad und Welle in der Drehrichtung fest, im übrigen aber einstellbar gekuppelt waren. Diese bekannten Mittel sind z. B. Kugel- oder kardanische Gelenkverbindungen.
In den beiliegenden Zeichnungen sind unter Benutzung dieser bekannten Mittel zwei Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 in Querschnitt und Oberansicht die Befestigung der Schwungmasse auf der Achse mit Hilfe eines. Kugelgelenkes und Fig. 3 und 4 in Seitenansicht und Querschnitt die Verbindung durch ein kardanisches Gelenk.
In Fig. ι ist α die Drehachse, von der aus der Schwungkörper b in Umdrehung versetzt werden soll.
Die Schwungmasse b, beispielsweise eine Scheibe von einer gewissen Masse, die am Umfang zweckmäßig mit einem Wulst versehen wird, ist nun auf die Welle α nicht fest aufgekeilt, sondern sitzt auf einer Kugel c. Die Aufbringung kann zweckmäßig in der Weise geschehen, daß die Schwungmasse mit einem mittleren, durch eine Schraube d zu befestigenden Ring e versehen wird, den man zum Zweck der Aufbringung der Schwungmasse abnimmt und nach dem Aufsetzen wieder befestigt. Die Kugel ist mit einer
Nut/ versehen, die in einer durch die Achse der Welle gelagerten Ebene verläuft und in dieser Nut greift ein Stift g ein, der in das Schwungrad eingesetzt ist. .
Wird dieser Stift in der mittleren Achse x-x des Schwungrades angeordnet und erhält er, wie in der Zeichnung dargestellt, einen kreisförmigen Querschnitt, so ist das Schwungrad nur in der Rotationsrichtung der Welle
ίο mit dieser gekuppelt, wird also mitgenommen, kann sich jedoch nach allen Richtungen hin, auch um die Achse x-x, frei drehen. Bei der Rotation wird sich also die Schwungmasse selbsttätig so einstellen, daß ihre Hauptträgheitsachse — die, wie oben bemerkt, im allgemeinen, wenn nämlich das Material irgendwelche Ungleichmäßigkeiten aufweist, mit der Mittelachse nicht zusammenfällt — mit der Rotationsachse zusammenfällt.
In den Fig. 3 und 4 ist eine andere Anordnung dargestellt. Gemäß dieser wird die Kupplung zwischen Achse und Schwungmasse durch eine kardanische Gelenkverbindung hergestellt, in der Weise, daß mit der Drehungsachse α durch zwei in der gleichen Achse beiderseitig angeordneten Zapfen h ein Ring i drehbar verbunden ist, der seinerseits wieder mittels zweier Zapfen k, deren gemeinsame Achse rechtwinklig auf derjenigen der Zapfen h steht, die Schwungmasse b trägt. Auch bei dieser Verbindung wird, wie ohne weiteres ersichtlich, von einer Drehung der Welle α die Schwungmasse b mitgenommen, kann sich aber trotzdem nach allen Seiten frei einstellen.
Beide Vorrichtungen sind an und für sich mechanisch völlig gleichwertig. Falls auf einen der beiden, durch eine solche Vorrichtung gekuppelten Teile, nämlich Schwungkörper oder Achse, während beide mit konstanter Tourenzahl rotieren, eine Kraft ausgeübt wird, welche beide gegeneinander schief zu stellen sucht, so tritt eine Widerstandskraft auf, welche, falls eine Drehung des einen Teiles stattgefunden hat, den anderen entsprechend nachdreht, so daß die gegenseitige Lage erhalten bleibt. Diese Kraft liegt in beiden Fällen in gleicher Weise in den Druckkräften begründet, welche die Welle bei der beständigen Arbeitsübertragung auf den Schwungkörper auf die Kupplung ausübt, sowie in den Zapfenreibungen. Bei der Ausführung nach Fig. 3 und 4 kommt indes noch als weiteres Moment die Masse des kardanischen Ringes i hinzu. Sowie die Achse nun aus ihrer normalen Lage verdreht wird, ist der Ring gezwungen zu oszillieren mit einer Frequenz gleich der Tourenzahl des Schwungkörpers. Hierdurch ist eine, je nach dem Trägheitsmoment des Ringes mehr oder weniger große, elastisch wirkende Kraft gegeben, welche Achse und Schwungkörper in ihrer gegenseitigen Lage präzis zu erhalten sucht und vor einer starren Verbindung außer dem durch die vorliegende Erfindung erstrebten Zweck der freien Einstellung auf das maximale Trägheitsmoment noch den großen Vorzug besitzt, daß Stöße und Erschütterungen von der Achse dem Schwungkörper nicht direkt mitgeteilt, sondern elastisch aufgenommen werden, woraus sich eine weitere Schonung der Lager ergibt.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Kreiselapparat, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwungkörper mit der ihn in Drehung versetzenden Achse nur in der Rotationsrichtung fest, im übrigen aber frei einstellbar gekuppelt ist, zum Zweck, die selbsttätige Einstellung des Schwungkörpers in die Hauptträgheitsachse zu ermöglichen.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 mit Verwendung einer · kardanischen Gelenkverbindung als Kupplung zwischen Achse und Schwungkörper, dadurch gekennzeichnet, daß der als Zwischenglied der kardanischen Gelenkverbindung dienende Ringkörper eine Masse besitzt, die so groß gewählt ist, daß bei Einwirkung verdrehender Kräfte Schwungkörper und Achse durch die Trägheitswirkung der Ringmasse mit einer ihrer Größe nach genau bestimmten elastisch wirkenden Kraft in ihrer gegenseitigen Lage erhalten bleiben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der reiChs&rüCkerei.
DENDAT175901D Active DE175901C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE175901C true DE175901C (de)

Family

ID=440507

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT175901D Active DE175901C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE175901C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2111279A1 (de) Befestigungsvorrichtung fuer Rotorblaetter von Drehfluegelflugzeugen,insbesondere Hubschraubern
DE2007849C3 (de) Vorrichtung zum kraftschlüssigen Befestigen eines Zahnrades auf einer keillosen Welle
DE2402101C3 (de) Einrichtung zum Verbinden des Fonnzylinders einer Rotations-Druckmaschine mit dessen Antriebswelle
DE175901C (de)
DE1172961B (de) Drehfluegelflugzeug
DE2162366C2 (de) Torsionsmeßgerät
DE552646C (de) Gelenk, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge mit Lenkradantrieb
DE551568C (de) Propeller
DE699522C (de) Vorrichtung zur selbsttaetigen Verstellung der Zuendvoreilung fuer Zuenddynamos
DE679410C (de) Feststellvorrichtung fuer den Auslegerarm von Radialbohrmaschinen
DE2701519C3 (de) Rotor für ein Drehflügelflugzeug
DE3311796C2 (de) Vorrichtung zum Durchtrennen von Werkstücken
DE1174098B (de) Maschine zum Aufnehmen und Knicken von gemaehtem Erntegut
DE2230885A1 (de) Friktionsgelenk
AT41665B (de) Einrichtung zum Messen der Zugkraft von Propellerschrauben bei Luftfahrzeugen.
DE660206C (de) Tragschrauber mit einem mechanisch zu beschleunigenden oder zu verzoegernden Rotor
DE741262C (de) Auswuchtverfahren und Wuchtvorrichtung zur Fertigstellung von Luftschrauben mit satzweise austauschbaren Fluegelblaettern bzw. austauschbaren Naben
DE29507327U1 (de) Auswuchtmaschine für Fahrzeugräder, insbesondere für Leichtmetallfelgen
DE2461334C2 (de) Justiereinrichtung fuer den spurlauf des rotors eines klein- oder modellhubschraubers
DE384304C (de) Lenkgetriebe mit zwei zusammenwirkenden, ungleich langen Hebeln
DE913148C (de) Fadenspannvorrichtung fuer Spul- und aehnliche Maschinen
DE1900529C3 (de) Stufenloses Schaltgetriebe für eine Sämaschine
DE691096C (de) Fliehkraftbremsvorrichtung
DE204371C (de)
DE652231C (de) Magnetelektrischer Zuendapparat