DE660206C - Tragschrauber mit einem mechanisch zu beschleunigenden oder zu verzoegernden Rotor - Google Patents
Tragschrauber mit einem mechanisch zu beschleunigenden oder zu verzoegernden RotorInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/02—Gyroplanes
- B64C27/021—Rotor or rotor head construction
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Tragschrauber mit einem mechanisch zu beschleunigenden
oder zu verzögernden Rotor, dessen an einem Klappgelenk und einem schräg nach außen und oben verlaufenden Schrägzapfen
angelenkte Flügel ihre Anstellung selbsttätig ihrer Abweichung von der Radialstellung
anpassen.
In Weiterentwicklung dieser Bauart ist nach der Erfindung zusätzlich zu der Flügelgelenkverbindung ein an sich bekanntes Zuggelenk vorgesehen. Zweckmäßig wird dabei der Bewegung um das schräge Gelenk ein größerer Reibwiderstand entgegengesetzt als um den Zuggelenkzapfen, und zwar mindestens dann, wenn die Umlaufgeschwindigkeit des Rotors einen bestimmten Wert überschreitet, der kleiner ist als die normale Umlaufgeschwindigkeit während des Fluges.
In Weiterentwicklung dieser Bauart ist nach der Erfindung zusätzlich zu der Flügelgelenkverbindung ein an sich bekanntes Zuggelenk vorgesehen. Zweckmäßig wird dabei der Bewegung um das schräge Gelenk ein größerer Reibwiderstand entgegengesetzt als um den Zuggelenkzapfen, und zwar mindestens dann, wenn die Umlaufgeschwindigkeit des Rotors einen bestimmten Wert überschreitet, der kleiner ist als die normale Umlaufgeschwindigkeit während des Fluges.
ao Wenn auf die Rotornabe vom Motor her ein Startmoment ausgeübt wird, schwenkt der
Flügel infolge seiner Trägheit und seines Luftwiderstandes um das Zuggelenk herum.
Diese Winkelverstellung um das Zuggelenk
a5 herum ist durch Anschläge begrenzt. Die
Schwenkung des Flügels um das Zuggelenk hört auf, sobald der Flügel eine durch die
Zuggelenkanschläge begrenzte kleine Winkelschwenkung beendet hat. Danach bewegt sich
der Flügel um das schräge Gelenk, wobei er einen Teil einer Kegelmantelfläche beschreibt.
Der Einstellwinkel des Flügels wird dabei verringert. Sobald die erforderliche Verringerung
des Einstellwinkels erfolgt ist, erreicht der Flügel einen Anschlag; in dieser Lage wird er durch Kräfte gehalten, die vom
Luftwiderstand, der Trägheit des Flügels und der Gelenkreibung herrühren.
Die Flügel werden in dieser Lage auf eine Umlaufgeschwindigkeit beschleunigt, die viel
größer ist als die im normalen Fluge. Das ist möglich durch den infolge der Verringerung
des Einstellwinkels verringerten Luftwiderstand des Flügels; dieser durch den hinteren
Anschlag des schrägen Gelenks vorbestimmte Einstellwinkel entspricht zweckmäßig dem
Auftriebsbeiwert Null. Sobald die erforderliche Umlaufzahl in der Minute erreicht worden
ist, kuppelt der Führer den Rotor vom Motor ab; die Flügel laufen nun mit einem Drehmoment Null um. Infolge der Fliehkraft
der Flügel wird die Nabe gegenüber den Flügeln herumgeschwungen. Das Moment der
Fliehkraft ist größer als das Reibmoment. Der Einstellwinkel des Flügels wird daher
plötzlich auf seinen normalen Wert vergrößert, während die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Rotors immer noch größer ist, als sie im normalen Fluge zu sein braucht. Infolgedessen
hebt sich der Tragschrauber senkrecht und schnell vom Boden ab.
In dem Zeitraum von der Abkupplung des Rotors an bis zu dem Augenblick, in dem die
Rotorumlaufzahl auf den normalen Flugwert
gefallen ist, muß die Vortriebsschraube den Tragschrauber auf die zur Erlangung des
maximalen Auftriebs erforderliche Fahrtgeschwindigkeit beschleunigen. 'Ji-'".;,
Bezeichnet man das Luftwiderstand-!* moment mit D, das Trägheitsmoment mit /,'
das Fliehkraftmoment mit R und das Reibmoment mit F1 dann erhält man die folgenden
Beziehungen zwischen den einzelnen Momenten während des oben beschriebenen Vorganges:
a) Wenn ein positives motorisches Moment ausgeübt wird und sich der Flügel an
dem schrägen Gelenk nach hinten dreht und der Einstellwinkel des Flügels abnimmt, ist
(D + I)>F.
b) Wenn der Flügel am hinteren Anschlag
des schrägen Gelenkes anliegt, ist (D+ 1 + F)
> R.
c) Nach der Abkupplung, wenn der Flügel den Anschlag des schrägen Gelenkes verläßt
und vorschwingt, ist i? > F.
Außer dem Vorteil des schnellen Abhebens des Tragschraubers vom Boden löst das
schräge Gelenk noch weitere Vorteile aus:
Z. B. könnte es als Reibungsdämpfer dienen, wenn der Schwingungsbereich der
Flügel um das Zuggelenk übermäßig groß wird. Der Flügel dreht sich dann zuerst
so lange um sein Zuggelenk, bis er den Zuggelenkanschlag
erreicht hat, und danach um das schräge Gelenk, dessen größere Reibung
die Schwingbewegung wirksam dämpft.
Der Eintritt günstiger Verhältnisse in allen Fällen der Beziehungen a, b und c kann
durch richtige Wahl der Werte für das Reibmoment F und das Fliehkraftmoment R gesichert
werden; die Luftwiderstands- und Trägheitsmomente sind bereits durch die
Abmessungen des Rotors bestimmt. Das Reibmoment kann auf verschiedene Weise, z.B. durch Verwendung verstellbarer Reibdämpfer, aber auch einzig und allein durch
richtige Wahl der Art und Einpassung des verwendeten Lagers, geändert werden, während
es drei Methoden für die Änderung des Fliehkraftmomentes gibt, nämlich:
i. Änderung der Lage der Zuggelenkanschläge,
2. Änderung der Lage der Anschläge des schrägen Gelenkes,
3. Änderung der Versetzung des schrägen Gelenkes oder des Zuggelenkes oder beider
Gelenke gegenüber der Rotorachse.
Das Fliehkraftmoment hängt, wenn der Flügel dem Antriebsmoment unterliegt, von
dessen Winkelstellungen gegenüber der normalen Lage um das schräge Gelenk (hinten)
und um das Zuggelenk sowie auch von den Abständen der Schräg- und Zuggelenke von
der Rotorachse ab. Das Reibmoment F des schrägen Gelenkes ist größer als das (später
mit / bezeichnete) des Zuggelenkes. Daraus „ folgt, daß, wenn das Fliehkraftmoment R
fehrend der Beschleunigung des Rotors ^größer wird, der Flügel den hinteren Anschlag
des Zuggelenkes verläßt und auf den ' vorderen Zuganschlag zuschwingt, sobald R
den Wert D +1 -\- f überschreitet. Dieser
letztere Wert ist kleiner als der Wert D + / + F, so daß der Flügel noch an dem hinteren
Anschlag des schrägen Gelenkes verbleiben wird. In dieser Lage hängt der Wert R von der rückwärtigen Verlagerung
des Flügels um das schräge Gelenk und von der vorderen Verlagerung um das Zuggelenk
ab. Daher wird die Bestimmung des Wertes R so, daß die Beziehungen b und c erfüllt
werden, nicht nur durch die Lage des hinteren Anschlages des schrägen Gelenkes, sondem
auch durch die Lage des vorderen Anschlages des Zuggelenkes beeinflußt. Durch
entsprechende Wahl der Winkellage des hinteren Anschlages des schrägen Gelenkes und
des winkligen Spieles des Flügels zwischen den vorderen und hinteren Anschlägen des
Zuggelenkes wird der gewünschte Erfolg, nämlich die Beibehaltung der Anlage des
Flügels an dem hinteren Anschlag des schrägen Gelenkes, erreicht, so daß während
der Beschleunigung des Rotors (Beziehung V) ein kleinster Einstellwinkel beibehalten wird
und ferner der Flügel bei Unterbrechung des Antriebsmomentes den hinteren Anschlag des
schrägen Gelenkes verläßt (Beziehung c). Wenn andere Verhältnisse, z. B. die Schwingbewegung des Flügels in seiner Umlaufebene
im normalen Fluge bei der Wahl des winkligen Spieles um das Zuggelenk in Betracht
zu ziehen sind und die Wahl der Stellung
des hinteren Anschlages des schrägen Gelenkes durch konstruktive oder andere
Maßnahmen beschränkt werden sollte, dann könnten diese Auswahlmaßnahmen durch eine
richtige Wahl der Gelenkversetzungen ergänzt werden, wie es oben unter 3. erwähnt
ist.
Um jederzeit den richtigen Wert des Reibmomentes um das schräge Gelenk zu
sichern, wird zweckmäßig ein solches Schmiermittel verwendet, dessen Reibeigenschaft
durch Temperaturschwankungen und Zeiteinflüsse unbeeinflußt bleiben.
In der Zeit, wo der Flügel um das schräge Gelenk nach vorn schwingt, sobald das Antriebsmoment
aufgehört hat zu wirken, nimmt das Fliehkraftmoment R ab. Infolge der Trägheit des Flügels wird die Lage, in
welcher das Reibmoment F und das Fliehkraftmoment R gleich groß sind, überschritten;
die Schwingung um das schräge Gelenk setzt sich so lange fort, bis die mit dieser
Bewegung in Zusammenhang stehende kinetische Energie durch die Reibung aufgezehrt
ist. Da die Beziehung des Fliehkraftmomentes zur winkligen Drehung um den schrägen Zapfen im wesentlichen linear verläuft
und die Reibung nahezu konstant ist, ist beim Aufhören der Schwingbewegung die winklige Verlagerung vom rückwärtigen Anschlag
aus ungefähr zweimal so groß als in
ίο der Lage, in welcher das Reibmoment F und
das Fliehkraftmoment R gleich groß sind.
Es ist vorteilhaft, das Reibmoment so zu wählen, daß dies eintritt, sobald der Einstellwinkel
des Flügels erheblich kleiner wird als der für den normalen Flug erforderliche, da die Wirksamkeit des Rotors bei geringer
Vorwärtsgeschwindigkeit größer ist, wenn der Einstellwinkel des Flügels verhältnismäßig
klein ist. Wenn die Vorwärtsgeschwindigkeit des Tragschraubers größer wird, entstehen durch die Klappbewegung
am Hauptgelenk aerodynamische Schwingmomente, die in der Umlaufebene auf den Flügel einwirken. Diese aerodynamischen
Schwingmomente werden durch das Fliehkraftmoment in der Vorwärtsrichtung in größerem Maße vergrößert als in der Rückwärtsrichtung.
In letzterer Richtung könnten die aerodynamischen und Fliehkraftmomente sogar entgegengesetzt sein, mit der Folge,
daß der Flügel beim Schwingen um das Zuggelenk allmählich um das schräge Gelenk herum nach vorn geschwungen wird, bis das
Fliehkraftmoment um das schräge Gelenk ganz verschwindet. In dieser Lage hat der
Einstellwinkel des Flügels seinen normalen Flugwert. Danach wird das schräge Gelenk
.lurch Reibung festgestellt.
Obgleich die Anschläge des Zuggelenkes weit genug voneinander entfernt sind, um
die normale Schwingbewegung tun das Zuggelenk in der Umlaufebene während des Fluges zuzulassen, wird jede übermäßige
Schwingbewegung von dem schrägen Gelenk aufgenommen; dieses dient infolge seiner
größeren Reibung dazu, diese übermäßigen Schwingbewegungen wirksam zu dämpfen. Zweckmäßig wird das Zuggelenk unabhängig
von der Umlaufgeschwindigkeit mit einer bestimmten Reibkraft ausgestattet, vorausgesetzt,
daß diese Reibung in dem Zuggelenk annähernd gleich oder kleiner ist als derjenige Teil der Reibung in dem schrägen
Gelenk, der von der Umlaufgeschwindigkeit unabhängig ist. Das ist insbesondere erforderlich,
wenn sich der Tragschrauber auf dem Boden befindet und der Rotor beschleunigt oder verlangsamt werden soll; während
dieser Vorgänge muß die Rotorumlaufzahl im allgemeinen einen Wert durchschreiten,
der mit der natürlichen Querschwingung des Fahrgestells in Resonanz steht. Zur weiteren Erklärung mag ausgeführt sein, daß
im allgemeinen der Reibwiderstand in beiden Gelenken mit der Umlaufgeschwindigkeit
auf Grund erhöhter Lagerbelastung zunimmt. Diese erhöhte Lagerbelastung ergibt
sich aus der Fliehkraft und insbesondere aus dem schrägen Gelenk der weiter unten beschriebenen
Art, bei der ein Lager Verwendung findet, das sich bei Endbelastung selbst festzieht.
Zweckmäßig werden die schrägen Gelenke mit vorderen Anschlägen versehen, um das
maximale Anwachsen des Flügeleinsteilwinkeis auf das für den normalen Flug (mit hoher Geschwindigkeit) erforderliche Maß
zu beschränken.
Konstruktiv kann das schräge Gelenk vom Zuggelenk getrennt sein. Bei der Wurzelbefestigung
des Flügels finden zwei Gelenkhebel Anwendung. Das Zuggelenk und das schräge Gelenk könnten aber auch miteinander
vereinigt werden, indem man sie ineinander anordnet und für beide einen einzigen
Zapfen verwendet.
Die Reibung in dem schrägen Gelenk könnte auf verschiedene Weise erzeugt werden,
z. B. dadurch, daß ein Lager mit genügend Eigenreibung oder ein zusätzlicher einstellbarer
Reibdämpfer verwendet wird.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Fliehkraft zur Vergrößerung
der Lagerreibung des schrägen Gelenkes dadurch ausgenutzt, daß ein kegelförmiges
oder sich in anderer Weise verjüngendes Lager verwendet wird, das den Enddruck aufnimmt, durch den die längs der Lagerachse
wirkende Komponente der Fliehkraft erzeugt wird, so daß das Lager sich selbst anzieht und sein Reibungskoeffizient vergrößert
wird.
Auf der Zeichnung sind eine Ausführungsform in Anwendung bei einer Flügelwurzel
eines Rotors der beschriebenen Art sowie eine Abänderungsform als Beispiele der Erfindung
dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch das Flügelwurzelgelenk; der Schnitt verläuft
längs der Flügelachse. im
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie2-2 in Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3~3
in Fig. i.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 1.
Fig. 5 veranschaulicht eine schematische Ansicht einer Abänderungsform.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4 ist ein als Zughebel bezeichneter Hebel
21 bei 22 in waagerechter Richtung durchbohrt; 'diese Bohrung nimmt den Klapp-
zapfen auf, auf dem der Flügel frei in einer durch, die Umlaufachse hindurchgehenden
Ebene auf und nieder schwingen kann. Der Hebel 21 ist ferner in senkrechter Richtung
durchbohrt, um den Zugzapfen 23 aufzunehmen; um diesen Zapfen schwingt der Flügel
in der allgemeinen Umlauf ebene. Der Zugzapfen 23 ist mit Hilfe eines Gewindebolzens
24 an dem Hebel 21 befestigt. An den Zugzapfen
ist ein Zwischenglied 28 angelenkt. Das Zwischenglied 28 ist ein im Querschnitt
H-förmiges Schmiedestück mit einem Steg 2S1 und Flanschen 280; das innere Ende des
Gliedes 28 ist gabelförmig, um das Ende des Zughebels 21 zu umfassen. Die Backen 28°,
28' der Gabel sind ausgebohrt; diese Ausbohrungen
nehmen Lager 25, 26, 27 und 25s,
26*, 27* mit kegelförmigen Rollen auf. Die
Zuglagerung wird vervollständigt durch Unterlegscheiben 30 und Befestigungsmuttern
29. Mit 250 sind Abstandsringe bezeichnet, die auf Paßstärke abgeschliffen sind, damit
die inneren Rollenlagerringe 25, 25* die richtige Lage einnehmen. Der Zughebel 21 ist
bei 21* genutet, um das Ende des Steges 28*
des Gliedes 28 zu umfassen. Dabei ist ein Spielraum belassen, der eine Gesamtbewegung
des Zwischengliedes 28 um 30 zuläßt. Das äußere Ende des Gliedes 28 hat die
Form eines Auges 28C, das im spitzen Winkel
zu der Zugzapfenachse gebohrt ist und in der Bohrung eine Buchse 31 aufnimmt; in der
Buchse ist ein Achsstumpf 32 drehbar. Dieser Achsstumpf ist mit einem Flansch 33
versehen, an dem der Wurzelträger 34 des Flügels befestigt wird. Die Achsen des Zugzapfens
23 und des Achsstumpfes 32 verlaufen in der gleichen Ebene; sie sind um etwa
6o° zueinander geneigt. Die Achse 32 erstreckt sich außen nach oben. Die Achse 32
wird gegenüber der Fliehkraft durch einen Schlitzring 35 gehalten, der auf der Achse 32
mit Hilfe von Keilen 36 festgestellt und durch eine Mutter 37 festgeklemmt ist. Die Mutter
37 ist durch eine Madenschraube 38 und einen Klemmring 39 gesichert. Am äußeren
Ende des Auges 28C sind zwei Stifte 40 mit
Hilfe von Stellschrauben 41 befestigt. Die Achse 32 ist mit einem Flansch 32* versehen.
Dieser Flansch ist bei 32° ausgeschnitten, um einen Spielraum für die Stifte 40 zu bilden. Die ausgeschnittenen Teile 320
haben so viel Spielraum von den Stiften aus, daß die Achse 32 in ihrem Lager eine Gesamtdrehung
von i6° ausführen kann. Das Flügelprofil ist bei 42 gezeigt.
Da es in der Praxis erforderlich ist, daß die Schwingbewegung am Zugzapfen 23 während
des normalen Fluges gedämpft wird, ist die Zugzapfenanordnung zweckmäßig mit
einem Reibdämpfer versehen. Soll der schräge Zapfen 32 mehr Reibung aufweisen als der Zugzapfen 23, so kann der schräge
Zapfen ebenfalls mit einem Reibdämpfer versehen sein, der einen größeren Reibwiderstand
bietet als der Dämpfer des Zugzapfens. Diese Dämpfer sind in bekannter Weise ausgebildet
und auf den Zeichnungen aus Gründen der besseren Übersicht nicht dargestellt.
Anderenfalls könnte die Schwingbewegung am Zugzapfen auf aerodynamische Weise gedämpft
werden. In diesem Fall könnten die Dämpfer entbehrt werden. Die erforderliche Reibdifferenz könnte dann dadurch hergestellt
werden, daß für den Zugzapfen 23 ein Rollenlager 25-27 und für den schrägen
Zapfen 32 ein glattes Lager 31 verwendet wird, wie es auf der Zeichnung dargestellt
ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. S ist der Zughebel 210 bei 211 kegelförmig gebohrt,
um eine Buchse 212 aufnehmen zu können. Die Buchse 212 weist eine senkrechte
Bohrung 213 auf, in welcher der Zugzapfen 230 drehbar, ist. Der Flügelwurzelträger
320 ist gabelförmig ausgebildet. Die Backen 320* der Gabel umfassen den Zughebel
210 und die Buchse 212; sie tragen ferner den Zugzapfen. Die Achse des kegelförmigen
Lagers 211, 212 ist um 500 gegenüber
der Zugzapfenachse nach oben und außen geneigt; sie schneidet die Zugzapfenachse an
der Mittellinie des Flügelholmes. Der Winkel des kegeligen Lagers beträgt 900. Die
Kegelspitze liegt oben. Der Lagerdruck und daher die Reibung des kegeligen Lagers
nimmt verhältnisgleich der Vergrößerung der von dem Flügel entwickelten Fliehkraft zu,
während das Zuggelenk 230, 213 zu jeder Zeit eine verhältnismäßig kleine Reibung
aufweist.
Das Zuggelenk und das schräge Gelenk sind ferner mit (nicht dargestellten) Anschlägen
versehen, welche die Gesamtbewegungen in der aus den Fig. 1 bis 4 ersiehtliehen
Weise begrenzen.
Claims (6)
1. Tragschrauber mit einem mechanisch
zu beschleunigenden oder zu verzögernden Rotor, dessen an einem Klappgelenk und
einem schräg nach außen und oben verlaufenden Schrägzapfen angelenkte Flügel ihre Anstellung selbsttätig ihrer Abweichung
von der Radialstellung anpassen, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu der Flügelgelenkverbindung ein an sich
bekanntes Zuggelenk vorgesehen ist.
2. Rotor für Tragschrauber nach Anspruch ι mit in einigen oder allen Gelenken
eines Flügels vorgesehenen Reibwiderständen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Reibwiderstand des Schrägzapfens beim Überschreiten einer während
des Fluges unter der normalen liegenden Rotorumlaufgeschwindigkeit größer als der Reibwiderstand des Zugzapfens ist,
so daß der Flügel an den Schrägzapfen erhebliche Bewegungen nur beim Eintreten oder Verschwinden einer auf den
Rotor ausgeübten Antriebs- oder einer Bremskraft ausführt.
3. Rotor nach den Ansprüchen 1 oder 2 mit am Zugzapfen vorgesehenen Anschlägen,
die Antriebs- und Bremsgegenkräfte aufnehmen, gekennzeichnet durch gleichartige Anschläge (40,320) an dem Schrägzapfen.
4. Rotor nach den Ansprüchen 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Schrägzapfen
kegelförmig mit nach außen gerichtetem Scheitel ausgebildet und in einem Gleitlager gelagert ist.
5. Rotor nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugzapfen-
und die Schrägzapfenachse die Flügellängsachse in verschiedenen Abständen von der Rotorachse schneiden (Fig. 1).
6. Rotor nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Vereinigung von
Zug- und Schrägzapfen in der Weise, daß die Zugzapfen- und die Schrägzapfenachse
die Flügellängsachse in einem Punkt schneiden (Fig. 5).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB660206X | 1934-05-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE660206C true DE660206C (de) | 1938-05-23 |
Family
ID=10490855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC50508D Expired DE660206C (de) | 1934-05-16 | 1935-05-11 | Tragschrauber mit einem mechanisch zu beschleunigenden oder zu verzoegernden Rotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE660206C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3612773A1 (de) * | 1986-04-16 | 1987-10-22 | Roehm Gmbh | Verfahren zur herstellung waermeformbestaendiger formmassen |
-
1935
- 1935-05-11 DE DEC50508D patent/DE660206C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3612773A1 (de) * | 1986-04-16 | 1987-10-22 | Roehm Gmbh | Verfahren zur herstellung waermeformbestaendiger formmassen |
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